Re: spissa - excelsa - pantherina
Hallo,
ich kann dem Text nicht genau entnehmen, ob Du auch die zweifelhaften Exemplare
gegessen hast (vielleicht Dank der schönen Fotos von Frau Dähncke).
Wenn ja, dann bis Du ja ein richtiger mykologischer Freeclimber in einer Gruppe von zum Teil tödlich giftigen Pilzen.
Ganz schön mutig. Vielleicht kennst du diesen Spruch noch nicht:
Es gibt alte Pilzsammler und es gibt mutige Pilzsammler. Aber alte mutige Pilzsammler gibt es nicht.
Noch ein Hinweis zu den Wulstlingen: A. spissa ist eine sehr variable Art, die in einer ganzen Reihe von Spielarten vorkommt und einem immer wieder mal narren kann. Außerdem gibt noch ein paar weniger häufige bis seltene Wulstlingsarten - wie z.B. A. aspera oder porphyria, die auch einem Grauen Wulstling bzw. einem Perlpilz durchaus ähnlich sehen können.
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Gruss Werner2
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Gestern war im Elztal ganz klar Amanita das Thema.
Am Anfang gab es einige Perlpilze, später dann auch zwei Graue Wulstlinge,
dann wurde es spannend.
Normalerweise erkenne ich den Grauen Wulstling schon aus ein paar Metern
Entfernung, er ist gegenüber dem Pantherpilz viel kompakter, quasi
untersetzt und der Pantherpilz wirkt dagegen viel fragiler eher Richtung
Knollenblätterpilz.
Nun fand ich welche, die in etwa vom Habitus dazwischen anzusiedeln waren.
Der erste Blick galt dem Ring, aber für den Grauen Wulstling war er viel
zu hinfällig und nur undeutlich gerieft. Deutlich dagegen waren die Riefen
oberhalb der Ringzone. Die Knolle war schmal oval und keinesfalls aprupt
im Übergang zum Stiel, auch fehlten die Gürtel des Pantherpilz. Zwei
Exemplare wurzelten so tief, daß ich mit dem Finger nicht bis an die Basis
kam. Die Schuppen waren gräulich bis graugrün, einige Exemplare hatten
fast gar keine, diese sahen fast ein bissel wie Scheidenstreiflinge aus.
Mit meinem Feldbuch von Parey kam ich da nicht weiter, daheim haben mir
dann die 1200 Pilze geholfen - es musste Amanita excelsa sein. Was dort
als zwei Arten beschrieben wird (spissa/excelsa), kam mir vor Ort eher wie
eine lückenlose Mischungsreihe vor. Also doch eine hoch variable Art?
Immerhin fand ich all die Pilze auf einer Fläche von einem ha.
Dank Frau Dähncke gab es also ein schönes Abendessen, der Pantherpilz war es
jedenfalls nicht, sonst würde ich das nicht schreiben können.