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Fundbericht Oberbayern (4 Fotos) *PIC*

interhias ⌂, (vor 8105 Tagen)

Servus nochmal!

Nach den Regenfälle vom vergangenen Wochenende kommt langsam wieder Schwung ins Pilzwachstum. In den letzten Tagen hab ich die Wälder südlich von München und am Taubenberg durchstreift.

Einen zweiten Schub zeitigen grade die Pfeffermilchlinge, die bei München in gewaltigen Mengen wachsen. Erfreulicherweise sind auch genießbare Milchlinge aufgetaucht, nämlich Brätlinge, die sowohl in den Bergen (vgl. Beitrag von Michel vom 18.08.) als auch im Flachlang grade fleißig wachsen.
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Am Taubenberg sind einige Waldgebiete fast pilzfrei, an bestimmten Stellen jedoch gab es Interessantes zu sehen. Z. B. diese Nadelwaldrotkappe, die direkt neben einer jungen Tanne und in einiger Entfernung von älteren Fichten wuchs:
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Ansonsten gabe es u.a. einen Fichtensteini, Semmelstoppelpilze, Reherln/Pfifferlinge, einige Täublinge und knopfstielige Rüblinge.

Auch bei München wuchsen die Schwammerln eher vereinzelt, vor allem rote Täublinge (die harten Zinnober-), aber auch ein paar Frauen- und Speisetäublinge. Außerdem gesichtet u. a.: Riesenporlinge (Meripilus giganteus), Hasenpfote (Coprinus lagopus), Strubbelkopfröhrlinge (Strobilomyces strobilaceus), Blutblättriger Hautkopf (Cortinarius semisanguineus).

Die Hasenpfote wuchs in einem Tannendickicht am Fuß von abgestorbenem Laubholz:
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Der Riesenporling, dessen Erstverkostung mich allerdings nicht überzeugen konnte:
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Ungewöhnlich für den Münchner Süden fand ich das völlige Fehlen von Riesenschirmlingen und auch die Zigeuner (Reifpilze) haben sich offenbar wieder völlig verabschiedet.

Gruß aus München
Hias

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Bist du bei der Rotkappe sicher, dass

Jürgen, (vor 8105 Tagen) @ interhias

nur Nadelbäume in der Nähe waren bzw. liegt da auf dem Bild nicht auch Birkenlaub herum?

Weil: Der Fund sieht mir makroskopisch doch eher nach der Birkenrotkappe Leccinum versipelle aus, vor allem wegen der ziemlich blass gelbrötlichen Hutfarbe und der rabenschwarzen Stielschuppen.

Obwohl - von der Stielbasis her ist etwas rotbraune Farbe zu erkennen, die einen auch an L. vulpinum (piceinum) denken lassen kann.

Grüße, Jürgen

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... keine Birken in der Nähe

interhias ⌂, (vor 8105 Tagen) @ Jürgen

nur Nadelbäume in der Nähe waren bzw. liegt da auf dem Bild nicht auch
Birkenlaub herum?
Weil: Der Fund sieht mir makroskopisch doch eher nach der Birkenrotkappe
Leccinum versipelle aus, vor allem wegen der ziemlich blass gelbrötlichen
Hutfarbe und der rabenschwarzen Stielschuppen.
Obwohl - von der Stielbasis her ist etwas rotbraune Farbe zu erkennen, die
einen auch an L. vulpinum (piceinum) denken lassen kann.
Grüße, Jürgen

Servus Jürgen!

Wir haben uns am Fundort nach Espen und Birken umgesehen, aber keine vorgefunden. Birkenlaub am Standort ist gut möglich, im Mischwald am Taubenberg (Tanne/Fichte/Buche) sind an einigen Stellen vereinzelt Birken eingestreut. Leider war die Rotkappe ein Einzelfund, und auch unsere gezielten Fahndungsmaßnahmen unter eben jenen Birken blieben leider erfolglos.

Gruß
Hias

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Re: Bist du bei der Rotkappe sicher, dass

Andreas ⌂, (vor 8105 Tagen) @ Jürgen

nur Nadelbäume in der Nähe waren bzw. liegt da auf dem Bild nicht auch
Birkenlaub herum?
Weil: Der Fund sieht mir makroskopisch doch eher nach der Birkenrotkappe
Leccinum versipelle aus, vor allem wegen der ziemlich blass gelbrötlichen
Hutfarbe und der rabenschwarzen Stielschuppen.
Obwohl - von der Stielbasis her ist etwas rotbraune Farbe zu erkennen, die
einen auch an L. vulpinum (piceinum) denken lassen kann.
Grüße, Jürgen

Hallo Jürgen,

ich hatte dasselbe gefühl wie Du, dass das keine vulpinum ist.
Ich kenne L. vulpinum und piceinum so, dass sie keine rotbraunen Flöckchen haben, sondern schwärzliche (vulpinum) bzw. rauchgraue (piceinum).
Für mich sieht das dagegen nach der Eichen-Rotkappe aus, auch wenn die Grünverfärbung bei L. vulpinum wesentlich häufiger auftritt als bei L. quercinum.

Beste Grüße,
Andreas