Re: Psathyrella... Analyse Markus Wilhelm
Hallo,
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Markus Wilhelm gilt als Psathyrella-Kenner, und seine Meinung bedeutet daher schon etwas. Das ursprüngliche Mikro-Foto der Zystiden zeigt im übrigen - entgegen seiner Meinung - durchaus auch eine utriforme Zystide, was ja trotzdem zu P. fusca passen würde.
Der Keimporus erscheint mir allerdings etwas breiter und größer als er sein sollte, aber vielleicht sieht man das nicht so richtig.
Das ist ja auch eine sehr, sehr schwierige Gruppe der Mürblinge und was ist da schon die "Wahrheit". Ich empfehle hier mal die Studien in der AMO III. von 1987. Wie bereits von mir erwähnt, sind in der ZfM von 2000 nochmals ausgiebig
die Formen und Arten um P. carneo-grisea beschrieben; auch die von mir favorisierte P. fatua.
Manfred Enderle hat P. fusca in der AMO sehr ausgiebig beschrieben und man könnte ihn vielleicht mal bitten, sich die schönen Bilder und die Mikros anzusehen. Er ist z.Zt. immer noch einer der besten Psathyrella-Kenner der BRD.
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Gruß Werner2
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Hallo,
Markus Wilhelm hat freundlicherweise den Psathyrella-Fund auch noch
untersucht! Danke Markus ! Hier seine Analyse: Hier meine Mik.-Daten:
Basidien 4- sporig, 9-12 x 4 µm, mit Basalschnalle (schwer sichtbar, man
muss kräftig quetschen, dann sieht man einzelne, das oft sichtbare
Ambossähnliche Ende deutet auch immer auf eine Schnalle hin.)
Cheilozystiden häufig, Flaschenförmig, nicht utriform, Pleurozystiden auch
eher häufig, wie die Cheilozystiden geformt, Ch.und Pleuroz. mit ähnlichen
Massen: 40-50-60 x 10-12 µm.
Sporen: oval, leicht dickwandig mit Keimporus, Masse: ca. 7-9 x 5-6 µm.
Aufgrund des praktisch fehlenden Velums und der Sporengröße kommt man in die
Sapadiceogrisae und wegen der Ähnlichkeit der Pleuro-und Cheilozystiden in
die Subsektion Lutense.
Nach Kits. V. Waveren
Und hier komme ich auf P. fusca. Zwar sind mir bei dieser Art die
aufgezeichneten Zystiden auch etwas zu stark utriform, aber doch nie so
wie bei spadiceogrisea. Bei Moser (S. 275) ist es schwierig, weil er das
Velum als reichlich bezeichnet, sogar als fast häutig, Kits. V. W. nennt
es spärlich. Was bei Moser wieder stimmt: L.-Schneide weißlich, Sporen
dunkel.
Interessant das bild bei Cetto Band 7, 2624, das könnte dein Pilz sein, auch
etwas büschelig!
Also ich würde recht frech Dein Fund als P. fusca, (Schum.) Pers. mit einem
kleinen ? versehen!
Ich hoffe, Du bist mit meinem Befund zufrieden, Du kannst ja im Forum das
Thema wieder aufnehmen, mal sehen, was die Anderen meinen. Da kommen
sicher noch andere Meinungen zusammen.
Hier nochmals zu Erinnerung:
Beitrag 61876
Beitrag 61935
Vielen Dank für weitere Meinungen.
Beste Grüsse
Sepp