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Such-Tipps erbeten

M@rkus, (vor 8457 Tagen)

Hallo und Moin,

Ich komme aus Berlin und nach der langen Hitzeperiode und den ersten Tagen mit Niederschlag habe ich mich gestern mal auf Pilzsuche in den Berliner Stadtforst gemacht, aber leider nix bis auf ein paar Stinkmorchel und Hexeneiern (>_<) gefunden. Es hat bis jetzt wohl noch zu wenig geregnet

Ich bin neu hier im Forum, eher ein Pilzsuchanfänger, und hätte gerne mal ein paar allgemeine Tipss erfragt, wie man gute potentielle Pilzstellen ausmacht.

Von meinen Sammelerfahrungen in Niedersachsen her weiss ich, dass Pilze gerne an Waldränder, da wo der Wald zum Beispiel an eine Wiese grenzt, spriessen. Auch in Gräben und an Wällen sind häufiger welche zu finden.

Vielleicht sind die Fragen ein bißchen zu allgemein, aber es muss ja soetwas wie eine Suchtaktik geben, wie man sein Suchgebiet absucht. In welche Richtung begebe ich mich, wenn Sitaution X gegeben ist? Bei welchen Baumformationen kann man eher leckere Pilze finden? Vielleicht kann ja jemand mal den einen oder anderen Tipp geben.

Ciao,
Markus

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Baumformationen...

Christoph G, (vor 8457 Tagen) @ M@rkus

Als Tip: Was Du Baumformationen nennst, würde ich als Waldgesellschaften bezeichnen. Und in einem Wald mit Fichten, Buchen,Eichen und Kiefern wirst Du eher Speisepilze (aber auch Giftpilze) finden, wie in einem Ahorn-Eschen Wald.
vorraussetzung dafür ist allerdings, dass Du diese bäume auseinanderhalten kannst, was aber bei den Pilzen noch wichtiger wäre, da Du sie ja offensichtlich essen willst ;-))
gruß in die Hauptstadt

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Re: Such-Tipps erbeten

Rainer_aus_AC, (vor 8457 Tagen) @ M@rkus

Hallo Markus,

ich möchte Dir jetzt weniger konkrete Suchtipps geben (da könnte man
Romane schreiben, je nachdem um welche Pilze es geht), aber vielleicht
hilft es Dir ja zu hören, wie ich vor nicht allzu langer Zeit vorgegangen
bin, als ich mich in einer ähnlichen Situation befand wie Du jetzt und
auf der Suche nach neuen guten Stellen war.

Zunächst mal ist es sicher ein bisschen frustrierend, zu Zeiten, in
denen sich allgemein wenig Pilze zeigen (wie zur Zeit), auf die Suche nach
neuen Stellen zu gehen - es sei denn, man geniesst einfach die Tatsache,
mal wieder im Wald gewesen zu sein.

Was mir viel gebracht hat, war zu Zeiten, als wirklich viel los war,
nicht nur die bekannten Pilzgründe zu checken, sondern einfach immer
wieder ganz neue Stellen auszuprobieren und zu schauen, was sich dort so
tut. Früher oder später hat man damit einfach Erfolg und man bekommt
automatisch ein immer besseres Gefühl dafür, wo es sich lohnen könnte
und wo nicht. So oder so ist es aber trotzdem immer wieder reizvoll, auch
einfach mal dem Zufall eine Chance zu geben und Stellen aufzusuchen, die
sich nicht von vorneherein aufdrängen. Viele interessante Pilze habe ich
so das erste Mal überhaupt gefunden. Zum Beispiel war ich lange Zeit
ziemlich auf Nadelwald fixiert, da hatte ich halt vorher immer die
meisten Maronen, Steinpilze und Perlpilze gefunden. Dass auch Laubwälder
eine Menge zu bieten haben (um nicht zu sagen, viel mehr), habe ich erst
eine ganze Zeit später gemerkt.

Aber wie gesagt, das ganze funktioniert natürlich nicht so richtig,
wenn überall noch die große Dürre herrscht und ganz egal, wo man ist,
einfach nichts los ist.

Ich selbst freu mich auch schon wieder auf die Hochsaison (wenn sie denn
noch kommt...) und darauf, dann wieder eine ganze Menge neuer Gebiete
zu checken.

Ansonsten gab's zu Deinen Fragen auch schon früher im Forum etliche
Beiträge, such einfach mal danach. Da wirst Du eine Menge Tipps und
Meinungen finden.

Viele Grüße,
Rainer.

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Re: Such-Tipps erbeten

Kazuya, (vor 8455 Tagen) @ M@rkus

hallo,

bekannt ist, dass Wald und Wiese die meisten Pilze hervorbringen, gefolgt von Straßen- und Wegrändern. Die meisten Pilze sind zur Trockenzeit auf offenen Rasenflächen zu finden, leider ist dies aber nur "kleinkram", den man nicht essen kann (Panaeolus, Marasmius etc.). Wenns etwas feuchter wird, sollte man sich in lichten Laubwäldern (Buchen, Eichen) umschauen, dort könnten z.B. Täublinge (auch zur Trockenzeit) zu finden sein, ebenso Wurzelrüblinge (ungenießbar) und vielePorlinge (auch ungenießbar). Wenns richtig feucht wäre, würde der Wald voll sein von Pilzen, nach meinen Beobachtungen (für den Buchenwald) kommen dann viele Helmlinge (keine Speisepilze) und Dachpilze (nur Rehbrauner ist essbar, aber nicht besonders wertvoll). An alten Holzstrünken lässt sich nicht selten das Stockschwämchen (guter Speisepilz) nachweisen (vorsicht vor Verwechslung mit dem Gifthäubling). Wer Steinpilze und Pfifferlinge sucht, sollte sich derzeit in Nadelwäldern (dichte Fichtenwälder) umschauen.

Beste Grüße,
Kazuya

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Re: Such-Tipps erbeten

Siegerländer Michel, (vor 8454 Tagen) @ M@rkus

Hallo,

das mit dem Pilzefinden ist nicht immer einfach. Neben den unterschiedlichen Wälder spielt auch die Sonnenlage eine wichtige Rolle. In bergigen Lagen findet man an den Süd- und Westhängen meist weniger als an den Nord- oder Osthängen. Ich achte aber auch auf den Bodenbewuchs. Hier kannst du mit etwas Erfahrung auch erkennen, ob es sich lohnt Pilze zu suchen.

Wenn du als Anfänger in erster Linie Steinpilze usw. suchst, hast du den meisten Erfolg in jungen Fichtenschonungen. Ich meine hier Schonungen in einem Alter zwischen 10 und 20 Jahre - als vor der ersten Durchforstung.

Michael

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Re: Such-Tipps erbeten

Gerd-A, (vor 8454 Tagen) @ Siegerländer Michel

Hallo,
das mit dem Pilzefinden ist nicht immer einfach. Neben den unterschiedlichen
Wälder spielt auch die Sonnenlage eine wichtige Rolle. In bergigen Lagen
findet man an den Süd- und Westhängen meist weniger als an den Nord- oder
Osthängen. Ich achte aber auch auf den Bodenbewuchs. Hier kannst du mit
etwas Erfahrung auch erkennen, ob es sich lohnt Pilze zu suchen.
Wenn du als Anfänger in erster Linie Steinpilze usw. suchst, hast du den
meisten Erfolg in jungen Fichtenschonungen. Ich meine hier Schonungen in
einem Alter zwischen 10 und 20 Jahre - als vor der ersten Durchforstung.
Michael

Hallo,

und wenn es Fichten-Steinpilze sein sollen, dann
---> würde ich nach Fliegenpilzen suchen (sind kaum zu übersehen) und dann in deren Umgebung die Steinpilze.

Warum:
Fliegenpilze und Fichtensteinpilze haben gleiche Standortansprüche

Gerd

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Re: Such-Tipps erbeten

josy, (vor 8452 Tagen) @ Gerd-A

Hallo Markus,

sehr richtig was Gerd da gerade geschrieben hat. Neben den bereits beschriebenen Fichtenschonungen sind auch ebensojunge Eichenschonungen mindestens ebenso interessant für Steinpilze, Rotkappen als auch Pfifferlinge. Bei Pfifferlingen hatte ich auch auch in Buchenschonungen schon des öfteren sehr guten Erfolg.

Daneben empfehlen sich auch ganz allgemein Eichen- und Buchenwälder für Steinpilze und Rotkappen. Besondere Ausschau sollte man auch nach Birken und Hainbuchen halten, hier finden sich sehr häufig die beliebten Birken- und Hainbuchenröhrlinge. Dies gilt auch, wenn letztere Baumarten nur vereinzelt und in kleineren Exemplaren vorkommen! Hier ist zur richtigen Zeit so gut wie immer was zu holen!

Viel Erfolg bei der Suche wünscht (sofern es endlich mal regnet)

Johannes

Hallo,
und wenn es Fichten-Steinpilze sein sollen, dann
---> würde ich nach Fliegenpilzen suchen (sind kaum zu übersehen) und dann
in deren Umgebung die Steinpilze.
Warum: Fliegenpilze und Fichtensteinpilze haben gleiche Standortansprüche
Gerd