Re: Ökologie I. queletii
Servus Mischi / Michel,
die Jahreszeit in Verbindung mit der Ökologie lässt keine andere Bestimmung
zu. Die Art ist in manchen Gegenden verbreitet bis häufig, woanders selten
oder fehlend (z. B. hier). Ich habe sie selber noch nicht gesehen.
Interessant sind noch folgende Punkte: - extrem frühe Erscheinungszeit
(lt. Lit. ab Ende Mai)
- Weißtanne soll nicht obligatorisch sein (z. B. lt. Kuyper auch bei anderen
Nadelbäumen)
- Nicht alle Bilder in den gängigen "Bilderbüchern" sind typisch,
z. B. die Abbildung bei Dähncke ("1200 Pilze" S. 667). Dafür
scheint das dort unter I. glabrescens stehende Bild (S. 657) gut zu
passen. Es ist jedenfalls nicht glabrescens, da deutlich eine Cortina zu
sehen ist; glabrescens gehört zu den "Marginatae"
Gruß
Helmut
Hallo,
nur noch ein paar wenige Bemerkungen zu diesem Pilz. Nach meinem Kenntnisstand liegt aus ganz Mitteldeutschland kein einziger sicherer Nachweis zu dieser Art vor, was sicher auch der natürlichen Verbreitung der Weißtanne zu schulden ist. Kuypers Hinweis, dass queletii auch unter anderen Nadelbäumen vorkommt, kann ich bestätigen, z. B. bei mein einzigen Fund dieser Art von La Palma (Kanarische Insel). Der Pilz wuchs dort im Spätherbst unter Kanarischen Kiefern direkt über einem großen Lavafeld. Aus genannten ökologischen Gründen kam uns beim Auffinden der Kollektion nicht der leiseste Gedanke an queletii. Doch die mikroskopischen Merkmale inklusive der makroskopischen aus der Beschreibung ließen keine Zweifel aufkommen.
Gruß Andreas