Hallo Klaus,
habe mich sehr über die geringe Ratebeteiligung gewundert, bei den vielen Spezialisten, die hier rumsurfen.
Es ist absolut korrekt. Es handelt sich um S. (flavipora) carneo-lutea, den Rötlich-Ockerfarbenen Spaltporling , welchen man mit etwas Übung trotzdem gut von J. nitida - auch makroskopisch - unterscheiden kann.
Jahn war Ende der 70er Jahre sehr an dieser Art interessiert, hat mir viele Funde nachbestimmt, und wir hatten (und haben) diese Art hier bei Frankfurt wirklich sehr häufig. Sie wächst viel ausgedehnter und dicker als die dünne, kleinflächige J.nitida, und bildet sogar Pseudohüte aus.
Piwo's Tipp ging natürlich nur sehr scharf daran vorbei. Junge, kleinflächige FK von carneo-lutea, kann man von J. nitida nämlich fast nicht unterscheiden. Kompliment!
Gruss Werner2
Hallo Werner,
Wolfgang hat ja schon einen mehr als guten Tip abgegeben. Ich finde, viel
mehr kann man rein makroskopisch auch nicht dazu sagen. Es könnte
natürlich auch Schizopora carneo-lutea sein, die J. nitida ja wohl
ziemlich ähnlich sieht. Vor so ca. 1000 Jahren hat mir Dr. Jahn mal
aufgrund einer Zusendung dieser Art geschrieben, er könne die Arten im
Feld einigermaßen makroskopisch unterscheiden, würde aber
sicherheitshalber immer noch mikroskopieren. Dann sieht man nämlich die
stark inkrustierten Zystiden von Junghuhnia nitida, die bei der Schizopora
fehlen. Also irgendwie scheint deine Aufnahme mir eher auf eben diese Sch.
carneo-lutea hinzudeuten. Da nichts von der Ökologie schreibst: Die Art
scheint wohl eher saure, nährstoffarme Böden zu bevorzugen, während die
Junghuhnia Kalk und Lehm bevorzugt.
Lassen wir uns also mal überraschen.
Schöne Grüße aus dem westlichen Münsterland
Klaus