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Hilfe zu Pluteus roseipes und Entoloma scabiosum

Birgit, (vor 8160 Tagen)

Hallo,

gestern war ich mal kurz im Wald und habe zwei etwas bemerkenswertere Arten gefunden.

Einmal Dachpilze, die offensichtlich schon vor mir jemand gefunden hatte, sie lagen am Wegrand, daher kann ich auch nix zum Substrat sagen. Der Wald ist eigentlich ein ziemlich schrecklicher Fichtenstangenwald (typisch bayrischer Privatwald eben), aber da gibts auch ein paar Laubbäume. Der Hut der besagten Dachpilze sieht fast aus wie der Hut von Pluteus umbrosus (schwarzflockiger Dachpilz), also nicht bereift eher fein schuppig, die Lamellenschneiden sind aber nicht schwarz. Beim rosastieligen Dachpilz soll der Hut bereift sein, das stell ich mir aber anders vor. Unter dem Mikroskop war in einem Fall mal ne Pleurozystide mit vermutlich sterigmenartigen Auswüchsen zu entdecken ( gestern hat irgendjemand bei allen Pilzen, die ich angeschaut habe die Pleurozystiden und wohl auch die meisten Cheilozystiden versteckt ;-)) und eine Cheilozystide, die definitiv die geforderten Auswüchse hatte. Der Stiel war auch nicht eindeutig rosa, höchstenfalls lachsfarben. Kann mir hier jemand weiterhelfen?

Das andere ist der dunkelschuppige Rötling (Entoloma scabiosum) gefunden mit mehreren Exeolaren im Fichtenwald, diesen habe ich fahrlässigerweise ;-) nach einfachem Blättern im B&K bestimmt. Bei dem Mikrozeichnungen sind dort Cheilozystiden auuufgeführt, die ich gestern auch wieder nicht auf ANhieb gefunden habe (und um Mitternacht hatte ich defintiv keine Lust mehr weiter zu suchen ;-)). Kann man diesen - für mich als Laien - ziemlich unverwechselbaren Rötline (schwarze Hutschüppdvhrn, dazwischen cremefarbige Hutoberfläche) überhaupt mit einem anderen Rötling verwechseln? Mein Eindruck ist, daß man ihn auch makroskopisch bestimmen kann?

Vielen Dank

Birgit

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Re: Hilfe zu Pluteus roseipes

Andreas 2, (vor 8159 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

nach deiner Beschreibung tippe ich wie du auf roseipes oder auf eine Forn von plautus. Der Stiel bzw. genauer gesagt die Stielbasis ist bei roseipes keineswegs immer rosa gefärbt. Manchmal sieht man auch gelbe Töne. Schau doch mal unter http://www.tham-thueringen.de/ -->Pilzkunde --> Pluteus. Vielleicht hilft es dir ein wenig weiter.

Gruß Andreas

Hallo,
gestern war ich mal kurz im Wald und habe zwei etwas bemerkenswertere Arten
gefunden.
Einmal Dachpilze, die offensichtlich schon vor mir jemand gefunden hatte, sie
lagen am Wegrand, daher kann ich auch nix zum Substrat sagen. Der Wald ist
eigentlich ein ziemlich schrecklicher Fichtenstangenwald (typisch
bayrischer Privatwald eben), aber da gibts auch ein paar Laubbäume. Der
Hut der besagten Dachpilze sieht fast aus wie der Hut von Pluteus umbrosus
(schwarzflockiger Dachpilz), also nicht bereift eher fein schuppig, die
Lamellenschneiden sind aber nicht schwarz. Beim rosastieligen Dachpilz
soll der Hut bereift sein, das stell ich mir aber anders vor. Unter dem
Mikroskop war in einem Fall mal ne Pleurozystide mit vermutlich
sterigmenartigen Auswüchsen zu entdecken ( gestern hat irgendjemand bei
allen Pilzen, die ich angeschaut habe die Pleurozystiden und wohl auch die
meisten Cheilozystiden versteckt ;-)) und eine Cheilozystide, die
definitiv die geforderten Auswüchse hatte. Der Stiel war auch nicht
eindeutig rosa, höchstenfalls lachsfarben. Kann mir hier jemand
weiterhelfen?

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Danke

Birgit, (vor 8159 Tagen) @ Andreas 2

Hallo Andreas.

nach deiner Beschreibung tippe ich wie du auf roseipes oder auf eine Forn von
plautus.

Der fein schuppige oder besser - wie auf Eurer Seite beschrieben - körnige Hut würde dich also nicht störe?

Der Stiel bzw. genauer gesagt die Stielbasis ist bei roseipes
keineswegs immer rosa gefärbt. Manchmal sieht man auch gelbe Töne. Schau
doch mal unter http://www.tham-thueringen.de/ -->Pilzkunde -->
Pluteus. Vielleicht hilft es dir ein wenig weiter.

Danke du hast mir schon weitergeholfen

Birgit

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Re: Danke

Andreas 2, (vor 8158 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Der fein schuppige oder besser - wie auf Eurer Seite beschrieben - körnige
Hut würde dich also nicht störe?

Nein. Da du schreibst: "wie der Hut von umbrosus" sowie die eine von dir gefundene Zystide mit sterigmenartigen Fortsätzen, das spricht ganz stark für die Subsection Hispidodermini, und da bleiben ja fast nur die beiden braunhäutigen Arten übrig, sofern du umbrosus selbst ausschließen kannst. Übrigens spricht der Nadelwald auch für roseipes, denn die Art ist nicht selten auch auf Nadelholz zu finden.

Gruß Andreas

Hallo Andreas.
Der fein schuppige oder besser - wie auf Eurer Seite beschrieben - körnige
Hut würde dich also nicht störe?
Danke du hast mir schon weitergeholfen
Birgit