Re: Fund von Gestern (8 Fotos)
Hallo Tanja, hallo Kazuya, hallo Wolfgang,
Vielen Dank für das Zurechtbringen !
Gegen den häufigen Trompetenschnitzling spricht natürlich gar nichts.
Im Gegenteil. Die Beschreibung passt prima !
(Nur bin ich mit dem Schlüsseln nicht so hingekommen)
Ich bin ein wenig ernüchtert aber zufrieden !
Wenn man den Pilz nicht sowieso kennt und streng nach Schlüssel vorgeht,
was ich versucht habe, passierte zumindest bei mir folgendes: (sollte ich die
Schlüssel falsch intepretiert haben, bitte wieder verbessern!)
Da hab ich im Bon bei Nummer 45 die Abzweigung verpasst !
Für mich war das Spp eben nicht rostbraun sondern heller
(= eher milchkaffeefarben; Pilze der Schweiz sagt ja auch
"ockerbraun").
also bin ich bei 47 weiter, was jedoch nur zu Erlenschnitzlingen und
Fälblingen führt.
Und als Alternative sind bei 45b halt noch die Ackerlinge angegeben,
die haben zumindest einigermassen gepasst.
Na ja, man kann ja auch nach dem Schlüssel in "Pilze der Schweiz"
vorgehen.
Im Gruppenschlüssel 2.4 kommt man noch gut an.
Doch schon Punkt 2* ("FK zentral gestielt und größer (Durchmesser
8-15mm)..")
macht einen wieder stutzig. 45mm sind halt wesentlich mehr als 15mm
(nicht nur ein bisschen; im Beschreibungstext von Nr.463/464 stehen nachher
wieder
die -30mm bzw. -40mm drin !).
[Allerdings: Hätte ich diese Hürde auch genommen, wäre ich zu
Punkt 17 "Sporen bis 8,5um lang, Hyphen der Lamellentrama 5-15um
breit"
oder
Punkt 17* "Sporen über 8,5um lang, Hyphen der Lamellentrama über 10
(15)um breit"
gekommen.
(---> Meine Sporen waren kleiner als 8,5um lang (einmal wurden die 8,5um
erreicht), die Hyphen des Lamellentrama aber > 15um breit, also hätte
gar nichts gepasst ! Hätte ich das auch noch "ignoriert", wäre
ich auf die richtige Seite gekommen.
Nur... soviel habe ich ja gar nicht "ignoriert")
Genug der Entschuldigungen und Danke euch allen fürs Weiterhelfen !
Thomas Holl
Hallo Thomas,
ich habe Deine (berechtigte) Beschwerde über die falschen Schlüssel 'mal zum Anlass genommen, den Gattungsschlüssel von Bresinsky&Besl (Regensburger Mykologische Schriften, Bd 11) zu testen. Mit Deinen Angaben wärst Du zumindest in diesem Fall glatt bei Tubaria 'rausgekommen. Allerdings selbst im "makroskopischen" Schlüsselteil nur unter Einbeziehung mehrerer Mikromerkmale.
Hoffentlich legt Dir jemand das Heftchen in's Osternest... ansonsten hoffen wir, dass mit dem neuen Moser/Horak ab Oktober alles besser wird!
Wolfgang