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Betretungsrecht - Wanderfalken

Birgit, (vor 9835 Tagen)

Hallo ihr Lieben,

mal wieder ein pilzfremdes Theam, aber ich fand folgenden Leserbrief in der Alpenvereinszeitung so schön passend zu unserem alten Diskussionsthema:

"Dem Beispiel einer räumlich sehr engen friedlichen Koexistenz zwischen Wanderfalken und Kletterern ist aus dem Harz ein weiteres hinzuzufügen: Dort ignorierte im Okertal das Wanderfalkenpärchen den seit 15 Jahren aufgesuchten Horst an dem allein für sie vom 1. Februar bis 31. Juli reservierten Felsen und brütete statt dessen an einem sowohl bei Kletterern als auch bei Wanderern beliebten Felsen. Der Horst befand sich nur 10 Meter unterhalb des über Treppen zugänglichen mit Geländer versehenen Gipfels. Es gab keinerlei Verbote, der Fels wurde weiter bestiegen und auch beklettert. Offenbar verzichteten Kletterer auch ohne Regeleungen spontan auf das Begehen der Routen in der unmittelbaren Umgebung des Horstes. Die beiden jungen Wanderfalken flogen im Juli wohlbehalten aus. Es bleibt zu hoffen, daß diese Beispiele dazu beitragen, daß sich bundesweit die Erkenntnis durchsetzt, daß die seit Jahrzehnten inzwischen x-fach bewährte Sperrfrist vom 1. Februar bis 31. Juli zum Schutz des Wanderfalken völlig ausreicht. Es ist wenig plausibel, daß ein derart koexistenzfähiges Tier zum Beispiel im benachbarten Sachsen-Anhalt im Ilsetal so empfindlich sein soll, daß dort für den gesamten riesigen Horstfelsen immer noch ein ganzjähriges Kletterverbot verhängt wird."

Das wars,

Salü

Birgit

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Re: Betretungsrecht - Wanderfalken

Boris, (vor 9834 Tagen) @ Birgit

Hallo ihr Lieben,
mal wieder ein pilzfremdes Theam, aber ich fand folgenden Leserbrief in der Alpenvereinszeitung so schön passend zu unserem alten Diskussionsthema:
"Dem Beispiel einer räumlich sehr engen friedlichen Koexistenz zwischen Wanderfalken und Kletterern ist aus dem Harz ein weiteres hinzuzufügen: Dort ignorierte im Okertal das Wanderfalkenpärchen den seit 15 Jahren aufgesuchten Horst an dem allein für sie vom 1. Februar bis 31. Juli reservierten Felsen und brütete statt dessen an einem sowohl bei Kletterern als auch bei Wanderern beliebten Felsen. Der Horst befand sich nur 10 Meter unterhalb des über Treppen zugänglichen mit Geländer versehenen Gipfels. Es gab keinerlei Verbote, der Fels wurde weiter bestiegen und auch beklettert. Offenbar verzichteten Kletterer auch ohne Regeleungen spontan auf das Begehen der Routen in der unmittelbaren Umgebung des Horstes. Die beiden jungen Wanderfalken flogen im Juli wohlbehalten aus. Es bleibt zu hoffen, daß diese Beispiele dazu beitragen, daß sich bundesweit die Erkenntnis durchsetzt, daß die seit Jahrzehnten inzwischen x-fach bewährte Sperrfrist vom 1. Februar bis 31. Juli zum Schutz des Wanderfalken völlig ausreicht. Es ist wenig plausibel, daß ein derart koexistenzfähiges Tier zum Beispiel im benachbarten Sachsen-Anhalt im Ilsetal so empfindlich sein soll, daß dort für den gesamten riesigen Horstfelsen immer noch ein ganzjähriges Kletterverbot verhängt wird."

Ich denke, Wanderfalken reagieren hauptsächlich auf Geräusche und einzelne Freikletterer sind wohl auch einigermaßen leise im Gelände. Wenn hingegen unter dem Brutplatz eine lautstark lärmende Wandergruppe durchzieht, kann mein Bekannter aus der Falkenwacht das schon allein am Verhalten der Vögel mit seinem Fernglas erkennen. Vielleicht sollte man statt dem Betretungs- ja besser ein Redeverbot einführen?? :-)

Spaß beiseite, ich habe das Thema schon mal erwähnt und ich denke daß die Fähigkeit sich lautlos durch den Wald zu bewegen in unserer reizüberfluteten Zeit irgendwie verloren gegangen ist. Niemand käme beispielsweise auf die Idee, sich in der Nähe eines Krankenhauses ständig gegenseitig etwas zuzurufen. Mein ornithologischer Freund erzählte mir, daß ihn in seiner eigenen Jugendzeit sein Vater noch dazu angehalten hat, im Wald ruhig zu sein - und nun weiß er auch warum. Lautlos und in Tarnfarben kann man oft die scheuesten Arten beobachten.

Die Reißinsel Mannheim, ein Wasservogelschutzgebiet, ist ebenfalls neuerdings im Frühjahr gesperrt, was ich aus botanischer Sicht ein wenig schade finde, da dadurch der Frühjahrsaspekt leider verloren geht. Wenn man den Leuten irgendwie beibringen könnte, leise zu sein und sich von den Dickungen und Uferbänken fernzuhalten, denke ich hält sich der Schaden auch durch größere Mengen Spaziergänger noch in Grenzen.

Ein anderes Problem, speziell für die Falken ist Eierdiebstahl. Glücklicherweise ist die Tendenz hier rückläufig, aber wenn Freikletterer in der Nähe kraxeln, kann auch mal leicht ein schwarzes Schaf dabeisein, das sich durch Verhökern der Eier an irgendeinen arabischen Scheich eine goldene Nase verdienen will. Um die Bewachung der Horste kommt man also leider nicht drumrum, aber ich denke daß die Mehrheit nicht unter den bösen Taten einzelner leiden sollte.

Beispiele für diese Politik findet man leider ständig. Einzelne stellen den Einkaufswagen nicht zurück, alle müssen sich mit Pfandmarken rumschlagen. Einzelne betreiben Ladendiebstahl, alle werden mit Kameras verfolgt. Einige fahren zur Schulzeit zu schnell, alle dürfen sich nachts um 23:30 wenn kein Aas mehr auf der Straße ist über Blitzfallen ärgern. Einzelne machen im Wald Flurschaden, alle dürfen keine Pilze mehr suchen. Einzelne lärmen rum, alle dürfen den Wald nicht mehr betreten.

Ich denke das Rechtssystem sollte etwas weniger auf präventive Maßnahmen und etwas mehr auf das zur Rechenschaft ziehen der Leute die es auch tatsächlich verdient haben abzielen...

Boris

Filmhinweis: "Die Brut des Adlers", sehr spannender Öko-Thriller mit Rutger Hauer in der Hauptrolle.

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Re: Betretungsrecht - Wanderfalken

Birgit, (vor 9834 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

Ich denke, Wanderfalken reagieren hauptsächlich auf Geräusche und einzelne Freikletterer sind wohl auch einigermaßen leise im Gelände. Wenn hingegen unter dem Brutplatz eine lautstark lärmende Wandergruppe durchzieht, kann mein Bekannter aus der Falkenwacht das schon allein am Verhalten der Vögel mit seinem Fernglas erkennen.

Naja, im oben genannten Beispiel waren die Leute auf dem Gipfel wohl auch nicht immer leise. Ich wollte ja nur anmerken, daß die Flora und Fauna auch den wohlmeinenden Naturschützern hin und wieder eine lange Nase dreht und alles ganz anders als geplant abläuft. Siehe seltene Heuschrecken, die an Landebahnköpfen von Flughäfen überleben....

Spaß beiseite, ich habe das Thema schon mal erwähnt und ich denke daß die Fähigkeit sich lautlos durch den Wald zu bewegen in unserer reizüberfluteten Zeit irgendwie verloren gegangen ist.
Lautlos und in Tarnfarben kann man oft die scheuesten Arten beobachten.

Lautlos alleine reicht bei weitem nicht aus, da gibt es noch sowas wie den WInd, der den Geruch des Menschen weit trägt. Gut neulich bin ich beim Pilzsammeln auch mal ziemlich nah an ein Reh herangekommen. Willst du ganz nahe an z.B. Rehe oder Hasen herankommen, gibt es auch eine andere Möglichkeit: Wieder einmal das von mir vielzitierte Reiten, der Geruch des Pferdes deckt den des Menschen zu, das Wild bemerkt erst sehr spät, daß da ein Mensch dabei ist. Leidvolle Erfahrung manches Reiters (auch meine ;-)) ), dessen Pferd sich dabei erschrak und seinen Weg alleine fortsetzte ;-)).

Die Reißinsel Mannheim, ein Wasservogelschutzgebiet, ist ebenfalls neuerdings im Frühjahr gesperrt, was ich aus botanischer Sicht ein wenig schade finde, da dadurch der Frühjahrsaspekt leider verloren geht. Wenn man den Leuten irgendwie beibringen könnte, leise zu sein und sich von den Dickungen und Uferbänken fernzuhalten, denke ich hält sich der Schaden auch durch größere Mengen Spaziergänger noch in Grenzen.
Ein anderes Problem, speziell für die Falken ist Eierdiebstahl. Glücklicherweise ist die Tendenz hier rückläufig, aber wenn Freikletterer in der Nähe kraxeln, kann auch mal leicht ein schwarzes Schaf dabeisein, das sich durch Verhökern der Eier an irgendeinen arabischen Scheich eine goldene Nase verdienen will. Um die Bewachung der Horste kommt man also leider nicht drumrum, aber ich denke daß die Mehrheit nicht unter den bösen Taten einzelner leiden sollte.

Was ist denn mit dir passiert? Du warst doch immer für freien Zugang und hast dafür plädiert, daß die Menschen lernfähig sind. Im oben zitierten Beispiel waren sie es ja offensichtlich auch. Wohlgemerkt, ich bin nicht für bedingungslose Freigaben, finde aber interessant, daß bei dem oben erwähnten Zufall keine negativen Folgen entstanden sind.

Beispiele für diese Politik findet man leider ständig. Einzelne stellen den Einkaufswagen nicht zurück, alle müssen sich mit Pfandmarken rumschlagen. Einzelne betreiben Ladendiebstahl, alle werden mit Kameras verfolgt. Einige fahren zur Schulzeit zu schnell, alle dürfen sich nachts um 23:30 wenn kein Aas mehr auf der Straße ist über Blitzfallen ärgern. Einzelne machen im Wald Flurschaden, alle dürfen keine Pilze mehr suchen. Einzelne lärmen rum, alle dürfen den Wald nicht mehr betreten.

Wir sind eine Gesellschaft freier Bürger und genauso werden unsere Kinder aufgezogen. Für die Leute, die du ansprichst gilt: Jeder ist sich selbst der Nächste und schaut nur auf seinen eigenen Profit. Warum Rücksicht nehmen auf andere, es zahlt sich doch nicht aus.

Ich denke das Rechtssystem sollte etwas weniger auf präventive Maßnahmen und etwas mehr auf das zur Rechenschaft ziehen der Leute die es auch tatsächlich verdient haben abzielen...

Nun ja, im Prinzip hast du schon recht, aber wer bezahlt die unzähligen Polizisten, die über die Einhaltung dieser Gesetze wachen?

zur Schlafenszeit

Birgit

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Re: Betretungsrecht - Wanderfalken

Boris, (vor 9833 Tagen) @ Birgit

Lautlos alleine reicht bei weitem nicht aus, da gibt es noch sowas wie den WInd, der den Geruch des Menschen weit trägt. Gut neulich bin ich beim Pilzsammeln auch mal ziemlich nah an ein Reh herangekommen. Willst du ganz nahe an z.B. Rehe oder Hasen herankommen, gibt es auch eine andere Möglichkeit: Wieder einmal das von mir vielzitierte Reiten, der Geruch des Pferdes deckt den des Menschen zu, das Wild bemerkt erst sehr spät, daß da ein Mensch dabei ist. Leidvolle Erfahrung manches Reiters (auch meine ;-)) ), dessen Pferd sich dabei erschrak und seinen Weg alleine fortsetzte ;-)).

Ich bezog mich hier auf Voegel, die ja optische Tiere sind. Natuerlich gibt es bei Hufwild andere Verhaltensregeln zu beachten.

Was ist denn mit dir passiert? Du warst doch immer für freien Zugang und hast dafür plädiert, daß die Menschen lernfähig sind. Im oben zitierten Beispiel waren sie es ja offensichtlich auch. Wohlgemerkt, ich bin nicht für bedingungslose Freigaben, finde aber interessant, daß bei dem oben erwähnten Zufall keine negativen Folgen entstanden sind.

Ich bin nach wie vor fuer freien Zugang, es geht darum gezielt die 5% Unbelehrbaren an boesen Taten zu hindern ohne dass die 95% die einfach nur die Natur geniessen wollen darunter leiden muessen. Zu einem verwandten Thema (Nashornhoerner statt Falkeneier) zitiere ich mal wieder meinen Lieblingautor aus "Die letzten ihrer Art".
"Ein erstaunlicher Gesichtspunkt der Situation ist folgender: Wenn das Rhinozeroshorn aus Afrika ausgefuehrt und zu einem geschmacklosen Stueck Modeschmuck verarbeitet worden ist, mit dem ein junger Jemenit rumprotzen und Maedchen aufreissen kann, hat es einen Endwert von mehreren tausend US-Dollar. Der Wilderer aber, jener Mann also, der in den Park geht und sein Leben riskiert, um eines der Nashoerner zu erschiessen, die mit viel Muehe, Zeit- und Geldaufwand geschuetzt werden, bekommt fuer das Horn zwischen zehn und fuenfzehn Dollar. Der Unterschied zwischen Leben und Tod eines der seltensten und herrlichsten Tiere der Welt betraegt demnach nur ungefaehr zwoelf Dollar. Da stellt sich natuerlich schnell die Frage, warum man die Wilderer nicht einfach dafuer bezahlt, die Tiere -nicht- umzubringen. Die Antwort liegt auf der Hand. Wenn jemand einem Wilderer, sagen wir mal, fuenfundzwanzig Dollar dafuer bietet, ein Tier nicht zu erschiessen und ihm dann jemand anders zwoelf Dollar bietet, es zu erschiessen,
wird der Wilderer hoechstwahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass er unter diesen Umstaenden siebenunddreissig Dollar an einem einzigen Tier verdienen kann. Solange die Hoerner wert sind, was sie wert sind, wird immer ein Anreiz fuer irgendwen bestehen, sich das Geld zu verdienen. Also muss die Frage anders lauten: Wie macht man einem jungen Jemeniten klar, dass ein Dolchgriff aus Rhinozeroshorn kein Maennlichkeitssymbol ist, sondern nur signalisiert, das er ein derartiges Symbol noetig hat?"

Nun ja, im Prinzip hast du schon recht, aber wer bezahlt die unzähligen Polizisten, die über die Einhaltung dieser Gesetze wachen?

Wenn die 95% auf die 5% ein wachsames Auge haben, braucht man keine Polizisten mehr. Wenn jeder vor Ort auf das Naturschutzgebiet seiner Wahl ein wachsames Auge hat ist viel getan. Im Suedschwarzwald z.B. lernte ich einmal eine alte Frau kennen, die versucht zu verhindern dass ueber Nacht Pluenderer die Arnikawiese vor ihrem Haus fuer gewerbliche Zwecke abraeumen. (Mir gab sie uebrigens die Erlaubnis, mir ein paar Handvoll Blueten fuer den Eigenbedarf zu sammeln. Ein guter Waechter kennt auch Grautoene :-). Sie versucht einen offiziellen Status als Waldhueter von den Behoerden zu erreichen. Halte ich fuer lobenswert, die Frage wer die (bezahlten) Waechter bewacht, ist damit auch hinfaellig wenn jeder in der Naehe seiner Heimat selbst Waechterstatus innehat.
Boris

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Naturschutzstreife

Birgit, (vor 9833 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

Ich bin nach wie vor fuer freien Zugang, es geht darum gezielt die 5% Unbelehrbaren an boesen Taten zu hindern ohne dass die 95% die einfach nur die Natur geniessen wollen darunter leiden muessen. Zu einem verwandten Thema (Nashornhoerner statt Falkeneier) zitiere ich mal wieder meinen Lieblingautor aus "Die letzten ihrer Art".
"Ein erstaunlicher Gesichtspunkt der Situation ist folgender: Wenn das Rhinozeroshorn aus Afrika ausgefuehrt und zu einem geschmacklosen Stueck Modeschmuck verarbeitet worden ist, mit dem ein junger Jemenit rumprotzen und Maedchen aufreissen kann, hat es einen Endwert von mehreren tausend US-Dollar. Der Wilderer aber, jener Mann also, der in den Park geht und sein Leben riskiert, um eines der Nashoerner zu erschiessen, die mit viel Muehe, Zeit- und Geldaufwand geschuetzt werden, bekommt fuer das Horn zwischen zehn und fuenfzehn Dollar. Der Unterschied zwischen Leben und Tod eines der seltensten und herrlichsten Tiere der Welt betraegt demnach nur ungefaehr zwoelf Dollar. Da stellt sich natuerlich schnell die Frage, warum man die Wilderer nicht einfach dafuer bezahlt, die Tiere -nicht- umzubringen. Die Antwort liegt auf der Hand. Wenn jemand einem Wilderer, sagen wir mal, fuenfundzwanzig Dollar dafuer bietet, ein Tier nicht zu erschiessen und ihm dann jemand anders zwoelf Dollar bietet, es zu erschiessen,
wird der Wilderer hoechstwahrscheinlich zu dem Schluss kommen, dass er unter diesen Umstaenden siebenunddreissig Dollar an einem einzigen Tier verdienen kann. Solange die Hoerner wert sind, was sie wert sind, wird immer ein Anreiz fuer irgendwen bestehen, sich das Geld zu verdienen. Also muss die Frage anders lauten: Wie macht man einem jungen Jemeniten klar, dass ein Dolchgriff aus Rhinozeroshorn kein Maennlichkeitssymbol ist, sondern nur signalisiert, das er ein derartiges Symbol noetig hat?"

Ein anderer Weg wird ja teilweise schon begangen, indem die einheimische Bevölkerung als Wildhüter angestellt wird. Natürlich "erwischt" man damit nicht alle Wilderer, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Wilderer tun das ja nicht aus reiner Geldgier, sondern weil es ihnen wirklich besch... geht.

Nun ja, im Prinzip hast du schon recht, aber wer bezahlt die unzähligen Polizisten, die über die Einhaltung dieser Gesetze wachen?

Wenn die 95% auf die 5% ein wachsames Auge haben, braucht man keine Polizisten mehr. Wenn jeder vor Ort auf das Naturschutzgebiet seiner Wahl ein wachsames Auge hat ist viel getan. Im Suedschwarzwald z.B. lernte ich einmal eine alte Frau kennen, die versucht zu verhindern dass ueber Nacht Pluenderer die Arnikawiese vor ihrem Haus fuer gewerbliche Zwecke abraeumen. (Mir gab sie uebrigens die Erlaubnis, mir ein paar Handvoll Blueten fuer den Eigenbedarf zu sammeln. Ein guter Waechter kennt auch Grautoene :-). Sie versucht einen offiziellen Status als Waldhueter von den Behoerden zu erreichen. Halte ich fuer lobenswert, die Frage wer die (bezahlten) Waechter bewacht, ist damit auch hinfaellig wenn jeder in der Naehe seiner Heimat selbst Waechterstatus innehat.

Natürlich würde ich (habs auch schon gemacht mit Null Erfolg) einem Unbelehrbaren sagen, daß sein Verhalten nicht richtig ist. Klar theoretisch hat jeder das Recht einen anderen bei einer Straftat bis zum EIntreffen der Polizei festzuhalten oder den Personalausweis zu verlangen. Das sollte man auch versuchen, aber daß man damit durchkommt, wage ich zu bezweifeln. Wer hindert den daran, einfach abzuhauen? Ich bin selber schon als Jugendliche (mit einem Erwachsenen zusammen) ein paarmal "Naturschutzstreife" gegangen, dabei ist Gott sei Dank nie so etwas passiert. Selbst zu zweit hat man da schlechte Karten.

Schöne Grüße

Birgit

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Re: Effiziente Naturschutzstreife

Boris, (vor 9833 Tagen) @ Birgit

Hi, Birgit

Ein anderer Weg wird ja teilweise schon begangen, indem die einheimische Bevölkerung als Wildhüter angestellt wird. Natürlich "erwischt" man damit nicht alle Wilderer, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung. Die Wilderer tun das ja nicht aus reiner Geldgier, sondern weil es ihnen wirklich besch... geht.

Was mich darin bestaetigt, das Naturschutz der den Menschen ausgrenzt nie Bestand haben kann. Seltene Arten wie die Bergorillas haben nur deshalb ueberlebt, weil sie zur Zeit mehr Geld bringen wenn sie weiterleben. In solchen Laendern ist der Spielraum fuer idealistische Gedanken erheblich kleiner, als im reichen Norden. Aber es gibt ueberall Leute denen es immer "noch besser" gehen kann. :-P

Natürlich würde ich (habs auch schon gemacht mit Null Erfolg) einem Unbelehrbaren sagen, daß sein Verhalten nicht richtig ist. Klar theoretisch hat jeder das Recht einen anderen bei einer Straftat bis zum EIntreffen der Polizei festzuhalten oder den Personalausweis zu verlangen. Das sollte man auch versuchen, aber daß man damit durchkommt, wage ich zu bezweifeln. Wer hindert den daran, einfach abzuhauen?

Nun, besagte Dame hat einen ausgesprochen boesen Wachund, mit dem sie auch schon ihren Aufforderungen Nachdruck verliehen hat. :-) Natuerlich muss die Verhaeltnismessigkeit der Mittel gewahrt bleiben, das Stellen einer Gruppe Picknicker mit einem Wachhund macht einen ausgsprochen schlechten Eindruck fuer den Naturschutz. Auch das Mitfuehren einer Schreckschusspistole kann sich zum Festhalten als nuetzlich erweisen (wer kann schon sagen ob das Ding nicht echt ist), ebenso ein Handy um gegebenfalls die Polizei zu alarmieren. Wer nicht kampferprobt ist, sollte sich auf jeden Fall besser im Hintergrund halten, zur Not auch warten bis die Umweltschaender abgezogen sind, und sich die Autonummer notieren. Bringt auch recht gute Erfolge, ich erinnere mich an ein nettes Beispiel in dem ein Foerster heimlich eine Gruppe Schmutzfinken zurueckverfolgt hat, und ihnen dann ihren ganzen Muell postwendend zurueckschickte! ;-)
Gruss, Boris

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Re: Effiziente Naturschutzstreife

Birgit, (vor 9833 Tagen) @ Boris

Hallo Boris!

Was mich darin bestaetigt, das Naturschutz der den Menschen ausgrenzt nie Bestand haben kann. Seltene Arten wie die Bergorillas haben nur deshalb ueberlebt, weil sie zur Zeit mehr Geld bringen wenn sie weiterleben. In solchen Laendern ist der Spielraum fuer idealistische Gedanken erheblich kleiner, als im reichen Norden. Aber es gibt ueberall Leute denen es immer "noch besser" gehen kann. :-P

Vor allen Dingen tun wir uns hier im reichen Norden unheimlich leicht dabei zu fordern, daß in den Entwicklungsländern Umweltschutz, Naturschutz, Klimaschutz etc. gefördert werden sollen. Wenn wir verlangen, daß Fehler, die wir ebenfalls in der Vergangenheit oft um unserer Bequemlichkeit willen und wider besseren Wissens begangen haben, nicht von den Entwicklungsländern wiederholt werden, müssen wir auch Unterstüzung dazu geben. Nicht nach dem Motto: Wir habens versaut und ihr dürfts ausbaden.

Nun, besagte Dame hat einen ausgesprochen boesen Wachund, mit dem sie auch schon ihren Aufforderungen Nachdruck verliehen hat. :-) Natuerlich muss die Verhaeltnismessigkeit der Mittel gewahrt bleiben, das Stellen einer Gruppe Picknicker mit einem Wachhund macht einen ausgsprochen schlechten Eindruck fuer den Naturschutz.

Wenn das schon einen schlechten Eindruck macht, was bewirkt dann die Schreckschußpistole?

Auch das Mitfuehren einer Schreckschusspistole kann sich zum Festhalten als nuetzlich erweisen (wer kann schon sagen ob das Ding nicht echt ist), ...

Das würde ich an deiner Stelle tunlichst unterlassen, wenn wir zum Einen von der Verhältnismäßigkeit der Mittel und zum anderen von der Gefährlichkeit ausgehen. Dieser Schuß wird nach hinten losgehen. Bedrohung mit einer Waffe, die nicht auf ANhieb als harmlos zu erkennen ist, wird wesentlich schwerer geahndet als jeder Verstoß gegen Naturschutzgesetze.

Gruß

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9832 Tagen) @ Birgit

Auch das Mitfuehren einer Schreckschusspistole kann sich zum Festhalten als nuetzlich erweisen (wer kann schon sagen ob das Ding nicht echt ist), ...

Das würde ich an deiner Stelle tunlichst unterlassen, wenn wir zum Einen von der Verhältnismäßigkeit der Mittel und zum anderen von der Gefährlichkeit ausgehen. Dieser Schuß wird nach hinten losgehen. Bedrohung mit einer Waffe, die nicht auf ANhieb als harmlos zu erkennen ist, wird wesentlich schwerer geahndet als jeder Verstoß gegen Naturschutzgesetze.

Ich bezeichne mich selbst auf keinen Fall als Kaempfertyp, aber wenn man Waechteraufgaben uebernimmt, muss man auch damit rechnen in Krisensituationen zu geraten. Eine Gaswaffe toetet nicht, macht in der Regel nur kampfunfaehig und kann im Wald recht nuetzlich sein, vor allem bei der Abwehr von Tieren. Man denke immer daran, auch ein scharfer Hund ist eine Waffe, dabei noch voellig legal, und zur Zeit ist es ja Mode Kampfhunde in stadtnahen Waeldern grundsaetzlich ohne Leine laufen zu lassen. Und wenn man Naturschutzstreife macht und womoeglich noch von einem Kriminellen mit dem Messer bedroht wird, handelt es sich um eine typische er-oder-ich-Situation.

Ich weiss nicht, ob ich unbedingt amerikanische Zustaende haben will, aber in den reichen amerikanischen Waeldern lebt noch mehr aggressives Viehzeug als bei uns. Baeren, Dachse und Schweine koennen sehr aggresiv werden, die beiden letzteren kommen auch bei uns vor. Man sollte diese latente Gefahr beim Pilzesuchen nicht unterschaetzen, muss ja nicht gleich die 44er Magnum sein.

Noch ein Beispiel. Ein Foerster traf einmal im Wald einen offensictlich angeheiterten Passanten dessen bissiger Hund sich ihm in offensichtlich feindseliger Absicht naeherte. Der Foerster gab mit seiner Flinte einen Warnschuss in die Luft ab, um den Hund abzuschrecken. Resultat: Der Mann wurde wuetend und verpruegelte den Foerster grundlos. Haette der Waldhueter neben seiner Jagdflinte noch eine Gaswaffe bei sich gehabt, haette er aus diesem Zusammentreffen noch mit intakter Gesundheit herausgehen koennen...

Stoff zum Nachdenken, Boris

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9832 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

ich dachte eigentlich nicht an erzürnte Wildschweinmamas bei der obigen Warnung, sondern hab mir vorgestellt wie du mit vorgehaltener Pistole jemanden am Müllabladen hinderst. Capito?

Notwehr ist auch so ne Sache: wenn du jemanden, der gerade mit seinem Auto jemand anders umfahren will, mit dem Fuß gegen das Auto trittst ist das keine Notwehr, da es nicht das geeignete Mittel ist den AUtofahrer von seinem Tun abzubringen. Um erfolgreich zu sein müßtest du dann schon wirklich den Revolver ziehen... Ansonsten ist es nur Sachbeschädigung und du wirst zu Schadensersatz verdonnert, so sind unsere Gesetze!

Ich bezeichne mich selbst auf keinen Fall als Kaempfertyp, aber wenn man Waechteraufgaben uebernimmt, muss man auch damit rechnen in Krisensituationen zu geraten. Eine Gaswaffe toetet nicht, macht in der Regel nur kampfunfaehig und kann im Wald recht nuetzlich sein, vor allem bei der Abwehr von Tieren. Man denke immer daran, auch ein scharfer Hund ist eine Waffe, dabei noch voellig legal, und zur Zeit ist es ja Mode Kampfhunde in stadtnahen Waeldern grundsaetzlich ohne Leine laufen zu lassen. Und wenn man Naturschutzstreife macht und womoeglich noch von einem Kriminellen mit dem Messer bedroht wird, handelt es sich um eine typische er-oder-ich-Situation.
Ich weiss nicht, ob ich unbedingt amerikanische Zustaende haben will, aber in den reichen amerikanischen Waeldern lebt noch mehr aggressives Viehzeug als bei uns. Baeren, Dachse und Schweine koennen sehr aggresiv werden, die beiden letzteren kommen auch bei uns vor. Man sollte diese latente Gefahr beim Pilzesuchen nicht unterschaetzen, muss ja nicht gleich die 44er Magnum sein.

Die amerikanischen Vielfraße (Wolverene) hast du noch vergessen, müssen beeindruckende Viecher sein. ;-)) Läufst du im Ernst mit einer Gaspistole im Wald umeinander? (Wenn man so ein Ding verwendet, muß man auch den Umgang damit trainieren.) Bin auch schon mal vor einem Schäferhund geflüchtet bis ich praktisch schon im Fluß stand, aber bisher habe ich immer nur das Handy bei mir, obwohl ich sehr viel alleine im Wald unterwegs bin.

Noch ein Beispiel. Ein Foerster traf einmal im Wald einen offensictlich angeheiterten Passanten dessen bissiger Hund sich ihm in offensichtlich feindseliger Absicht naeherte. Der Foerster gab mit seiner Flinte einen Warnschuss in die Luft ab, um den Hund abzuschrecken. Resultat: Der Mann wurde wuetend und verpruegelte den Foerster grundlos. Haette der Waldhueter neben seiner Jagdflinte noch eine Gaswaffe bei sich gehabt, haette er aus diesem Zusammentreffen noch mit intakter Gesundheit herausgehen koennen...

Hätte der Förster sein Gewehr als Schlagwaffe benutzt, hätte das auch ganz anders ausgesehen...
Gut, ne Gaspistole als Mittel gegen agressive Tiere sehe ich ja noch ein, schätze das Risiko allerdings als relativ gering ein. Als Mittel gegen Menschen wirklich nur als allerletzte Möglichkeit. Man denke nur an die Zustände in einigen Schulen, da gehts mit einem kleinen Messerchen los und endet damit, daß Lehrer erschossen werden. Das Ganze erinnert mich doch fatal an eine Aufrüstungsspirale...

pazifistische Grüße

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9831 Tagen) @ Birgit

Hallo Boris,

Hi, Birgit

ich dachte eigentlich nicht an erzürnte Wildschweinmamas bei der obigen Warnung, sondern hab mir vorgestellt wie du mit vorgehaltener Pistole jemanden am Müllabladen hinderst. Capito?

Stell dir mal was anderes vor! Stell dir vor, wie ich durch Zufall jemanden dabei erwische wie er a) einen Greifvogelhorst um seine Eier erleichtert. b) Die Ladefläche seines Autos mit ausgegrabenen Frauenschuhen belädt, c.) Vergiftete Köder für Falken auslegt. Alles schon vorgekommen! Selber capito??

In solchen Fällen muß der Betreffende wenn er erwischt wird mit Knast rechnen und kann sich daher auch entsprechend desperat verhalten. Was meinst du, ist in solchen Fällen die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt? Ist es in so einem Fall rechtens und billig ihn mit Hund oder Waffe festzuhalten, bis die Polizei eingetroffen ist? Oder ist ein solches Verhalten nur den reichen Pfeffersäcken gestattet, bei denen ein Einbrecher in die Wohnung steigt um vielleicht eine goldene Toilettenschüssel zu entwenden??

Wie gesagt, wenn man nicht kampfgeschult ist, auf keinen Fall den Helden spielen. Lieber die Person heimlich verfolgen und versuchen, die Adresse oder Autonummer herauszukriegen.

Die amerikanischen Vielfraße (Wolverene) hast du noch vergessen, müssen beeindruckende Viecher sein. ;-)) Läufst du im Ernst mit einer Gaspistole im Wald umeinander? (Wenn man so ein Ding verwendet, muß man auch den Umgang damit trainieren.) Bin auch schon mal vor einem Schäferhund geflüchtet bis ich praktisch schon im Fluß stand, aber bisher habe ich immer nur das Handy bei mir, obwohl ich sehr viel alleine im Wald unterwegs bin.

Ich habe keine Gaspistole, würde mir aber sicher eine besorgen wenn ich Naturschutzwart irgendwo wäre, da dann die Wahrscheinlichkeit für Konflikte wesentlich höher wäre. Meistens habe ich eine Dose Sprühgas dabei, sollte langen um in Verbindung mit meinem Pilzmesser notfalls auch einen bissigen Schäferhund abzuwehren. Die Tierchen haben nämlich ausgesprochen empfindliche Nasen und mögen das gar nicht. Ich bin leider durch meine Büroarbeit übergewichtig und kein guter Kletterer oder Renner, vier Beine laufen auf langen Strecken sowieso immer schneller als zwei...

Gut, ne Gaspistole als Mittel gegen agressive Tiere sehe ich ja noch ein, schätze das Risiko allerdings als relativ gering ein.

Wie gering das Risiko ist, zeigt folgende Geschichte aus eigener Erfahrung:
Vor ein paar Jahren ging ich zur Morchelzeit (also genau der Zeit, in der Wildschweine ferkeln) durch meinen Lieblings-Auwald. Ist kein Dickicht, sondern ein offener Wald mit weit auseinanderstehenden Bäumen. Trotzdem bemerkte ich wegen ihrer Tarnfarbe eine Horde Frischlinge erst als ich fast auf sie trat. Als ich bis auf anderthalb Meter nichtsahnend herangekommen bin, sprangen die Kleinen quiekend und grunzend aus ihrer Kuhle und verdufteten.

Mir ist an diesem Tag fast das Herz in die Hose gerutscht. Glücklicherweise war die Bache nicht in unmittelbarer Nähe und ich beeilte mich, schleunigst den Weg zurückzukommen den ich kam. Wenn eine wütende Wildschweinmutti wie ein angreifender Panzer auf einen zustürmt und vorhat einen zu Hackfleisch zu verarbeiten, hilft kein Rennen und auch keine Sprühdose. Manchmal bleiben die Wildsäue wenn man die Nerven behält und stocksteif stehen bleibt, in allerletzter Minute ebenfalls stehen.

Manchmal auch nicht...

Als Mittel gegen Menschen wirklich nur als allerletzte Möglichkeit. Man denke nur an die Zustände in einigen Schulen, da gehts mit einem kleinen Messerchen los und endet damit, daß Lehrer erschossen werden. Das Ganze erinnert mich doch fatal an eine Aufrüstungsspirale...

Tja, wie ich schon sagte. Zum Frieden gehören immer mindestens zwei, für Krieg langt leider schon einer.

Filmhinweis: "Falling down" mit Michael Douglas.
(Warnung, in Bayern wurde der Film als gesellschaftsbedrohend eingestuft... ;-) )

pazifistische Grüße
Birgit

Gleiche zurück, Boris

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9831 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

Stell dir mal was anderes vor! Stell dir vor, wie ich durch Zufall jemanden dabei erwische wie er a) einen Greifvogelhorst um seine Eier erleichtert. b) Die Ladefläche seines Autos mit ausgegrabenen Frauenschuhen belädt, c.) Vergiftete Köder für Falken auslegt. Alles schon vorgekommen! Selber capito??

Sorry, wenn ich dich geärgert habe, entschuldige bitte! Wieder gut?

In solchen Fällen muß der Betreffende wenn er erwischt wird mit Knast rechnen und kann sich daher auch entsprechend desperat verhalten. Was meinst du, ist in solchen Fällen die Verhältnismäßigkeit der Mittel gewahrt? Ist es in so einem Fall rechtens und billig ihn mit Hund oder Waffe festzuhalten, bis die Polizei eingetroffen ist? Oder ist ein solches Verhalten nur den reichen Pfeffersäcken gestattet, bei denen ein Einbrecher in die Wohnung steigt um vielleicht eine goldene Toilettenschüssel zu entwenden??
Es ist auch in keinem Fall ( oder sogar noch weniger ) gerechtfertigt, einen Einbrecher abzuknallen oder schwer zu verletzen, da sind wir uns doch wohl einig?

Wie du unten schon sagst, erfordert das entsprechende Schulung, sonst kann das ganz schnell eskalieren und erheblich ins Auge gehen und sorry, ein Menschenleben ob deins oder das des Anderen, ist durch nichts mehr zu ersetzen und wiegt doch noch am schwersten.

Wie gesagt, wenn man nicht kampfgeschult ist, auf keinen Fall den Helden spielen. Lieber die Person heimlich verfolgen und versuchen, die Adresse oder Autonummer herauszukriegen.

Das halte ich für wesentlich sinnvoller, erst das Aufschreiben und dann versuchen vernünftig mit den Leuten zu reden. Wenn einer allerdings die oben beschriebenen eindeutig schwer kriminellen Dinge tun würde, würde ich als allererstes die Polizei rufen, bevor ich mich selber einmische. Schon allein deswegen, daß die wissen wo und wen die suchen müssen, falls mir doch was passiert.
Ich muß mich auch mit mit einem sehr ähnlichen Problem auseinandersetzen, das aber hier nicht ganz reinpaßt, und bin der festen Überzeugung, daß die Benutzung einer Gaspistole nur zur Eskalation beitragen würde, da das Gegenüber in diesem Fall zumindestens mit einer Schrotflinte bewaffnet wäre.

Ich bin leider durch meine Büroarbeit übergewichtig ( wer nicht ? ;-)) ) und kein guter Kletterer oder Renner, vier Beine laufen auf langen Strecken sowieso immer schneller als zwei...

Vor einem HUnd sollte man sowieso nicht schnell davonlaufen, sondern einen langsamen Rückzug antreten.

Gruß

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Thomas Pruß, (vor 9831 Tagen) @ Boris

Hallo Birgit, hallo Boris,

Ihr habt Euch da ja einen netten Dialog geliefert, in den ich jetzt erst einsteigen kann, weil ich ein paar Tage auf Dienstreise war.
Zum Thema Notwehr:
Notwehr umfaßt jede Handlung, die darauf abzielt das eigene oder das Leben eines anderen, die Beschädigung einer Sache oder gar der Ehre abzuwenden.
Sprich: Wer verhindern will, dass jemand einen anderen mit dem Auto überkacheln will, indem er gegen das Auto tritt, handelt in Notwehr und geht straffrei aus. Die Frage ist nur, wie effizient so ein Tritt ist.
Wer einen bewaffneten Angreifer mit einer Waffe kampfunfähig macht, handelt in Notwehr und geht straffrei aus: Greift einen also ein Nesträuber mit dem Messer an, und man schießt ihm mit einer Gaspistole ins Gesicht, ist das Notwehr. Greift ein Nesträuber mit bloßen Händen an, darf man sich nicht mit einer Waffe wehren, sondern ebenfalls nur mit bloßen Händen. Sonst kommt man dran wegen Körperverletzung. Hier ist auf die Verhältnismäßigkeit der Mittel zu achten!
Diese Dinge lernt man u. a. in der Jägerprüfung im Waffenrecht.
Aggressive Tiere dürfen übrigens mit allen Mitteln kampfunfähig gemacht werden.
Boris, Du hast wirklich Glück gehabt, dass die Schweinemama nicht in der Nähe war. Die wäre auch nur mit einem 44er oder 7.65er Kaliber zu stoppen gewesen…
Thema Wächter: Mein Kollege Frank ist Fischeriaufseher in seinem Angelverein und kontrolliert oft an der Elbe. Da gibt es nun einige Zeitgenossen, die fangen die Fische nicht mit Wurm und Haken, sondern reißen sie, was streng verboten ist.
Frank hatte nun solche Gestalten geschnappt und angezeigt. In der Verhandlung wurden sie freigesprochen. Begründung: Frank – und sein Kollege – hatten es versäumt, zu warten, bis ein Fisch tatsächlich gerissen wurde. Hätten sie aber so lange gewartet, hätte ihnen eine Anzeige gedroht, weil sie eine Straftat nicht verhindert hatten (§ 1 Tierschutzgesetz: „Keinem Tier darf ohne vernünftigen Grund Schmerzen zugefügt werden…).
Frank und sein Kumpel gehen übrigens IMMER bewaffnet auf Kontrollgang, denn – leider ist es so – der überwiegende teil der Schwarzangler stammt aus dem osteuropäischen und russischen Raum, aus der Türkei oder es sind Asylanten. Und – es ist wirklich so – diese Sorte Mäuse ist mit dem messer sehr, sehr schnell zur Hand…
Nun ein paar Bemerkungen zu Sinn und Unsinn des Naturschutzes:
Bei uns an der Eider gab es jahrelang Koppeln, auf denen Kiebitze, div. Enten, Seeschwalben usw. brüteten. Wir Angler freuten uns darob und die Vögel freuten sich über ein schönes Brutgebiet.
Dann kamen die Naturschützer, sagten „oh, was für schöne Piepmätze!“ und stellten das Gebiet flugs unter Naturschutz. Da durften jetzt natürlich keine Kühe mehr drauf weiden, denn die hätten ja die Gelege zertrampeln können.
Der Erfolg der Naturschützer ließ nicht lange auf sich warten: Innerhalb von 2 Jahren brütete dort bis auf eine paar popelige Stockenten kein Vogel mehr. Denen war einfach das Gras zu hoch gewachsen, dass die Kühe sonst immer schön kurz gehalten hatten.
Die Naturschützer machten nun dicke Backen und suchten einen Sündenbock: Es waren selbstverständlich die Angler, die das etwa 10 ha große Gebiet, immer am Eiderstrand entlang, durchwanderten. Zwar gibt es bei uns viele Angler, aber es gibt auch noch mehr Wasser, und so waren es im Jahr vielleicht 10 Angler, die sich dort einstellten – und sich dort aufhielten, wo eh kein Vogel brütet, weil das gesamte Ufer Tränke fürs liebe Vieh war.
Weiter: Die Sorge-Niederung ist ein großes Naturschutzgebiet, ein Flachmoor, mit vielen seltenen Pflanzen- und Tierarten. Ich habe da mal einen Bericht für die Husumer Nachrichten drüber gemacht und die verantwortliche Naturschützerin interviewt. Die gute Frau ist sehr praktisch veranlagt und hat es geschafft, dass die Bauern ihre Weiden in diesem Gebiet extensiv bewirtschaften. So weit, so schön.
Aber: Um das Gebiet wieder in seinen Urzustand zu versetzen, mussten natürlich die Sielzüge abgeschottet werden, damit der Grundwasserstand steigt. Folge: Die ehemals fischreichen Sielzüge sind heute fast fischleer, weil das Wasser sauerstoffarm und sauer ist. Nur der Ungarische Hundsfisch (Umbra krameri) und Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) können dort existieren.
Auf meine Frage, warum man sich nicht um den Fischbestand gekümmert hat, meinte die gute Frau, man könne sich schließlich nicht um jede Tierart kümmern.
Diese Aussage spricht jedem Naturschutzgedanken Hohn: Entweder man schützt in einem Naturschutzgebiet alle Tiere, oder man läßt es bleiben.
Aber so sind unsere Naturschützer:
Alles was piept und zwitschert, ist süß und niedlich und muß natürlich unbedingt geschützt werden.
Fische dagegen sind stumm, kalt, schleimig und widerlich, also muß man sie auch nicht schützen.
Ich war selbst früher begeisterter Naturschützer, und ich schaffte es, den Naturschutzgedanken mit meinem großen Hobby Angeln problemlos miteinander zu verknüpfen. Heute stehe ich einer Ausweitung von Schutzgebieten sehr kritisch gegenüber. Nationalpark Wattenmeer, die drohende Ausweisung der Eider-Treene-Sorge-Niederung als Naturschutzgebiet und die gesamte Umweltpolitik (nicht nur) der schleswig-holsteinischen Landesregierung mit ihren unsäglich unfähigen Umweltminister Steenblock (Pallas-Unfall) – wo soll das enden? Wird in Zukunft ein Stacheldrahtzaun um Nordfriesland gezogen, den Bewohnern der Gebrauch von Strom und Benzin untersagt und aus der gesamten Region ein Naturmuseum?
Was bringt es dem für unsere Region so wichtigen Tourismus, wenn die Touris nur noch auf vorgezeichneten Wegen dahinschleichen dürfen und Abweichungen mit drakonischen Geldstrafen belegt werden?
Zukunftsmusik? Noch, ja.
Nächstes Jahr ist Landtagswahl. Vielleicht reißt Rühe ja das Steuer rum!
Langes Posting, kurzer Abschied:
Tschüß
Thomas

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9831 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

Notwehr umfaßt jede Handlung, die darauf abzielt das eigene oder das Leben eines anderen, die Beschädigung einer Sache oder gar der Ehre abzuwenden.
Sprich: Wer verhindern will, dass jemand einen anderen mit dem Auto überkacheln will, indem er gegen das Auto tritt, handelt in Notwehr und geht straffrei aus. Die Frage ist nur, wie effizient so ein Tritt ist.

Nein Thomas, das bezog sich auch einen realen Fall, der vor Gericht verhandelt wurde. Das Gericht entschied auf Schadensersatz der durch meinen Bekannten zu leisten war. Begündung: ein Tritt gegen ein AUto ist keine geeignete Maßnahme ein Auto zu stoppen. Auf die Frage meines Bekannten
wie er denn hätte vorgehen sollen, kam der gerichtliche (!) Vorschlag mit der Pistole!

Servus

Birgit

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Re: Öffentliche Hände...

Boris, (vor 9831 Tagen) @ Birgit

Notwehr umfaßt jede Handlung, die darauf abzielt das eigene oder das Leben eines anderen, die Beschädigung einer Sache oder gar der Ehre abzuwenden.
Sprich: Wer verhindern will, dass jemand einen anderen mit dem Auto überkacheln will, indem er gegen das Auto tritt, handelt in Notwehr und geht straffrei aus. Die Frage ist nur, wie effizient so ein Tritt ist.

Nein Thomas, das bezog sich auch einen realen Fall, der vor Gericht verhandelt wurde. Das Gericht entschied auf Schadensersatz der durch meinen Bekannten zu leisten war. Begündung: ein Tritt gegen ein AUto ist keine geeignete Maßnahme ein Auto zu stoppen. Auf die Frage meines Bekannten
wie er denn hätte vorgehen sollen, kam der gerichtliche (!) Vorschlag mit der Pistole!

Und die darf man dann durch Gerichtsbeschluß nicht einmal mit sich führen!

Ich denke ich bin in der Lage viele komplexe Zusammenhänge in der Natur zu erfassen und viele Arten auswendig kennenzulernen, aber jedes mal wenn ich versuche mich auf juristisches Niveau herunterzudenken, knallen bei mir alle Sicherungen auf einmal durch...

Boris

"Man konnte durchaus sagen, daß nicht nur ihre Linke häufig nicht wußte, was die Rechte tat, meist hatte auch die Rechte selbst nur ziemlich verschwommene Vorstellungen davon."

Adams, "Anhalter" Bd.V

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Re: Berggorillas

MUFTI, (vor 9831 Tagen) @ Boris

Seltene Arten wie die Bergorillas haben nur deshalb ueberlebt, weil sie zur Zeit mehr Geld bringen wenn
sie weiterleben.

Wie murmeln ?

Da die letzten Touristen durch
politische Wirren jetzt auch
vertrieben wurden, sehe ich
auch absehbare Zeit keinen monitaeren
Wert fuers Ueberleben der Berggorillas
fuer die einheimische Bevoelkerung.

Nach Auskunft des Tierarztes (BTW: ein guter
Blasrohrschuetze 8-) des Stuttgarter Zoos
(die haben eine ueberregionale
Menschenaffenaufzuchtstation) werden Gorillas
zur Zeit dezimiert, wegen ein paar
Mark, die man sich verdienen kann,
wenn man Wildfleisch in den grossen
Staedten verkauft 8-(

Bergorillas haben nur deshalb so lange ueberlebt
weil sie bis weit in unser Jahrhundert
hinein in die Kathegorie "Cryptozoologie"
fielen....

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Re: Kleine Biostunde...

MUFTI, (vor 9831 Tagen) @ Boris

vier Beine laufen auf langen Strecken sowieso immer schneller als zwei...

Kaum: Von allen Laeufern mit Langstreckenqualitaeten
(also ohne Kurzstreckensprinter ala Gepard)
ist die Art "Vogel Strauss" die schnellste.
Die Art "rotes Riesenkanguruh" duerfte hier
auch eine gute Figur machen.

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9831 Tagen) @ Thomas Pruß

Die Sorge-Niederung ist ein großes Naturschutzgebiet, ein Flachmoor, mit vielen seltenen
Pflanzen- und Tierarten.
Aber: Um das Gebiet wieder in seinen Urzustand zu versetzen, mussten natürlich die Sielzüge
abgeschottet werden, damit der Grundwasserstand steigt. Folge: Die ehemals fischreichen Sielzüge sind
heute fast fischleer, weil das Wasser sauerstoffarm und sauer ist. Nur der Ungarische Hundsfisch
(Umbra krameri) und Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) können dort existieren.

Ist nicht gerade sauerstoffarmes, saures Wasser typisch
fuer ein Moor ?

Fische dagegen sind stumm, kalt, schleimig und widerlich, also muß man sie auch nicht schützen.

Was machen eigentlich Stichling und co. so widerlich ?
Mir scheint es, dass sie die urspruengliche Fischform
in der urspruenglichen Umgebung darstellt...

Klar, man kann sie nicht in die Pfanne hauen, aber
gerade mancher Fischereiverband sollte sich mal
ueberlegen, ob Aktionen wie das kuenstliche Aussetzen von
wertvollen Sportfischen in jeder halbwegs geeigneten
Pfuetze eher das Gegenteil von Naturschutz ist...

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9831 Tagen) @ Birgit

Hätte der Förster sein Gewehr als Schlagwaffe benutzt, hätte das auch ganz anders ausgesehen...

Gut moeglich, dass es dann einen Toten gegeben
haette. Bei einem Handgemenge ist dann nur die
Frage, auf wen das Gewehr zielt, wenn einer
Kontrahenten auf die Idee kommt, den Sicherungshebel
umzulegen...

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9831 Tagen) @ Boris

Eine Gaswaffe
toetet nicht,

Wenn Du jemand eine Schreckschusspistole an
die Schlaefe setzt und abdrueckst, hat dein
Gegenueber ziemlich wahrscheinlich ein veritables
Loch im Schaedelknochen.
Zu einem Exitus ist es dann nicht mehr allzuweit...

macht in der Regel nur kampfunfaehig

Wenn man jemand aus kurzer Entfernung mit einer
Schreckschusspistole ins Gesicht schiesst, kann
es zur Erblindung kommen.

So ungefaehrlich, wie Du tust, sind die Dinger
auch nicht.

Einem Kumpel von mir, der meinte, dass er so
ein Ding unbedingt mit sich rumtragen muesste,
hat sich beim Reinigen heftig an der Hand
verletzt. Danach war er von der Idee geheilt,
dass es eine gute Idee war, so ein Ding zu haben...

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Re: Notwehr im Wald

Thomas Pruß, (vor 9830 Tagen) @ MUFTI

Die Sorge-Niederung ist ein großes Naturschutzgebiet, ein Flachmoor, mit vielen seltenen
Pflanzen- und Tierarten.
Aber: Um das Gebiet wieder in seinen Urzustand zu versetzen, mussten natürlich die Sielzüge
abgeschottet werden, damit der Grundwasserstand steigt. Folge: Die ehemals fischreichen Sielzüge sind
heute fast fischleer, weil das Wasser sauerstoffarm und sauer ist. Nur der Ungarische Hundsfisch
(Umbra krameri) und Stichlinge (Gasterosteus aculeatus) können dort existieren.

Ist nicht gerade sauerstoffarmes, saures Wasser typisch
fuer ein Moor ?

Fische dagegen sind stumm, kalt, schleimig und widerlich, also muß man sie auch nicht schützen.

Was machen eigentlich Stichling und co. so widerlich ?

Das frag ich mich auch!

Mir scheint es, dass sie die urspruengliche Fischform
in der urspruenglichen Umgebung darstellt...

Das ist richtig. Aber die Sorge-Niederung ist ein sehr altes Kulturland, und die Existenz der Sielzüge läßt sich mehrere hundert Jahre zurückverfolgen. Die dort ansässige Flora und Fauna hatte sich auf die durch den Menschen hergestellten Bedingungen eingestellt. Durch den Naturschutz wird eine komplett andere Lebensgemeinschaft hergestellt!

Klar, man kann sie nicht in die Pfanne hauen, aber
gerade mancher Fischereiverband sollte sich mal
ueberlegen, ob Aktionen wie das kuenstliche Aussetzen von
wertvollen Sportfischen in jeder halbwegs geeigneten
Pfuetze eher das Gegenteil von Naturschutz ist...

Durchaus ein Streitthema (s. Forellen-Puffs oder Aussetzen von Regenbogenforellen in Baggerseen). Aber: Die Sielzüge haben sich „von selbst“ mit Fischen gefüllt. Die hat niemals jemand besetzt. Besatz kommt nur in die Eider und in die Sorge, und besetzt wird nur, was herausgefangen wird. Bei uns käme kein Angelverein auf die Idee, die Sorge als typischen Niedrungsfluß mit Bachforellen zu besetzen, die ja im Mittelgebirge zuhause sind.
Jede „halbwegs geeignete Pfütze“ würde sich im Laufe der Zeit übrigens auch „von selbst“ besetzen: Die meisten Süßwasserfische sind Krautlaicher, ihr Laich demnach klebrig, und für die Verbreitung sorgen in aller Regel Wasservögel, die beim schnabulieren im Kraut den Laich abstreifen und im Gefieder mit in andere Gewässer tragen.

Petri
Thomas

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Re: Notwehr im Wald

Thomas Pruß, (vor 9830 Tagen) @ Birgit

Hallo Thomas,

Notwehr umfaßt jede Handlung, die darauf abzielt das eigene oder das Leben eines anderen, die Beschädigung einer Sache oder gar der Ehre abzuwenden.
Sprich: Wer verhindern will, dass jemand einen anderen mit dem Auto überkacheln will, indem er gegen das Auto tritt, handelt in Notwehr und geht straffrei aus. Die Frage ist nur, wie effizient so ein Tritt ist.

Nein Thomas, das bezog sich auch einen realen Fall, der vor Gericht verhandelt wurde. Das Gericht entschied auf Schadensersatz der durch meinen Bekannten zu leisten war. Begündung: ein Tritt gegen ein AUto ist keine geeignete Maßnahme ein Auto zu stoppen. Auf die Frage meines Bekannten
wie er denn hätte vorgehen sollen, kam der gerichtliche (!) Vorschlag mit der Pistole!
Servus
Birgit

Hallo Birgit,
kann nicht wahr sein – ich bin fassungslos!
Staun!
Thomas

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9830 Tagen) @ MUFTI

Eine Gaswaffe
toetet nicht,

Wenn Du jemand eine Schreckschusspistole an
die Schlaefe setzt und abdrueckst, hat dein
Gegenueber ziemlich wahrscheinlich ein veritables
Loch im Schaedelknochen.
Zu einem Exitus ist es dann nicht mehr allzuweit...

macht in der Regel nur kampfunfaehig

Wenn man jemand aus kurzer Entfernung mit einer
Schreckschusspistole ins Gesicht schiesst, kann
es zur Erblindung kommen.
So ungefaehrlich, wie Du tust, sind die Dinger
auch nicht.

Natuerlich kann ich jemand auch gleich mit dem Griff den Schaedel einschlagen. Ich gehe von sachgemäßem Gebrauch aus, behalte also bitte deine Spitzfindigkeiten für dich.

Wenn jemand mit Messern bewaffnet ist (siehe Posting von Thomas) und droht mich wasserdurchlässig zu machen, geht er auch das Risiko ein verletzt zu werden. Auch du musst zugeben, das das Risiko wesentlich geringer ist als bei Einsatz einer scharfen Feuerwaffe und nicht viel größer als wenn ich in Notwehr einen Backstein oder eine Flasche aufsammle und ihm damit die Visage chirurgisch richte...

Boris

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9830 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

kann nicht wahr sein – ich bin fassungslos!
Staun!
Thomas

hab nochmal nachgefragt Staatsanwalt und Richter meinten eindeutig die Autofahrerin hätte eindeutig einen Angriff mit einer gefährlichen Waffe
durchgeführt, aber der Tritt gegen das Auto ist kein geeignetes Mittel zum Abwenden der Gefahr. Auf die Frage meines Bekannten, ob es Notwehr gewesen wäre, wenn er die Frau erschossen hätte, bejahten sowohl Staatsanwalt als auch Richter eindeutig.

Gruß

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9830 Tagen) @ MUFTI

Hätte der Förster sein Gewehr als Schlagwaffe benutzt, hätte das auch ganz anders ausgesehen...

Gut moeglich, dass es dann einen Toten gegeben
haette. Bei einem Handgemenge ist dann nur die
Frage, auf wen das Gewehr zielt, wenn einer
Kontrahenten auf die Idee kommt, den Sicherungshebel
umzulegen...

Hallo Mufti,

wenn du alle meine Antworten hier gelesen hast (incl. die letzte) sollte eigentlich klar sein, daß ich den Einsatz von Waffen nicht befürworte, eben aus dem Grund, daß Menschenleben dabei gefährdet werden können.

Aber kannst du mir bitte mal sagen, wie der mit einem Gewehr bewaffnete Förster, der von einem Betrunkenen verprügelt wurde, sicher sein konnte,
daß der Betrunkene nicht das Gewehr an sich nimmt und auf den Förster schießt? In dem Fall hätte auch das defensive Verhalten des Försters gerade wegen der vorhandenen Waffe ganz böse ins Auge gehen können. Ich hätte das Gewehr in diesem Fall wohl tatsächlich zumindestens zur EInschüchterung benützt.

Gruß

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Thomas Pruß, (vor 9830 Tagen) @ Birgit

Hallo Thomas,

kann nicht wahr sein – ich bin fassungslos!
Staun!
Thomas

hab nochmal nachgefragt Staatsanwalt und Richter meinten eindeutig die Autofahrerin hätte eindeutig einen Angriff mit einer gefährlichen Waffe
durchgeführt, aber der Tritt gegen das Auto ist kein geeignetes Mittel zum Abwenden der Gefahr. Auf die Frage meines Bekannten, ob es Notwehr gewesen wäre, wenn er die Frau erschossen hätte, bejahten sowohl Staatsanwalt als auch Richter eindeutig.
Gruß
Birgit

Hallo Birgit,
aus Deinen Postings entnehme ich, dass Du die Juresprudenz zu Deinem Beruf gemacht hast. Frage: Wie kommst Du mit solchen Urteilsprüchen Deiner Kollegen klar?
Jetzt leuchtet mir auch folgender Fall ein: Ein Bekannter hatte einen Einbrecher bei sich zuhause dingfest gemacht, ihn ordentlich verdroschen, weil der böse Bube sich wehrte und ihn dann, bis zum Eintreffen der Polizei kampfunfähig gemacht, indem er sich einfach auf ihn drauf setzte.
Folge: Anzeige wg. Körperverletzung, Strafe.
Also, ich finde so etwas ABSOLUT nicht gerecht. Wie ist die Argumentation? Welches Gesetz, welche gesetze schützen einen Verbrecher derartig, dass man ihn faktisch als Bürger, der NICHT wegschaut, laufen lassen muss.
Ist es da ein Wunder, dass Leute, die Zeugen von Gewaltverbrechen werden, lieber nicht helfen, aus Furcht, nacher als Beklagte da zu stehen?
Ich finde, solche Urteile bestrafen ja förmlich Menschen, die Zivilcourage zeigen.
Du kannst mir da bestimmt weiterhelfen, und damit wir nicht dieses Forum belasten, mail mir einfach:
pruss@jahr-verlag.de

Tschö

Thomas

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9830 Tagen) @ Thomas Pruß

Also, ich finde so etwas ABSOLUT nicht gerecht. Wie ist die Argumentation? Welches Gesetz, welche gesetze schützen einen Verbrecher derartig, dass man ihn faktisch als Bürger, der NICHT wegschaut, laufen lassen muss.
Ist es da ein Wunder, dass Leute, die Zeugen von Gewaltverbrechen werden, lieber nicht helfen, aus Furcht, nacher als Beklagte da zu stehen?
Ich finde, solche Urteile bestrafen ja förmlich Menschen, die Zivilcourage zeigen.
Du kannst mir da bestimmt weiterhelfen, und damit wir nicht dieses Forum belasten, mail mir einfach:
pruss@jahr-verlag.de

Würde mich auch interessieren, nimm mich bitte mit in den Verteiler auf. Ich denke alles weitere über e-mail ist eine gute Idee, zum Thema bürokratische Willkür könnte man locker ein eigenes Forum füllen... :-P

Gruß, Boris

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9830 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

aus Deinen Postings entnehme ich, dass Du die Juresprudenz zu Deinem Beruf gemacht hast. Frage: Wie kommst Du mit solchen Urteilsprüchen Deiner Kollegen klar?

Nein, Thomas, wirklich vollkommen daneben getippt. Der Kandidat hat 0 Punkte ;-)). Ich mußte schon sehr lachen :-)). Nein, ich bin (Bio)physikerin, Spezialgebiet Photosynthese (das hättest du aus einem vorherigen Posting evtl. entehmen können ;-)) ). In dem Notwehrfall wußte ich nur so gut Bescheid, da das ein sehr guter Bekannter war, der davon betroffen war.
Ja, es scheint im Gesetz direkt drin zu stehen, daß du eine geeignete Methode zur Abwehr des Angriffs wählen mußt.
Scheinbar wird es eher weniger krumm genommen, wenn du bei der Notwehr übers Ziel hinausschießt, als wenn man sich unggeignet verteidigt. Da bin ich mir aber nicht sicher. Ungerecht finde ich das auch, denn es ist ja wohl nicht Sinn der Sache Leichen auf dem Schlachtfeld zu verstreuen.

Andere Ungerechtigkeit: Warum werden nie die Gaffer bei Unglücken oder Unfällen wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt?

Bei den von dir genannten Fällen stimm ich dir 100 pro zu, bin aber leider die falsche Adresse.

Gruß

Birgit

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Aaaarrgghhh!

Thomas Pruß, (vor 9830 Tagen) @ Birgit

Hallo Thomas,

aus Deinen Postings entnehme ich, dass Du die Juresprudenz zu Deinem Beruf gemacht hast. Frage: Wie kommst Du mit solchen Urteilsprüchen Deiner Kollegen klar?

Nein, Thomas, wirklich vollkommen daneben getippt. Der Kandidat hat 0 Punkte ;-)). Ich mußte schon sehr lachen :-)). Nein, ich bin (Bio)physikerin, Spezialgebiet Photosynthese (das hättest du aus einem vorherigen Posting evtl. entehmen können ;-)) ). In dem Notwehrfall wußte ich nur so gut Bescheid, da das ein sehr guter Bekannter war, der davon betroffen war.
Ja, es scheint im Gesetz direkt drin zu stehen, daß du eine geeignete Methode zur Abwehr des Angriffs wählen mußt.
Scheinbar wird es eher weniger krumm genommen, wenn du bei der Notwehr übers Ziel hinausschießt, als wenn man sich unggeignet verteidigt. Da bin ich mir aber nicht sicher. Ungerecht finde ich das auch, denn es ist ja wohl nicht Sinn der Sache Leichen auf dem Schlachtfeld zu verstreuen.

Andere Ungerechtigkeit: Warum werden nie die Gaffer bei Unglücken oder Unfällen wegen unterlassener Hilfeleistung angeklagt?
Bei den von dir genannten Fällen stimm ich dir 100 pro zu, bin aber leider die falsche Adresse.
Gruß
Birgit

Booah, ey, da hab’ ich mich ja total vergriffen!!!!
Aber Du hast die ganze Sache mit soviel Kompetenz vorgetragen, dass Du glatt als Juristin mit dem Hobby Biologie bei mir durchgegangen bist.
Naja: „Errare humanum est“
Vollkommen durch den Wind
Thomas

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Daneben

Thomas Pruß, (vor 9830 Tagen) @ Boris

Also, ich finde so etwas ABSOLUT nicht gerecht. Wie ist die Argumentation? Welches Gesetz, welche gesetze schützen einen Verbrecher derartig, dass man ihn faktisch als Bürger, der NICHT wegschaut, laufen lassen muss.
Ist es da ein Wunder, dass Leute, die Zeugen von Gewaltverbrechen werden, lieber nicht helfen, aus Furcht, nacher als Beklagte da zu stehen?
Ich finde, solche Urteile bestrafen ja förmlich Menschen, die Zivilcourage zeigen.
Du kannst mir da bestimmt weiterhelfen, und damit wir nicht dieses Forum belasten, mail mir einfach:
pruss@jahr-verlag.de

Würde mich auch interessieren, nimm mich bitte mit in den Verteiler auf. Ich denke alles weitere über e-mail ist eine gute Idee, zum Thema bürokratische Willkür könnte man locker ein eigenes Forum füllen... :-P
Gruß, Boris

Hallo Boris,
da sind wir beide aber voll aufs Glatteis geraten!
Birgit hat ’nen grünen Daumen und keine schwarze Robe…
Thomas

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Re: Daneben

Birgit, (vor 9830 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Boris,
da sind wir beide aber voll aufs Glatteis geraten!
Birgit hat ’nen grünen Daumen und keine schwarze Robe…
Thomas

Boris wußte das nur eigentlich schon...
(Die Biologie in der Biophysik gehört allerdings sehr klein geschrieben.)

Boris, da ich weder ein Strafgesetzbuch habe noch willens bin (aus persönlichen und aus Datenschutzgründen) zu versuchen an das Urteil heranzukommen, mußt du dich selber über den Notwehrparagraphen informieren.

Birgit

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Re: Auch Daneben

Boris, (vor 9830 Tagen) @ Birgit

Boris wußte das nur eigentlich schon...

Teils, teils. Deine Äußerung an anderer Stelle (Ich muß mich auch mit mit einem sehr ähnlichen Problem auseinandersetzen, das aber hier nicht ganz reinpaßt...) hätte mich vermuten lassen, daß du auch juristische Probleme in deinem Beruf zu wälzen hast.

Ok, Ok, ich geb's ja zu! Hier habe ich wüst spekuliert! Lass mich also bitte nicht dumm sterben sondern klär mich mal bei Gelegenheit via e-mail auf. :->

Nix für ungut, Boris ;-)

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Re: Auch Daneben

Thomas Pruß, (vor 9830 Tagen) @ Boris

Boris wußte das nur eigentlich schon...

Teils, teils. Deine Äußerung an anderer Stelle (Ich muß mich auch mit mit einem sehr ähnlichen Problem auseinandersetzen, das aber hier nicht ganz reinpaßt...) hätte mich vermuten lassen, daß du auch juristische Probleme in deinem Beruf zu wälzen hast.
Ok, Ok, ich geb's ja zu! Hier habe ich wüst spekuliert! Lass mich also bitte nicht dumm sterben sondern klär mich mal bei Gelegenheit via e-mail auf. :->
Nix für ungut, Boris ;-)

Geiht kloar, Boris!
Wenn Du bist Donnerstag Zeit hast (morgen muß ich Theater spielen), schick’ ich Dir alles, was ich über Notwehr weiß.
Und bevor DU nun meinst, ICH sei so etwas wie ein Anwalt, sei beruhigt: Ich bin nur Journalist bei einer Angelzeitung und bereite mich darauf vor, irgendwann, wenn Pecunius (oder Pecunia) sein oder ihr Füllhorn über mich ausgießt, die Jägerprüfung zu machen.
CU
Thomas

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zur Ablenkung...

Bruno, (vor 9830 Tagen) @ Birgit

Ok, ok, Eure Argumente unten haben mich weich gekochtt; ich gestehe
Ich gestehe :
ich bin ab und zu für abgesperrte und/oder mit Waffengewalt von Naturschutz(nacht)wächtern bewachte Naturschutzgebiete (im folgenden nur NSGs)
ich bin für Betretungs-, Erfahrungs-, Erlebnis- und Genussrechte in an von NSGs
ich hasse betrunkene Deppen, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle halten können
ich hasse Jäger und Förster (war das ein J. oder ein F.?), die da nicht schlauer agieren können und wollen und die speziell eingebildeten Landjunker dazu
ich hoffe niemals (wieder) in die Situation von irgendwelchen Notwehren zu gelangen, da ich mich dann ohne großes Nachdenken für das geeignetste Mittel entscheiden werde , dafür sorgt mein Unterbewußtsein, hoffentlich, mit..
ich besitze gesunden Menschenverstand (gMV) und erkenne an, dass das, was ich dafür halte, ab und zu von einem juristischen Grundmuster abweicht.Ich bin aber trotzdem froh dass es dieses auch gibt. Das ist nämlich künstlich und so fällt jeder, ungetrübt durch seinen gMV, darauf rein und/oder erhält Nutzen daraus.Statistisch gesehen, vielleicht. Oder wer weiß was besseres?
ich hab jedes Mal Schiss wenn ich im Wald ne Sau oder nen Keiler aufstöbere und verlass mich hier auf den heiligen erasmus(?) ( schutzheiliger gegen Bauchgrimmen, doch auf für magengesteuerte Pilzsammler geeignet oder nicht?)denn sonst hilft nüscht; Hubertus läßt seinen Jüngern doch viel zu viel Freiheit...
wenn der Thomas sagt, da muss es diese und jene Fische geben oder auch nicht, dann hat er recht! (Vielen Dank für Dein CarePaket Thomas..!) Die anderen Angler, die ich vorurteilsmäßig kenne, weiterhin ausgenommen...
ich wollte mich ja diesmal aus Eurem Disput wirklich raushalten, jetzt ist es aber doch passiert.
Geständig
Bruno

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Aufklärung ;-))

Birgit, (vor 9830 Tagen) @ Boris

Lass mich also bitte nicht dumm sterben sondern klär mich mal bei Gelegenheit via e-mail auf. :->

Tja (grins), wann du eine Antwort (worüber genau?) via eMail bekommst, hast du selber in der Hand! ;-)

( War schon ein Wink mit dem ganzen Gartenzaun! ;-) )

Gruß

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9829 Tagen) @ Boris

Ich gehe von sachgemäßem Gebrauch aus, behalte also bitte deine Spitzfindigkeiten für dich.

Irgendwer in diesem Thread schrieb von
"mit der Gaspistole ins Gesicht schiessen".
So stellt der sich offensichtlich den
"sachgemaessen Gebrauch" vor...

Auch du musst zugeben, das das Risiko
wesentlich geringer ist als bei Einsatz einer scharfen Feuerwaffe und nicht viel größer als wenn ich in
Notwehr einen Backstein oder eine Flasche aufsammle und ihm damit die Visage chirurgisch richte...

Tiefe Fleischwunden wirst Du damit kaum
verursachen koennen (im Gegensatz zum Schreckschuss).
Ausser Du zerschlaegst die Flasche an deinem Backstein
und benutzt den gezackten Flaschenhals (aber warum ?).

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9829 Tagen) @ Birgit

wenn du alle meine Antworten hier gelesen hast (incl. die letzte) sollte eigentlich klar sein, daß ich den Einsatz von Waffen nicht befürworte, eben aus dem Grund, daß Menschenleben dabei gefährdet werden können.

Habe ich irgendwo was anderes behauptet ?

Aber kannst du mir bitte mal sagen, wie der mit einem Gewehr bewaffnete Förster, der von einem Betrunkenen verprügelt wurde, sicher sein konnte,
daß der Betrunkene nicht das Gewehr an sich nimmt und auf den Förster schießt?

Indem er im richtigen Moment einen geordneten Rueckzug antritt zum Bespiel...

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9829 Tagen) @ MUFTI

Tiefe Fleischwunden wirst Du damit kaum
verursachen koennen (im Gegensatz zum Schreckschuss).
Ausser Du zerschlaegst die Flasche an deinem Backstein
und benutzt den gezackten Flaschenhals (aber warum ?).

Aus dem gleichen Grund warum ein ertappter Schwerkrimineller im Wald mit dem Springmesser auf mich losgeht: Desperation!

Der Nachteil von Nahkampfwaffen ist, daß man den Feind erst mal an sich heranlassen muß, und ein professioneller Schläger gewinnt dann leicht die Oberhand. Auch Frauen sind im Nahkampf oft kräftemäßig unterlegen. Eine Gaswaffe oder zur Not auch -Dose hat den Vorteil, daß man so einen Konflikt frühzeitig abwenden kann.

In der Hand eines verzweifelten Menschen kann ALLES zur Waffe werden. Mit einem Schlag gegen die Schläfe oder frontal gegen das Nasenbein könnte ich unter Umständen sogar einen Angreifer mit meinem Backstein töten. Und dann wäre da ja noch mein Pilzmesser...

Der Vorteil einer Gaswaffe ist, daß man seinen Gegenüber damit schon aus größerer Entfernung außer Gefecht setzen, und damit unter Umständen eine tödliche Eskalation eher abwendet als provoziert. Hängt natürlich von der Ernsthaftigkeit der Situation ab. Auch bei der Abwehr von Tieren würde ich es vorziehen, es gar nicht erst zu einem Nahkampf kommen zu lassen...

Boris

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9829 Tagen) @ MUFTI

Indem er im richtigen Moment einen geordneten Rueckzug antritt zum Bespiel...

Leicht gesagt, wenn einen der Typ schon am Wickel hat, z.B. weil man in diesem Moment gerade damit beschäftigt war den Hund abzuwehren.

Und meine eigene Kondition im Langlauf dürfte wohl auch nicht ausreichen um auch nur eine alte Oma abzuhängen, die mich mit dem Schirm angreift... :-)

Boris

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9829 Tagen) @ Boris

Der Nachteil von Nahkampfwaffen ist [..]
Eine Gaswaffe oder zur Not auch -Dose hat den Vorteil, daß man so einen
Konflikt frühzeitig abwenden kann.

Egal ob man Schreck- oder Gasschuss benutzt:
Das ist eine Nahkampfwaffe.
Schon auf 2 Meter faengt die Wirkung
an sich stark zu verfluechtigen.
Das ist etwa die Distanz, die ein
geuebter Angreifer braucht um einen
Angriff starten kann, ohne dass
ein Untrainierter noch Zeit hat, um noch
grossartig reagieren zu koennen.
Fuer eine Gasspruehdose gilt das
noch viel mehr.
Und das Hauptproblem bei Gaswaffen
in der freien Natur ist sowieso,
dass man erst mal die Windrichtung
checken muss, um nicht selbst
getroffen zu werden.
Bei Dosen hat man noch das
Zusatzproblem, dass man in der
Aufregung leicht die Schussrichtung
verwechselt...

In der Hand eines verzweifelten Menschen kann ALLES zur Waffe werden.

Mit Wattebaellen ist noch keiner erschlagen worden 8-)

Der Vorteil einer Gaswaffe ist, daß man seinen Gegenüber damit schon aus größerer Entfernung außer
Gefecht setzen

Das sugguriert Dir nur die Werbung, die solches Zeug
anpreist, eine Gaswaffe ist auch ein Nahkampfwaffe,
allerdings eine mit grosser Wirkung, wenn sie
richtig zum Einsatz kommt (aber das gilt auch
fuer einen Strumpf und einen Stein...).

Wer glaubt, eine legale Fernwaffe zu brauchen,
der sollte sich nach einem entsprechend
erzogenen Wauwau mit passender Statur
umsehen. Das funktioniert auch dann noch
wenn man hinter 5 Baeumen weiter steht.
So eine Waffe geht zwar auch mal
versehentlich los, aber eher selten
gegen den Besitzer...

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9829 Tagen) @ Boris

Indem er im richtigen Moment einen geordneten Rueckzug antritt zum Bespiel...

Leicht gesagt, wenn einen der Typ schon am Wickel hat, z.B. weil man in diesem Moment gerade damit beschäftigt war den Hund abzuwehren.

Ich sagte im RICHTIGEN Augenblick.

Bei bestimmten Selbstverteidigungs/Selbstbehauptungs
Kursen fuer Frauen wird uebrigens genau das gelernt:

Sich in vielleicht gefaehrlichen Situationen
nie ueberrumpeln zu lassen, und immer
entsprechenden Abstand zu halten.

z.B. weil man in diesem Moment gerade damit
beschäftigt war den Hund abzuwehren.

Bei der Situation mit Hund wuerde der Hund
sowieso tendentiell versuchen, zwischen
Besitzer und Opfer zu kommen....

Und meine eigene Kondition im Langlauf dürfte wohl auch nicht ausreichen um auch nur eine alte Oma
abzuhängen, die mich mit dem Schirm angreift... :-)

Angst macht Fluegel 8-)
Nicht umsonst verlassen sich die meisten
Tierarten auf das Mittel Flucht als
einzige Verteidigungsmethode...

Und meine eigene Kondition im Langlauf dürfte wohl auch nicht ausreichen um auch nur eine alte Oma abzuhängen, die mich mit dem Schirm angreift... :-)
Boris

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Re: Notwehr im Wald

Klar, (vor 9829 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

Hi, Birgit

Hi,

also ich liebe Notzucht im Wald;
vor allem wenn ich " etwas Gas" habe.

Ferkel

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im Wald

Erratum.., (vor 9829 Tagen) @ Klar

Hallo Boris,

Hi, Birgit

Hi,
also ich liebe Notzucht im Wald;
vor allem wenn ich " etwas Gas" habe.
Ferkel

´s muss natürlich heißen " Unzucht". Pardon.
F.

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9829 Tagen) @ MUFTI

Eine Gaswaffe oder zur Not auch -Dose hat den Vorteil, daß man so einen
Konflikt frühzeitig abwenden kann.

Egal ob man Schreck- oder Gasschuss benutzt:
Das ist eine Nahkampfwaffe.
Schon auf 2 Meter faengt die Wirkung
an sich stark zu verfluechtigen.

2 Meter ist sehr viel, selbst wenn ich im Wald einen dicken Stock aufsammle, erreiche ich höchstens 1 Meter 50. Ausserdem ist sie die einzige nicht-destruktive Waffe mit einer solchen Reichweite. Eine Stahlkugelschleuder oder Armbrust wäre zwar auch ohne Waffenschein erhältlich und würde noch weiter feuern, aber solche Waffen töten und sind nur zum Einsatz gegen Tiere geeignet. Auch benötigt ihr Einsatz erheblich mehr Übung.

In der Hand eines verzweifelten Menschen kann ALLES zur Waffe werden.

Mit Wattebaellen ist noch keiner erschlagen worden 8-)

Wenn ich mich damit verteidigen müßte, würde ich sie wohl versuchen meinem Feind in Mund und Nase zu stopfen! 8-) Siehe "Urinprobe James Bond" (Sag niemals nie...)

Wer glaubt, eine legale Fernwaffe zu brauchen,
der sollte sich nach einem entsprechend
erzogenen Wauwau mit passender Statur
umsehen. Das funktioniert auch dann noch
wenn man hinter 5 Baeumen weiter steht.
So eine Waffe geht zwar auch mal
versehentlich los, aber eher selten
gegen den Besitzer...

Ich kann Hunde nicht ab. Insbesondere die neuen Kampfhunderassen sind ein heißblütiges, unberechenbares Volk, sogar für den eigenen Halter, und mit der Grund warum ich den Einsatz einer Waffe befürworte. Wildtiere gehen einem meistens aus dem Weg, Hunde jedoch sind immer genauso dumm und gefährlich wie es der jeweilige Besitzer ist.

Ein Freund von mir hat mal jemand gesehn, der sich im Wald gegen einen stromernden Köter mit einem Stockdegen verteidigte. Nette Waffe, normalerweise unsichtbar und wenn man damit umzugehen weiss erheblich tödlicher als eine Gaswaffe. :-o

Wie wärs mit nem elektrischen Viehsporn? Wär doch auch eine recht humane Verteidigungsmöglichkeit (Mufti wird jetzt wohl sagen, falls der betreffende Gegner kein schwaches Herz hat... ;-) )

Euer militanter Pazifist Boris

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Re: im Wald und auf der Heide

Boris, (vor 9829 Tagen) @ Erratum..

Hallo Boris,

Hi, Birgit

Hi,
also ich liebe Notzucht im Wald;
vor allem wenn ich " etwas Gas" habe.
Ferkel

´s muss natürlich heißen " Unzucht". Pardon.
F.

Habt ihr´s schon mitgekriegt? Im Ausland testen sie eine neue Waffenart, den "Intelligenzbolzen"!

Jeder der hiervon getroffen wird wird sofort um 3 IQ-Punkte klüger.

Leider wird diese Waffe nie nach Deutschland eingeführt werden dürfen. Unsere Politiker befürchten vermehrte Attentate...

Boris

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9829 Tagen) @ Boris

2 Meter ist sehr viel, selbst wenn ich im Wald einen dicken Stock aufsammle, erreiche ich höchstens 1 Meter 50.

Also ich weiss nicht, wie gross Du bist, aber
meine Armlaenge bis zur Faustspitze ist 70cm,
und ein schwungloser Ausfallschritt schafft
locker 140 cm (macht 2 Meter und 10 cm).
Ein geuebter Boxer schafft ansatzlos ! und mit
etwas Schwung erheblich mehr. Eine Distanz
von 2 Meter hat er blitzartig ueberbrueckt.
Ausserdem ist ein Bein noch laenger (auch
wenn man nicht davon ausgehen kann, dass
jeder damit vernuenftig umgehen kann).

Und selbst wenn Du noch etwas weiter weg bist,
kannst Du dir da keine Schrecksekunde oder
sogar ein Zoegern erlauben...

Und nicht jeder kriegt es dann so schnell fertig,
in der Situation dann auch einfach abzudruecken...
Ich hoechst wahrscheinlich nicht, aber deshalb
wuerde ich nie so ein Ding mit mir rumtragen 8-)

Ausserdem ist sie die einzige nicht-destruktive Waffe mit einer solchen Reichweite.

Wenn Du nicht gerade ein Experte der fernoestlichen
Kampfkunst AIKIDO bist: Was ist an einem Stock bitte
"nicht destruktiv" ?

Insbesondere die neuen Kampfhunderassen sind ein heißblütiges, unberechenbares Volk

Naja. Nicht auf alle Hunde sind als "Schutzhund"
geeignet. Die "Schutzhundestaffeln" der Polizei
benutzen wo vorwiegend deutsche Schaeferhunde.
Ausserdem ich habe auch nicht umsonst "entsprechend
erzogenen Wauwau" geschrieben.

| Wie wärs mit nem elektrischen Viehsporn?

Auch solche Elektroschocker gibts hier zu kaufen.
In den USA gibt es sogar welche, die einen Draht/Harpune
auf das Opfer abschiessen, damit es mit
dem Tod durch Herzversagen auch richtig klappt...

| Mufti wird jetzt wohl sagen, falls der betreffende Gegner kein schwaches Herz hat..

Und dass Elektroschock eine uebliche Foltermethode ist....

Ein Freund von mir hat mal jemand gesehn, der sich im Wald gegen einen stromernden Köter mit einem Stockdegen verteidigte.

Ohne Anwalt zu sein: Ich gehe davon aus, dass ein
Stockdegen eine so verbotene Waffe ist,
dass man sie nicht mal mit Waffenschein
in der Offentlichkeit legal tragen darf.

Ich waere mir nicht mal sicher, ob man
solche verborgenen Waffen wie Stockdegen
und Schiesskugelschreiber ueberhaupt legal
in einer Waffensammlung besitzen darf...

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9828 Tagen) @ MUFTI

Irgendwie entwickelt sich diese Diskussion in eine spezielle Richtung, hab ich den Eindruck. Selbst die pazifistische Birgit gab zu, daß Waffen in Einzelfällen wie der Abwehr von Tieren nützlich sein können. Bei Mufti hab ich hingegen den Eindruck, daß er zwar Hunde liebt, aber selbst am Einsatz einer Gummiflitsche noch was negatives findet, da er offenbar Waffen grundsätzlich nicht mag.

Ich persönlich bin auf der anderen Seite kein Freund von Waffen, mag Hunde jedoch noch viel weniger, jedenfalls dann wenn sie nicht als Haustiere sondern als Waffenersatz oder Machtsymbol für Möchtegern-Machos gehalten werden. Und genau dies ist leider die gängigste Verwendung heutzutage, der Rat zum Erwerb einer nicht-destruktiven Waffe von meiner Seite ist daher reine Notwendigkeit.

Sachgemäßen Gebrauch vorausgesetzt können mechanische Waffen kontrolliert werden, Hunde sind jedoch Tiere mit Instinkten und irrationalem Verhalten, das auch durch eine entsprechende Ausbildung nur kaschiert werden kann, aber in manchen Situationen wieder ausbricht. Eine läufige Hündin kann einen Hund verwirren, ein anderer Hund einen Kampf provozieren. Wenn man sich dann als Halter einmischt, riskiert man von beiden angegriffen zu werden!

Noch schlimmer ist der latente Jagdtrieb der Tiere. Ein Bekannter von mir sah einmal wie ein ansonsten friedlicher Hund plötzlich in ein Gehege sprang und ein dort eingesperrtes Reh zerriß. Da brachen plötzlich Urinstinke aus. Auch ein kleines Kind im Wald oder auch ein arbeitender Pilzsucher im Gebüsch können solche Fehlverhalten auslösen und je mehr von den Viechern unterwegs sind, desto größer ist die Chance daß irgendwann mal was passiert. Tiere sind Tiere und keine Waffen, und wenn mein imaginäres Kind von einem stromernden Köter irgendeines Penners getötet würde, der in 30 Metern Entfernung mit der Leine wedelt und ruft "Der tut doch gar nichts", würde ich ihn wohl umbringen und seinen Flohsack gleich mit.

Ich weiß nicht, ob der Besitz und die Anwendung einer betäubenden Waffe in diesem Fall nicht ein geringeres Risiko ist, als das oben beschriebene Szenario in dem zwei Leben vernichtet und eines ruiniert würde...

So, nachdem ich jetzt meinen Standpunkt klargemacht habe, nun zu Muftis Argumenten:

Naja. Nicht auf alle Hunde sind als "Schutzhund"
geeignet. Die "Schutzhundestaffeln" der Polizei
benutzen wo vorwiegend deutsche Schaeferhunde.
Ausserdem ich habe auch nicht umsonst "entsprechend
erzogenen Wauwau" geschrieben.

Auch Schäferhunde sind nicht ungefährlich. Birgit ist schon einmal von einem Schäferhund verfolgt worden, ich selbst schon zweimal. In meiner Stadt sind einmal zwei Hunde aus einem Zwinger ausgebrochen, frei durch die Stadt gestreift und haben ein Kind zerrissen. Waren beides Schäferhunde.

Selbst der ansonsten eher behäbige, kinderfreundliche Neufundländer kann ausflippen. Eine Halterin erzählte mir einmal, wie ein Pilzsucher ihr einen besonders großen Steinpilz vor die Nase hielt und damit angeben wollte. Der Hund wertete diese Bewegung bereits als Angriff und ging auf den Mann los. Oder jene Fälle in denen Schäferhunde Leute mit einem Gipsarm angriffen, weil dieser sie so an den Handschuh des Ausbilders erinnerte. Ich würde mein Leben nur sehr ungern den Frühlingsgefühlen eines kleinen Hundegehirns anvertrauen...

Also ich weiss nicht, wie gross Du bist, aber
meine Armlaenge bis zur Faustspitze ist 70cm,
und ein schwungloser Ausfallschritt schafft
locker 140 cm (macht 2 Meter und 10 cm).
Ein geuebter Boxer schafft ansatzlos ! und mit
etwas Schwung erheblich mehr. Eine Distanz
von 2 Meter hat er blitzartig ueberbrueckt.
Ausserdem ist ein Bein noch laenger (auch
wenn man nicht davon ausgehen kann, dass
jeder damit vernuenftig umgehen kann).

Danach ist der Abstand aber dahin, mit Angriffen durch Teile deines Körpers kannst du keinen Gegner auf Distanz halten. Nach dem ersten Angriff ist dein Feind in deinem Aktionsradius, also bete das dein erster Ausfall ihn bereits kampfunfähig gemacht hat. Bei Hunden ist der einzige schwache Punkt die Nase, in asiatischen Kampfsportarten lernt man dann auch den ersten Tritt oder Schlag dorthin zu plazieren.

Die empfindliche Nase ist auch der Grund, warum Gaswaffen gegen Hunde so effizient eingesetzt werden können. Deinen Schutzstaffeln mit Schäferhunden kann ich Einsatzteams mit Gaswaffen entgegenhalten, die erfolgreich benutzt werden um beispielsweise gegen Zuhälter mitsamt ihren überzüchteten Mißgeburten vorzugehen. Selbst ein Mastiff liegt dann erst mal piensend am Boden...

Und selbst wenn Du noch etwas weiter weg bist,
kannst Du dir da keine Schrecksekunde oder
sogar ein Zoegern erlauben...
Und nicht jeder kriegt es dann so schnell fertig,
in der Situation dann auch einfach abzudruecken...
Ich hoechst wahrscheinlich nicht, aber deshalb
wuerde ich nie so ein Ding mit mir rumtragen 8-)

Bei Angriffen von Tieren hätte ich wohl keine Skrupel. Wie Thomas sagte hätte ich bei der Abwehr bissigen Viehzeugs sogar das Recht auf meiner Seite...

Wenn Du nicht gerade ein Experte der fernoestlichen
Kampfkunst AIKIDO bist: Was ist an einem Stock bitte
"nicht destruktiv" ?

Hier hast du mich wohl mißverstanden, Stöcke sind für mich sehr wohl destruktive Waffen die bleibende Verletzungen im Kampf hervorrufen. Gas, Elektrogeräte und Betäubungsgewehre haben in erster Linie die Intention, den Gegner kampfunfähig zu machen.

Auch solche Elektroschocker gibts hier zu kaufen.
In den USA gibt es sogar welche, die einen Draht/Harpune
auf das Opfer abschiessen, damit es mit
dem Tod durch Herzversagen auch richtig klappt...

Ist typisch amerikanisches Machogehabe und überflüssig. Im Regelfall verlieren Mensch und Tier schon nach der ersten kurzen Berührung mit einem konventionellen Gerät alle Lust zu einem zweiten Angriff...

Ohne Anwalt zu sein: Ich gehe davon aus, dass ein
Stockdegen eine so verbotene Waffe ist,
dass man sie nicht mal mit Waffenschein
in der Offentlichkeit legal tragen darf.
Ich waere mir nicht mal sicher, ob man
solche verborgenen Waffen wie Stockdegen
und Schiesskugelschreiber ueberhaupt legal
in einer Waffensammlung besitzen darf...

Tja, ein verborgenes Messer oder Degen zur Selbstverteidigung ist nicht legal? Ein in aller Öffentlichkeit mitgeführter Kampfhund mit einem Gebiß das Knochen zum Bersten bringen kann ist legal?

Eine Gaswaffe die jemand im Regelfall nur kampfunfähig macht, ist gefährlich? Ein Hund im Blutrausch der erst von seinem Opfer abläßt wenn es tot ist, ist es nicht?

Mufti, deine Argumentation ist diesmal ziemlich vogonisch...

Auch auf die Gefahr hin, mich bei einigen Hundehaltern unbeliebt zu machen, die gegenwärtige juristische Situation ist dadurch bedingt daß die Hundehalter in Deutschland den Waffenträgern weit in der Überzahl sind. Wenn die Jägerlobby sich hier für eine Gesetzesänderung einsetzen würde, könnte das schon anders aussehen. Aber da diese Knaben zu 99% selbst Hundehalter sind, halten sie sich aus der Diskussion fein raus und gehen lieber gegen Pilzsammler und Fahrradfahrer vor...

Otto Normalverbraucher hingegen bleibt nichts anderes übrig als zerrissen zu werden...

Boris

P.S. Schon mal in stadtnahen Wäldern Pilze gesucht? Macht richtig Spaß wenn überall die Häufchen liegen!

P.P.S. Wir hatten übrigens zehn Jahre selbst einen Hund. War ein ziemlich verhaltensgestörtes Vieh, dessen Erziehungsfehler im Welpenalter wir sein ganzes Leben nicht mehr korrigieren konnten...

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Re: Notwehr im Wald

Thomas Pruß, (vor 9828 Tagen) @ Boris

Hallo Boris, Mufti, Birgit

irgendwie habe ich den Eindruck, ihr nehmt das Thema zu ernst und schießt mit Kanonen auf Spatzen.
Wie oft kommt es denn, ernthaft gefragt vor, dass man als Pilzesammler in einen wie auch immer gearteten Konflikt mit seinen bösen Mitmenschen oder noch böseren Tieren kommt?
Und wie die gesetzteslage ist, habe ich ja Dir, Boris, und Dir, Birgit, zugemailt.
Nebenebei, Boris: Eine Waffe ist IMMER destruktiv, sonst wärs ja keine. Und das unabhängig davon, ob die Destruktion (Zerstörung) permanent (Tod des Angreifers) oder temporär ist (wenn er sich bei EInsatz von Tränengas wegheult).
Im Zweifel geht man doch Konflikten aus dem Weg.
Ich bin jetzt seit über 30 a Waldläufer, und in dieser Zeit ist es mir wirklich nur ein einziges Mal passiert, dass ich von einem streunenden Hund angegriffen wurde. Der war so schnell tot, dass er’s wohl gar nicht mitbekommen hat. Sein Besitzer sucht ihn wohl heute noch…
Böse Menschen habe ich im Wald noch nie getroffen, selbst in Stadtnähe noch nicht.
Und die einzigen „bösen Wild-Tiere“ waren Rehe, die mich beim Nachtangeln mit ihrem Schreckgebell fast ins Wasser getrieben haben (da wußte ich noch nicht um die Lautäußerungen von Rehen).
Also, genug von bösen Leuten, Tieren und sonstigen Naturkatastrophen.

Peace

Thomas

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Re: Notwehr im Wald

Bruno, (vor 9828 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,

ich ärgere mich über Deinen Beitrag und nehme dazu Stellung:

Hunde sind kein Problem, wenn sie als "Machtsymbol für Möchtegern..." gehalten werden. Nur wenn sie tatsächlich welche sind. Ich glaube, für Dich sind sie wegen des ersteren ein Problem.

Einem Hund ein irrationales Verhalten zuzuschreiben, gelingt nicht jedem. Ich nehme an, Du meinst das grundsätzlich? Gilt das auch für zB Blindenhunde, die menschlich reagieren müssen? Hälst Du einem lawinensuchhund vor, dass er mit seinen Fähigkeiten zwar nützlich aber doch irrational handelt?

Latenter Jagdtrieb der Tiere! So ein Schwachsinn! Was Deine Bekannten Dir auch immer erzählen (gestern wars ein Beobachter, der einen Kampf zwischen einem Hundemonster und einem säbelschwingenden Samurai gesehen haben will).

Wenn meine kleine Tochter und ihren Freunden allein mit ihrem/unseren Hund unterwegs ist, bin ich immer noch beruhigter, als wenn es ein mit Gaspistole, Bullenschocker, Armbrust, Backstein, Pilzmesser (feststehende Klinge eigentlich?) und, was hast Du noch alles an nicht destruktiven Waffen- was ist das eigentlich ?- und destruktiven empfohlen, bewaffneter "militanter Pazifist" wäre. Der Hund behält die Nerven nämlich. Der hat genug Selbstbewußtsein ohne äußeres Zeichen oder sonstige Hilfsmittel.

Das ein Hund gefährlich werden kann bzw eine potenzielle Gefahr wegen seiner Zähne darstellt, ist ja klar. Es bleibt aber jedem so viel freigestellt, solche Gefahrenpunkte soweit wie möglich von vornherein aus dem Weg zu gehen , wie es gerade möglich ist. Ich nähere mich auch keinem Pferd von hinten so gern und ich laufe auch nicht mit geschlossenen Augen über die Autobahn und mein Eis lutsche ich nicht vor dem Bienenstock (was wissen Deine Bekannten über kolumbianische MÖRDERbienen ?)

Gas, Elektrogeräte und Betäubungsgewehre rufen also nach Deiner Meinung "keine bleibende Verletzungen" hervor? Laß Dich mal in einem entsprechenden Fachgeschäft interessehalber imprägnieren und malträtieren. Ich wette, Du erinnerst Dich Dein ganzes Leben daran!

Erläutere mir doch mal bitte die " gegenwärtige juristische Situation" zur Hundehaltung in Deutschland. Du scheinst ja ein echter Spezialist darin zu sein.

Zu Deinen PS : die Häufchen : da geb ich Dir recht, das macht Spass.
Euer Hund: 1. Wer Kinder richtig erziehen kann, hat auch keine Hundeerziehungsprobleme und umgekehrt, sag ich mal so. Und aus Dir ist ja auch was geworden.
Aber Erziehungsfehler können schon korrigiert werden.
Wenn es trotzdem ein gewichtiger Fehler war : warum habt Ihr ihn nicht einschläfern lassen? Unter dem großen Selbsteingeständnis einen Fehler gemacht zu haben? Oder hat den Fehler nicht jeder erkannt?

Bruno

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9828 Tagen) @ Bruno

Hi, Bruno!

Einem Hund ein irrationales Verhalten zuzuschreiben, gelingt nicht jedem. Ich nehme an, Du meinst das grundsätzlich? Gilt das auch für zB Blindenhunde, die menschlich reagieren müssen? Hälst Du einem lawinensuchhund vor, dass er mit seinen Fähigkeiten zwar nützlich aber doch irrational handelt?

Ich sage nur, daß Hunde Tiere sind und trotz aller Hochzüchtung und Ausbildung auch wie Tiere reagieren. Jede menschliche Interpretation bezüglich Rationalität und Ethik halte ich hier für witzlos.

Douglas Adams hat in seinem Tierbuch einen netten Absatz über die Psychologie der Komodowarane. Sie sind weder ekelhafte Reptilien, noch falsch oder hinterhältig, sie sind einfach Tiere und gehen ihrem Jagdtrieb nach. Jeder Forscher der sich ohne ihr Verhalten zu beachten, durch ihr Gebiet bewegt, handelt unvorsichtig da seine Größe und Bewegung ins Beuteprofil dieser Tiere paßt.

Latenter Jagdtrieb der Tiere! So ein Schwachsinn! Was Deine Bekannten Dir auch immer erzählen (gestern wars ein Beobachter, der einen Kampf zwischen einem Hundemonster und einem säbelschwingenden Samurai gesehen haben will).

Den Tod von kleinen Kindern, die zufälligerweise in das Feindbild eines durch menschliche "Erziehung" falsch gepolten Hundes passen, kannst auch du nicht wegleugnen. Ich habe schon gesehen, wie unser eigener Hund unser Hausmeerschweinchen auseinandergenommen hat - ohne ersichtlichen Anlass, ohne Hunger, aus reiner Blutgier!

Wenn meine kleine Tochter und ihren Freunden allein mit ihrem/unseren Hund unterwegs ist, bin ich immer noch beruhigter, als wenn es ein mit Gaspistole, Bullenschocker, Armbrust, Backstein, Pilzmesser (feststehende Klinge eigentlich?) und, was hast Du noch alles an nicht destruktiven Waffen- was ist das eigentlich ?- und destruktiven empfohlen, bewaffneter "militanter Pazifist" wäre. Der Hund behält die Nerven nämlich. Der hat genug Selbstbewußtsein ohne äußeres Zeichen oder sonstige Hilfsmittel.

Wenn ich von Natur aus mit Klauen oder Reißzähnen ausgestattet wäre, wäre ich wohl auch selbstbewusster. Der Mensch ist halt ein "Prothesengott" schon seit dem Moment als der erste Neanderthaler einen Stein aufgesammelt hat um sich gegen einen Säbelzahntiger zu wehren. Damals war nur noch keiner da, der ihm deswegen rechtliche Vorwürfe gemacht hätte... :-)

Oder gabs damals schon Zoff mit der Fration der Neanderthaler, die sich Wölfe einfingen und zähmten? Ich denke auf jeden Fall, das Verwenden eines Steins oder spitzen Stockes war für den Menschen der damaligen Zeit noch ein natürlicheres Verhalten, als das Verwenden eines Wolfes! ;-)

Und dann hat sogar noch so ein Depp das Feuer entdeckt....

Das ein Hund gefährlich werden kann bzw eine potenzielle Gefahr wegen seiner Zähne darstellt, ist ja klar. Es bleibt aber jedem so viel freigestellt, solche Gefahrenpunkte soweit wie möglich von vornherein aus dem Weg zu gehen , wie es gerade möglich ist. Ich nähere mich auch keinem Pferd von hinten so gern und ich laufe auch nicht mit geschlossenen Augen über die Autobahn und mein Eis lutsche ich nicht vor dem Bienenstock (was wissen Deine Bekannten über kolumbianische MÖRDERbienen ?)

Da ich deinen Postings entnehme daß du außerhalb wohnst, hast du es noch relativ leicht einzelnen aus dem Weg zu gehen. Hier in einem Ballungsraum wie Mannheim kannst du kaum einen Schritt im Wald machen, ohne auf einen Hund zu treffen: Bullterrier, Mastiffs, Rottweiler, alles was das Herz begehrt. Grundsätzlich ohne Leine und ohne Vernunft von Seiten der Halter.

Neben der Gefahr für unbewaffnete Spaziergänger machen diese Biester auch ein frisch gesetztes Rehkitz oder ein Vogelgelege nieder wenn sie es finden. Soviel zum nicht existenten "latenten Jagdtrieb".

Ich will allerdings nicht behaupten, dass Katzen in Ortsnähe zumindest was den letzten Punkt betrifft, viel harmloser sind... ;-)

Gas, Elektrogeräte und Betäubungsgewehre rufen also nach Deiner Meinung "keine bleibende Verletzungen" hervor? Laß Dich mal in einem entsprechenden Fachgeschäft interessehalber imprägnieren und malträtieren. Ich wette, Du erinnerst Dich Dein ganzes Leben daran!

Das ist mehr als ich zu erwarten hätte, wenn jemand mit einer scharfen Waffe auf mich ballern würde!

Erläutere mir doch mal bitte die " gegenwärtige juristische Situation" zur Hundehaltung in Deutschland. Du scheinst ja ein echter Spezialist darin zu sein.

Nur so viel: Die Maulkorbpflicht für Kampfhunde in der öffentlichkeit wurde nach wenigen Wochen wieder gekippt.

Euer Hund: 1. Wer Kinder richtig erziehen kann, hat auch keine Hundeerziehungsprobleme und umgekehrt, sag ich mal so. Und aus Dir ist ja auch was geworden.
Aber Erziehungsfehler können schon korrigiert werden.
Wenn es trotzdem ein gewichtiger Fehler war : warum habt Ihr ihn nicht einschläfern lassen? Unter dem großen Selbsteingeständnis einen Fehler gemacht zu haben? Oder hat den Fehler nicht jeder erkannt?

Wir haben den Hund leider schon im adulten Stadium bekommen und weitergepflegt.

"Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!" (Gilt für alle Spezies)

Boris

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Re: Notwehr im Wald

Boris, (vor 9828 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Boris, Mufti, Birgit
irgendwie habe ich den Eindruck, ihr nehmt das Thema zu ernst und schießt mit Kanonen auf Spatzen.
Wie oft kommt es denn, ernthaft gefragt vor, dass man als Pilzesammler in einen wie auch immer gearteten Konflikt mit seinen bösen Mitmenschen oder noch böseren Tieren kommt?
Und wie die gesetzteslage ist, habe ich ja Dir, Boris, und Dir, Birgit, zugemailt.
Nebenebei, Boris: Eine Waffe ist IMMER destruktiv, sonst wärs ja keine. Und das unabhängig davon, ob die Destruktion (Zerstörung) permanent (Tod des Angreifers) oder temporär ist (wenn er sich bei EInsatz von Tränengas wegheult).
Im Zweifel geht man doch Konflikten aus dem Weg.

Akzeptiert. Versuche ich auch wenn möglich(!) Bin ja wie gesagt kein Kämpfertyp und nicht lebensmüde. Aber wenn Konflikt sich nicht vermeiden läßt, fühle ich mich wohler mit einem Ass im Ärmel.

Danke übrigens für den Text.

Ich bin jetzt seit über 30 a Waldläufer, und in dieser Zeit ist es mir wirklich nur ein einziges Mal passiert, dass ich von einem streunenden Hund angegriffen wurde. Der war so schnell tot, dass er’s wohl gar nicht mitbekommen hat. Sein Besitzer sucht ihn wohl heute noch…

Ich nehme allerdings an, daß du ihn nicht mit bloßen Händen zu Tode gestreichelt hast?... ;-)

Böse Menschen habe ich im Wald noch nie getroffen, selbst in Stadtnähe noch nicht.

Komm mal nach Mannheim oder Frankfurt. Hier wurde sogar schon ein Schäfer überfallen, der auf den Neckarwiesen lagerte.

Und die einzigen „bösen Wild-Tiere“ waren Rehe, die mich beim Nachtangeln mit ihrem Schreckgebell fast ins Wasser getrieben haben (da wußte ich noch nicht um die Lautäußerungen von Rehen).
Also, genug von bösen Leuten, Tieren und sonstigen Naturkatastrophen.
Peace
Thomas

Ich wäre auch dafür, das Thema mal langsam fallenzulassen. Wenn Waffen, Hunde oder auch der eigene Körper gut kontrolliert und nur zur Selbstverteidigung eingesetzt werden, sollte eigentlich nie ein Anlaß für Konflikte entstehen...

Cheers, Boris

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9828 Tagen) @ Thomas Pruß

irgendwie habe ich den Eindruck, ihr nehmt das Thema zu ernst und schießt mit Kanonen auf Spatzen.

Was erwartest Du ? Wir sind hier in Deutschland, da geht es ums Prinzip 8-)

Nebenebei, Boris: Eine Waffe ist IMMER destruktiv, sonst wärs ja keine.

Da ist der Gesetzgeber deutlich anderer Meinung.
Er unterscheidet zwischen Offensivwaffen (z.B. Schwert, Pistole usw.)
und Defensivwaffen (z.B. Schild, Ritterruestung usw.).
Es gab schon ziemlich bizarre Urteile, bei dem
Leute verurteilt wurden, weil sie bei einer Demo einen Motorradhelm
dabeihatten, was ja so eine Defensivwaffe darstellt.
Angeblich soll sogar schon mal Zitronensaft beschlagnahmt
worden sein, weil das eine Defensivwaffe gegen Traenengas ist 8-)

In der USA ist man uebrigens zur Zeit dabei,
schusssichere Westen unter gewissen Umstaenden
fuer illegal zu erklaeren.
In Californien sind solche Gesetze schon eingefuehrt
und man hat einen dieser Gangstermusiker verknackt,
weil er so ein Ding benutzt hat um sich vor
Anschlaegen zu schuetzen (im letzten Jahr sind
zwei seiner Kollegen ermordet worden).

Und die einzigen bösen Wild-Tiere waren Rehe

Also mir laufen schon manchmal Hirsche ueber den
Weg, einmal auf einer abschuessigen Strasse haette
ich fast so ein dummes Ding gerammt.
Auch Wildschweine (auch mit Jungen) kann man auf meinem
Weg von/zur Arbeitsstelle manchmal sehen.
Ich bin zwar von denen noch nicht verfolgt worden,
aber ich trete jedesmal etwas schneller in die
Pedale, wenn ich so ein Vieh sehe.
Andererseits sind die Waelder bei uns so
ueberlaufen, dass sich die Viecher vielleicht
etwas besser als sonstwo an Leute gewoehnt sind...

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Zum Schluß

Birgit, (vor 9828 Tagen) @ Bruno

Hallo Bruno, hallo Thomas!

Zu aller erst Mal zu Thomas: Ich hab schon seit zwei Tagen nix mehr zum Thema gesagt, wollte auch eigentlich nix mehr dazu sagen.
Ich stimme mit dir ja auch darin überein, daß ich das Risiko gefährlicher Tiere für relativ gering halte. Der eine Schäferhund hat mich Gott sei Dank nur verbellt und nicht gebissen...
Wenn ich tatsächlich mal angefallen worden wäre, würde ich das vermutlich anders sehen. Ich weiß zwar theoretisch auch, wie man einen Hund mit den Händen alleine schnell töten kann, ob ich im Ernstfall dazu fähig wäre, wage ich aber zu bezweifeln.

Zusätzlich zu meinen bereits vorgebrachten prinzipiellen Bedenken sehe ich das Risiko einer Waffe nicht nur im richtigen Umgang damit, sondern vor allem auch darin, daß ich zusätzlich noch verhindern muß, daß der andere mir die Waffe entwendet und sie gegen mich richtet.

Euer Hund: 1. Wer Kinder richtig erziehen kann, hat auch keine Hundeerziehungsprobleme und umgekehrt, sag ich mal so.

Man könnte sich jetzt darüber streiten, ob es mehr schlecht erzogene Kinder oder schlecht erzogene Hunde gibt! Nicht alle Eltern (Anwesende ausgenommen! :-) ) sind fit in Kindererziehung. Tatsächlich gibt es sehr viele schlecht erzogene Hunde. Noch dazu oft große Hunde, das viel zitierte Der tut nix, der will nur spielen, geht mir auch dann auch den Geist, wenns stimmt und das liebe Hundi sich nur der Länge nach an mir aufrichtet und mir das Gesicht abschleckt. Hunde müssen mit viel Zeit und Geduld konsequent erzogen werden, das ist der Grund, warum ich mir keinen zulege, obwohl ich manchmal gerne einen hätte.
Auch Kampfhunde sind zugegebenermaßen nicht von Natur aus "verdorben", sondern werden vom Menschen so geformt. Gewisse Instinkte sind aber sicherlich vorhanden, so durften wir letztes Jahr eine unserer Katzen an einem Abszeß der durch den Biß eines freilaufenden oder streunenden Hundes entstanden ist (die nächsten Nachbarn sind 200 m entfernt!) operieren lassen. AUch einer Katze wird man schwerlich das instinktmäßige Mäusefangen abgewöhnen können.
Auch wird man sich hart tun einen ausgesprochenen Jagdhund so abzurichten, daß er z.B. als Begleithund beim Reiten ohne Leine immer nahe am Pferd bleibt, was mit Hütehundrassen möglich zu sein scheint. (auch wenn es nicht unbedingt empfehlenswert ist, den Hund frei laufen zu lassen.)

schöne Grüße

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

MUFTI, (vor 9828 Tagen) @ Boris

Bei Mufti hab ich hingegen den Eindruck, daß er zwar Hunde liebt

Da eine Katze bei uns "Familienmitglied" ist,
haelt sich meine Sympathie fuer Hunde in Grenzen.
Ausserdem bin ich als Radfahrer schon mehrmals
von Hunden angegriffen worden, allerdings
scheinen die Viecher Koordinationsschwierigkeiten
beim Zubeissen zu haben, wenn man ins Pedal tritt...

| da er offenbar Waffen grundsätzlich nicht mag.

Well, ein Waffenfetischist bin ich bestimmt nicht.
Aber mir ging es um etwas ganz anderes. Ich hatte
den Eindruck, dass Du die zerstoerende Wirkung
der hier besprochenen Waffen (z.B. Gas/Schreckschuss
pistole) unterschaetzt und gleichzeitig die Schutzwirkung
dieser Waffen ueberschaetzt (z.B. bei der Diskussion
ueber den Abstand zum Angreifer). Das kann ja nur
schiefgehen, sowohl fuer dich als auch fuer andere...

Mit Hund ist so eine Situtation etwas anders
und im uebrigen scheinst Du dich da mit der
Problematik halbwegs auszukennen...

Und genau dies ist leider die gängigste Verwendung heutzutage, der Rat zum Erwerb einer

nicht-destruktiven Waffe von meiner Seite ist daher reine Notwendigkeit.

Da faellt mir nur der sarkastische Kommentar ein,
dass dann so ein Selbstbehauptungs/Selbstverteidigungs-training
keine schleche Idee waere...

Die Quintessenz meiner Erfahrungen auf diesem Gebiet
ist, dass sich die richtige Einschaetzung der
Situation und entschlossenes Handeln der entscheidende
Faktor ist, und sich durch nichts ersetzen laesst.
Und so was kann man halt nicht in einem Waffengeschaeft
kaufen...

Tja, ein verborgenes Messer oder Degen zur Selbstverteidigung ist nicht legal? Ein in aller Öffentlichkeit mitgeführter Kampfhund mit einem Gebiß das Knochen zum Bersten bringen kann ist legal?

Wie Du schon sicher festgestellt hast, sind unsere Gesetze nicht
ideal 8-(
Wobei ich nicht genau weiss, was Du mit "verborgenes Messer"
meinst. Fall- und Springmesser sind auf jeden Fall
in der Oeffentlichkeit verboten. Wie weit die Gesetzgebung mit der
diskutierten Abschaffung des "Taschenmesserprivilegs" ist
(Behinderte duerfen (durften ?) solche Messer haben) und dem
Verbot von Butterflymessern ist, weiss ich allerdings auch nicht...

Eine Gaswaffe die jemand im Regelfall nur kampfunfähig macht, ist gefährlich?

Natuerlich ist sie "gefaehrlich". Allein schon deshalb, weil
sie auch versehentlich losgehen oder sich im Anwendungsfall
gegen einen selbst richten kann. Es ist ja auch kein
"Betaeubungsgas" das da rauskommt...

Ein Hund im Blutrausch der erst von seinem Opfer abläßt wenn es tot ist, ist es nicht?

Das Fleischerbeil mit dem ein verrueckter Metzger
hantiert auch nicht ?

Hunde sind halt nicht nur Waffen, sie koennen auch
ganz anderen Zwecken dienen. Deshalb tut sich der
Gesetzgeber auch so schwer, gefaehrliche Hunderassen
zu verbieten.

Damit jetzt nicht wieder das ausgelutschte Argument
"mein Wauwau einer gefaehrlichen Hunderasse ist richtig
erzogen" kommt: "Gefaehrliche Hundrasse" laesst
sich hervorragend ueber das Gebiss eines Hundes
und der entsprechenden Muskulatur definieren.
Toedliche Angriffe von Dackeln oder auch Bernhardinern
sind zumindest mir noch nie zu Ohren gekommen...

Mufti, deine Argumentation ist diesmal ziemlich vogonisch...

Das laesst sich nicht verhindern, wenn man ueber
die Gesetzeslage diskutiert. Was meinst Du, wer
die Gesetze gemacht hat ? 8-)

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Re: Jetzt wird es erst richtig interessant....

MUFTI, (vor 9828 Tagen) @ Birgit

Ich weiß zwar theoretisch auch, wie man einen Hund mit den Händen alleine schnell töten kann, ob ich im Ernstfall dazu fähig wäre, wage ich aber zu bezweifeln.

Bildungsluecke: Ich nicht. Wie geht das ?

Erwuergen ? Genickbruch ?

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Nicht hier

Birgit, (vor 9828 Tagen) @ MUFTI

Ich weiß zwar theoretisch auch, wie man einen Hund mit den Händen alleine schnell töten kann, ob ich im Ernstfall dazu fähig wäre, wage ich aber zu bezweifeln.

Bildungsluecke: Ich nicht. Wie geht das ?

Hallo Mufti,

hab schon einige Bedenken, so etwas über das Internet zu verbreiten. Mail mir doch, dann schreib ich dir und den anderen, dies auch wissen wollen, genaueres.

Gruß

Birgit

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Re: Zum Schluß

Thomas Pruß, (vor 9828 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Deinen Argumenten stimme ich fast vorbehaltlos zu!
Ausnahme: Einen Jagdhund der gut und genau ausgebildet wurde, kann man IMMER frei neben sich her laufen lassen. Er wird erst dann loslaufen, wenn er von seinem Herrn ein Zeichen dazu bekommt.
Ein Jagdhund ist dazu ausgebildet, zu stöbern, aufzuscheuchen und – sollte man das Wild waidwund geschossen haben – bei der Nachsuche die Fährte aufzunehmen.
Stöbern und aufscheuchen tut der Hund frei, d. h. unangeleint. Sobald aber der Befehl kommt, wird er SOFORT zurückkehren.
Bei der Nachsuche wird der Hund meist an der langen Leine eingesetzt, und erst kurz vor dem Ziel frei gelassen: Schließlich sind eine waidwund geschossene Sau oder auch ein Hisch oder Rehbock u. U. extrem gefährliche Gegner.
Das Jagdrecht verlangt von einem Hundeführer, dass er seine Hunde nach diesen Richtlinien ausbildet bzw. ausbilden läßt.
Ich kenne in meinem Bekanntenkreis einige Jäger, und diejenigen, die einen Hund besitzen, können zu Recht stolz auf ihren Begleiter sein. Egal, ob Münsteraner, Vorsteh- oder Schweißhund oder auch Dackel, diese Rassen sind vom Wesen her unglaublich liebenswürdige, geduldige Tiere mit einem ausgesprochen festen Charakter. Alle Hunde sind ausgebildet, und diese Ausbildung dauert lange und ist teuer. Und sie setzt sich auch noch fort, nachdem der Hund seinen „Dienst“ angetreten hat.
Kein Jäger, der etwas auf sich hält und der den Ansprüchen des Waidwerkes gerecht werden will, kann es sich leisten, mit einem schlecht ausgebildeten Hund auf die Jagd zu gehen.
Du merkst schon, ich habe für die Jagd genauso viel übrig wie für das Pilzesuchen und Angeln. Und ich habe auch noch nie Ärger mit Jägern, Förstern oder sonstigen Revierbesitzern gehabt.
Was nicht heißt, dass es nicht auch unter diesen Zeitgenossen „sottiche und sottiche“ gibt.
Waidmannsheil
Thomas

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Re: Notwehr im Wald

Thomas Pruß, (vor 9828 Tagen) @ Boris

Hallo Boris,
nee, der Köter war so dämlich, in mein Messer zu springen.

Auch ich wohne ausserhalb – eben aus dem Grund: Nicht nur bei Euch im Rhein-Main-Ballungsgebiet laufen Schwachköppe herum, sondern auch in Hamburg.
Ich meine, auch in Nordfriesland kann man mir den Schädel einschlagen,aber die Wahrscheinlichkeit ist da oben wesentlich geringer. Viel eher wird man von dem momentan herrschenden Wind in die nächste Sturmflut verweht ;-)
Hast Du schön mal erlebt, wie sich 11 Windstärken anhören? Und anschauen?
Geil!

Thomas

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Hallooo, könnt Ihr mal…

Thomas Pruß, (vor 9828 Tagen) @ Birgit

oben weitermachen? Ihr rennt mir hier so langsam aus dem Bildschirm!

Gruß
Thomas

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Re: Zum Schluß

Birgit, (vor 9828 Tagen) @ Thomas Pruß

Hallo Thomas,

Deinen Argumenten stimme ich fast vorbehaltlos zu!
Ausnahme: Einen Jagdhund der gut und genau ausgebildet wurde, kann man IMMER frei neben sich her laufen lassen. Er wird erst dann loslaufen, wenn er von seinem Herrn ein Zeichen dazu bekommt.

Du hast sicher recht, aber das Abrichten dürfte wesentlich schwieriger und zeitaufwendiger als bei einem Hütehund. Als Reiter brauche ich ja keinen Wert auf Jagdhundqualitäten zu legen ;-)).

Du merkst schon, ich habe für die Jagd genauso viel übrig wie für das Pilzesuchen und Angeln. Und ich habe auch noch nie Ärger mit Jägern, Förstern oder sonstigen Revierbesitzern gehabt.
Was nicht heißt, dass es nicht auch unter diesen Zeitgenossen „sottiche und sottiche“ gibt.

Schlag mich nicht ;-)), als Reiterin habe ich ein äußerst zwiespältiges Verhältnis zu den meisten Jägern, da diese im allgemeinen Reiter gar nicht lieben... und ich schon von vielen Auseinandersetzungen zwischen Reitern und Jägern gehört habe.

Gruß

Birgit

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Hilfe!

Boris, (vor 9828 Tagen) @ Birgit

Schlag mich nicht ;-)), als Reiterin habe ich ein äußerst zwiespältiges Verhältnis zu den meisten Jägern, da diese im allgemeinen Reiter gar nicht lieben... und ich schon von vielen Auseinandersetzungen zwischen Reitern und Jägern gehört habe.

Schlagt euch, Leute! :-)

Es geht nichts über liebevoll gezogene Vorurteile und als Meinungsaustauch getarnte Vökerkriege... ;-)

Um das Wortgefecht wieder auf die linke Seite zu holen, starte ich jetzt mal einen neuen Thread über Pilze und Jagd.
Hätte da noch ein paar Fragen an Thomas wie man beides verbinden kann...

B.

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Was soll das?

Birgit, (vor 9828 Tagen) @ Boris

Schlagt euch, Leute! :-)
Es geht nichts über liebevoll gezogene Vorurteile und als Meinungsaustauch getarnte Vökerkriege... ;-)

Ich will hier nicht anfangen darüber zu diskutieren, aber daß du mir hier einfach Vorurteile unterstellst, wobei du keine Ahnung hast, worauf ich mich berufe, finde ich ein starkes Stück. Ich habe von einem zwiespältigen Verhältnis geschrieben ( wie Thomas auch meinte es gibt solche und solche, zwiespältig heißt nicht generell ablehnend! ).

Diskutiert ruhig weiter, für mich ist hier Ende und Schluß!

Verärgert

Birgit

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Re: Sorry!

Boris, (vor 9828 Tagen) @ Birgit

Schlagt euch, Leute! :-)
Es geht nichts über liebevoll gezogene Vorurteile und als Meinungsaustauch getarnte Vökerkriege... ;-)

Ich will hier nicht anfangen darüber zu diskutieren, aber daß du mir hier einfach Vorurteile unterstellst, wobei du keine Ahnung hast, worauf ich mich berufe, finde ich ein starkes Stück. Ich habe von einem zwiespältigen Verhältnis geschrieben ( wie Thomas auch meinte es gibt solche und solche, zwiespältig heißt nicht generell ablehnend! ).
Diskutiert ruhig weiter, für mich ist hier Ende und Schluß!
Verärgert

Sorry, war nur Spaß! Insbesondere weil die Diskussion doch in letzter Zeit recht hitzig wurde!

Wie du an meinem Smilie (" ;-) ") erkennen konntest, war die Aufforderung an alle Jäger/Reiter/Pilzsucher/Hundehalter/Holzsucher und sonstigen Waldnutzer nicht ganz ernst gemeint und auch an niemanden persönlich gerichtet,
also bitte nicht böse sein... :-)

(Ein Boris der denkt, daß das Thema wirklich genug ausgelutscht ist...)

Birgit

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Re: Sorry!

Birgit, (vor 9828 Tagen) @ Boris

Sorry, war nur Spaß! Insbesondere weil die Diskussion doch in letzter Zeit recht hitzig wurde!
Wie du an meinem Smilie (" ;-) ") erkennen konntest, war die Aufforderung an alle Jäger/Reiter/Pilzsucher/Hundehalter/Holzsucher und sonstigen Waldnutzer nicht ganz ernst gemeint und auch an niemanden persönlich gerichtet,
also bitte nicht böse sein... :-)

Okay (immer noch leicht grummelnd)

Birgit

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Re: Notwehr im Wald

Ralli, (vor 9828 Tagen) @ Thomas Pruß

Ich meine, auch in Nordfriesland kann man mir den Schädel einschlagen,aber die Wahrscheinlichkeit ist da oben wesentlich geringer. Viel eher wird man von dem momentan herrschenden Wind in die nächste Sturmflut verweht ;-)
Hast Du schön mal erlebt, wie sich 11 Windstärken anhören? Und anschauen?
Geil!
Thomas

Hallo Thomas!

Ja,ich weiss, wie sich 11 Windstärken anhören und auch, wie sie sich auswirken.
Habe nämlich gestern mit einem Freund die Gewässerfotos samt Fangbilder gemacht!
Der Fluss floss nicht mehr, so windig war es.
Anfang nächster Woche hast Du die Fotos, lass Dich überraschen.
-----
Da hab ich wegen dem Angeln aber ziemlich was verpasst im Forum.
Ich finde aber gut, dass auch solche Themen mal diskutiert werden, denn mit Pilzen ist momentan ja nicht soviel los, oder?
Naja,es juckt mich schon, meine unmaßgebliche Meinung kundzutun, aber das wird mir zuviel!
Nur soviel:
Ist euch aufgefallen, dass alle beschriebenen Konflikte das Verhältnis der NaturNUTZER untereinander betrifft?
Die sogenannten NaturSCHÜTZER können sich beruhigt zuücklehnen!

Bis dann, Ralli

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Re: Notwehr im Wald

Birgit, (vor 9828 Tagen) @ Thomas Pruß

Hast Du schön mal erlebt, wie sich 11 Windstärken anhören? Und anschauen?
Geil!

Mein Vater ist in Wilhelmshaevn aufgewachsen, der hat auch immer tolle Geschichten von entwurzelten Bäumen, die die Straßen langsausten und Polizisten, die ihn auf dem Fahrrad anhielten und meinten, daß 50 km/h auch für Radfahrer mit Rückenwind gelten, erzählt.

Gruß

Birgit