Re: Noch eine unbekannte Telamonia
Hallo Werner,
Gut, als "ockerorange" hätte ich es nicht bezeichnet, eher
"milchkaffeefarben", aber das ist wohl wieder meine eigenwillige
Farbinterpretation
Nun ja, meine Farbbezeichnungen rufen auch des öfteren zuckende Augenlider hervor ....
Aber auf meinem und auf Hupis Bildschirm sehen die recht freudig aus, vor allem die Lamellen (Hupi hat's bestätigt 
Ich würde wieder "milchkaffeefarben" sagen - erst hat der Pilz mich
auch sehr an diverse Fälblinge von den L.farben her erinnert.
Nee, also sooo freudige Lamellen gestehe ich keinem Fälbling zu. Aber ist ja nicht so wichtig.
Ja, die unregelmäßige, nicht gaaanz so kräftige Hutform gefällt mir hier
besser, der restliche Habitus (Lamellenfarbe, Stiel, innere Stielfarbe)
kommt insbesondere dem rechten Exemplar von C. balaustinus näher.
Die Lösung gefiele mir auch besser.
jaja, der Geldbeutel jammert schon, weil der Kopf nach Flora Photografica
schreit ...
Tröste ihn doch ganz einfach damit, dass Du ja auch den "Atlas des Cortinaires" kaufen könntest, mit inzwischen 13 Lieferungen + 1 Sonderband. Gesamtpreis etwas über 1000 Euro 
Eine letzte Frage noch: ist in der Flora eigentlich auch ein Schlüssel zu den
enthaltenen Arten?
Klar, alle in den Ba.-Wü.-Bänden enthaltenen Arten sind geschlüsselt. In allen Gruppen. Aber eben nur die nachgewiesenen Arten, mal abgesehen von wenigen, sicher zu erwartenden ARten, die ich hin und wieder mit in den Schlüssel aufnehme.
Den BK-Schlüssel verwende ich für Cortinarien schon
lange nicht mehr, da ich den irgendwie als unbrauchbar empfinde.
Er enthält eben auch nur eine Auswahl an Arten, ebenso wie die Nordic Macromycetes und wie es in Ba.-Wü.-Flora auch der Fall ist. Pilze der Schweiz haben 94 Telamonien (inkl. Rozites), davon etliche alpine. In Ba.-Wü.-Flora sind es glaube ich 135 oder so. Trotzdem ist auch da einiges nicht sauber, aber es geht in manchen Gruppen einfach nicht richtig. Und an solchen Stellen eine Lücke im Schlüssel lassen geht ja auch schlecht. Vielleicht als Warnung kursiv drucken, dann weiß jeder Benutzer "Achtung, hier holpert der Schlüssel" 
Denn bei
den anderen Cortinarius-Untergattungen wäre sowas natürlich brauchbar.
Kann ich Dir ebenfalls schicken.
Bisher habe ich es auch hin und wieder mit "Nordic Macromycetes"
probiert, da ich damit öfter zu einem brauchbaren Ergebnis gekommen bin,
als mit dem Moser oder anderen Schlüsseln.
Bietet aber auch nur eine Auswahl der in Skandinavien nachgewiesenen Arten. Für montane Nadelwald-Arten sicher gut, für Laubwald-Arten auf Kalk weniger geeignet.
Dein Telamoniaschlüssel wird mir sicherlich in Zukunft recht gut weiterhelfen.
Was ich eher bezweifeln möchte. Am besten wäre halt, so viele Schlüssel wie möglich zu benutzen und die Ergebnisse mit möglichst viel Literatur zu vergleichen ....
Beste Grüße,
Andreas
