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Re: wildpilze im wald aussetzen

Christoph ⌂, (vor 8267 Tagen) @ maz

Servus Maz,

solche Ideen hatten schon viele vor Dir ;-). Ma kann (mit sehr viel Mühe) Steinpilze auf Agar bei geeigneter Beimischung von Nährstoffen (z.B. Hefe-Malz-Agar etc.) anziehen. Das Wachstum ist aber sehr mau. Aber es geht prinzipiell. Machst du irgendwas falsch, stirbt das Myzel ab. Man kann dann vorsichtig versuchen, ein steril gekeimtes Bäumchen mit dem Mycel zu inokulieren. Meines Wissens ist es aber erst einmal gelungen, ein Steinpilzmycel an eine Baumwurzel zu bringen. Wenn man das Bäumchen dann auspflanzt und das der Steinpilz auch noch überlebt, muss man vielleicht nur ein Jahrzehnt warten.... wer weiß?!

Wenn, dann würde ich es eher mit ausbringen von Sporen in geeigneten Habitaten probieren, quasi den natürlichen weg wählen. Vermutlich sind dort aber bereits Steinpilzmycelien im Boden. Man wird nie wissen, ob die Dinger plötzlich frukifizieren, weil man einfach nur öfter den betreffenden Wald beobachtet (statistischer Effekt), oder aus purem Zufall, oder wirklich, weil man Sporen ausgebracht hat...

Viel leichter geht es mit Wurzeltrüffeln. Sporensuspension zu Jungbäumen geben und a bisserl warten. Mit Suillus (Schmierröhrlinge, nächst verwandt) könnte das auch gehen. Nur sind Steinpilze halt beliebter...

Grüße
Christoph

hi ihr mykologen und mykologinnen
macht das sinn?
steinpilzmyzel auf agar-agar klonen und im
wald seines vertrauens unter einer kiefer oder eiche verbuddeln...
hat man ein jahr später eine sichere fundstelle??
grüsse von einem erfolglosen pilzesucher der das glück selbst in die hand
nimmt
------>maz

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