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Weiltsenstaion: Neue Pilzart entdeckt

Thomas Pruß, (vor 9631 Tagen)

Moin zusammen,
In der Ausgabe 24 des schwedischen Frauen-Magazins „Allers“ (8. Juni, Seite 24) steht ein Artikel über die Entdeckung einer neuen Pilzart in Schweden. Der Pilz wurde entdeckt von Arne Ryberg in der südschwedischen Provinz Blekinge. Der Pilz ist ca. 5 cm hoch und hat, soweit ich mich erinnere eine beige Farbe. In der Jugend hat der Pilz einen halbkugeligen Hut, der sich im Alter weiter verflacht, aber nicht sein polsterartiges Aussehen verliert. Der Hutrand ist dann leicht gewellt. Die Lamellen sind dick, stehen schütter und laufen am Stiel herab. Das ist die Beschreibung, die ich von einem Faxblatt abschreibe. Über den Wuchsort und die Wachstumszeit kann ich leider keine Angaben machen, weil ich kein schwedisch kann.
Ich werde aber versuchen einen Menschen heranzubekommen, der schwedisch kann.
Über den Namen der neuen Pilzart steht leider nichts in dem Artikel, bzw. ich kann ihn nicht finden. Außerdem habe ich mich mit dem Journalisten kurzgeschlossen, der den Artikel geschrieben hat. Nach Auskunft der redaktion ist es ein sehr guter Mann, so dass man eine gewisse Seriosität erwarten kann. Ich warte auf seinen Rückruf.
Melde mich wieder, sobald ich mehr weiß.
Sollte es sich tatsächlich um eine neue Art handeln, wäre es wirklich eine Weltsensation, denn wer ahnt schon, dass man selbst heutzutage noch, quasi vor der Haustüre, neue Arten entdecklen kann?
Gruß
Thomas

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Re: Weiltsenstaion: Neue Pilzart entdeckt

Bruno, (vor 9631 Tagen) @ Thomas Pruß

(........)

Sollte es sich tatsächlich um eine neue Art handeln, wäre es wirklich eine
Weltsensation, denn wer ahnt schon, dass man selbst heutzutage noch, quasi
vor der Haustüre, neue Arten entdecklen kann?
Gruß
Thomas

hallo Thomas, hast du schon mal in den Polsterritzen Deiner Wohnzimmercouch nachgesehen? Also ich bin immer wieder überrascht, auch paläontologisch gesehen..
Bruno

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Excusez-moi

Bruno, (vor 9631 Tagen) @ Bruno

Thomas,
Tschuldigung für den flapsigen Beitrag. Aber vielleicht hilft Dir auch das weiter :
http://www.algonet.se/~elfstrom/SMF/aktuellt/ynde/ynde98.htm
Hier sieht man Herrn R. in seiner Lieblingsumgebung.

http://www.algonet.se/~elfstrom/SMF/aktuellt/ynde/kerstinoarne.htm
Hier versteh ich nur Entoloma.

Für Dich naturalisierten Südschweden aber sicherlich keine spürachl. Hindernisse...
Bruno

PS : fireball, schwedisch, Name eingeben...

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Sakra!

Thomas Pruß, (vor 9631 Tagen) @ Bruno

Das ist ja ’ne schnelle Reaktion. Der Fireball-Tip ist echt gut. Nur schade, dass die wirklich keine Zusammenfassung in englisch haben.
Was mich nur wundert: das man im Pilzforum nix davon hört und sieht. Da muss ich erst nach Finnland fahren, um von der in Irland arbeitenden, finnischen Managerin von Rapala-Normark zu erfahren, dass es so etwas in Schweden gibt.
Ich habe den Text einer Kollegin, die des schwedischen mächtig ist, zum Übersetzen gegeben, denn leider, leider bin ich der Sprache – auch wenn ich fast vor der Haustüre von der Sommerlatte Sylvia wohne – nich so mächtig wie ich es gerne wäre.

Tschuldigung für den flapsigen Beitrag.

Macht nix: Seit unserem Umzug sind sämtliche rezenten und fossilen Pilze und Hasustaubmilben in meinem Sofa Geschichte ;-)

Schöne Grüße aus dem pilzlosen Norden
Thomas

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Übersetzung Entoloma

Thomas Pruß, (vor 9631 Tagen) @ Bruno

Thomas,
Tschuldigung für den flapsigen Beitrag. Aber vielleicht hilft Dir auch das
weiter : http://www.algonet.se/~elfstrom/SMF/aktuellt/ynde/ynde98.htm
Hier sieht man Herrn R. in seiner Lieblingsumgebung.
http://www.algonet.se/~elfstrom/SMF/aktuellt/ynde/kerstinoarne.htm
Hier versteh ich nur Entoloma.

Soweit es meine bescheidenen Kenntnisse des Schwedischen zulassen, hier die Übersetzung der BU:
„Kerstin Bergelin und Arne Ryberg bei der Untersuchung eines interessanten Fundes, eines seltenen Rötlings. Diese Pilze sind Kerstins Spezialgebiet. Könnte es eine neue Art für Schweden sein? Das können natürlich nur weitere Untersuchungen zeigen.

Thomas

Für Dich naturalisierten Südschweden aber sicherlich keine spürachl.
Hindernisse...
Bruno
PS : fireball, schwedisch, Name eingeben...

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Re: Übersetzung Entoloma

Bruno, (vor 9631 Tagen) @ Thomas Pruß

Soweit es meine bescheidenen Kenntnisse des Schwedischen zulassen, hier die
Übersetzung der BU: „Kerstin Bergelin und Arne Ryberg bei der Untersuchung
eines interessanten Fundes, eines seltenen Rötlings. Diese Pilze sind
Kerstins Spezialgebiet. Könnte es eine neue Art für Schweden sein? Das
können natürlich nur weitere Untersuchungen zeigen.
Thomas

Thomas,
könnte das :"naturreservat, bl.a den av Erhard Ludwig och Arne Ryberg nybeskrivna arten Hygroaster lacteus med karakteristiska stjärntaggiga
spore" vielleicht heißen u.a. neubeschriebene Art Hygroaster ..."
Steht irgendwo so in dem textteil zwischen drin.
(Mensch, heute wollte ich arbeiten).
Bruno

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Re: Übersetzung Entoloma

Thomas Pruß, (vor 9631 Tagen) @ Bruno

Thomas,
könnte das :"naturreservat, bl.a den av Erhard Ludwig och Arne Ryberg
nybeskrivna arten Hygroaster lacteus med karakteristiska stjärntaggiga
spore" vielleicht heißen u.a. neubeschriebene Art Hygroaster ..."
Steht irgendwo so in dem textteil zwischen drin.
(Mensch, heute wollte ich arbeiten).
Bruno

Wat soll ich den sagen?
Aber was ich da so rausgelesen habe, schein Deine Vermutung zuzutreffen, Bruno.
Thomas

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Re: Excusez-moi - Entoloma

Wolfgang F, (vor 9631 Tagen) @ Bruno

Thomas,
http://www.algonet.se/~elfstrom/SMF/aktuellt/ynde/kerstinoarne.htm
Hier versteh ich nur Entoloma.

"Kanske en ny art för Sverige? "
heißt wohl:" Kann es eine neue Art für Schweden sein?"

Eine neue Art für Schweden ist nicht eine neue Art überhaupt.

Eine neue Entoloma-Art für eine Gegend zu finden, ist gar nicht so schwer: Alles was man braucht, ist ein gutes Mikroskop, den 'Noordeloos' (Fungi Europaei, Band 5: Entoloma), sehr sehr viel Geduld und einen Magerrasen im Juni/Juli nach längeren heftigen Regenfällen.

Dann sprießen dort zu Hunderten kleine braune Entolomen, die sich nur durch diffizile Mikromerkmale unterscheiden lassen. Das machen in Deutschland nur eine Handvoll Leute. Die Chance, eine Art zu finden, die bisher nur z.B. aus den Niederlanden bekannt ist (...weil Noordeloos dort jeden Quadratzentimeter abgesucht hat), ist gar nicht so schlecht.

Eine neue Art überhaupt zu finden, ist viel schwerer, weil man erst einmal sicherstellen müßte, ob es sich um eine Art oder nur eine Varietät oder gar Witterungsform handelt. Da gibt es in den Büchern wohl eine Menge 'Phantom-Arten', weil sich mittelmäßige Mykologen unsterblich machen wollten.

Das wär' mal ein Diskussionsthema:
WAS IST EIGENTLICH EINE 'ART' BEI PILZEN???

Wolfgang F.

P.S: Mikroskop, Magerrasen und Noordeloos hab' ich, ...wo bleibt der Regen?

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Re: Excusez-moi - Entoloma

felix, (vor 9626 Tagen) @ Wolfgang F

"Kanske en ny art för Sverige? "
heißt wohl:" Kann es eine neue Art für Schweden sein?"
Eine neue Art für Schweden ist nicht eine neue Art überhaupt.
Eine neue Entoloma-Art für eine Gegend zu finden, ist gar nicht so schwer:
Alles was man braucht, ist ein gutes Mikroskop, den 'Noordeloos' (Fungi
Europaei, Band 5: Entoloma), sehr sehr viel Geduld und einen Magerrasen im
Juni/Juli nach längeren heftigen Regenfällen.
Dann sprießen dort zu Hunderten kleine braune Entolomen, die sich nur durch
diffizile Mikromerkmale unterscheiden lassen. Das machen in Deutschland
nur eine Handvoll Leute. Die Chance, eine Art zu finden, die bisher nur
z.B. aus den Niederlanden bekannt ist (...weil Noordeloos dort jeden
Quadratzentimeter abgesucht hat), ist gar nicht so schlecht.
Eine neue Art überhaupt zu finden, ist viel schwerer, weil man erst einmal
sicherstellen müßte, ob es sich um eine Art oder nur eine Varietät oder
gar Witterungsform handelt. Da gibt es in den Büchern wohl eine Menge
'Phantom-Arten', weil sich mittelmäßige Mykologen unsterblich machen
wollten.
Das wär' mal ein Diskussionsthema: WAS IST EIGENTLICH EINE 'ART' BEI
PILZEN???

art hängt mit der wissenschaftlichen systematik zusammen: eine art ist das pilzindividuum selbst. z. B. boletus edulis ist die art fichtensteinpilz.
mehrere verwandte arten gehören zu einer gattung, die wieder zu einer familie, die familie zu einer ordnung, diese zu einer klasse und die klassen zu einer abteilung.
nachzulesen bei dörfelt "systematik der pilze".
die lat. bezeichnung lässt aufgrund der endung klar erkennen ob es sich um eine gattung oder familie etc. handelt. (z. B. boletaceae- boletales usw.
ist ganz interessant diese systematik, die von den meisten bedeutenden mykologen anerkannt ist.

felix

Wolfgang F.
P.S: Mikroskop, Magerrasen und Noordeloos hab' ich, ...wo bleibt der Regen?

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Re: Excusez-moi - Entoloma

Wolfgang F, (vor 9620 Tagen) @ felix

art hängt mit der wissenschaftlichen systematik zusammen: eine art ist das
pilzindividuum selbst. z. B. boletus edulis ist die art fichtensteinpilz.
mehrere verwandte arten gehören zu einer gattung, die wieder zu einer
familie, die familie zu einer ordnung, diese zu einer klasse und die
klassen zu einer abteilung.
nachzulesen bei dörfelt "systematik der pilze".
die lat. bezeichnung lässt aufgrund der endung klar erkennen ob es sich um
eine gattung oder familie etc. handelt. (z. B. boletaceae- boletales usw.
ist ganz interessant diese systematik, die von den meisten bedeutenden
mykologen anerkannt ist.
felix

Hi Felix,

Dass eine 'Art' eine systematische Gliederungsebene ist, die zwischen Individuum und Gattung liegt, ist mir (und den Pilzen ) klar.

Aber die biologische Schul-Definition

"Art=natürliche Fortpflanzungsgemeinschaft"
ist bei Pilzen nicht so leicht nachzuprüfen: wie kann ich denn bei 2 Täublings-Individuen sicher stellen, ob sie zusammen fertile Nachkommen haben können?

Also hilft man sich bei Pilzen mit anderen Definitionen und beschreibt eine neue Art, wenn es mehrere Unterscheidungsmerkmale zu der verwandten Art ohne Übergangsformen gibt.

Wenn ich z.B. einen Pilz mit hellbraunem Hut im Laubwald finde und einen ganz ähnlichen mit dunkler braunem Hut im Nadelwald, dann habe ich 2 Merkmale:
(1) unterschiedliche Ökologie und
(2) unterschiedliche Hutfarbe,
das reicht vielen Autoren für eine neue 'Art'.

Kann es nicht auch sein, daß der Pilz mit der Nadelbaum-Mykorrhiza besser mit Nährstoffen versorgt wird und deshalb mehr Pigmente bilden kann? Deswegen werden wir die Pilzbestimmung demnächst den Labor-Biologen überlassen müssen, die das ganze durch einen genetischen Fingerprint klären können (jedenfalls manchmal) oder zumindest daran glauben, daß sie es könnten.

Oder wir kaufen uns in ein paar Jahren anstelle eines Mikroskops einen kleinen vollautomatischen Gen-Tester, in den wir einfach ein Stück Pilz 'reinwerfen, und vergleichen die DNA-Sequenz mit den Pilz-DNA-Listen, die irgendwo im Internet veröffentlicht werden... das wär' doch auch eine nette Zukunftsaussicht!?

Wolfgang F.

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Re: Weiltsenstaion: Neue Pilzart entdeckt

Thomas Pruß, (vor 9631 Tagen) @ Thomas Pruß

Also, ich hab mir mal die Entolomas in Georgs Pilzgalerie angeschaut: Die neue Art hat so gar keine Ähnlichkeit mit den Rötlingen dort, vor allem, weil die Lammellen am Stiel herablaufen.
Thomas