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ein paar Bilder vom Sonntag (5 Bilder *PIC*

Matthias, (vor 8572 Tagen)

Hallo Zusammen,
ich habe am Sonntag für mich die ersten Flockenstieligen Hexenröhrlinge in diesem Jahr bei Gross-Umstadt gefunden, hier nun ein paar Bilder davon,
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viele Grüsse
Matthias

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schonender Umgang

ajuga, (vor 8572 Tagen) @ Matthias

Schon mal was von nem Messer gehört? Oder pflügst du generell alles um und reisst alle Wurzeln raus????!!!!

ajuga

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Re: schonender Umgang

Andreas ⌂, (vor 8572 Tagen) @ ajuga

Schon mal was von nem Messer gehört? Oder pflügst du generell alles um und
reisst alle Wurzeln raus????!!!!
ajuga

Hey Ajuga,

Dem Pilzmyzel schadet das Herausnehmen aus dem Boden keineswegs, sofern nicht die Stelle offen bleibt und dadurch das Myzel austrocknen kann. Ein Foto von abgeschnittenen Pilzen ist weder aussagekräftig, da die Stielbasis ja bekanntlich wichtige Merkmale zeigen kann, noch ist es ästhetisch.
Hätte von Dir als Bio-Student eigentlich ein bißchen Ahnung erwartet ....

Beste Grüße aus Jena,
Andreas

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Re: schonender Umgang

Matthias, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Schon mal was von nem Messer gehört? Oder pflügst du generell alles um und
reisst alle Wurzeln raus????!!!!
ajuga

Hallo Ajuga,
ich glaube ich habe schonmal gehört das es Messer geben soll, aber wie schon Andreas auch schreibt es schadet dem Mycel nicht, ich kenne die Stelle seit 20 Jahren und es kommen immer neue Fruchtkörpet trotzt rausdrehen der selbigen,
gruss
Matthias

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Re: schonender Umgang

42, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Hallo Mario,

Schon mal was von nem Messer gehört? Oder pflügst du generell alles um und
reisst alle Wurzeln raus????!!!!

Das sind aber sehr harte Worte! Abgesehen davon, dass sich die 'Fachleute'
immer noch streiten, welche Erntemethode (abschneiden contra herausdrehen) die bessere sein soll: wenn man Pilze fotografieren will, ist Herausdrehen angesagt. Stell' Dir mal ein Pilzbuch mit abgeschnittenen Pilzen vor ... (obwohl ein solches Buch bei der Pilz-Beratung durchaus nützlich sein könnte; dann sehen die Pilze im Buch endlich mal so aus wie die vorgelegten ;-)

Thomas

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Re: schonender Umgang

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Andreas

Und ich hätte mehr Ahnung von einem vermeintlichen Experten erwartet!

Man muss doch einfach nur mal nachdenken! Die feinen Myzelhaare, die noch am Stiel hängen, sind brutal vom Rest des Mycels abgerissen worden. Die Reißstellen (zerstörte Zellen) werden mit großer Wahrscheinlichkeit austrocknen und absterben. Genau an der gleichen Stelle wird es aufgrund dieses Stresses vielleicht keine weiteren Fruchtkörper geben und auch das Mycelwachstum dürfte stark gestört sein! Dass an der Stelle ein paar Meter weiter trotzdem auch jedes Jahr Fruchtkörper erscheinen, hat damit nichts zu tun!

Und diese Hexenröhrlinge erkennt ja wohl auch ein Laie ohne die Stielbasis....

ajuga

Hey Ajuga,
Dem Pilzmyzel schadet das Herausnehmen aus dem Boden keineswegs, sofern nicht
die Stelle offen bleibt und dadurch das Myzel austrocknen kann. Ein Foto
von abgeschnittenen Pilzen ist weder aussagekräftig, da die Stielbasis ja
bekanntlich wichtige Merkmale zeigen kann, noch ist es ästhetisch.
Hätte von Dir als Bio-Student eigentlich ein bißchen Ahnung erwartet ....
Beste Grüße aus Jena,
Andreas

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Re: schonender Umgang

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ 42

Ok. Ihr wollt also alle ein eigenes Pilzbuch herausbringen, weil es ja noch nicht genug gibt und müsst deshalb das halbe Mycel mit aus der Erde reissen.

ajuga

Hallo Mario,
Das sind aber sehr harte Worte! Abgesehen davon, dass sich die 'Fachleute'
immer noch streiten, welche Erntemethode (abschneiden contra herausdrehen)
die bessere sein soll: wenn man Pilze fotografieren will, ist Herausdrehen
angesagt. Stell' Dir mal ein Pilzbuch mit abgeschnittenen Pilzen vor ...
(obwohl ein solches Buch bei der Pilz-Beratung durchaus nützlich sein
könnte; dann sehen die Pilze im Buch endlich mal so aus wie die
vorgelegten ;-)
Thomas

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Re: schonender Umgang

Harald Andres Schmid, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

he, Leute, sorry!!!!
Wie wäre es mit etwas mehr "schonendem Umgang" untereinander???
Ich glaube, es geht nicht darum, was man gegenseitig (von "Bio-Studenten", "vermeintlichen Experten") erwarten kann.
Was ich schätze, in diesem Forum, ist, dass ich mich sauwohl fühle, durch die schöne Stimmung, die der "Umgang" normalerweise heraufbeschwört...
Wir sollten nicht so weit kommen, dass wir "Pilzmann" das Wasser reichen können, oder?
Gruss, Harald Andres

Und ich hätte mehr Ahnung von einem vermeintlichen Experten erwartet!
Man muss doch einfach nur mal nachdenken! Die feinen Myzelhaare, die noch am
Stiel hängen, sind brutal vom Rest des Mycels abgerissen worden. Die
Reißstellen (zerstörte Zellen) werden mit großer Wahrscheinlichkeit
austrocknen und absterben. Genau an der gleichen Stelle wird es aufgrund
dieses Stresses vielleicht keine weiteren Fruchtkörper geben und auch das
Mycelwachstum dürfte stark gestört sein! Dass an der Stelle ein paar Meter
weiter trotzdem auch jedes Jahr Fruchtkörper erscheinen, hat damit nichts
zu tun!
Und diese Hexenröhrlinge erkennt ja wohl auch ein Laie ohne die
Stielbasis....
ajuga

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friedliche Diskussion

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Möglicherweise kommt es härter herrüber, als es gemeint ist, weil ich mich kurz und knapp und direkt ausdrücke.

Ich bin ein Gegner der Herausdrehen-Methode und war deshalb leicht schockiert von diesen Bildern!

Bei denen, die meine Äußerungen zu hart fanden, möchte ich mich entschuldigen!

Auf eine weiterhin friedliche Diskussion.

ajuga

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Re: schonender Umgang

Huperzia ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Und ich hätte mehr Ahnung von einem vermeintlichen Experten erwartet!
Man muss doch einfach nur mal nachdenken! Die feinen Myzelhaare, die noch am
Stiel hängen, sind brutal vom Rest des Mycels abgerissen worden. Die
Reißstellen (zerstörte Zellen) werden mit großer Wahrscheinlichkeit
austrocknen und absterben. Genau an der gleichen Stelle wird es aufgrund
dieses Stresses vielleicht keine weiteren Fruchtkörper geben und auch das
Mycelwachstum dürfte stark gestört sein! Dass an der Stelle ein paar Meter
weiter trotzdem auch jedes Jahr Fruchtkörper erscheinen, hat damit nichts
zu tun!

Hallo ajuga,

Einige Pilzler vermuten allerdings, daß die Fruchtkörperbildung gerade auch wegen irgendwelcher Streßfaktoren erfolgt. Es gibt genug Beobachtungen, die das bestätigen. Also der Fruchtkörperbildung tut es sicher keinen Abbruch.
Ob´s dem Mycel, also dem eigentlichen Pilz schadet - wer vermag das zu sagen?
Also wie immer bei Glaubensfragen, es kann so, aber auch anders sein.

Und diese Hexenröhrlinge erkennt ja wohl auch ein Laie ohne die
Stielbasis....

Ich sehe mich nicht unbedingt als Laie, kenne mich allerdings bei Röhrlingen eher weniger aus - da wäre ein bewußtes Betrachten einer Stielbasis schon nicht schädlich - manchmal ist eben auch das der Putzrest, den man nach einer Pilzvergiftung präsentiert bekommt ;-).

Viele Grüße,

Tanja

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Re: friedliche Diskussion

Huperzia ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Hallo ajuga,

Guck doch mal in den Chat, da diskutieren wir grad alle friedlich :-).

Viele Grüße,

Tanja

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Re: schonender Umgang

Andreas ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Und ich hätte mehr Ahnung von einem vermeintlichen Experten erwartet!
Man muss doch einfach nur mal nachdenken! Die feinen Myzelhaare, die noch am
Stiel hängen, sind brutal vom Rest des Mycels abgerissen worden. Die
Reißstellen (zerstörte Zellen) werden mit großer Wahrscheinlichkeit
austrocknen und absterben. Genau an der gleichen Stelle wird es aufgrund
dieses Stresses vielleicht keine weiteren Fruchtkörper geben und auch das
Mycelwachstum dürfte stark gestört sein! Dass an der Stelle ein paar Meter
weiter trotzdem auch jedes Jahr Fruchtkörper erscheinen, hat damit nichts
zu tun!
Und diese Hexenröhrlinge erkennt ja wohl auch ein Laie ohne die
Stielbasis....
ajuga

Hallo Ajuga,

will mich ja nicht mit Dir streiten, nur schade dass Dörfelt nicht mehr in Jena ist, dann hättest Du einen RICHTIGEN Experten fragen können und Dich nicht mit der Antwort eines VERMEINTLICHEN herumärgern müssen ;-)

Zur Information noch: Die These, dass oberflächlich verletztes Myzel zum Wachstum UND ZUR BASIDOCARPBILDUNG, ist inzwischen wohl allgemein anerkannt. Selbst an Stellen, die von Wildschweinen regelrecht umgegraben werden bringen die Myzelien jedes Jahr wieder ihre Basidiocarpien (zumindest was die Mykorrhizapilze betrifft, deren Hauptmyzel wohl tieferliegt als bei Bodensaprobionten). Von Schädigung kann also keine Rede sein!

beste Grüße,
Andreas

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Re: schonender Umgang

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Huperzia

Hallo ajuga,

Hallo Tanja!

Einige Pilzler vermuten allerdings, daß die Fruchtkörperbildung gerade auch
wegen irgendwelcher Streßfaktoren erfolgt. Es gibt genug Beobachtungen,
die das bestätigen. Also der Fruchtkörperbildung tut es sicher keinen
Abbruch.

Das wurde bestimmt im Labor beobachtet. Dort kann man aber sowieso nicht alle natürlichen Verhältnisse nachahmen. Also sollte man das mit Vorsicht betrachten.

Ob´s dem Mycel, also dem eigentlichen Pilz schadet - wer vermag das zu sagen?

Ich! Viele zerstörte Zellen sind eigentlich nie gut für einen Organnismus...

Also wie immer bei Glaubensfragen, es kann so, aber auch anders sein.
Ich sehe mich nicht unbedingt als Laie, kenne mich allerdings bei Röhrlingen
eher weniger aus - da wäre ein bewußtes Betrachten einer Stielbasis schon
nicht schädlich - manchmal ist eben auch das der Putzrest, den man nach
einer Pilzvergiftung präsentiert bekommt ;-).

Wenn man den Pilz unmittelbar über der Substratoberfläche abschneidet, hat man auch nahezu die gesamte Stielbasis mit möglicherweise wichtigen Merkmalen dabei. Wer also das "richtige" Abschneiden beherrscht, kann problemlos auf ein wahrscheinlich schädliches Herausdrehen verzichten!

Viele Grüße,
Tanja

Grüße zurück,

ajuga

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Dörfelt

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Andreas

Dörfelt bietet dieses Semester trotzdem den Bestimmungskurs Großpilze an. Anfangs wollte ich auch hin. Aber dann war ich krank und Dörfelt hatte vor, gleich am ersten Tag bei Plus 3 Grad und Schneeregenschauern ein paar Stunden Pilze zu sammeln.
Letztenendes mache ich nicht mit. Bekomme es außerdem nicht für mein Studium anerkannt.

Da sich meine Pilzbegeisterung auf kulinarisch verwertbares Pilzmaterial beschränkt, ist dieser Kurs wohl sowieso nichts für mich. Außerdem habe ich mir auch von höheren Semestern schon letztes Jahr sagen lassen, dass das meiste Material winzige Pilze mit unbekanntem Speisewert waren, die mich eher weniger interessieren...

ajuga

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Re: schonender Umgang

Andreas ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Hallo Tanja!
Das wurde bestimmt im Labor beobachtet. Dort kann man aber sowieso nicht alle
natürlichen Verhältnisse nachahmen. Also sollte man das mit Vorsicht
betrachten.
Ich! Viele zerstörte Zellen sind eigentlich nie gut für einen Organnismus...
Wenn man den Pilz unmittelbar über der Substratoberfläche abschneidet, hat
man auch nahezu die gesamte Stielbasis mit möglicherweise wichtigen
Merkmalen dabei. Wer also das "richtige" Abschneiden beherrscht,
kann problemlos auf ein wahrscheinlich schädliches Herausdrehen
verzichten!
Grüße zurück,
ajuga

Dazu nur noch kurz die Bemerkung, dass es bei den Röhrlingen in Zukunft aller Wahrscheinlichkeit nach ähnlich sein wird wie bei Ramaria heute schon: Die Struktur der Rhizomorphen sind zumindest mitentscheidend für die Klassifizierung der Untergattungen und Gattungen.
Hat natürlich nix mit der makroskopischen Beurteilung eines Bildes zu tun, klaro! Aber interessant trotzdem, welch wichtige Merkmale sich an der Stielbasis befinden können - sofern noch vorhanden .....

Beste Grüße,
Andreas

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Re: Dörfelt

Andreas ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Dörfelt bietet dieses Semester trotzdem den Bestimmungskurs Großpilze an.
Anfangs wollte ich auch hin. Aber dann war ich krank und Dörfelt hatte
vor, gleich am ersten Tag bei Plus 3 Grad und Schneeregenschauern ein paar
Stunden Pilze zu sammeln.
Letztenendes mache ich nicht mit. Bekomme es außerdem nicht für mein Studium
anerkannt.
Da sich meine Pilzbegeisterung auf kulinarisch verwertbares Pilzmaterial
beschränkt, ist dieser Kurs wohl sowieso nichts für mich. Außerdem habe
ich mir auch von höheren Semestern schon letztes Jahr sagen lassen, dass
das meiste Material winzige Pilze mit unbekanntem Speisewert waren, die
mich eher weniger interessieren...
ajuga

Besten Dank für diese Information.
Mein Kenntnisstand war, dass er vor ca. 6-8 Wochen seine letzte Vorlesung hatte. Wußte nicht, dass er trotzdem weitermacht. Muss ich ihn ja nächste Woche gleich mal besuchen gehen :-))

Beste Grüße,
Andreas

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Re: schonender Umgang

Heinz Ebert ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Werter Ajuga,
deine Naturschutzgedanken in allen Ehren, aber ich glaube, du lehnst dich zu weit aus dem Fenster raus. Wenn Pilzarten rückläufig sind, dann durch menschliche Einflüsse, ja, aber weder durch Abschneiden noch durch rausdrehen, also nicht durch Sammler. Ich bin übrigens auch ein Anhänger des Rausdrehens, ja bei manchen Arten grabe ich sogar, und versuch nun mal, mir zu beweisen, dass das falsch oder schlecht ist.
Ich wünsche noch viel Freude beim Sammeln von Erfahrungen mit Pilzen.
Freundliche Grüße aus der Vulkaneifel, Heinz Ebert

Schon mal was von nem Messer gehört? Oder pflügst du generell alles um und
reisst alle Wurzeln raus????!!!!
ajuga

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Re: schonender Umgang

Huperzia ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Das wurde bestimmt im Labor beobachtet. Dort kann man aber sowieso nicht alle
natürlichen Verhältnisse nachahmen. Also sollte man das mit Vorsicht
betrachten.

Hallo,

Ich weiß nicht,ob etwas im Labor beobachtet wurde, im Gelände wurde das jedenfalls beobachtet - es ist ja auch nicht gesagt, daß Fruchtkörperbildung für den Pilz unbedingt ein Zeichen ist, daß er sich rundum wohlfühlt - vielleicht ist es umgekehrt?
Solche Themen werden bei uns in der Pilzgruppe immer mal wieder angekratzt und dahättest du eine Menge erfahrener Sammler, die von ihren Erfahrungen berichten können.

Ich! Viele zerstörte Zellen sind eigentlich nie gut für einen Organnismus...

Hmm, dann müßten Trüffelsucher deiner Meinung nach ein Haufen KingKongs für die Pilzewelt sein?

Wenn man den Pilz unmittelbar über der Substratoberfläche abschneidet, hat
man auch nahezu die gesamte Stielbasis mit möglicherweise wichtigen
Merkmalen dabei. Wer also das "richtige" Abschneiden beherrscht,
kann problemlos auf ein wahrscheinlich schädliches Herausdrehen
verzichten!

Es gab auch einmal eine Fraktion, die das Verfaulen des kleinen verbleibenden Steilteiles als schädlich betrachteten - nicht daß ich das glaube, aber das ließe sich ebenso überzeugend begründen.

Viele Grüße,

Tanja

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Klassifizieren

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Andreas

Dazu nur noch kurz die Bemerkung, dass es bei den Röhrlingen in Zukunft aller
Wahrscheinlichkeit nach ähnlich sein wird wie bei Ramaria heute schon: Die
Struktur der Rhizomorphen sind zumindest mitentscheidend für die
Klassifizierung der Untergattungen und Gattungen.
Hat natürlich nix mit der makroskopischen Beurteilung eines Bildes zu tun,
klaro! Aber interessant trotzdem, welch wichtige Merkmale sich an der
Stielbasis befinden können - sofern noch vorhanden .....
Beste Grüße,
Andreas

Ja, ja! Das mag ja auch sein. Da ich aber annehme, dass der herkömmliche Pilzsammler sich nicht zu Hause ans Mikroskop setzt, um einen neuen Stammbaum zu entwickeln, dürften wohl einfachere Merkmale zur Bestimmung reichen! Und dafür muss man den Pilz nicht rausdrehen!!!

Außerdem muss man erstmal beweisen, dass das Mycel nach einer Verletzung mehr Fruchtkörper hervorbringt als ohne. Die Tatsache, dass es trotz Verletzungen (zum Beispiel durch Wildschweine) Fruchtkörper gibt, ist natürlich schön. Aber es ist doch sehr fraglich, ob man zur Ausbeuteerhöhung ein bis zwei Wochen vor der Sammlung den Waldboden umpflügen sollte!!!!!!!

ajuga

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Re: Dörfelt

Huperzia ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Dörfelt bietet dieses Semester trotzdem den Bestimmungskurs Großpilze an.
Anfangs wollte ich auch hin. Aber dann war ich krank und Dörfelt hatte
vor, gleich am ersten Tag bei Plus 3 Grad und Schneeregenschauern ein paar
Stunden Pilze zu sammeln.
Letztenendes mache ich nicht mit. Bekomme es außerdem nicht für mein Studium
anerkannt.
Da sich meine Pilzbegeisterung auf kulinarisch verwertbares Pilzmaterial
beschränkt, ist dieser Kurs wohl sowieso nichts für mich. Außerdem habe
ich mir auch von höheren Semestern schon letztes Jahr sagen lassen, dass
das meiste Material winzige Pilze mit unbekanntem Speisewert waren, die
mich eher weniger interessieren...
ajuga

....dabei sind die "Speisepilzangaben" von ihm besonders interessant ....

Wenn du noch Möglichkeit haben solltest,mitzumachen, kann ich dir nur dazu raten! Ein unvergleichliches Erlebnis! Und soviel Kleinzeugs ist es bei ihm wirklich nicht,wenn nur was anderes wächst....

Viele Grüße,

Tanja

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Fenster

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Heinz Ebert

Auch in der Vulkaneifel gibt es Fenster... ;-)

ajuga

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KingKong

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Huperzia

Schade, dass diese Diskussion nun irgendwie ins lächerliche gezogen wird!

Hallo,
Ich weiß nicht,ob etwas im Labor beobachtet wurde, im Gelände wurde das
jedenfalls beobachtet - es ist ja auch nicht gesagt, daß
Fruchtkörperbildung für den Pilz unbedingt ein Zeichen ist, daß er sich
rundum wohlfühlt - vielleicht ist es umgekehrt?

Evolutionär betrachtet würde dies bedeuten, dass der Pilz nur dort wächst (weil nur hier Fruchtköper), wo er keine optimalen Bedingungen hat. Sehr unwahrscheinlich!

Solche Themen werden bei uns in der Pilzgruppe immer mal wieder angekratzt
und dahättest du eine Menge erfahrener Sammler, die von ihren Erfahrungen
berichten können.
Hmm, dann müßten Trüffelsucher deiner Meinung nach ein Haufen KingKongs für
die Pilzewelt sein?

Nicht nur für die Pilzwelt!!

Es gab auch einmal eine Fraktion, die das Verfaulen des kleinen verbleibenden
Steilteiles als schädlich betrachteten - nicht daß ich das glaube, aber
das ließe sich ebenso überzeugend begründen.

Auch wieder evolutiunär betrachtet unlogisch, da der Fruchtkörper ja generell verfault. Solch negative Rückkopplung kann ich mir nicht vorstellen.

Viele Grüße,
Tanja

ajuga

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Pflügen

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Andreas

Hallo Ajuga,
will mich ja nicht mit Dir streiten, nur schade dass Dörfelt nicht mehr in
Jena ist, dann hättest Du einen RICHTIGEN Experten fragen können und Dich
nicht mit der Antwort eines VERMEINTLICHEN herumärgern müssen ;-)
Zur Information noch: Die These, dass oberflächlich verletztes Myzel zum
Wachstum UND ZUR BASIDOCARPBILDUNG, ist inzwischen wohl allgemein
anerkannt. Selbst an Stellen, die von Wildschweinen regelrecht umgegraben
werden bringen die Myzelien jedes Jahr wieder ihre Basidiocarpien
(zumindest was die Mykorrhizapilze betrifft, deren Hauptmyzel wohl
tieferliegt als bei Bodensaprobionten). Von Schädigung kann also keine
Rede sein!

Nur weil der Pilz es schafft, trotzdem Fruchtkörper zu bilden, kann er jawohl geschädigt sein!

Man sollte solche Beobachtungen (Wildschweinstellen) nicht überbewerten, denn es bleibt offen, ob der Pilz wirklich mehr Fruchtkörper bildet als ohne Wildschweine!
Wenn das so wäre, sollte man ein paar Wochen vor dem Pilzsammeltermin den Waldboden pflügen, um die Ausbeute zu erhöhen. Daran kann ich nun wirklich nicht glauben!!

ajuga

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Bitte nicht abschneiden...

Christoph ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Hallo ajuga,

ich bringe bei solchen Fällen gerne den Vergleich mit einem Apfelbaum... Man kann den Apfel "brutal" vom Baum rupfen. Dabei werden sicherlich ein oder zwei Blätter mitkommen und vielleicht ein Ästchen mit abreißen. Dem Baum ist das völlig wurscht.
Man kann eine Nagelschere nehmen und vorsichtig jeden Fruchtstiel durchschneiden. Nich umsonst würde man belächelt werden.
Man kann auch ne Säge nehmen und die Hauptäste absägen. Das wäre Frevel.

Zum Pilz. Abschneiden ist Fall Nagelschere. Wer's mag... hat aber riesige Nachteile. Dazu gleich.
Rausdrehen entspricht dem Abrupfen vom Baum.
Säge wäre mit nem Spaten zu vergleichen (und selbst das habe ich schon getan, da ich an die Mykorrhiza kommen will - gut, kein Spaten, aber ein langes Messer).
Warum nicht abschneiden? Wie Andreas es schon schrieb, fehlen beim Schneiden oft Bestimmungsmerkmale. Ganz einfach. Dem Pilz ists nämlich völlig wurscht.
Will man eine Art herbarisieren, also einen Beleg anlegen, so ist am besten auch etwas Boden aktiv mitzunehmen, da die Rhizomorphen (die Mycelstränge) sehr merkmalsreich sind und für viele Gattungen höchst wichtig sind!!!). Traurig, wenn da die Hälfte fehlt. Manche putzen die Fruchtkörper an der Stielbasis sogar - grusel. Man kann auch bei Risspilzen die Stielcystiden mutwillig zerstöten, wer mag. Aber für die Bestimmung wenig hilfreich.

Zu den Schäden am Mycel...
Was du schreibst klingt vernünftig, lässt sich aber widerlegen.
Erstens: leicht zerstörtes Mycel regt den Pilz zum Wachstum an. In der Natur gibts immer Störungen (Kuhtritt, Rehtritt etc.). Der Pilz muss kleine Verletzungen überlebenb. Tut er auch. Der Obstbaum auch. Und auch den schneidet man zurück.
Trüffeln werden ausgegraben, klar. Drum ists da am extremsten. Das Mycel soll zerissen, zerstört werden etc. Nur dann wächst es aktiv weiter und hat ne Chance.
Normale Arten bringt ein kleiner "Ruck" meist auch was.
Ich habe schon viele Mykorrhizen ausgegraben, also an einem Punkt richtig gefuhrwerkt. Bislang hat das noch nie geschadet. Im nächsten Jahr waren grad da oft Fruchtkörper zu finden. Einer seltenen Art habe ich so über mehrere Jahre zu besonders reichhaltigen Fruktifikationen bringen können.

Ergo: Leichte Störungen und Verletzungen regen positiv das Wachstum an! So kann man zudem alle Merkmale am Pilz haben und Wissenschaftler, die vielleicht später mal den Beleg in die Hände bekommen, freuen sich auch über komplette Merkamle inkl. Rhizos.

Also mein "Aufruf": grabt ruhig ein wenig aus, nehmt ein bisserl Boden mit. Dem Pilz schadet es nicht.
Wenn man hingegen den Pilz kennt und essen will, dann erspart abschneiden einiges an Putzarbeit.
Aber schon wer Champignons sammelt, sollte das Gilben der Stielbasis der giftigen Arten kennen...

Also, als Biostudent oder Pilzfreund oder Experte oder Laie... glaubt nicht den Schmarrn, dass das rausdrehen schädlich ist... Das ist nämlich reiner Aberglaube. Legendenbildung wird es von Völkerkundlern genannt.

Grüße
Christoph

Und ich hätte mehr Ahnung von einem vermeintlichen Experten erwartet!
Man muss doch einfach nur mal nachdenken! Die feinen Myzelhaare, die noch am
Stiel hängen, sind brutal vom Rest des Mycels abgerissen worden. Die
Reißstellen (zerstörte Zellen) werden mit großer Wahrscheinlichkeit
austrocknen und absterben. Genau an der gleichen Stelle wird es aufgrund
dieses Stresses vielleicht keine weiteren Fruchtkörper geben und auch das
Mycelwachstum dürfte stark gestört sein! Dass an der Stelle ein paar Meter
weiter trotzdem auch jedes Jahr Fruchtkörper erscheinen, hat damit nichts
zu tun!
Und diese Hexenröhrlinge erkennt ja wohl auch ein Laie ohne die
Stielbasis....
ajuga

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Re: KingKong

Huperzia ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Schade, dass diese Diskussion nun irgendwie ins lächerliche gezogen wird!

Sorry, aber ich hab eben eine sehr bildliche Ausdrucksweise.

Evolutionär betrachtet würde dies bedeuten, dass der Pilz nur dort wächst
(weil nur hier Fruchtköper), wo er keine optimalen Bedingungen hat. Sehr
unwahrscheinlich!

Bin nicht ganz im Bilde, was du hier mit "evolutionär" meinst - da fejhltmir vielleicht ein wenig Bildung.
Ich find es gewagt, immer "alles oder nichts" zu sehen. Ich kannmir vorstellen, daß Fruchtkörper vor allem dann gebildet werden, wenn die Bedingungen in irgendeiner Weise riskant für das Mycel werden - der Pilz sich also anders als allein dadurch vergrößern oder dann eben ausbreiten muß. Das kann dann am Jahresklima liegen, an Schadstoffen oder eben auch an direkten Mycelstörungen und *grins* vielleicht auch am Mond.
Um zu wissen, was ein Mycel stört, müßte man aber eben auch wissen, was förderlich ist und ich denke,gerade weil man Laborbedingungen nicht übertragen kann, gibt es auf diesem Gebiet noch sehr viel Ungewißheit.

Nicht nur für die Pilzwelt!!

....das ist nunmal so! Evolutionär betrachtet (wenn ich das Wort mal benutzen darf), sind Störungen bisher auch immer Chancen für Neues gewesen.
Also selbst wenn, jetzt einer auf die Idee kommt,das ganze Hexenröhrlingmycel auszugraben, freut sich darüber vielleicht ein sehr seltenes Minipilzchen, was sonst nie zum Zuge käme, ja vielleicht sogar kurz vorm Aussterben stand und dadurch wieder neu zum Zuge kommt und sich vermehrt.
Da stehen dann die Interessen des Speisepilzlers gegen die des Minipilzzerpflückers.....aber was jetzt wirklich richtig und gut (gut in wessen Sinne?) vermag kein Mensch zu sagen ....
....aber evolutionär betrachtet, gibt es ja eh kein Gut oder Böse ;-).

Auch wieder evolutiunär betrachtet unlogisch, da der Fruchtkörper ja generell
verfault. Solch negative Rückkopplung kann ich mir nicht vorstellen.

Da stimme ich dir eigentlich voll zu!
Vielleicht werden durch das Schneiden Signalstoffe ans Mycel gesand,die....ich glaub´s nicht,aber wer weiß?

Viele Grüße,

Tanja

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Re: Bitte nicht abschneiden...

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Christoph

Hallo ajuga,
ich bringe bei solchen Fällen gerne den Vergleich mit einem Apfelbaum...

Wer Pflanzen mit Pilzen vergleicht, macht schon den ersten großen Fehler!!

Man

kann den Apfel "brutal" vom Baum rupfen. Dabei werden sicherlich
ein oder zwei Blätter mitkommen und vielleicht ein Ästchen mit abreißen.
Dem Baum ist das völlig wurscht.
Man kann eine Nagelschere nehmen und vorsichtig jeden Fruchtstiel
durchschneiden. Nich umsonst würde man belächelt werden.
Man kann auch ne Säge nehmen und die Hauptäste absägen. Das wäre Frevel.
Zum Pilz. Abschneiden ist Fall Nagelschere. Wer's mag... hat aber riesige
Nachteile. Dazu gleich.
Rausdrehen entspricht dem Abrupfen vom Baum.

Meinst Du! Das haben dir wohl die Pilze erzählt... ;-))

Säge wäre mit nem Spaten zu vergleichen (und selbst das habe ich schon getan,
da ich an die Mykorrhiza kommen will - gut, kein Spaten, aber ein langes
Messer).
Warum nicht abschneiden? Wie Andreas es schon schrieb, fehlen beim Schneiden
oft Bestimmungsmerkmale.

Eher selten fehlen beim Abschneiden die wichtigen Merkmale, um einen bekannten Speisepilz zu identifizieren. Die wenigsten wollen das Pilzmaterial aufbewahren (herbarisieren) oder unter das Mikroskop packen. Also bitte realistisch bleiben. Mir geht es um den normalen Sammler der gerne eine kleine Pilzmahlzeit haben will!!

Ganz einfach. Dem Pilz ists nämlich völlig

wurscht.

Der Beweis fehlt.

Will man eine Art herbarisieren, also einen Beleg anlegen, so ist am besten
auch etwas Boden aktiv mitzunehmen, da die Rhizomorphen (die Mycelstränge)
sehr merkmalsreich sind und für viele Gattungen höchst wichtig sind!!!).
Traurig, wenn da die Hälfte fehlt.

Das ist den meisten Pilzessern völlig wurscht und nur für Fanatiker traurig!

Manche putzen die Fruchtkörper an der

Stielbasis sogar - grusel. Man kann auch bei Risspilzen die Stielcystiden
mutwillig zerstöten, wer mag. Aber für die Bestimmung wenig hilfreich.

Ähhm. Ich bestimme die Pilze meist vor dem Putzen. Solltest du vielleicht auch mal probieren, da hast du es dann einfacher... ;-)))

Zu den Schäden am Mycel...
Was du schreibst klingt vernünftig, lässt sich aber widerlegen.

Nicht ganz...

Erstens: leicht zerstörtes Mycel regt den Pilz zum Wachstum an. In der Natur
gibts immer Störungen (Kuhtritt, Rehtritt etc.). Der Pilz muss kleine
Verletzungen überlebenb. Tut er auch. Der Obstbaum auch. Und auch den
schneidet man zurück.
Trüffeln werden ausgegraben, klar. Drum ists da am extremsten. Das Mycel soll
zerissen, zerstört werden etc. Nur dann wächst es aktiv weiter und hat ne
Chance.
Normale Arten bringt ein kleiner "Ruck" meist auch was.
Ich habe schon viele Mykorrhizen ausgegraben, also an einem Punkt richtig
gefuhrwerkt. Bislang hat das noch nie geschadet. Im nächsten Jahr waren
grad da oft Fruchtkörper zu finden. Einer seltenen Art habe ich so über
mehrere Jahre zu besonders reichhaltigen Fruktifikationen bringen können.
Ergo: Leichte Störungen und Verletzungen regen positiv das Wachstum an!

Der Pilz reagiert auf den starken Stress, in dem er alle Energie in die Bildung von Fruchtkörpern steckt! Du denkst deshalb, du hättest ihm geholfen, weil an der Verletzungsstelle ein paar mehr Fruchtkörper auftreten. Traurig!

Wenn er dann vermehrt Sporen an dieser Stelle freigesetzt hat, wird er mit höherer Wahrscheinlichkeit den verletzenden Eingriff überleben.

So

kann man zudem alle Merkmale am Pilz haben und Wissenschaftler, die
vielleicht später mal den Beleg in die Hände bekommen, freuen sich auch
über komplette Merkamle inkl. Rhizos.

Wie gesagt: Wer macht das schon...?

Also mein "Aufruf": grabt ruhig ein wenig aus, nehmt ein bisserl
Boden mit. Dem Pilz schadet es nicht.

Mein Aufruf: In die Natur sollte generell so wenig wie möglich eingegriffen werden!

Wenn man hingegen den Pilz kennt und essen will, dann erspart abschneiden
einiges an Putzarbeit.

Ahh! Genau so gehen die meisten vor...

Aber schon wer Champignons sammelt, sollte das Gilben der Stielbasis der
giftigen Arten kennen...
Also, als Biostudent oder Pilzfreund oder Experte oder Laie... glaubt nicht
den Schmarrn, dass das rausdrehen schädlich ist... Das ist nämlich reiner
Aberglaube. Legendenbildung wird es von Völkerkundlern genannt.

Es ist reiner Aberglaube, dass es wehtuen würde, wenn ich Christoph jetzt das linke Bein ausreiße.... Das wächst locker wieder nach! Nicht nur das! Es werden gleich drei Beine neu herauswachsen! Dann kann er besser laufen. Dann haben wir ihm geholfen! Also lasst und auch noch sein rechtes Bein und die Arme ausreißen!! Und den Kopf! Dann wachsen ihm drei oder mehr neu und er kann auch besser denken...

Grüße
Christoph

ajuga

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Re: Bitte nicht abschneiden...

Huperzia ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Wer Pflanzen mit Pilzen vergleicht, macht schon den ersten großen Fehler!!

Hallo,

Das hat sich Christoph sicher bei dir abgeguckt ;-). (Sorry, aber streiten macht mir einfach Spaß!)
Du hättest dich sonst hier ausdrücklich auf Pilze beziehen müssen:
Viele zerstörte Zellen sind eigentlich nie gut für einen Organnismus...

Meinst Du! Das haben dir wohl die Pilze erzählt... ;-))

Was bleibt uns denn anderes, als die Pilze "zu belauschen"? Wie sonst wollen wir was über sie wissen? Und daß man da als ganzjähriger Allessammler eine Menge Geschichten hört, versteht sich doch eigentlich von selbst.
Ich will damit sagen, daß man sich eben nur auf Erfahrungen stützen kann, wenn es um Aussagen zum Pilzwachstum treffen will....und das muß eben nicht immer mit einer vorgeprägten Einstellung konform gehen.

Eher selten fehlen beim Abschneiden die wichtigen Merkmale, um einen
bekannten Speisepilz zu identifizieren. Die wenigsten wollen das
Pilzmaterial aufbewahren (herbarisieren) oder unter das Mikroskop packen.
Also bitte realistisch bleiben. Mir geht es um den normalen Sammler der
gerne eine kleine Pilzmahlzeit haben will!!

Hmm, das wage ich zu bezweifeln! Jeder fängt mal an mit Pilzen und jeder dann auch mit anderen. Ich finde, daß esgerade für Anfänger wichtig ist, sich den vollständigen Pilz einzuprägen, weil man eben das Gesamtbild erst einspeichern muß.

: Ganz einfach. Dem Pilz ists nämlich völlig wurscht

Der Beweis fehlt.

Der gegenteilige Beweis auch. Die Indizien sprechen allerdings dafür.

Ähhm. Ich bestimme die Pilze meist vor dem Putzen. Solltest du vielleicht
auch mal probieren, da hast du es dann einfacher... ;-)))

Es ging sicher um Herbarmaterial.

Mein Aufruf: In die Natur sollte generell so wenig wie möglich eingegriffen
werden!

Da steht allerdings häufig der Artenschutz dagegen, wie man ja gerade in Jena sieht, wo man mit Schafbeweidung und Entbuschungsaktionen die Trockenrasen freizuhalten versucht. Wie stehst du dazu?
Meine Meinung ist, daß es scheinheilig ist, wenn man "in der Natur" ist,wenig einzugreifen und dann zu Hause ein Zivilisationsleben führt, was viel mehr eingreift - ach ja, da kann man ja angeblich nix gegen machen; aber bewußt sein sollte man sich dessen!
Man kann einfach nicht sagen,wasmehr oder weniger schadet - einmal duschen oder ein Hexenröhrling (angenommen,es würde ihm schaden)? Ein Pilzgericht auf dem E-Herd zubereiten oder eine Morchel "pflücken"?

: Wenn man hingegen den Pilz kennt und essen will, dann erspart abschneiden
[quote]einiges an Putzarbeit.

Ahh! Genau so gehen die meisten vor...[/quote]

Die meisten hier im Forum oft nicht, weil sie sich eben auch für die Bestimmung interessieren und es ist ärgerlich, wenn man sich ein unbekanntes Pilzchen mitnimmt,was man dann später wegen fehlender Stielbasis nicht bestimmen kann.

Es ist reiner Aberglaube, dass es wehtuen würde, wenn ich Christoph jetzt das
linke Bein ausreiße.... Das wächst locker wieder nach! Nicht nur das! Es
werden gleich drei Beine neu herauswachsen! Dann kann er besser laufen.
Dann haben wir ihm geholfen! Also lasst und auch noch sein rechtes Bein
und die Arme ausreißen!! Und den Kopf! Dann wachsen ihm drei oder mehr neu
und er kann auch besser denken...

Dagegen spricht unsere Erfahrung! Genauso wie dagegen, daß Rausdrehen schaden würde....

Viele Grüße,

Tanja

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Du willst bestimmt Lehrer werden, Ajuga. *oT*

Heinz Ebert ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

- kein Text -

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Ein Tempo ist das! Fast ein Chat! :-) *oT*

Harald Andres Schmid, (vor 8571 Tagen) @ Huperzia

- kein Text -

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Re: Bitte nicht abschneiden...

Christoph ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Wer Pflanzen mit Pilzen vergleicht, macht schon den ersten großen Fehler!!

Aha, wie du meinst... Was darf man denn überhaupt vergleichen? Also Pilze nicht mit Pflanzen, obwohl beide Lebewesen... mit Stoffwechsel, der auf den selben Prinzipien aufbaut, beide mit DNA. Darf man die dann auch nicht vergleichen?! Aber wenn du meinst...

Wenn man etwas nicht darf, oder besser: was sehr schwierig ist, das wären Homologien zu suchen zwischen Pilz und Pflanze. Und dass man ein Meiosporangium (also die Basidie im Fruchtkörper) nicht mit ner Frucht vergleichen kann (wieder besser: nur zu einem bestimmten Grad, denn die Frucht verbreitet einen Embryo, man müsste quasi den Pilzfruchtkörper mit den Staubblättern vergleichen - wobei ja Pilze allerdings keine Trenung in Makro- und Mikrosporangien vorgenommen haben, wie die Pflanzen etc...... also ich kann sehr viele Punkte finden, wo man Pilze und Pflanzen, oder Pilze und Tiere oder Tiere und Pflanzen vergleichen kann)... aber das wirst du im Studium ja irgendwann mal durchnehmen (du studierst Bio, habe ich gelesen?!).

Meinst Du! Das haben dir wohl die Pilze erzählt... ;-))

Nicht erzählt. Aber es gibt eine Reihe von Untersuchungen zm Wachstum von mycelien. Wir forschen in München u.a. in einem SFB an der Chose, wie sich Mycel im Boden ausbreitet, etabliert, wie es wächst etc. Wie man es in Kultur bekommt und Mykorrhizen anzüchtet...

Eher selten fehlen beim Abschneiden die wichtigen Merkmale, um einen
bekannten Speisepilz zu identifizieren. Die wenigsten wollen das
Pilzmaterial aufbewahren (herbarisieren) oder unter das Mikroskop packen.

Schade! Warum NUR essen? Wieso nicht mal wagen, seltene Funde, über di man sich freut, auch zu kartieren, oder Spezialisten zu geben??? Man kann da auch viel gutes tun (es gäb kaum Naturschutzgebiete ohne solche "Ausnahmesammler", die nicht nur essen, sondern auch bestimmen wollen). Wenn man die Natur schonen will, wie du, warum sammelst du dann? Züchte im Keller Champignons und lass die Pilze ganz stehen. Was die Pilze nämlciuh wirklich nervt, ist, dass einfach ihre Ausbreitungseinheiten (sind ja keine Organe, da keine Gewebe -> Vorgriff gegen Beckmesserei, wollte nämlich erst Ausbreitungsorgane schreiben) wegnimmt. Nicht das verletzen des Mycels ist "tragisch", wenn dass das verhindern der Sporenausbreitung. Zum Glück ist aber auch dieser Impact fast gleich null, was Daueruntersuchungen in der Schweiz belegen...

Also bitte realistisch bleiben. Mir geht es um den normalen Sammler der
gerne eine kleine Pilzmahlzeit haben will!!

Ich will auch gerne futtern, bin ich also doch normal nach deiner Einteilung????

Ganz einfach. Dem Pilz ists nämlich völlig

Der Beweis fehlt.

Was ist für dich ein Beweis??? Soll ich dir Literaturzitate schicken??? Würdest du dir die Arbeit machen, nachzulesen? Da müsste ich erst mal suchen, was man alles als Zitat bringen kann... direkte WErfahrungswerte anhand jahrelangen Sammelns und auch stechesn von Mykorrhizen wie auch die Erfahrung an der LMU München erkennst du ja nicht an...

Das ist den meisten Pilzessern völlig wurscht und nur für Fanatiker traurig!

Fanatiker??? Schade, dass man als naturinteressierter (und nicht nur Kochtopfmensch) gleich ein Fanatiker ist... eigentlich kann man sich da jegliche Diskussion schenken. Traurig.
Du studierst wirklich Biologie. Und für dich ist Erkenntnisse der Batur zu sammeln Fanatismus. Sorry, aber dann wechsel doch bitte sofort den Studiengang. Das ist dann nix für dich, denke ich (wie wär's mit BWL ohne den Wirtschaftlern nahe treten zu wollen???).

Manche putzen die Fruchtkörper an der
Ähhm. Ich bestimme die Pilze meist vor dem Putzen. Solltest du vielleicht
auch mal probieren, da hast du es dann einfacher... ;-)))

Danke für den Tipp. Ich putze nur Speiseschwammerl. Und die kann ich auch grad noch bestimmen, denke ich. Aber denk trotzdem mal über die Giftchampignons nach. Nicht nur Fanatiker sammeln sowas, auch die "braven" Pilzköche. Na, dann sollen sie halt alle weißen Champis abschneiden. Ganz wie du meinst...
Schade aber auch, dass es dann solch fanatische Pilzberater wie mich gibt, die meistens solche Sammelkörbe unbeachtet lassen, weil zu aufwendig, die giftigen rauszusortieren ohne Stielbasis...

Nicht ganz...
Der Pilz reagiert auf den starken Stress, in dem er alle Energie in die
Bildung von Fruchtkörpern steckt! Du denkst deshalb, du hättest ihm
geholfen, weil an der Verletzungsstelle ein paar mehr Fruchtkörper
auftreten. Traurig!

Dann erkläre mir bitte, wie du das begründest. Konkret bitte. Und unterscheide bitte zwischen Mykorrhizapilzen und saproben. Erstere haben Energie en masse, weil sie den Zucker vom Baum bekommen.... letztere oft auch, weil ihr Substrat sehr reichhaltig ist. Trotzdem gibts unterschiede. Drum sind viele Ektomykorrhizapilze mit großen, energieaufwändigen Fruchtkörpern gesegnet.
Vielleicht stellst du hier falsche Vergleiche an...

Wenn er dann vermehrt Sporen an dieser Stelle freigesetzt hat, wird er mit
höherer Wahrscheinlichkeit den verletzenden Eingriff überleben.

Nimm mal nen Steinpilz. Myceldurchmesser 15 Meter. Und einen ausgedrehten Fruchtkörper (Verletzung = 4 qcm). Und er kämpft ums Überleben *grins*. Jetzt wirds rein mathematisch schon sehr skurril. Bitte Argumente, warum er denn ums überleben kämpft?????????????
Pilze mit minimalen Mycelien oder Thalli wirst du doch nicht essen???

Mein Aufruf: In die Natur sollte generell so wenig wie möglich eingegriffen
werden!

Gut, dann hör doch bitte auf, Speisepilze zu sammeln. Anscheinend willst du ja nur einseitig die Natur als Ernährungsmittel ausnutzen, dich aber gar nicht für deren Vielfalt und den Erhalt der selben zu interessieren... Traurig. Ich bin für aktiven Naturschutz. Ich lebe auch davon, da ich das u.a. als Beruf mache. Aber Schutz so, wie's sinnvoll ist. Und bitte auf Argumente aufgebaut. Nicht mit solchen Larifarisprüchen. Unbd ich will auch niemanden vom Sammeln und Essen abhalten, mache es ja selber liebend gerne. Aber ich fände es schön (und fast immer ist es auch so), wenn sich die "reinen" Esser auch von der Vielfalt packen lassen, und mal mahr als nur Steinpilz und Marone ansehen.
Vielleicht wirst du das auch mal, ajuga...

Es ist reiner Aberglaube, dass es wehtuen würde, wenn ich Christoph jetzt das
linke Bein ausreiße.... Das wächst locker wieder nach! Nicht nur das! Es
werden gleich drei Beine neu herauswachsen! Dann kann er besser laufen.
Dann haben wir ihm geholfen! Also lasst und auch noch sein rechtes Bein
und die Arme ausreißen!! Und den Kopf! Dann wachsen ihm drei oder mehr neu
und er kann auch besser denken...

Hm, jetzt haben wir wirklich nen Vergelichsfehler. Mein Bein ist nicht mit Pilzzellen zu homologisieren. Ich bestehe aus echten Geweben, Pilze prinzipiell aus reinen Zellfäden (nennt man Hyphen). Also prinzipiell immer nur mit einzelnen, hinten über Querverbundenen Spitzenzellen, die einseitig wachsen. Also mit Einzellern zu vergleichen, wenn die Zellen nach der Zellteilung hinten nicht abreißen würden. Das hochentwickelte Gewebevielzeller ne geringere Reproduktionsmöglichkeit haben, als einfachere (z.B. Plathelminthes) solltest du auch schon wissen *grins*.
Und wenn du Größenmäßig vergleichen willst... wenn du mir ein Bein ausreißt, dann entspricht das beim Steinpilz als Beispiel nem Bodenaushub mit nem Schaufelbagger... das würde ihm sicher nicht gut tun. Drum lass mir bitte mein Bein und sammle Pilze mit der Hand oder nem Messer und nicht mit nem Bagger...

Nur des Vergleichs wegen...

Gruß
Christoph

ajuga

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Re: ein paar Bilder vom Sonntag (5 Bilder

Matthias, (vor 8571 Tagen) @ Matthias

Hallo Zusammen,
es freut mich so eine "kleine Diskusion" ausgelöst zu haben, das hätte ich nicht gedacht,
gruss
Matthias

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Re: ein paar Bilder vom Sonntag (5 Bilder

Harald Andres Schmid, (vor 8571 Tagen) @ Matthias

Hallo Zusammen,
es freut mich so eine "kleine Diskusion" ausgelöst zu haben, das
hätte ich nicht gedacht,
gruss
Matthias

hallo,
ja, die ist glaub auch noch nicht ganz vorbei...
übrigens finde ich immer noch (wie ich im Chat schon sagte), dass dein zweitunterster (ausgerissener) Hexenröhrling einen komischen Stiel hat..
Gruss, Harald Andres

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sorry für die vielen Schreibfehler ;-)

Christoph ⌂, (vor 8571 Tagen) @ Christoph

Tja, so ist das, wenn man nie Schreibmaschinenschreiben gelernt hat... teils habe ich aber auch mal nen Bezug völlig vergessen und anders weitergeschrieben (ich denke schneller als ich schreibe)... zwei "dicke Hunde" korrigiere ich hier...

Was die Pilze
nämlich wirklich nervt, ist, dass einfach ihre Ausbreitungseinheiten
(sind ja keine Organe, da keine Gewebe -> Vorgriff gegen Beckmesserei,
wollte nämlich erst Ausbreitungsorgane schreiben) wegnimmt. Nicht das
verletzen des Mycels ist "tragisch", wenn, DANN [korrigiert] das Verhindern
der Sporenausbreitung. Zum Glück ist aber auch dieser Impact fast gleich
null, was Daueruntersuchungen in der Schweiz belegen...
Hm, jetzt haben wir wirklich nen Vergelichsfehler. Mein Bein ist nicht mit
Pilzzellen zu homologisieren. Ich bestehe aus echten Geweben, Pilze
prinzipiell aus reinen Zellfäden (nennt man Hyphen). Also prinzipiell
immer nur mit einzelnen, hinten über Querverbindungen der Hyphen indirekt vernetzte Spitzenzellen [korrigiert], die
einseitig wachsen. Also mit Einzellern zu vergleichen (wenn bei denen die Zellen
nach der Zellteilung hinten nicht abreißen würden....). Das hochentwickelte
Gewebevielzeller ne geringere Reproduktionsmöglichkeit haben, als
einfachere (z.B. Plathelminthes) solltest du auch schon wissen *grins*.
Und wenn du größenmäßig vergleichen willst... wenn du mir ein Bein ausreißt,
dann entspricht das beim Steinpilz als Beispiel nem Bodenaushub mit nem
Schaufelbagger... das würde ihm sicher nicht gut tun. Drum lass mir bitte
mein Bein und sammle Pilze mit der Hand oder nem Messer und nicht mit nem
Bagger...

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Re: KingKong

Christoph ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Evolutionär betrachtet würde dies bedeuten, dass der Pilz nur dort wächst
(weil nur hier Fruchtköper), wo er keine optimalen Bedingungen hat. Sehr
unwahrscheinlich!

Häh??? Verwechsel bitte nicht das Vorkommen eines Pilzes (also das Mycel) mit dem Vorgang des Fruktifizierens. Klar, ohne Vorkommen der Art auch kein Fruchtkörper... aber im Boden ist viel mehr als du denkst. Und oft wachsen Mycelien lange vor sich hin, ohne Fruchtkörper zu bringen. Stoßen sie aber auf Probleme (z.B. Bodenverdichtung, Waldweg etc.), so bilden sie dort Fruchtkörper. Das Mycel wächst dann nicht mehr weiter, wird aber dichter -Y Primordienbildung wird indiziert. Trifft natürlich nicht für alle zu, aber für einige.

Und nur wegen des Prinzips... In der Natur kommen die wenigsten Arten an ihrem Optimum vor. Nimm Bäume... die Kiefer wächst optimal dort, wo der Boden gut mit Nährstofen versorgt idt, wos net zu nass oder trocken ost, sprich dort, wo schöne Buchenwälder stehen. Die Buche hat nämlich mehr Konkurrenzkraft. Drum wächst die Kiefer nicht da, wos ihr am besten gefällt, sondern dort, wo sie gerade noch überleben kann, also im Nassen und/oder Trocknen. Dort ist die Waldkiefer aber schlechtwüchsig. Die konkurrenz drängt sie aber dahin. Im Optimalbereich kommen meist nur wenige Arten vor (nicht umsonst ist der Waldmeisterbchenwald was Pflanzen angeht sehr artenarm).

War zwar off topic, aber nur prinzipiell sind deine Ansichten vielleicht etwas zu linear gedacht. In der Natur gibt es meist sehr viele Wechselbeziehungen.

Und zu den Wildschweinen. Die sind hier halt mal heimisch. Gehören zur Natur. Und die gabs früher fast überall. Dann hat der Mensch sie gejagt. Jetzt kommen sie zurück. Heimische Arten sollten eigentlich an das rumwühlen angepasst sein, sonst wären sie schon längst verschwunden. Nur weil bei dir um die Ecke die Wildsäue abgeknallt wurden, heißt das nicht, das deren Wühlen ne Ausnahme ist. Schau mal in Nationalparks, wo man der Natur lange Leine lässt (z.B. Bayerischer Wald). Da wirst du über den Impact der Schweine aber überrascht sein.

Deine Gedankengänge lassen sich großteils mit gewöhnlichen Argumenten widerlegen. Aber was mich interessieren würde, das ist dein Begriff von Natur. Was ist das für dich?
Die Definition fällt sehr schwer, da man den Menschen ja nicht rausnehmen kann, der gehört ja auch zur Natur. Aber als Konstrukt nimmt man gerne den Zustand, den die Umwelt hätte, würde der Mensch nicht reinpfuschen.
Und da sei mal überrascht, was die Pilze alles mitmachen müssten. Da gäbe es dann keine gezirkelten Forste ohne Schweineherden und andere Rumwühler...

Und ob dus glaubst oder nicht, auch Tiere fressen Pilze. Und die haben selten Messer dabei. Und die sind echte Fanatiker. Denn denen sind die Mycelien völlig wurscht.

Grüße
Christoph

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Wie bitte???

Christoph ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Es gibt viele Gründe, einen Kurs nicht mitmachen zu wollen. Z.B. weil man sich fachlich andere Schwerpunkte setzt. Man kann ja nicht alles machen, noch dazu heutzutage, bei den Restriktionen bezügl. Studienzeit.
Krankheit natürlich auch, sowieso.

Aber von nem Kurs ne Einführung ins Pilzkochen zu erwarten, und wegen "uninteressantem Kleinzeugs" nicht mitzumachen... Ach du liebe Güte. Das mit den 3 Grad beziehe ich mal auf deine Krankheit, legs also nicht entsprechend aus.

Ich finde es immer sehr traurig, wenn Biostudenten sich nicht für Organismengruppen und -reiche interessieren lassen, sondern nur das mitnehmen, was sie selber grad als nützlich empfinden. Auch ein Mooskurs (z.B.) kann hochinteressant sein. Wenn du das noch nie gemacht hast, dann probiers, lass die Neugierde erwachen. Kleine Pilze dito! Probiers doch mal.

Wenn ich solche Studenten im Kurs habe, dann wird mir ganz anders. Leider gibts das aber immer wieder. Mann, du studierst doch BIO, dann interessiere dich doch mal fürs Leben in all seinen Facetten.

Eine Frage sei aber erlaubt:
Studierst du auf Lehramt???? Sei bitte ehrlich.

Grüße, Christoph

Dörfelt bietet dieses Semester trotzdem den Bestimmungskurs Großpilze an.
Anfangs wollte ich auch hin. Aber dann war ich krank und Dörfelt hatte
vor, gleich am ersten Tag bei Plus 3 Grad und Schneeregenschauern ein paar
Stunden Pilze zu sammeln.
Letztenendes mache ich nicht mit. Bekomme es außerdem nicht für mein Studium
anerkannt.
Da sich meine Pilzbegeisterung auf kulinarisch verwertbares Pilzmaterial
beschränkt, ist dieser Kurs wohl sowieso nichts für mich. Außerdem habe
ich mir auch von höheren Semestern schon letztes Jahr sagen lassen, dass
das meiste Material winzige Pilze mit unbekanntem Speisewert waren, die
mich eher weniger interessieren...
ajuga

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Re: Wie bitte???

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Christoph

Ok, "Papa" !!!

Entschuldige bitte, dass ich bei diesem Kurs nicht mitmache. Leider konnte ich das erste Mal nicht, weil ich krank war. Dann konnte ich einen zweiten Montagnachmittag nicht, weil ich ein anderes Ganztagspraktikum hatte. Dann werde ich im Juni an drei Montagen ebenfalls wegen eines anderen Praktikums nicht können! Und außerdem würde ich den Kurs wegen meiner Fächerzusammenstellung im Hauptstudium Biologie-Diplom leider (!!) nicht anerkannt bekommen! Verzeihst Du mir, dass ich andere Termine wichtiger fand??

;-)) (bitte nicht immer alles zu ernst nehmen!)

Es gibt viele Gründe, einen Kurs nicht mitmachen zu wollen. Z.B. weil man
sich fachlich andere Schwerpunkte setzt. Man kann ja nicht alles machen,
noch dazu heutzutage, bei den Restriktionen bezügl. Studienzeit.
Krankheit natürlich auch, sowieso.
Aber von nem Kurs ne Einführung ins Pilzkochen zu erwarten, und wegen
"uninteressantem Kleinzeugs" nicht mitzumachen... Ach du liebe
Güte. Das mit den 3 Grad beziehe ich mal auf deine Krankheit, legs also
nicht entsprechend aus.

Es wird erlaubt sein, sich auch nur für die Großpilze zu interessieren, die man essen kann! Das sind ja nun wirklich nicht wenige. Mein Hauptfach ist nunmal Botanik, da kenne ich dermaßen viele Familien und Arten und natürlich nimmt das auch kein Ende. Da habe ich einfach nicht den Nerv und die Zeit für Mio kleine Pilze! Und dann mache ich noch Pharmakologie. Das entspricht einem kleinen Medizin-Studium nebenbei, weil man ohne alle Krankheiten und Symptome natürlich nicht weiterkommt...

Ich muss eingestehen, dass ich mich wohl doch ein Stück zu weit aus dem Fenster gelehnt habe. Hier im Forum gibt es einige Leute, die absolut mehr Ahnung und Erfahrung von und mit Pilzen haben. Mein Respekt! Aber ich hoffe ihr unterhaltet euch trotzdem noch mit mir. Schließlich lerne ich ja auch noch! ;-))

Ich finde es immer sehr traurig, wenn Biostudenten sich nicht für
Organismengruppen und -reiche interessieren lassen, sondern nur das
mitnehmen, was sie selber grad als nützlich empfinden. Auch ein Mooskurs
(z.B.) kann hochinteressant sein. Wenn du das noch nie gemacht hast, dann
probiers, lass die Neugierde erwachen. Kleine Pilze dito! Probiers doch
mal.
Wenn ich solche Studenten im Kurs habe, dann wird mir ganz anders. Leider
gibts das aber immer wieder. Mann, du studierst doch BIO, dann
interessiere dich doch mal fürs Leben in all seinen Facetten.

Ich glaube Du schätzt mich ziemlich falsch ein! Ich interessiere mich wirklich sehr für Bio und das Leben und all seine Facetten.

Eine Frage sei aber erlaubt: Studierst du auf Lehramt???? Sei bitte ehrlich.

Wie bereits erwähnt: nein!

Grüße,
ajuga

Grüße, Christoph

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Re: Bitte nicht abschneiden...

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Christoph

Aha, wie du meinst... Was darf man denn überhaupt vergleichen? Also Pilze
nicht mit Pflanzen, obwohl beide Lebewesen... mit Stoffwechsel, der auf
den selben Prinzipien aufbaut, beide mit DNA. Darf man die dann auch nicht
vergleichen?! Aber wenn du meinst...

Macht denn ein Pilz Photosynthese? Hat ein Pilz Organe wie Bätter und Wurzeln?

Wissenschaftler sind doch teilweise der Meinung, dass die Pilze näher bei den Tieren als bei den Pflanzen einzuordnen sind!
(Da ich in diesem Moment bereits alle aktuellen Postings von Dir gelesen habe, bin ich etwas enttäuscht, weil ich weiß, dass du es besser weißt! Du hast wirklich viel Ahnung von Pilzen. Mehr als ich. Muss ich einfach zugeben. Aber ich bin ja auch noch Student!)

Wenn man etwas nicht darf, oder besser: was sehr schwierig ist, das wären
Homologien zu suchen zwischen Pilz und Pflanze. Und dass man ein
Meiosporangium (also die Basidie im Fruchtkörper) nicht mit ner Frucht
vergleichen kann (wieder besser: nur zu einem bestimmten Grad, denn die
Frucht verbreitet einen Embryo, man müsste quasi den Pilzfruchtkörper mit
den Staubblättern vergleichen - wobei ja Pilze allerdings keine Trenung in
Makro- und Mikrosporangien vorgenommen haben, wie die Pflanzen etc......

Aha. Da sind doch noch ein paar gravierende Unterschiede.
Und den Apfel am Baum kann man doch nun ehrlich nicht mit einem Pilzfruchtkörper vergleichen!!

also ich kann sehr viele Punkte finden, wo man Pilze und Pflanzen, oder
Pilze und Tiere oder Tiere und Pflanzen vergleichen kann)... aber das
wirst du im Studium ja irgendwann mal durchnehmen (du studierst Bio, habe
ich gelesen?!).

Ha.Ha. Da brauche ich wohl nichts mehr zu zu sagen! Darüber, dass die grundlegenden biochemischen Prozesse in allen Organismen ähnlich sind, unterhalten wir uns doch hier nicht, oder?

Nicht erzählt. Aber es gibt eine Reihe von Untersuchungen zm Wachstum von
mycelien. Wir forschen in München u.a. in einem SFB an der Chose, wie sich
Mycel im Boden ausbreitet, etabliert, wie es wächst etc. Wie man es in
Kultur bekommt und Mykorrhizen anzüchtet...

Die Papers würden mich schon interessieren. Würde ich mir auch durchlesen!

Schade! Warum NUR essen? Wieso nicht mal wagen, seltene Funde, über di man
sich freut, auch zu kartieren, oder Spezialisten zu geben???

Leider einfach keine Zeit...

Man kann da

auch viel gutes tun (es gäb kaum Naturschutzgebiete ohne solche
"Ausnahmesammler", die nicht nur essen, sondern auch bestimmen
wollen). Wenn man die Natur schonen will, wie du, warum sammelst du dann?

Sicher. Gar nicht sammeln wäre das beste. Aber wenn man sammelt, kann das ja auch schonend ablaufen (ich habe immer ein Messer dabei ...)

Züchte im Keller Champignons und lass die Pilze ganz stehen.

Wie in einem anderen Beitrag geschrieben, werde ich versuchen RiMu-Morcheln zu züchten...

Was die Pilze

nämlciuh wirklich nervt, ist, dass einfach ihre Ausbreitungseinheiten
(sind ja keine Organe, da keine Gewebe -> Vorgriff gegen Beckmesserei,
wollte nämlich erst Ausbreitungsorgane schreiben) wegnimmt. Nicht das
verletzen des Mycels ist "tragisch", wenn dass das verhindern
der Sporenausbreitung. Zum Glück ist aber auch dieser Impact fast gleich
null, was Daueruntersuchungen in der Schweiz belegen...

Mich würden Quellen sehr interessieren!

Ich will auch gerne futtern, bin ich also doch normal nach deiner
Einteilung????

Ja. Ich bitte diese Wertung zu entschuldigen! ;-))

Was ist für dich ein Beweis??? Soll ich dir Literaturzitate schicken???
Würdest du dir die Arbeit machen, nachzulesen? Da müsste ich erst mal
suchen, was man alles als Zitat bringen kann... direkte WErfahrungswerte
anhand jahrelangen Sammelns und auch stechesn von Mykorrhizen wie auch die
Erfahrung an der LMU München erkennst du ja nicht an...

Ja, ich würde das alles lesen. Was heißt ich erkenne die Erfahrung der LMU München nicht an? Ich kenne diese ja gar nicht (und habe soetwas auch nicht geäußert!!).

Fanatiker??? Schade, dass man als naturinteressierter (und nicht nur
Kochtopfmensch) gleich ein Fanatiker ist... eigentlich kann man sich da
jegliche Diskussion schenken. Traurig.

Nicht so ernst nehmen! Jeder "Anhänger" eines Sportvereins ist ein FAN-atiker. Das Wort ist nicht so böse, wie es sich anhört und so war es nicht wirklich gemeint!

Du studierst wirklich Biologie. Und für dich ist Erkenntnisse der Batur zu
sammeln Fanatismus. Sorry, aber dann wechsel doch bitte sofort den
Studiengang. Das ist dann nix für dich, denke ich (wie wär's mit BWL ohne
den Wirtschaftlern nahe treten zu wollen???).

Natürlich. Das nennt man nun mal Fanatismus. Ich bin auch ein Fanatiker = ein begeisterter Anhänger der Sachen, die mich brennend interessieren!

Ich hoffe Du bist so langsam nicht mehr ganz so sehr entsetzt darüber, dass ich Bio studiere. Da wird einmal richtig ordentlich diskutiert und schon sowas...! Ist doch normal, dass jeder ne andere Ansicht hat!

Danke für den Tipp. Ich putze nur Speiseschwammerl. Und die kann ich auch
grad noch bestimmen, denke ich. Aber denk trotzdem mal über die
Giftchampignons nach. Nicht nur Fanatiker sammeln sowas, auch die
"braven" Pilzköche. Na, dann sollen sie halt alle weißen Champis
abschneiden. Ganz wie du meinst...

Selber schuld kann ich da nur sagen. Ich sammle nur Arten, die ich eindeutig (auch ganz ohne Stiel) bestimmen kann!

Schade aber auch, dass es dann solch fanatische Pilzberater wie mich gibt,
die meistens solche Sammelkörbe unbeachtet lassen, weil zu aufwendig, die
giftigen rauszusortieren ohne Stielbasis...
Dann erkläre mir bitte, wie du das begründest. Konkret bitte. Und
unterscheide bitte zwischen Mykorrhizapilzen und saproben. Erstere haben
Energie en masse, weil sie den Zucker vom Baum bekommen.... letztere oft
auch, weil ihr Substrat sehr reichhaltig ist. Trotzdem gibts unterschiede.
Drum sind viele Ektomykorrhizapilze mit großen, energieaufwändigen
Fruchtkörpern gesegnet.
Vielleicht stellst du hier falsche Vergleiche an...
Nimm mal nen Steinpilz. Myceldurchmesser 15 Meter. Und einen ausgedrehten
Fruchtkörper (Verletzung = 4 qcm). Und er kämpft ums Überleben *grins*.

Gut. Ums Überleben geht es da nicht bei jedem Pilz. Aber was sind denn die 15 Meter für ein Wert? Eine Maximal-Größe oder Durchschnitt? (An dieser Stelle klafft wohl doch eine peinliche Wissenslücke bei mir! Aber ich bin ja auch noch Student :-))) )

Jetzt wirds rein mathematisch schon sehr skurril. Bitte Argumente, warum
er denn ums überleben kämpft?????????????
Pilze mit minimalen Mycelien oder Thalli wirst du doch nicht essen???

Nun. Wenn da einsam im Walde ein Fruchtkörper steht, weiß ich doch nicht, wie groß das Mycel im Boden ist, oder? Vielleicht ist das Rausdrehen ja doch beim ein oder anderen Exemplar, dass schon mit anderen Stressfaktoren zu kämpfen hat, der Todesstoß??

Gut, dann hör doch bitte auf, Speisepilze zu sammeln. Anscheinend willst du
ja nur einseitig die Natur als Ernährungsmittel ausnutzen, dich aber gar
nicht für deren Vielfalt und den Erhalt der selben zu interessieren...

Das stimmt nun absolut nicht. Ich habe mich mehrfach aktiv zur Pilzsporen- und auch Pflanzensamenverbreitung eingesetzt!

Traurig. Ich bin für aktiven Naturschutz. Ich lebe auch davon, da ich das
u.a. als Beruf mache. Aber Schutz so, wie's sinnvoll ist. Und bitte auf
Argumente aufgebaut. Nicht mit solchen Larifarisprüchen. Unbd ich will
auch niemanden vom Sammeln und Essen abhalten, mache es ja selber liebend
gerne. Aber ich fände es schön (und fast immer ist es auch so), wenn sich
die "reinen" Esser auch von der Vielfalt packen lassen, und mal
mahr als nur Steinpilz und Marone ansehen.

Wie gesagt ist bei mir schon lange nicht bei Steinpilz und Marone Schluß. Ich kenne rund 40 Arten (Großpilze) die ich esse und dann vielleicht nochmal halb so viele, die ich erkenne, aber besser nicht esse.
Reicht das nicht?

Dann natürlich noch "Schädlinge" wie Claviceps, Phytophtora, Aspergillum und so weiter...

Vielleicht wirst du das auch mal, ajuga...
Hm, jetzt haben wir wirklich nen Vergelichsfehler. Mein Bein ist nicht mit
Pilzzellen zu homologisieren. Ich bestehe aus echten Geweben, Pilze
prinzipiell aus reinen Zellfäden (nennt man Hyphen). Also prinzipiell
immer nur mit einzelnen, hinten über Querverbundenen Spitzenzellen, die
einseitig wachsen. Also mit Einzellern zu vergleichen, wenn die Zellen
nach der Zellteilung hinten nicht abreißen würden. Das hochentwickelte
Gewebevielzeller ne geringere Reproduktionsmöglichkeit haben, als
einfachere (z.B. Plathelminthes) solltest du auch schon wissen *grins*.
Und wenn du Größenmäßig vergleichen willst... wenn du mir ein Bein ausreißt,
dann entspricht das beim Steinpilz als Beispiel nem Bodenaushub mit nem
Schaufelbagger... das würde ihm sicher nicht gut tun. Drum lass mir bitte
mein Bein und sammle Pilze mit der Hand oder nem Messer und nicht mit nem
Bagger...
Nur des Vergleichs wegen...

Das am Schluß war wieder mal nur Spaß. Ich fands lustig...

Gruß
Christoph

ajuga

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Nein. (o.T.) *oT*

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Heinz Ebert

- kein Text -

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Re: KingKong

ajuga, (vor 8571 Tagen) @ Christoph

Häh??? Verwechsel bitte nicht das Vorkommen eines Pilzes (also das Mycel) mit
dem Vorgang des Fruktifizierens. Klar, ohne Vorkommen der Art auch kein
Fruchtkörper... aber im Boden ist viel mehr als du denkst. Und oft wachsen
Mycelien lange vor sich hin, ohne Fruchtkörper zu bringen. Stoßen sie aber
auf Probleme (z.B. Bodenverdichtung, Waldweg etc.), so bilden sie dort
Fruchtkörper. Das Mycel wächst dann nicht mehr weiter, wird aber dichter
-Y Primordienbildung wird indiziert. Trifft natürlich nicht für alle zu,
aber für einige.

Ist mir durchaus bewusst. Bei Basidiomyceten müssen erst zwei Monokaryen verschmelzen. Dieses daraus entstandene Dikaryon-Myzel kann noch Jahre wachsen, ohne einen Fruchtkörper zu bilden. Welche Faktoren nun genau die Fruchtkörperbildung auslösen, weiß man noch nicht genau!! So lernen wir das beim Studium. Aber offenbar gibt es hier Experten, die das einem Bio-Studenten genauer schildern können. Das war bisher zumindest bei meiner Fächerkombination und im Grundstudium in keiner meiner Lehrveranstaltungen so genau behandelt worden. Vielleicht mache ich nächstes Semester doch noch ein drittes Nebenfach: Mikrobiologie. Mal sehen wie es die Zeit erlaubt...

Und nur wegen des Prinzips... In der Natur kommen die wenigsten Arten an
ihrem Optimum vor. Nimm Bäume... die Kiefer wächst optimal dort, wo der
Boden gut mit Nährstofen versorgt idt, wos net zu nass oder trocken ost,
sprich dort, wo schöne Buchenwälder stehen. Die Buche hat nämlich mehr
Konkurrenzkraft. Drum wächst die Kiefer nicht da, wos ihr am besten
gefällt, sondern dort, wo sie gerade noch überleben kann, also im Nassen
und/oder Trocknen. Dort ist die Waldkiefer aber schlechtwüchsig. Die
konkurrenz drängt sie aber dahin. Im Optimalbereich kommen meist nur
wenige Arten vor (nicht umsonst ist der Waldmeisterbchenwald was Pflanzen
angeht sehr artenarm).

Und wenn die Kiefer noch ein paar Mio Jahre nur an solchen Standorten wächst, könnten Genverluste (sind ja dann teilweise nicht mehr nötig) die Art so verändern, dass das auf einmal der optimale Stndort ist...

War zwar off topic, aber nur prinzipiell sind deine Ansichten vielleicht
etwas zu linear gedacht. In der Natur gibt es meist sehr viele
Wechselbeziehungen.

Tatsächlich!

Und zu den Wildschweinen. Die sind hier halt mal heimisch. Gehören zur Natur.

Nein, wirklich? Ich dachte die gibt es nur im Zoo!!!! ;-))
(Meinst du das ernst???!!! Kann man ja langsam sauer werden!!!)

Und die gabs früher fast überall. Dann hat der Mensch sie gejagt. Jetzt
kommen sie zurück. Heimische Arten sollten eigentlich an das rumwühlen
angepasst sein, sonst wären sie schon längst verschwunden. Nur weil bei
dir um die Ecke die Wildsäue abgeknallt wurden, heißt das nicht, das deren
Wühlen ne Ausnahme ist.

Da wo ich herkomme, gab es schon immer Wildschweine. Bin in meinem Leben regelmäßig im Wald an sie geraten! Erst letztes Jahr sprangen ein paar Meter neben mir in einer Schonung zwei dieser dunklen Kolosse auf und suchten das Weite...)

Schau mal in Nationalparks, wo man der Natur lange

Leine lässt (z.B. Bayerischer Wald). Da wirst du über den Impact der
Schweine aber überrascht sein.

Da du Wildschweine für was besonderes hältst (ich lach mich tot!!) geb ich dir den Rat: Fahr mal nach Thüringen oder Sachsen-Anhalt oder Brandenburg oder Sachsen oder Berlin. Hier gibt es massenhaft Wildschweine. Und in Sachsen und Brandenburg auch wieder Wölfe...)

Deine Gedankengänge lassen sich großteils mit gewöhnlichen Argumenten
widerlegen.

Hmm. Deine auch. Woran das liegt?

Aber was mich interessieren würde, das ist dein Begriff von

Natur. Was ist das für dich?
Die Definition fällt sehr schwer, da man den Menschen ja nicht rausnehmen
kann, der gehört ja auch zur Natur.

Da haben wir schon einen entscheidenden Punkt. Die entartete menschliche Kultur gehört bei mir nicht (mehr) zur Natur!

Aber als Konstrukt nimmt man gerne den

Zustand, den die Umwelt hätte, würde der Mensch nicht reinpfuschen.

Ja, warum auch nicht?

Und da sei mal überrascht, was die Pilze alles mitmachen müssten. Da gäbe es
dann keine gezirkelten Forste ohne Schweineherden und andere Rumwühler...

Na klar. Das würden sie auch letztlich überstehen. Sind ja daran angepasst.

Aber deshalb muss der Mensch doch nicht noch zusätzlichen unnötigen Stress verursachen. Pflanzen reisst man doch auch nicht aus, man schießt auch beim Pilzesuchen nicht nur so zum Spaß ein paar Vögel oder Wild. Man tritt nicht mutwillig auf eine Orchidee auf eine Schnecke oder auf einen Lederlaufkäfer. Aber Pilze reisst man raus? Diese Logik verstehe ich nicht!!!

Und ob dus glaubst oder nicht, auch Tiere fressen Pilze. Und die haben selten
Messer dabei. Und die sind echte Fanatiker. Denn denen sind die Mycelien
völlig wurscht.
Grüße
Christoph

Viele Grüße zurück,

ajuga

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Re: Bitte nicht abschneiden...

Christoph ⌂, (vor 8571 Tagen) @ ajuga

Macht denn ein Pilz Photosynthese? Hat ein Pilz Organe wie Bätter und
Wurzeln?

Njet. Hat eben gar keine Gewebe. Aber das ist ja logisch.

Wissenschaftler sind doch teilweise der Meinung, dass die Pilze näher bei den
Tieren als bei den Pflanzen einzuordnen sind!

Darum gings doch gar nicht. Man kann doch ein "Bild" bemühen, wie ich es getan habe, ohne einen homologisierten Vergleich zu suchen.

Aha. Da sind doch noch ein paar gravierende Unterschiede.
Und den Apfel am Baum kann man doch nun ehrlich nicht mit einem
Pilzfruchtkörper vergleichen!!

Ja und nein. Wie gesagtm der eine verbreitet Embryos, der andere "nur" die Sporen. Aber beide dienen der Verbreitung und beide werden vom Organismus Pilz bzw. Baum gebildet. Wenn man sich der Unterschiede bewusst ist, dann kann man da durchaus nen Vergleich ziehen, finde ich.

Ha.Ha. Da brauche ich wohl nichts mehr zu zu sagen! Darüber, dass die
grundlegenden biochemischen Prozesse in allen Organismen ähnlich sind,
unterhalten wir uns doch hier nicht, oder?

Nö, wozu auch. *grins*

Die Papers würden mich schon interessieren. Würde ich mir auch durchlesen!

Muss mal sehen, was ich zusammensuchen kann. Kann etwas dauern. Notfalls einfach anmahnen. Die Schweizer Studien müssten, wenn ich mich recht erinnere, in der Mycologia Helvetica erschienen sein, zumindets ne Schlusszusammenfassung. Jedenfalls wurde die Untersuchungsfläche zweigeteilt. Der einen wurden über viele Jahre alle Fruchtkörper entnommen, der anderen fast keine (nur für Bestimmungszwecke einzelne). Es gab keinen signifikanten Unterschied im Artenvorkommen und in der Frucktifikationsrate.

Sicher. Gar nicht sammeln wäre das beste. Aber wenn man sammelt, kann das ja
auch schonend ablaufen (ich habe immer ein Messer dabei ...)

Und ich werde auch in Zukunft Äpfel vom Baum rupfen, weil ich nicht mit ner Nagelschere ernten werde, auch wenn's den baum mehr schont. Finde ich nicht notwendig.

Wie in einem anderen Beitrag geschrieben, werde ich versuchen RiMu-Morcheln
zu züchten...

Es gibt ja schon ne Zuchtanleitung für Spitzmorcheln. Wurde m.W. schon industriell versucht (in ISA). Nur ist die Firma pleite gegangen. Hab den Beitrag nicht gelesen. Michel wird sicher was drüber geschrieben haben. Man kann Sklerotienbildung induzieren, indem man neben reiches sehr armes Substrat gibt. Das Mycel, das ins arme wächst bildet Sklerotien, aus denen man dann Morcheln züchten kann.

Mich würden Quellen sehr interessieren!

Hätte ich mal nix gesagt *ggg*. Wie gesagt, muss ich mal stöbern.

Ja, ich würde das alles lesen. Was heißt ich erkenne die Erfahrung der LMU
München nicht an? Ich kenne diese ja gar nicht (und habe soetwas auch
nicht geäußert!!).

Sorry, ich dachte, du wüsstest, das ich an der LMU München bin (z.B. übers hiesige Profil) und beim Mykorrhizapapst Prof. Agerer promoviere... Und der hat eben schon seit drei Jahren diesen SFB zum Mycelwachstum laufen. Dr. Raidl führt den Bereich unserer Arbeitsgruppe diesbezüglich. Findest du über die Homepage der LMU München -> in der Biologie auf die Mykologie gehen. Du kannst Dr. Raidl gerne anschreiben und fragen. Er forscht auf dem Gebiet.

Nicht so ernst nehmen! Jeder "Anhänger" eines Sportvereins ist ein
FAN-atiker. Das Wort ist nicht so böse, wie es sich anhört und so war es
nicht wirklich gemeint!

Okidoki. Ich bekomme halt immer wieder Belege, die abgeschnitten sind oder gesäubert. Und das ist sehr schade, da oft seltene Arten dabei sind. Und ganz allgemein finde ich es o.k., wenn ich als Pilzfanatiker angesehen werde,
bins ja auch. Ich finde nur die "Einteilung" in Speisepilzsammler und "Verrückte" nervig. Ich passe da nämlich gar nicht erst rein, denn ich bin beides ;-))

Ich hoffe Du bist so langsam nicht mehr ganz so sehr entsetzt darüber, dass
ich Bio studiere. Da wird einmal richtig ordentlich diskutiert und schon
sowas...! Ist doch normal, dass jeder ne andere Ansicht hat!

Ansichten ja, logo.

Selber schuld kann ich da nur sagen. Ich sammle nur Arten, die ich eindeutig
(auch ganz ohne Stiel) bestimmen kann!

Au weh Zwick. Also keine Parasole. Denn wie soll man bitteschöm Macrolepiota procera von M. fuliginosa ganz ohne Stiel unterscheiden? Ohne Mikroskop? Schwierig. Und Champignions ohne zu wissen, wie der Ring aussieht, auf Art zu bestimmen, das traue ich mir nicht zu (kann ich ohne Mikroskop eh nicht).
Du meinst vielleicht Gattungen, oder Sektionen, oder Artengruppen... aber wirklich Arten nur am Hut, das ist oft schwierig. Geht sicher bei vielen gut, aber nicht bei allen. Z.B. auch keine Birkenpilze essen. Ohne Stiel... prost Mahlzeit.

Gut. Ums Überleben geht es da nicht bei jedem Pilz. Aber was sind denn die 15
Meter für ein Wert? Eine Maximal-Größe oder Durchschnitt? (An dieser
Stelle klafft wohl doch eine peinliche Wissenslücke bei mir! Aber ich bin
ja auch noch Student :-))) )

Röhrlinge bilden z.B. ausgeprägte Rhizomorphen, die über viele Meter den Boden durchziehen. Das Mycel ist dabei oft gar nicht so dicht gepackt. Sucht man Mykorrhizen bei Dickröhrlingen muss man oft weit graben um die Rhizos zu verfolgen. Auch mal fast nen Meter vom FK entfernt (wie gesagt, bis zu einer der Mykorrhizen). Ich weiß auch nicht für jede Art die Mycelgröße, wie auch. Beim Hallimasch können es mehrere Hektar sein, Steinpilz und andere Dickröhrlinge liegen wohl meist im Bereich mehrerer Meter im Durchmesser. Bei Täublingen kann man es manchmal schön sehen. R. ochroleuca und R. fellea schließen sich im Boden ziemlich gegenseitig aus (Konkurrenz). Sie bilden auffällige Mykorrhizen, die man im Boden kartieren kann (Lage etc.). Entweder kommt die eine vor, oder die andere. Und trotzdem wachsen die beiden Arten zusammen. Auf mehrere Meter Ockertäublinge, dann wieder auf mehrere Meter Gallentäublinge...
Bei Ramarien und Schweinsohren kannst du die Größe an deren Hexenringen (trotz Mykorrhiza) abschätzen...
ich denke mal, dass die meisten Großpilze mit dicken, fleischigen Fruchtkörpern Mycelien mit mehreren Metern Durchmesser erreichen. Auch saprobe (Nelkenschwindling glaube ich bis 800 m Durchmesser - Guinnes Buch der Rekorde).

Nun. Wenn da einsam im Walde ein Fruchtkörper steht, weiß ich doch nicht, wie
groß das Mycel im Boden ist, oder? Vielleicht ist das Rausdrehen ja doch
beim ein oder anderen Exemplar, dass schon mit anderen Stressfaktoren zu
kämpfen hat, der Todesstoß??

Wenn du dann wirklich tief runtergräbst, die Mykorrhizen zerstörst, alles komplett umpflügst - dann möglich. Ansonsten - kann ich mir nicht vorstellen.

Wie gesagt ist bei mir schon lange nicht bei Steinpilz und Marone Schluß. Ich
kenne rund 40 Arten (Großpilze) die ich esse und dann vielleicht nochmal
halb so viele, die ich erkenne, aber besser nicht esse.
Reicht das nicht?

Ist doch egal, wieviele Arten man kennt. Ob 40, 400 oder 5 oder 2. Wer sehr viele kennt, der überschätzt sich entweder maßlos, oder er/sie hat sehr viel Zeit und Mühe in das Kennenlernen der Arten gesetzt. Das kann man sicher sagen. Aber sonst...

Dann natürlich noch "Schädlinge" wie Claviceps, Phytophtora,
Aspergillum und so weiter...

Jeder "Schädling" ist irgendwie auch ein "Nützling" (irgendwo) oder zumindest die meisten ;-)

Das am Schluß war wieder mal nur Spaß. Ich fands lustig...

Ich auch ;-). Trotzdem bist du ja selber mitschuld. Wenn du auf der einen Seite extrem genau unterscheidest, was vergleichbar ist und was nicht, dann muss man auch deine Beiträge entsprechend zerprflücken dürfen *breit grins*

Und ne letzte Bemerkung zum Studium. Ich kenne dich ja nicht, weiß also auch nicht, wie interessiert du in Kursen bist. Deine Aussagen hatten halt nicht unbedingt das Bild eines interessierten Studenten ergeben. Aber das kann nur der beurteilen, der dich kennt. Und dass Pharmakologie als Nebenfach stressig ist, kann ich mir vorstellen. Sind andere Nebenfächer aber auch. Zudem das ja nix mit der Diskussion zu tun hat.
Ich habe halt viele physiologisch oder mikrobiologisch oder genetisch orientierte Biologen u/o Studenten kennengelernt, die die Systematik bzw, Artenvielfalt als nebensächlich und uninteressant fanden. Wer lieber den ganzen Tag ne Pipette in der Hand hält als am Mikroskop zu sitzen, gerne. Ist nix gegen auszusetzen. Es gibt aber zu viele, die jahrelang an Zellkulturen irgendeiner Pflanze arbeiten, um irgendwann nach der Promotion zu sagen "ach so, so sieht die aus", wenn sie im Botanischen Garten dann ihr Studienobjekt gesehen haben. Und ich finde, eine gewisse Grundbildung im Bereich der Vielfalt des Lebens sollte allen Biologen zuteil sein. Genauso wie z.B. Systematiker, die nicht wissen, was ne PCR ist, eigentlich ihr Bio-Diplom nicht verdienen, finde ich, dass Physiologen, die grad mal zwei Pflanzen und einen Pilz kennen, auch das falsche studiert haben.
Und deine Aussagen klangen halt sehr in diese Richtung. Wie gesagt, "klangen".

War auch alles nicht böse gemeint. Wer austeilt, muss aber auch einstecken können ;-)

Insofern denke ich, werden auch in Zukunft noch alle Forumsmitglieder mit dir "unterhalten". Wäre ja traurig, wenn nicht (bezieht sich auf ein anderes Posting von dir).

Grüße
Christoph

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Oh Mann!

ajuga, (vor 8570 Tagen) @ Christoph

Wie konnte ich mich nur mit nem Doktoranden im Bereich Mykologie anlegen??!!!

ajuga

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Verdammt!

ajuga, (vor 8570 Tagen) @ Christoph

Hätte ich mir doch mal eher das Profil durchgelesen...

ajuga

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Re: ein paar Bilder vom Sonntag (5 Bilder

Matthias, (vor 8570 Tagen) @ Harald Andres Schmid

hallo,
ja, die ist glaub auch noch nicht ganz vorbei...
übrigens finde ich immer noch (wie ich im Chat schon sagte), dass dein
zweitunterster (ausgerissener) Hexenröhrling einen komischen Stiel hat..
Gruss, Harald Andres

Hallo Harald,
es ist definitiv ein Flockenstieliger Hexenröhrling, die roten flocken waren vorhanden, aber farblich sehr schwach (das sieht man auf dem Bild leider nicht richtig),
viele Grüsse
Matthias

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Re: KingKong

Huperzia ⌂, (vor 8570 Tagen) @ ajuga

Aber deshalb muss der Mensch doch nicht noch zusätzlichen unnötigen Stress
verursachen. Pflanzen reisst man doch auch nicht aus, man schießt auch
beim Pilzesuchen nicht nur so zum Spaß ein paar Vögel oder Wild. Man tritt
nicht mutwillig auf eine Orchidee auf eine Schnecke oder auf einen
Lederlaufkäfer. Aber Pilze reisst man raus? Diese Logik verstehe ich
nicht!!!

Hallo ajuga,

Nurmal kurz dazu. Dein Name verrät ja schon die Pflanzenliebe - sammelst du nie, um zu herbarisieren oder die Art zu untersuchen?
Wie siehst du die Uni-Kurse, bei denen man haufenweise Frischmaterial zum Verbrauchen/Bestimmen bekommt?

Hier im Forum gibt es sicherlich fast nur Sammler, die auch darauf achten, den Pilzen nicht unnötig zu schaden und eigentlich auch meist Leute, die etwas weiter interessiert sind - sonst könnten sie ja einfach sammeln und bräuchten sich nicht weiter auszutauschen.

....vielelicht sieht man sich auch trotz dieser Diskussion mal bei der Pilzgruppe ;-)?

Viele Grüße,

Tanja

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Herbarium

ajuga, (vor 8570 Tagen) @ Huperzia

Aus persönlichem Interesse sammle ich nie zum Herbarisieren. Ich sehe mir das lieber draußen im lebenden Zustand an. Ich bin selbst kein Freund von Blumensträußen...obwohl die natürlich eh nur dafür gezüchtet und angebaut wurden...!

Zurück zum Herbarium. In Jena müssen das alle Biologiestudenten im Grundstudium machen. Das bedeutet, das Jahr für Jahr etwa 200 Studenten in der Umgebung Jenas Pflanzenmaterial herausreißen, um mindestens 50 Herbarbelege zu haben.
Das macht immerhin mindestens 10.000 ausgegrabene Pflanzen oder abgerissene Zweige!!!
Die Notwendigkeit kann ich dabei nicht erkenen. Klar sollte ein Biologe wissen wie das geht. Das kann man ja in einer der Bestimmungsübungen mal demonstrieren. Ich würde auch noch akzeptieren, dass alle Studenten die sich im Hauptstudium für Botanik entscheiden ein Herbarium anlegen! Aber im Grundstudium ist es eine Katatstrophe! Die Erfahrung zeigt, dass oft auch geschützte Pflanzen entnommen werden.

ajuga

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Re: Oh Mann!

Heinz Ebert ⌂, (vor 8570 Tagen) @ ajuga

Wie konnte ich mich nur mit nem Doktoranden im Bereich Mykologie anlegen??!!!
ajuga

Hey Ajuga,
ich denke, du hast dich quisiquasi mit ALLEN "angelegt". Hast dich (verzeih mir) als Besserwisser hingestellt, und deshalb hast du auch ein wenig "Prügel" bezogen. Doch nimms leicht: die Frage des Abschneidens oder Herausdrehens/ bzw. Ausgrabens ist schon vor über 100 Jahren diskutiert worden, wie du in alten Büchern und Zeitschriften nachlesen kannst. NUR: damals haben irgend welche Leute (mit oder ohne "gutem" Namen) so eine Meinung einfach ohne Begründung in den Raum gestellt, sie waren persönlich davon überzeugt, dass es so ist. Danach wurden viele Bücher und Zeitschriften publiziert, in denen diese Meinungen ohne weitere Prüfung übernommen wurden ("Fehler abgeschrieben").
Genauso wars doch auch mit der Mär vom mitgekochten Silberlöffel und der Zwiebel und sonstigen unstimmigen Giftindikatoren, von denen wir längst wissen, dass das Quatsch ist.
Abschließend bitte ich dich, die "Prügel" von uns allen einfach in den Ordner mit der Aufschrift "Erfahrungen" abzuheften, und dich einem regionalen Pilz- Verein/ Arbeitsgemeinschaft anzuschließen. Dort wird dir nicht nur Artenkenntnis vermittelt, sondern du sammelst auch Erfahrungen. Und sei dir einer ganz gravierenden Tatsache gewiss:
Universitäre Mykologen und Amateur-Mykologen profitieren voneinander !!!
Mit freundlichsten Grüßen aus der Vulkaneifel, Heinz Ebert