Re: Deswegen habe ich ja vorsichtig ...
formuliert; in dem Gebiet, in dem ich die melaneum gefunden habe, konnte man die Übergänge ganz gut studieren. In der Monographie von Lannoy & Estades wird melaneum aber immer noch als Varietät abgetrennt, und zwar - wenn ich das richtig sehe - nach wie vor hauptsächlich aufgrund der Hutfarbe. Wie auch immer, meine wenige "scabrum"-Kollektionen mit sehr dunklem Hut hatten immer auch den "boletoiden" Stiel, den ich von L. scabrum ss.str. eigentlich nicht kenne.
Viele Grüße
Thomas
nach aktueller, nach meiner Meinung berechtigter Auffassung (Lannoy &
Estades) exakt Leccinum scabrum ss. str. sind! Da gibt es beim Hut alle
Übergange von hellbeige his schwarzbraun - deshalb ist die var. melaneum
nicht viel wert. Gute Merkmale sind die dunklen Stielschuppen und das
fehlen von Blaugrün in der Stielbasis. Übrigens ein typischer Alleen- und
Park-Pilz.
"Sinn gemacht" hat die var. melaneum, als diese stämmigen
"Neger" noch von jenen landläufigen "Birkenpilzen"
abgetrennt wurden, die in bodensauren Birkenwäldern oder gar Mooren
wachsen und heute unter Namen wie Leccinum brunneogriseolum, Leccinum
nucatum u. a. firmieren (vgl. die Baden-Württemberg-Flora). Diese
Birkenpilze zeichnen sich makroskopisch ggü. L. scabrum durch schlankeren
Habitus, jung weißliche bis blassgraue Stielschuppen und blaue Flecken in
der Stielbasis aus.
Allen Birkenpilzen ist gemeinsam, dass das Fleisch ansonsten nur schwach bis
mäßig rötet oder gar nicht verfärbt. Bei duriusculum beobachten wir eine
"rotkappenmäßige" Verfärbung von rosaviolett bis
grauschwärzlich.
Grüße, Jürgen