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Re: Stockschwämmchen / Nadelholzhäubling

Heinz.Ebert@dgfm-ev.de, (vor 8719 Tagen) @ Andi S. aus V.

Hallo Andi,
es tut mir leid, aber die Hutrandriefung ist kein gutes Merkmal.
Gute Merkmale findest du nur am Stiel und zwar drei:
Beschuppung (vorhanden oder nicht), Manschette ( stockschw. ja, beim Gifth. filzig) und Stielfleisch (Stockschw. weißlich, Gifth. dunkel).
Leider ist es auch so, dass der Gifthäubling offenbar immer häufiger wird, wie ich zumindest in der Eifel feststellen konnte.
Unterschiede lernt man eigentlich NUR, wenn man beide nebeneinander sieht, was hier oft passiert, wo es auch ein gemeinsames Vorkommen auf einem Stumpf gibt.
Beste Grüße und Weihnachtswünsche, Heinz Ebert

Die Thematik zu Verwechslungsmöglichkeiten zwischen STOCKSCHWÄMMCHEN
(Kuehneromyces mutabilis)und NADELHOLZHÄUBLING (Galerina marginata)wurde
ja schon des öfteren hier diskutiert. Auch ich war mit Fragestellungen
dazu daran beteiligt. Damals wurde ich durch einige Einträge zunächst
verunsichert, aber auch sensibilisiert. Zuvor hätte ich die damals
gefundenen Pilze bedenkenlos gegessen. Das habe ich dann auch getan, aber
erst nachdem ich mich aufgrund der für mich neuen Gefahr vergewissert
hatte, dass es sich wirklich um Stockschwämmchen handelte. Hierbei war mir
eine eingehende Untersuchung der Stiele eine Hilfe. Auf der Seite
http://www.toxinfo.org/frameset.php?inhalt=menu.php
%3Fclass%3D3&hauptframe=/pilz/index.html
heißt es z.B. dazu: "Ein Unterscheidungsmerkmal ist der Stiel: Während
das Stockschwämmchen auf ockerfarbenen Grund mit dunkleren Schüppchen
unterhalb des gerieften Ringes besetzt ist, hat der Nadelholzhäubling
einen gelbbraunen Stiel, der unterhalb der oft kaum zu erkennenden
Ringzone heller überfasert ist." (Überigens vor allem für Anfänger
eine informative Seite, finde ich.) Gute Beschreibungen und gute Fotos
beider Arten in guten Büchern haben mich in dem mir seit langem bekannten
Gesamteindruck vom Stockschwämmchen bestätigt. Nach dem, was ich jetzt
weiß, könnte es sein, dass ich noch nie Nadelholzhäublinge gefunden habe.
Da mir die Thematik bis heute aber keine Ruhe gelassen hat, habe ich
natürlich weiter geforscht. Dabei kam heraus, dass aus allen Bildern und
aus vielen Beschreibungen von Galerina marginata hervor geht, dass dieser
Pilz einen gerieften Hutrand hat. Dies wäre für meine Begriffe ein recht
einfaches Unterscheidungsmerkmal. Meine Frage an alle Pilzler lautet
daher: Hat Galerina marginata immer einen gerieften Hutrand und hat
Kuehneromyces mutabilis nie einen gerieften Hutrand?
"Stockschwämmchen" mit auch nur einem andeutungsweise gerieften
Hutrand habe ich zumindest bisher noch nie gefunden.
Vielen Dank für Eure Hilfe!
Andi

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