Re: Wochenendfunde
Hallihallo!
Auf den gleichen Ballen war auch eine Art "Tintling" (zumindest dem
Aussehen nach, ist sonst recht schwer zu beschreiben) zu finden. Es waren
vier Pilze, Durchmesser der Kappe ca. 6cm, am Rand hochgebogen die wie
Tintlinge blauschwarz zerflossen. Die ursprüngliche Farbe war wohl weiß.
Die Kappe war mit gräulichen Schuppen besetzt. Auch hier läßt mich mein
Wissen im Stich, ich wäre für Bestimmungshilfe sehr dankbar.
Sven
Hallo Sven,
kaum möglich, die Tintlingsart sicher zu bestimmen, aber es spricht einiges für C. cinereus bzw. macrorhizus (sind synonym), den Struppigen Tintling. Er wird recht groß, und ist jung dicht mit graulichen, eher spinnwebartigen Flocken besetzt, die sich auch im Alter während dem Zerfließen noch hie und da halten können (ungewöhnlich für Tintlinge, dass das Velum so beständig ist!). Der Struppige Tintling zeichnet sich in den meisten Fällen durch eine kleine bis sehr deutliche wurzelartige Verlängerung des Stieles aus, falls du das an ev. noch vorhandenen Exemplaren überprüfen willst/kannst.
Abb.: Pilze d. Schweiz Bd. 4, Nr. 269 ; Bon/Lohmeyer: Pareys Buch der Pilze ; Hennig-Kreisel Bd. 4, Nr. 299 ; Moser-Jülich 3 Coprinus 9 ; Bolets de Catalunia Nr. 64.
Für die glücklichen die solche Werke besitzen bzw. einsehen können: Bresadola Nr. 879 ; Konrad/Maublanc Nr. 35 ; Lange 158G.
Die Tafel 21.7 bei Ricken ist vermutlich eine andere Art, nicht C. cinereus.
herzliche Grüße,
Andreas