Re: zu deinen Statements
Hallihallo,
Das Spannungsfeld zwischen
offensichtlicher makroskopischer Erkennbarkeit eines Fruchtkörpers und
seiner systematischen Zuordnung droht ins Unüberschaubare zu wachsen.
Ich sehe es eigentlich nicht als Spannungsfeld. Es sind zwei verschiedene paar Stiefel. Um einen Kartoffelbovist zu bestimmen, brauche ich nicht darauf zu achten, dass er verwandtschaftlich zu den Röhrlingen gehört und neben vielen Basenpaaren *grins* auch sehr ähnlichen Chmemismus und Rhizomorphenanatomie besitzt. Es ist halt ein derber, gastromycetoider Fruchtkörper, an dem ich die Art erkenne, bzw, das Sporenornament im Mikroskop. Die Verwandtschaft ist da doch nicht wichtig (für die Bestimmung). Warum also "Spannungsfeld"?
Vielleicht trennt sich die Pilzkunde in Zukunft in ein System der
Feldmykologen und eines in dem die rein wissenschaftliche Biologie ihre
Ordnung findet. Wer schafft hier eine zufriedenstellende Synthese. Das
Thema bleibt hoch spannend!
Auch die Feldmykologie ist ein Teil der Wissenschaft (z.B. Ökologie der Pilze), kann aber auch anwendungsbezogen verfolgt werden (Umweltfachgutachten etc.)...
Insofern ist ein Nebeneinander mit vielen Verknüpfungspunkten und keine Gegenüberstellung die Zukunft, die ich erhoffe...
Grüße
Christoph