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Re: Oh deutsche Post...

Andreas ⌂, (vor 8359 Tagen) 8.003 Beiträge @ pilzmel

Hallo pilzmel,

als Besitzer eines Girokontos bei einer Bank kannst Du kostenfrei (jaja, ein seltenes Wort ....) ins Euro-Ausland überweisen - wenn Du die IBAN - Kontonummer des Empfängers kennst.
Ansonsten mache ich das wie Du, weil ich beim derzeitigen Euro-Dollar-Verhältnis viel über eBay in den USa kaufe, schicke ich Bargeld im Brief. So bis etwa 20 Dollar normal, darüber per Einschreiben. Kostet dann etwa 3 Euro, aber einen Ersatz gibt's bei Verlust keinen (Bargeld im E-Brf. ist nicht erlaubt)

Beste Grüße,
Andreas

Hallo Pilzfreunde,
nur eine kleine Episode am Rande...
Ich habe mir eine Ausgabe der Österreich. Zeitschrift f. Pilzkunde kommen
lassen, was ja auch ohne weiteres möglich ist. Und nun?
Nachdem ich endlich die dafür fälligen 16 Euro beisammen hatte, wollte ich
die natürlich auch nach Wien tranferieren um die dortige Wirtschaft
anzukurbeln. Am logischsten erschien mir, das genannte Postscheckkonto zu
nutzen. Ergo auf zur Post.
Ich habe mich also fröhlich in die Warteschlange eingereiht und fühlte mich
dort arg wunderlich bestaunt, weil ich als einziger kein Päckchen
aufgeben wollte. Endlich am Zuge, erklärte ich der Tresenherrscherin mein
Ansinnen. Mit einer Stirn wie ein Rollo konsultuierte sie zunächst den
Computer, dann eine Kollegin, dann per Handy ein höheres Wesen, und
verschwand vielminütig backstage. Dabei habe ich doch gar nicht verlangt,
eine Kiste verderbliche Dorschleber express nach Chickamauga zu senden.
Wieder vor Ort, erklärte die Schalterdame, daß mein Wunsch unerfüllbar
bleibt wie der Weltfrieden, die Tilgung der mexikanischen Staatsschulden
oder die Erfindung leicht programmierbarer Videorekorder. Transaktionen
auf ein österreichisches Postscheckkonto gehören nun mal nicht zu
Leistungsumfang. Basta.
Ich schlug nun die Alternative vor: Postanweisung. Abfolge siehe oben.
Ergebnis: Klar, machen wir doch gerne! Kostet 15 (!) Euro zusätzlich. Weil
die Akustik im Schalterraum schlecht war, glaubte ich zuvorderst an einen
hörtechnischen Fehler. Doch nein, es stimmte. Hat nun Österreich eine
Landgrenze zur Bundesrepublik, den Euro ebenfalls eingeführt (macht man
das nicht auch mit Zäpfchen?), und gibt es nicht mal ein Sprachproblem?
Oder existieren zwei Österreiche? Ein schwer auffindbares, mit
Glasperlenwährung und Stammesdialekt. Dafür sind 15 Euro sicher
angemessen...
Nein, auch für die Nachbarn muß man die berappen. Trotz meines Hinweises, daß
Sachsen und Österreich in der Schlacht von Königgrätz verbündet waren, gab
es keinen Nachlaß.
Ich habe dann kapituliert. Die Warteschlange hinter mir machte einhellig
Gesichter wie Christopher Judge. Sorry.
Die dritte vorgeschlagene Möglichkeit wird hoffentlich funktionieren: Tast-
und lichtsicher bar im Brief schicken. Wie archaisch. Kostet aber nur
1,60.
Wenn ich wieder mal eine Ausgabe der ÖZP brauche, fahre ich selber nach Wien,
gönne mir ein Paar gleichnamige Würstchen, besuche sämtliche
Sehenswürdigkeiten und nehme einen Walzerkurs. Ist vielleicht günstiger
und spart Zeit.
Beste Grüße! pm.

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