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Vorsicht vor Konservenpilzen aus dem Supermarkt!

Thomas Pruß, (vor 8362 Tagen)

Moin zusammen,
als ich letztens bei „Wandmaker“, einem Supermarkt der COOP-Gruppe, nach Konservenpilzen fahndete, war ich ein wenig verblüfft: Da wurden doch in der Zutatenliste tatsächlich noch GRÜNLINGE aufgeführt.
Wenn man also Pilzkonserven kauft, sollte man wirklich mal einen Blick auf diese Liste werfen und die Konserve stehen lassen. Es würde wohl kaum etwas passieren, aber man muss es ja nicht herausfordern…
Grüsslis
Thomas

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Re: Vorsicht vor Konservenpilzen aus dem Supermark

Robert Blau, (vor 8361 Tagen) @ Thomas Pruß

Moin zusammen,
als ich letztens bei „Wandmaker“, einem Supermarkt der COOP-Gruppe, nach
Konservenpilzen fahndete, war ich ein wenig verblüfft: Da wurden doch in
der Zutatenliste tatsächlich noch GRÜNLINGE aufgeführt.
Wenn man also Pilzkonserven kauft, sollte man wirklich mal einen Blick auf
diese Liste werfen und die Konserve stehen lassen. Es würde wohl kaum
etwas passieren, aber man muss es ja nicht herausfordern…
Grüsslis
Thomas

Ähnliches ist mir gestern im ortsansaessigen Globus-Supermarkt passiert. Da waren doch glatt eingelegte Grünlinge der Firma Efefirat am Regal ausgepreist. Ein Blick auf die Zutatenlite und das Ettikett brachte jedoch zutage, dass es sich um Shitake handelte.

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zum Thema Konservenpilze

Anette, (vor 8361 Tagen) @ Robert Blau

Ich habe vor einigen Jahren - damals noch unter dem Aspekt der radioaktiven Belastung durch Tschernobyl - mal Anlauf genommen, herauszufinden, welchen Kontrollen eingeführte Pilze - frisch oder Konserve - überhaupt unterliegen.

Das Ergebnis war erschütternd: Es werden "Stichproben" durchgeführt. Und damit hat es sich.

Auf den Dosen stand und steht nur der Abfüller. Keine Angabe zum Herkunftsland, keine Angabe zu den enthaltenen Arten. Zumindest das letzte hat sich inzwischen dank Deklarationspflicht geändert. Nach dem Herkunftsland fragt man aber selbst bei frischen Pilzen noch heute meistens vergeblich.

Cäsium 137 hat eine Halbwertszeit von 30 Jahren, das Isotop läßt sich heute noch reichlich in den Böden von Südbayern und Östereich nachweisen und wird vor allem von Marone und Semmelstoppelpilz angereichert - Werte von 1000 bq/kg (Grenzwert für Marktpilze: 600 bq/kg) sind keine Seltenheit. Wie hoch die Kontamination in den noch stärker betroffenen osteuropäischen und skandinaischen Gebieten ist, dazu fehlen mir genaue Angaben. Man muß aber wohl von einem vielfachen ausgehen.

Wenn man sich vor Augen hält, daß genau diese Länder mit zu den Hauptexporteuren von Speisepilzen gehören, und ihre Ware teilweise umdeklariert über Drittländer auf den Deutschen Markt bringen, wird einem schlecht.

Welche Arten so eine Dose nun unabhängig vom Etikett tatsächlich enthält, war schon vor Tschernoby mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen. Zu erkennen waren hingegen Bestandteile vom Waldboden, Käfer und Maden, die vielleicht nicht direkt gesundheitsschädlich, aber eklig genug sind und ein Licht werfen auf die Qualität des eingedosten Sammelgutes: In die Dose kam offensichtlich das, was für die Vermarktung als Frischpilz nicht mehr gut genug war.

Konsequenz des ganzen: Ich esse keine Wildpilze mehr, die ich nicht selbst gesammelt habe.

Schöne Grüße, ich hoffe ich hab euch jetzt nicht den Appetit verdorben,

Anette

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Re: zum Thema Konservenpilze

Thomas Pruß, (vor 8360 Tagen) @ Anette

Moin Anette,
man darf die radioaktive Belastung durch den Genuss von Wildpilzen zwar nicht schön reden, man sollte sie aber auch nicht überdramatisieren.
Zu einer wirklich gefährlichen Anreicherung der Isotope des Cäsiums, aber auch von Schwermetallen kommt es im menschlichen Körper ja nur, wenn man sich überwiegend von Maronen oder Stoppelpilzen ernährte. Doch das tut man ja selbst als fanatischer Mykophage nicht. Viel schlimmer war da schon die Belastung des Wildfleisches, das in wesentlich größeren Mengen in den Handel kommt und verzehrt wird.
Aus diesem Grund droht nicht „der Untergang des Abendlandes“ aufgrund des Konsums von Wildpilzen.

Das Ergebnis war erschütternd: Es werden "Stichproben"
durchgeführt. Und damit hat es sich.
Auf den Dosen stand und steht nur der Abfüller. Keine Angabe zum
Herkunftsland, keine Angabe zu den enthaltenen Arten. Zumindest das letzte
hat sich inzwischen dank Deklarationspflicht geändert. Nach dem
Herkunftsland fragt man aber selbst bei frischen Pilzen noch heute
meistens vergeblich.

Ich weiß es nicht genau, aber so weit ich noch die Vorlesungen in Lebensmitteltechnologie in Erinnerung habe, zählen Wildpilze, ebenso wie selbstgefangene Fische, per Gesetz nicht zu den Lebensmitteln. Deshalb fallen die aus den Kontrollen raus. Nur Zuchtpilze wie Champignons, Aupis, Shii-Take etc. werden genauer kontrolliert, weil es Lebensmittel im Sinne des Lebensmittelgesetzes sind.

Welche Arten so eine Dose nun unabhängig vom Etikett tatsächlich enthält, war
schon vor Tschernoby mit dem bloßen Auge nicht mehr zu erkennen. Zu
erkennen waren hingegen Bestandteile vom Waldboden, Käfer und Maden, die
vielleicht nicht direkt gesundheitsschädlich, aber eklig genug sind und
ein Licht werfen auf die Qualität des eingedosten Sammelgutes: In die Dose
kam offensichtlich das, was für die Vermarktung als Frischpilz nicht mehr
gut genug war.

Da kannst du von ausgehen. Ähnlich verfährt man ja auch bei der Herstellung von „Chicken Mc Nuggets“ oder Schnitzel (Kotelett) in Aspik etc. In der Deklaration ist da immer von „Formfleisch“ die Rede, was nichts anderes ist als das von den Knochen abgelöste Restfleisch, das unter hohem Druck zusammengepresst wird. Für mich hat das immer was von „Soylent Green“ (dt. „2022 – Die, die überleben wollen“), dem SF-Film mit Charlton Heston, der sich auf besonders drastische Weise mit dem Problem der Überbevölkerung und dem daraus resultierenden Nahrungsmangel befasst.

Konsequenz des ganzen: Ich esse keine Wildpilze mehr, die ich nicht selbst
gesammelt habe.

Ich halte es genau so. Aber mehr darum, weil es mir wie beim Fisch mehr um die Ehre geht: Ich esse keine Pilze (Ausnahme Zuchtchampis oder Shii-Take) und Fische, die ich nicht selbst gesammelt oder gefangen habe. Außerdem schmeckt das käufliche Konservenzeug nicht!

Schöne Grüße, ich hoffe ich hab euch jetzt nicht den Appetit verdorben.

Nöö ;-)
Grüsslis
Thomas

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Re: zum Thema Konservenpilze

Anette, (vor 8360 Tagen) @ Thomas Pruß

Hi Thomas,

ich geb dir vollkommen recht, was den Verzehr von Pilzen aus unseren Landen angeht - man sollte die regionale Belastung der genannten Arten vielleicht im Hinterkopf haben, aber nicht dramatisieren.

Aber welche Strahlendosen man sich u.U. mit Pilzen z.b. aus der Ukraine einfängt, das hat für mich schon was von russisch Roulette mit der eigenen DNA.

Außerdem sind die von Reaktorunfall betroffenen Gebiete bei weitem nicht die einzigen, die radioaktiv kontaminiert sind - es gibt genug Gegenden in der ehemaligen SSR, wie z.B. Tscheljabinsk, die durch Uranabbau, Atomversuche und Militärschrott mit noch viel Schlimmerem als Cäsium 137 verseucht sind. Und auch da wird gesammelt. Die Folgen will ich hier gar nicht weiter ausmalen -Info dazu gibt's bei Greenpeace.

Gruß, Anette

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Re: zum Thema Konservenpilze

Andi S. aus V., (vor 8360 Tagen) @ Thomas Pruß

Für mich hat das immer was von „Soylent Green“ (dt.
„2022 – Die, die überleben wollen“), dem SF-Film mit Charlton Heston, der
sich auf besonders drastische Weise mit dem Problem der Überbevölkerung
und dem daraus resultierenden Nahrungsmangel befasst.

Endlich wissen wir, wie der Autor auf den Namen "Soylent Green" gekommen ist - Durch den Greenling :-)

Spaßige Grüße Andi S. aus V.

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Hah! Jetzt fällt’s…

Thomas Pruß, (vor 8360 Tagen) @ Andi S. aus V.

… mir endlich wie Schuppen aus den Haaren! ;-)
Grüsslis an den Jadebusen
Thomas

Endlich wissen wir, wie der Autor auf den Namen "Soylent Green"
gekommen ist - Durch den Greenling :-)

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Re: Vorsicht vor Konservenpilzen aus dem Supermark

Pio, (vor 8361 Tagen) @ Thomas Pruß

Da wurden doch in
der Zutatenliste tatsächlich noch GRÜNLINGE aufgeführt.

Hallo Thomas,

ich habe in den letzten Jahren, sogar in diesem Jahr erneut bei real Regale gesehen mit Schildern, auf denen "marinierte Grünlinge" stand, und zwar in einer Abteilung für alle möglichen russischen Spezialitäten. Allerdings habe ich niemals die Gläser selbst gesehen. Entweder waren sie jedesmal ausverkauft oder wieder herausgenommen worden. Ich erinnere mich, dass ich u.a.Butterpilze gesehen habe.

Persönlch würde es mir ehrlich gesagt nichts ausmachen. Ich habe in meinem Leben allermindestens einen ganzen Zentner Grünlinge genossen - die gibt es hier teilweise wie Sand am Meer - und ich kann immer noch alle Glieder bewegen. Wie viele Leute waren das doch gleich, die jedes Jahr allein in Deutschland an den Folgen des Rauchens sterben? 100.000 oder 150.000 ? Weiß nicht mehr genau. Also, wenn man was aus den Regalen nehmen sollte, dann dieses Nikotin-Gelumpe.....

Viele Grüße - Pio

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Re: Vorsicht vor Konservenpilzen aus dem Supermark

Thomas Pruß, (vor 8360 Tagen) @ Pio

Moin Pio,

Persönlch würde es mir ehrlich gesagt nichts ausmachen. Ich habe in meinem
Leben allermindestens einen ganzen Zentner Grünlinge genossen - die gibt
es hier teilweise wie Sand am Meer - und ich kann immer noch alle Glieder
bewegen.

Ich auch, aber es würde mir jetzt ein mulmiges Gefühl bereiten, abgesehen davon, dass ich der einige in der Familie wäre, der sie noch äße. Und dafür lohnt es sich nicht, sie zu sammeln.

Wie viele Leute waren das doch gleich, die jedes Jahr allein in

Deutschland an den Folgen des Rauchens sterben? 100.000 oder 150.000 ?
Weiß nicht mehr genau. Also, wenn man was aus den Regalen nehmen sollte,
dann dieses Nikotin-Gelumpe.....

Aber erst, wenn ich selbst bereit bin, das Rauchen aufzugeben… ;-)
Oder, um es zynisch zu betrachten: Tot ist man sowieso wertvoller als lebend. Frag mal deine Kranken-, Renten,- Lebensversicherer.
Grüsslis
Thomas

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Re: ...versicherer

Do It Now Or...?!, (vor 8360 Tagen) @ Thomas Pruß

Aber erst, wenn ich selbst bereit bin, das Rauchen aufzugeben… ;-)
Oder, um es zynisch zu betrachten: Tot ist man sowieso wertvoller als lebend.
Frag mal deine Kranken-, Renten,- Lebensversicherer.
Grüsslis
Thomas

Aber, aber Thomas,
wir von der Humbug-Mülleimer versichern Sie , äh Ihnen, dass Sie uns lebend viel lieber sind als tot. Schließlich brauchen wir doch Ihre wichtigen Prämien, um uns weitere Glaspaläste bauen zu können, die im Protzfaktor mit denen der Banken mithalten können.
Wir haben allerdings keine Einwände, wenn Sie rechtzeitig vor der Geltendmachung von Leistungen gegen uns das sozialverträgliche Frühableben in Erwägung ziehen.
Mit freundlichen Grüssen

Dr. Kaiser

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Re: versicher..Kabarettistisch wertvoll. Applaus! *oT*

hansuwe, (vor 8360 Tagen) @ Do It Now Or...?!

- kein Text -

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*lol* Köstlich! *oT*

Thomas Pruß, (vor 8359 Tagen) @ Do It Now Or...?!

- kein Text -