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Winterrätsel für Porlingsfreunde *PIC*

Werner2, (vor 8683 Tagen)

Hallo Porlingsfreunde,

nach dem häufigen Winterporling mal eine resupinate Art, welche ich
heute nachmittag auf morschen, faulenden Birkenstämmen fand.
Dieser ocker-rötliche Porling wächst resupinat auf Laubholz
und bildet dort etwa so 10 - 30 cm (und noch mehr) lange Überzüge.
Bei mir im Rhein-Main-Gebiet ist die Art ziemlich häufig, in anderen Teilen
der BRD aber auch selten.
Kleine Hilfe zur Größe des Bildes: Etwa eine Anzahl von 4 - 6 der ziemlich kleinen 4, 5 und 6eckigen Poren kommen etwa auf einen mm. Das Bild zeigt also eine Fläche von ca. 4 x 3,5 cm.

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Gruss Werner2

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Re: Winterrätsel für Porlingsfreunde

Piwo, (vor 8683 Tagen) @ Werner2

Hallo Porlingsfreunde,
nach dem häufigen Winterporling mal eine resupinate Art, welche ich
heute nachmittag auf morschen, faulenden Birkenstämmen fand.
Dieser ocker-rötliche Porling wächst resupinat auf Laubholz
und bildet dort etwa so 10 - 30 cm (und noch mehr) lange Überzüge.
Bei mir im Rhein-Main-Gebiet ist die Art ziemlich häufig, in anderen Teilen
der BRD aber auch selten.
Kleine Hilfe zur Größe des Bildes: Etwa eine Anzahl von 4 - 6 der ziemlich
kleinen 4, 5 und 6eckigen Poren kommen etwa auf einen mm. Das Bild zeigt
also eine Fläche von ca. 4 x 3,5 cm.

Gruss Werner2

Hallo Werner,
ich tippe mal auf Junghuhnia nitida, den Schönfarbigen Resupinatporling in einem etwas älteren Exemplar.
Gruß Piwo

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Re: Winterrätsel für Porlingsfreunde

Klaus, (vor 8681 Tagen) @ Werner2

Hallo Werner,
Wolfgang hat ja schon einen mehr als guten Tip abgegeben. Ich finde, viel mehr kann man rein makroskopisch auch nicht dazu sagen. Es könnte natürlich auch Schizopora carneo-lutea sein, die J. nitida ja wohl ziemlich ähnlich sieht. Vor so ca. 1000 Jahren hat mir Dr. Jahn mal aufgrund einer Zusendung dieser Art geschrieben, er könne die Arten im Feld einigermaßen makroskopisch unterscheiden, würde aber sicherheitshalber immer noch mikroskopieren. Dann sieht man nämlich die stark inkrustierten Zystiden von Junghuhnia nitida, die bei der Schizopora fehlen. Also irgendwie scheint deine Aufnahme mir eher auf eben diese Sch. carneo-lutea hinzudeuten. Da nichts von der Ökologie schreibst: Die Art scheint wohl eher saure, nährstoffarme Böden zu bevorzugen, während die Junghuhnia Kalk und Lehm bevorzugt.
Lassen wir uns also mal überraschen.
Schöne Grüße aus dem westlichen Münsterland
Klaus

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Richtig (geraten) bestimmt !!

Werner2, (vor 8681 Tagen) @ Klaus

Hallo Klaus,
habe mich sehr über die geringe Ratebeteiligung gewundert, bei den vielen Spezialisten, die hier rumsurfen.
Es ist absolut korrekt. Es handelt sich um S. (flavipora) carneo-lutea, den Rötlich-Ockerfarbenen Spaltporling , welchen man mit etwas Übung trotzdem gut von J. nitida - auch makroskopisch - unterscheiden kann.
Jahn war Ende der 70er Jahre sehr an dieser Art interessiert, hat mir viele Funde nachbestimmt, und wir hatten (und haben) diese Art hier bei Frankfurt wirklich sehr häufig. Sie wächst viel ausgedehnter und dicker als die dünne, kleinflächige J.nitida, und bildet sogar Pseudohüte aus.
Piwo's Tipp ging natürlich nur sehr scharf daran vorbei. Junge, kleinflächige FK von carneo-lutea, kann man von J. nitida nämlich fast nicht unterscheiden. Kompliment!
Gruss Werner2

Hallo Werner,

Wolfgang hat ja schon einen mehr als guten Tip abgegeben. Ich finde, viel
mehr kann man rein makroskopisch auch nicht dazu sagen. Es könnte
natürlich auch Schizopora carneo-lutea sein, die J. nitida ja wohl
ziemlich ähnlich sieht. Vor so ca. 1000 Jahren hat mir Dr. Jahn mal
aufgrund einer Zusendung dieser Art geschrieben, er könne die Arten im
Feld einigermaßen makroskopisch unterscheiden, würde aber
sicherheitshalber immer noch mikroskopieren. Dann sieht man nämlich die
stark inkrustierten Zystiden von Junghuhnia nitida, die bei der Schizopora
fehlen. Also irgendwie scheint deine Aufnahme mir eher auf eben diese Sch.
carneo-lutea hinzudeuten. Da nichts von der Ökologie schreibst: Die Art
scheint wohl eher saure, nährstoffarme Böden zu bevorzugen, während die
Junghuhnia Kalk und Lehm bevorzugt.
Lassen wir uns also mal überraschen.
Schöne Grüße aus dem westlichen Münsterland
Klaus