Positivlisten (Sammellisten)
Ich denke, das z.T. äusserst unterschiedlich starke Vorkommen bestimmter
Pilze in Abhängigkeit von Höhenlage, Bodenbeschaffenheit u.ä. kann m.E.
nicht unberücksichtigt bleiben. Im Grunde genommen reichen Beschränkungen
auf Länderebene nicht aus, um den starken regionalen Unterschieden gerecht
zu werden. Da die roten Listen ohnehin keinen verbindlichen Charakter
haben, sollte über einen Schutz der jeweils seltenen Arten durch
entsprechende Satzung auf Gemeinde- oder Kreisebene nachgedacht werden. Am
wirkungsvollsten und effektivsten dürfte es sein, jeweils eine Liste mit
zum Sammeln freigegebenen Pilzen zu erstellen (sicher eine dankbare und
verantwortungsvolle Aufgabe für alle PSV).
Im Prinzip hättest Du recht. Nur befürchte ich, daß eine Positivliste sehr schnell arg negative Folgen hätte, was im Endeffekt so weit wie in Südtirol (komplizierte, landkreisabhängige Sammellizenzen) oder gar NL (generelles Sammelverbot) gehen kann. Denn wenn der deutsche Beamte eine Positivliste bekommt, wird er sehr schnell den umgekehrten Weg gehen und Verbote erlassen. Und dann ist für uns Mykologen aus mit lustig.
Deswegen halte ich das bisherige System für besser. Auflagen und Verbote haben wir eh schon genug in D.
Gruß,
Werner