Re: Minipilze (Bild)
Hallo Pilzfreunde
Immer wieder ins Staunen versetzen mich die verschiedenen Schwindlingsarten.
Diese "Pilzkultur" auf einem Traubeneichen-Blatt habe ich heute
beim Hundespaziergang entdeckt. Die Pilzchen gehören in die Sektion
Epiphphylli, die Art wahrscheinlich Marasmius recubans. (die grössten
Hutdurchmesser 3 mm)
Beim Betrachten solcher Winzlinge fasziniert mich insbesondere die Statik
dieser Geschöpfe. Nur mit einem Basalfilz am Substrat angeheftet überleben
sie die Bombardements der um Faktoren schwereren Regentropfen meist
unbeschadet.
Beeindrdruckend auch welche Faktoren da zur richtigen Zeit am richtigen Ort
zusammespielen müssen dass die Art erhalten werden kann. Je eine + Spore
und eine - Spore müssen auf diesem Eichenblatt ihre Primärmycelien
ausbilden die sich wiederum finden müssen um sich zum Sekundärmycelium zu
vereinigen. Erst dann ist die Möglichkeit zur Fruchtkörperbildung gegeben.
Diese sehr vereinfachte Erklärung nur zur Besinnung an die Wunder welche
fortwährend in der Natur ablaufen.
Herzliche Grüsse
Sepp
Hallo Sepp und alle anderen Forumsfreunde,
ich denke doch, dass die Statik dieser Geschöpfe schon vor deren Ersterstellung von einem vereidigten Sachverständigen überprüft wurde, sie scheint nicht fehlerhaft gewesen zu sein, die Pilze haben allen Unbilden getrotzt seit ihrer Ersterstellung.
Dann ist es ja auch so, dass die Natur mit den Fortpflanzungsorganen so ausgestattet wurde, dass Samen und Sporen im Überfluss erzeugt werden.
Es ist deshalb kein allzugrosses Wunder, dass sich Pilze auch auf kleinen Blättern entwickeln. Die Luft ist demnach voll von den Sporen dieses Marasmismus und auch anderer Pilze. Wir merken es nur nicht.
Ich stimme zu, das es ein Wunder ist, aber nicht ganz unerklärbar.
Schön ist es allemal, solchen Geschöpfen der Natur zu begegnen und sich damit zu beschäftigen.
In diesem Sinne ein gutes Neues Jahr an alle Leser, nicht nur in mykologischer Hinsicht.
Pilzige Grüsse
hansuwe