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Re: Morchelzieher und –antiflupper

amanita, (vor 8615 Tagen) @ 42

Morchelzieher und –antiflupper (von Rudi & Thomas)
Passend zur Morchelzeit möchten Rudi und ich exklusiv im PilzePilze-Forum die
von uns entwickelten Weltneuheiten 'Morchelzieher und –antiflupper'
vorstellen.
Vorweg für die noch nicht so Informierten eine kurze Zusammenfassung der
Problematik der Morchelsuche: Der interessierte Laie (und auch manch
fortgeschrittener Pilzler) weiß natürlich, dass Morcheln normalerweise nur
schwierig und in sehr begrenzten Umfang zu finden sind. Diese traurige
Realität wird gemeinhin einfach mit der Seltenheit der Morcheln begründet
und nicht weiter hinterfragt. Im Folgenden wollen wir erstmals öffentlich
aufzeigen, dass es sich dabei um einen groben Trugschluss handelt, der –
scheinbar unausrottbar – in der mykologischen Literatur unkritisch von
Autor zu Autor weitergegeben wird (hoffentlich werden uns die wenigen
Wissenden diesen Geheimnisverrat nicht allzu übel nehmen. Sollten
zukünftig keine Beiträge mehr von uns veröffentlicht werden, haben wir uns
für Wissenschaft und Wahrheit geopfert ...).
In Wirklichkeit handelt es sich bei der Morchel (egal ob Spitz-, Rund-,
Halbfreie etc.) um einen MASSENPILZ unserer Frühjahrswälder! Vorkommen von
durchschnittlich 10 Exemplaren je Quadratmeter sind nicht die Ausnahme,
sondern die Regel! Der Grund, weshalb wir nicht in der Lage sind, die
Pilze in diesen Mengen vorzufinden, ist das bisher kaum erforschte
Phänomen des 'Morchelflupps'.
Morcheln sind nämlich nicht nur in der Lage, (Tritt-)Schallwellen des
herannahenden Pilzsuchers wahrzunehmen – zusätzlich können sie sich bei
'Gefahr' auch blitzartig in den Boden zurückziehen (zurückfluppen) und
somit dem Auge ihres größten Feindes - des Sammlers - entziehen. Wie
geheimgehaltene Untersuchungen einer bedeutenden ostdeutschen Universität
belegen konnten, bemerkt eine gesunde Morchel das Herannahen des Sammlers
(selbst bei vorsichtigem Auftreten/Schleichen) schon auf eine Entfernung
von 25 – 27 Metern und fluppt innerhalb von nur 10 Millisekunden (!)
geräuschlos in das schützende Erdreich zurück.
"Und weshalb finde ich dann trotzdem ab und zu Morcheln?" wird sich
manch logisch denkender Leser nun fragen und obige Behauptungen sofort als
dem Reich der Fabeln zugehörig abtun. Dieser scheinbare Widerspruch lässt
sich aber einfach erklären: bei solchen Exemplaren handelt es sich
entweder um kranke/verletzte (Schnecken!) oder aber um überreife und
trockene Pilze, denen die Fähigkeit des Fluppens abhanden gekommen ist
(mangelnde Zellkontraktion aufgrund Flüssigkeitsmangels). Bekanntermaßen
werden Morcheln massenhaft dort gefunden, wo im Jahr vorher Waldbrände
stattgefunden haben. Jetzt wird klar, warum: das sonst so empfindliche
Fluppsystem wurde – reversibel - geschädigt!
Um nun keinen Frust aufkommen zu lassen, wollen wir hier die drei
Möglichkeiten aufzeigen, wie trotzdem massenhaft frische Morcheln zu
finden sind: a) Großflächige Aus- und Abgrabungen mittels
Bagger/Schaufellader (unbedingt vorher eine Genehmigung des zuständigen
Eigentümers/Försters einholen). Eine Grabungstiefe von 20 – 30 cm hat sich
als ausreichend erwiesen (zusätzlich gehen als 'Beifang' häufig Trüffeln
ins Netz). Bekannte Nachteile: durch das grobe Vorgehen werden zahllose
Fruchtkörper beschädigt und der Fund ist meist durch Erde und Sand sehr
verschmutzt. Zusätzlich hatten wir bei unseren diesbezüglichen
großflächigen Grabungsversuchen ständig Probleme mit sog.
'Naturschützern', obgleich wir uns doch extra ein unbedeutendes
verwahrlostes Naturschutzgebiet ausgesucht hatten.
b) Die zurückgefluppten Morcheln erscheinen nach ca. 8 – 12 Stunden von
alleine wieder an der Erdoberfläche, sofern der Fluppverursacher sich am
Fundort absolut still verhält (evtl. Schlafsack und Zelt mitnehmen –
Achtung: Schnarcher haben keine Chance)!
c) Man ersteigere (Sofortkauf) bei ebay ein von Rudi und mir vertriebenes
'Morchelzieher-Set' für unglaublich günstige 299,00 Euro (PilzePilze-Leser
erhalten auf entsprechendem Nachweis hin einen Rabatt von 20%).
Das Set besteht aus einem spezialvergüteten Fernglas Modell
'Morcheldetektor'), einem großen Morchelzieher und einem Satz (100 Stück)
Anti-Flupper.
Genauere Beschreibung des Sets: a) Fernglas: hiermit können (freie Sicht
vorausgesetzt) Morchelstandplätze aus größerer Entfernung geortet werden.
Dank der Spezialvergütung (laserbedampfte
Fluoreszenz-Infrarotdetektorenschicht) ist es möglich, den sich kaum vom
Laub abhebenden graubraunen Hutfarbton der Morcheln in ein deutliches
'Textmarker-Gelb' umzusetzen. Es ist unglaublich, mit diesem Fernglas
einen Schwenk über den scheinbar leeren Waldboden zu machen – überall
tauchen in größerer Entfernung die nunmehr leuchtgelben Hüte der Morcheln
auf!
Ein (vorläufig noch nicht erhältliches) Nachfolgemodell ist bereits in der
Enderprobungsphase, welches mittels eines aufgesetzten Drehschalters dem
Sammler die Möglichkeit geben wird, ganz gezielt bestimmte Pilzarten
hervorzuheben (zu 'markern'). Beim Testmodell sind dies die 10 häufigsten
Speisepilze – später werden es dann einmal (per Programmierung durch ein
GPS-Handy mittels SMS an das Fernglas) beliebige Pilze sein –
vorausgesetzt, der momentan gültige lateinische Art-Name wird korrekt
angegeben.
b) Morchelzieher: ein Neodym-Spezialmagnet, der die mit dem Fernglas
georteten Pilze problemlos aus dem tiefen Boden (bis 35 cm!) zieht.
Selbstverständlich sind Morcheln nicht magnetisch, aber die hohe
Felddichte des Magneten erzeugt im Morchelinneren schwache
Wirbelstromimpulse, welche die Nervenbahnen des Pilzes dazu
animieren/stimulieren, das 'Zurückfluppen' auszulösen. Einfach mit dem
Morchelzieher wie mit einem modernen Schatzsuchgerät in kreisenden Bahnen
über den Waldboden streichen und die zurückfluppenden Morcheln mit einem
schnellen beherzten Griff festhalten.
c) Anti-Flupper (100 Stück): hat man nun eine Morchel erfolgreich mit dem
Magneten aus dem Boden gezogen und im sicheren Sammler-Griff, so kommt es
des Öfteren vor, dass das betreffende Exemplar noch zu klein ist und man
der Morchel noch einige Tage des Wachstums gönnen möchte. Um zu
verhindern, dass diese Morchel wieder im Boden verschwindet, entwickelten
wir in aufwändigen Versuchsreihen den 'Anti-Flupper'. Im Prinzip handelt
es sich dabei um einen zweigeteilten stufenlosen Klapp-Ring, der um die
Stielbasis der Morchel gezogen wird. Da der Morchelkopf einen größeren
Durchmesser als der Stiel besitzt, ist es dem Pilz anschließend unmöglich,
sich ins Erdreich zurückzuziehen (zur Beruhigung von Pilz- und
Tierschützern: wir konnten außerdem mit Hilfe von Nervenstrom-Messungen
(Mycol-EKG) belegen, dass die solchermaßen beringten Pilze keineswegs
unter dieser Zwangsmaßnahme leiden bzw. irgendwelche Stresssymptome
zeigen. Im Gegenteil: die von uns weltweit patentierte
Magnet-Antiflupp-Resonanz-Therapie (MART) verschont die Pilze nicht nur
vor schädlichen Umwelteinflüssen (z.B. Schnecken, bei denen aufgrund derer
raffinierter Langsamkeit der natürliche Fluppmechanismus versagt, aber
auch größere Fressfeinde scheinen die Magnetbarriere nicht überwinden zu
können), sondern trägt außerdem offensichtlich zu einem schnelleren und
gesünderen Wachstum bei. Überdies beginnt durch die bekannte
Magnetluminiszenz die entfluppte Morchel nachts schwach zu leuchten. Das
kommt dem wissenden Sammler entgegen, der nun auch dann ernten kann, wenn
er bei seinem geheimnisvollen Treiben von Konkurrenten nicht ertappt
werden möchte. Ursprünglich hatten wir übrigens an einen einfachen
Edelmetallnagel gedacht, den man parallel zum Boden durch den Pilzfuß
steckt und der dann gewissermaßen wie eine Splintsicherung funktionieren
würde. Aber erstens erschien uns das ganze dann doch etwas zu barbarisch
und zweitens schlitzte der Pilzstiel beim Versuch des Rückfluppens immer
aus).
Der Clou dieses Geräts ist aber die Biomagnetisierung. Genaueres kann leider
nicht veröffentlicht werden, nur so viel: von gesunden reifen Morcheln
(morchella sp.) werden die Eigenströme während der Ernte aufgenommen und
in einem Fungalresonanzgerät auf Spezialhalbleitermetalle transferiert.
Eine hohe Wiedererkennungsrate (in Feldversuchen mehr als 99,7%) wird
garantiert.
In einer zukünftigen Luxusversion des Anti-Fluppers erwägen wir, die Ringe
mit dem Namen des Sammlers zu versehen (Gravur), um zu verhindern, dass
beringte Morcheln versehentlich von Fremdsammlern für die Ihrigen gehalten
werden. Ferner denken wir darüber nach, die Ringe optional mit einer Art
'Schlüssel-Piepser' aufzurüsten. Ein kurzer Pfiff und die Morchel bzw. der
Ring antworten mit deutlichem Piepsen. So wird das Wiederfinden ein
Kinderspiel (momentan haben wir noch Probleme zu verhindern, dass der Ring
auf das Gezwitscher der Waldvögel reagiert).
Warnung: unser Morcheldetektor und –magnet reagiert in der jetzigen
Ausführung auch auf Frühjahrs-Lorcheln, da es uns bisher noch nicht
gelungen ist, die Selektivitätsgenauigkeit entsprechend anzupassen. Für
evtl. Vergiftungen mit Lorcheln weisen wir jedwede Verantwortung von uns!
Bestellungen, Kommentare, Verbesserungsvorschläge etc. werden von Rudi und
mir gerne hier im Forum oder auch per e-mail entgegengenommen.
Gruß aus Eisingen bei Würzburg
Rudi ( markones@t-online.de )
& Thomas ( wallner@baso.de )

Hallo Rudi und Thomas.
Ich komme gerade vom Blutsee.ihr habt den Morchelzieher gut versteckt ,konnte weder ihn geschweige denn Morcheln finden.
Viele Grüsse.
Renate

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