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Willst Du dir das wirklich antun ?

Werner2 ⌂, (vor 8451 Tagen) 1.517 Beiträge @ Rene

Hallo René

Ein gründliches und umfangreiches Literaturstudium von seltenen Arten bzw. Varietäten zu realisieren ist oft nicht einfach, meist mit viel Arbeit verbunden und kostet auch Geld.
Einige Literaturhinweise zu den hellen Varianten von H. aurantiaca kann ich Dir gerne nennen; die Frage ist nur, ob Du dir die Fachzeitschriften auch besorgen kannst.

Im Prinzip kann man sich die meisten Beschreibungen und Literaturhinweise, welche oft in internationalen Zeitschriften veröffentlich wurden, beschaffen; dazu ist aber eine Universitätsbibliothek - möglichst in der Nähe - erforderlich oder ein Pilzfreak, der glücklicherweise fast alles an Periodika bei sich zuhause im Schrank stehen hat.
Das gibt es aber nur sehr selten, und daher muss man sehr, sehr viel schreiben, Kontakte herstellen, sich Kopien besorgen und sehr genau analysieren und recherchieren. Das kostet Porto und Rückporto und da kommt was zusammen.

Ich empfehle Dir, dass nur dann zu machen, wenn Du sehr ernsthaft an einer Problemlösung interessiert bist, viel Zeit hast und möglichst auch über aktuelles Pilz-Material verfügst, welches Du präzise durch-mikroskopieren und vergleichen kannst.

Gruss Werner2

Hallo zusammen

Ich möchte hier in meiner mykologischen Neugier nochmals ein Thema, welches
zwischen 11. und 14. Sept. 03 behandelt wurde, neu aufgreifen.
Rainer_aus_AC fragte am 11. Sept. mit Bild ob es sich hier bei einem fast
reinweissen Pilz um Hygrophoropsis aurantiaca, Falscher Pfifferling
handeln könnte. Dies wurde im Forum klar bestätigt.
Meine kritische Haltung wurde mit Hinweisen auf "Pilze der Schweiz Band
3" Seite 90 unter Bemerkungen und den dort aufgeführten weiteren
Hinweisen auf forma lactea Quelet, fuscosquamula Orton oder H. pallida
beantwortet. Meine Theorie nach Clitopilus prunulus, Mehlräsling wurde
dort niedergeschlagen (weder als persönlichen Angriff noch als Vorwurf zu
verstehen). Leider kann man an Fotos nicht riechen.
In der Hoffnung die erwähnte Literatur in der Vereinsbilbliothek aufzufinden
wurde ich leider entäuscht. Diese führen wir scheinbar nicht ;-(
Habe dann die weitere Möglichkeit eingeschlagen und im Internet aktiv unter
Berücksichtigung aller Namensgebungen nach dieser Art gesucht (bei Google
und nur dort). Aber ausser einigen Einträgen in Fundlisten und ähnlich
theoretischem habe ich kein einziges Bild dieser Art gefunden.
Ich habe die Frage auch mit unseren "Pilzgöttern" im Verein
besprochen (und glaubt mir, die sind wirklich gut) und ich komme zum
Schluss das diese Farbvariante in der Schweiz (zumindest im Kanton
Thurgau) noch nie offiziell verzeichnet wurde und völlig unbekannnt ist.
Eine solche Farbvariante scheint es in der Schweiz, bzw. im Kanton Thurgau
zumindest offiziell verzeichnet, nicht zu geben.
Da ich an der Aufklärung dieser Angelegenheit sehr interessiert bin und ich
ein solch blasses (weisses) Exemplar noch nie selber gefunden habe (was ja
nichts heissen muss) stellt sich bei mir natürlich die Frage "um was
geht es den da?" bzw. gibt es diesen Pilz tatsächlich?
Ich hoffe das mir die Teilnehmer diese Forums dabei helfen können diese
Frage, wenn möglich mit Bildmaterial, zu beantworten.
Gruss René

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