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Pilzfunde vorgestern im Hainich (5 Bilder, 370 KB) *PIC*

Andreas ⌂, (vor 8380 Tagen)

Hallo,

nachdem die Witterung dieses Jahr zuerst keine Pilze hat hervorkommen lassen, hat die Kälteperiode der letzten Wochen dem kläglichen Rest so ziemlich den Garaus gemacht. Auf den Trockenrasen war dieses Jahr schon gar nix zu finden.

Letzten Montag im Hainich war demzufolge auch mit so gut wie nix zu finden. Alleridngs waren die ersten Samtfußrüblinge schon recht reichlich da und die letzten Gifthäublinge ebenfalls. Die beiden können sich sehr ähnlich sehen, vor allem weil alte Häublinge eben auch einen schwarzen Stiel bekommen!

Hier noch die paar wenigen fotogenen Blätterpilze,wobei meine Fototechnik klar noch verbesserungsbedürftig ist. Vor allem sollte ich endlich mal an mein Stativ denken, damit ich nicht alles aus der Hand knipsen muss .....

Zunächst ein Schneckling,den ich schweren Herzens als Hygrophorus lindtneri bestimmt habe. Schweren Herzens deshalb, weil der Stiel zu wenig schleimig ist und vor allem an einer Stelle nur Fichten zu sehen waren (außer Holunder). Aber der Braunscheibige Schneckling (H. discoideus) kann's auch nicht sein wegen fehlendem Schleimring am Stiel und zu orangener Hutfarbe.

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Dann ein häufiger Helmling, der an allem möglichen holzigen Substrat vorkommt und an den bogig herablaufenden Lamellen in Verbindung mit blaß graubräunlichem Hut mit dunklerer Mitte erkannt werden kann: Bogenblättriger Helmling (Mycena speirea).
Links ist übrigens Coryne dubia zu sehen, das Konidienstadium von Ascocoryne sarcoides.

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Am häufigsten und buchstäblich überall vorhanden, waren Stummelfüßchen (Crepidotus), wobei mit zwei Ausnahmen alle mitgenommenen Kollektionen das Rundlichsporige Stummelfüßchen (Crepidotus cesatii) ergab. Substrate waren Erle, Kornelkirsche, Pappel, Rose, Schlehe, Weide und Weißdorn

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Beste Grüße,
Andreas

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Re: Pilzfunde vorgestern im Hainich (5 Bilder, 370

Pilztom, (vor 8380 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,
gut das mal jemand den Gifthäubling erwähnt. Ich denke hier liegt ein besonderes Risiko gerade für Anfänger, die auf der Suche nach Stockschwämmchen (deren Stiel ja auch recht dunkel werden kann) oder den Samtfußrüblingen sind.

Der Genuss des Gifthäublings soll ja recht ungesund sein:-)))

Gruß
Pilztom

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Re: Pilzfunde vorgestern im Hainich (5 Bilder, 370

Werner, (vor 8380 Tagen) @ Andreas

Hallo,
nachdem die Witterung dieses Jahr zuerst keine Pilze hat hervorkommen lassen,
hat die Kälteperiode der letzten Wochen dem kläglichen Rest so ziemlich
den Garaus gemacht. Auf den Trockenrasen war dieses Jahr schon gar nix zu
finden.

Gut, daß ich nicht der einzige bin, dem es so erging. Sonst hätte ich Komplexe bekommen :-)

Letzten Montag im Hainich war demzufolge auch mit so gut wie nix zu finden.
Alleridngs waren die ersten Samtfußrüblinge schon recht reichlich da und
die letzten Gifthäublinge ebenfalls. Die beiden können sich sehr ähnlich
sehen, vor allem weil alte Häublinge eben auch einen schwarzen Stiel
bekommen!

Beides ist bei uns auch recht häufig.

Hier noch die paar wenigen fotogenen Blätterpilze,wobei meine Fototechnik
klar noch verbesserungsbedürftig ist. Vor allem sollte ich endlich mal an
mein Stativ denken, damit ich nicht alles aus der Hand knipsen muss .....

Also, also. "Fishing for compliments", Andreas? Nee, aber im Ernst, die sind doch richtig gut, Deine Fotos. Insbesondere die Mycena und den Hygrophorus kann man gar nicht besser erwischen.

Zunächst ein Schneckling,den ich schweren Herzens als Hygrophorus lindtneri
bestimmt habe. Schweren Herzens deshalb, weil der Stiel zu wenig schleimig
ist und vor allem an einer Stelle nur Fichten zu sehen waren (außer
Holunder). Aber der Braunscheibige Schneckling (H. discoideus) kann's auch
nicht sein wegen fehlendem Schleimring am Stiel und zu orangener Hutfarbe.

Irgendwie ist es für mich beruhigend, wenn eine "Kapazität" wie Du auch manchmal "schweren Herzens bestimmt". Da weiß man dann, daß man zwar viel, viel weniger als z.B. Du weiß, aber daß man trotzdem noch nicht altersvertrottelt ist, weil man so oft "schweren Herzens" einen Namen gefunden hat.

Dann ein häufiger Helmling, der an allem möglichen holzigen Substrat vorkommt
und an den bogig herablaufenden Lamellen in Verbindung mit blaß
graubräunlichem Hut mit dunklerer Mitte erkannt werden kann:
Bogenblättriger Helmling (Mycena speirea).
Links ist übrigens Coryne dubia zu sehen, das Konidienstadium von Ascocoryne
sarcoides.

Die beiden waren für mich besonders interessant, da ich dieses Jahr das erste Mal A. sarcoides gefunden habe und die Mycenas auch dieses Jahr das erste Mal sehr viel näher betrachte.

Vielen Dank für die sehr informativen Bilder,

Werner