Re:Leccinum duriusculum (276 kB) *PIC*
Hallo,
als Nachtrag zu Thomas' Posting vom 4. Juli hier noch zwei Standortaufnahmen von gestern:
![[image]](http://www.8ung.at/schreiner_juergen/pilze/duriusculum2.jpg)
Gruß, Jürgen
Jürgen, (vor 8145 Tagen)
Hallo,
als Nachtrag zu Thomas' Posting vom 4. Juli hier noch zwei Standortaufnahmen von gestern:
![[image]](http://www.8ung.at/schreiner_juergen/pilze/duriusculum2.jpg)
Gruß, Jürgen
Markus Wilhelm , (vor 8145 Tagen) @ Jürgen
Hallo Jürgen,
ein ganz schönes Bild dieses Rauhfusses!!
Ich finde, der fast Boletushafte, dicke Stiel ist eines der guten Merkmale gegenüber den anderen braunen Rauhfüssen, die meist zylindrisch sind.
Danke und schöne Zeit, Markus
Jürgen, (vor 8145 Tagen) @ Markus Wilhelm
Hallo Markus,
aber gerade auf die Stielform darf man sich wiederum nicht zu sehr verlassen. Ich habe schon erlebt, dass ähnlich robuste Birkenpilze für Pappelraufüße gehalten wurden - auf die als Merkmal wichtige Fleisch(ver)färbung (siehe Fotos von Thomas) oder auch den Begleitbaum wurde dann gar nicht mehr geachtet.
Grüße in die Schweiz, Jürgen
ThomasHofheim, (vor 8145 Tagen) @ Jürgen
Hallo Markus und Jürgen,
ich habe diesselbe Beobachtung wie Jürgen gemacht. Das, was man teilweise als eigene Art Leccinum melaneum oder Varietät vom gewöhnlichen Birkenpilz abtrennt, kann mindestens genauso "boletoide" Stiele wie duriusculum haben:
http://pilzbestimmung.de/datenbank/GrossBild.php4?Pilz=689&bildnum=1&Autor=Thomas%20Lehr&name=Leccinum%20scabrum%20var.%20melaneum
Viele Grüße
ThomasHofheim
Hallo Markus,
aber gerade auf die Stielform darf man sich wiederum nicht zu sehr verlassen.
Ich habe schon erlebt, dass ähnlich robuste Birkenpilze für Pappelraufüße
gehalten wurden - auf die als Merkmal wichtige Fleisch(ver)färbung (siehe
Fotos von Thomas) oder auch den Begleitbaum wurde dann gar nicht mehr
geachtet.
Grüße in die Schweiz, Jürgen
Jürgen, (vor 8145 Tagen) @ ThomasHofheim
nach aktueller, nach meiner Meinung berechtigter Auffassung (Lannoy & Estades) exakt Leccinum scabrum ss. str. sind! Da gibt es beim Hut alle Übergange von hellbeige his schwarzbraun - deshalb ist die var. melaneum nicht viel wert. Gute Merkmale sind die dunklen Stielschuppen und das fehlen von Blaugrün in der Stielbasis. Übrigens ein typischer Alleen- und Park-Pilz.
"Sinn gemacht" hat die var. melaneum, als diese stämmigen "Neger" noch von jenen landläufigen "Birkenpilzen" abgetrennt wurden, die in bodensauren Birkenwäldern oder gar Mooren wachsen und heute unter Namen wie Leccinum brunneogriseolum, Leccinum nucatum u. a. firmieren (vgl. die Baden-Württemberg-Flora). Diese Birkenpilze zeichnen sich makroskopisch ggü. L. scabrum durch schlankeren Habitus, jung weißliche bis blassgraue Stielschuppen und blaue Flecken in der Stielbasis aus.
Allen Birkenpilzen ist gemeinsam, dass das Fleisch ansonsten nur schwach bis mäßig rötet oder gar nicht verfärbt. Bei duriusculum beobachten wir eine "rotkappenmäßige" Verfärbung von rosaviolett bis grauschwärzlich.
Grüße, Jürgen
ThomasHofheim, (vor 8145 Tagen) @ Jürgen
formuliert; in dem Gebiet, in dem ich die melaneum gefunden habe, konnte man die Übergänge ganz gut studieren. In der Monographie von Lannoy & Estades wird melaneum aber immer noch als Varietät abgetrennt, und zwar - wenn ich das richtig sehe - nach wie vor hauptsächlich aufgrund der Hutfarbe. Wie auch immer, meine wenige "scabrum"-Kollektionen mit sehr dunklem Hut hatten immer auch den "boletoiden" Stiel, den ich von L. scabrum ss.str. eigentlich nicht kenne.
Viele Grüße
Thomas
nach aktueller, nach meiner Meinung berechtigter Auffassung (Lannoy &
Estades) exakt Leccinum scabrum ss. str. sind! Da gibt es beim Hut alle
Übergange von hellbeige his schwarzbraun - deshalb ist die var. melaneum
nicht viel wert. Gute Merkmale sind die dunklen Stielschuppen und das
fehlen von Blaugrün in der Stielbasis. Übrigens ein typischer Alleen- und
Park-Pilz.
"Sinn gemacht" hat die var. melaneum, als diese stämmigen
"Neger" noch von jenen landläufigen "Birkenpilzen"
abgetrennt wurden, die in bodensauren Birkenwäldern oder gar Mooren
wachsen und heute unter Namen wie Leccinum brunneogriseolum, Leccinum
nucatum u. a. firmieren (vgl. die Baden-Württemberg-Flora). Diese
Birkenpilze zeichnen sich makroskopisch ggü. L. scabrum durch schlankeren
Habitus, jung weißliche bis blassgraue Stielschuppen und blaue Flecken in
der Stielbasis aus.
Allen Birkenpilzen ist gemeinsam, dass das Fleisch ansonsten nur schwach bis
mäßig rötet oder gar nicht verfärbt. Bei duriusculum beobachten wir eine
"rotkappenmäßige" Verfärbung von rosaviolett bis
grauschwärzlich.
Grüße, Jürgen
Jürgen, (vor 8145 Tagen) @ ThomasHofheim
ich halte die Varietät melaneum dennoch zumindest für diskutabel.
Hier nochmal ein kleiner Überblick über die Variabilität der Hutfarbe bei L. scabrum. Die Exemplare sind alle vom gleichen Fundort (ein Fabrikgelände in Steinau/Kinzig)und vom selben Datum (Oktober 1996).
![[image]](http://www.8ung.at/schreiner_juergen/pilze/scabrum1.jpg)
Mal eben freihändig vom Dia abgeknipst, deswegen stark verkleinert, um Unschärfe auszugleichen, und etwas in Photoshop farbkorrigiert (Gelbstich raus).
Gruß, Jürgen