Giftigkeit für Tiere
Hallo Gerd,
- Und was die ,,gesundheitliche Gefährlichkeit" angeht, die wird m. E. in dem
in einem Vorbeitrag angegebenen Link maßlos übertrieben dargestellt. Denn
in ernstzunehmender Giftpilz-Literatur wird diese Art meist nicht einmal
erwähnt.
===> Immerhin, ich bin fündig geworden in ,,R. Flammer & E. Horak
(2003): Giftpilze - Pilzgifte, Schwabe & Co.AG, Basel" : - Zwar
Fehlanzeige bei ,,Gastrointestinalem Frühsyndrom"; darunter fallen
Pilzarten, die roh oder gekocht toxisch wirken und als Hauptsymptom
Brechdurchfälle (teilweise ziemlich heftig) verursachen.
- Aber, die Art taucht im Kapitel ,,Pilze in Rasen, Hausgärten, Parks" auf und
ist dort mit (+) gekennzeichnet. (+) = bezeichnet giftige oder
giftverdächtige (bzw. leicht verwechselbare) Pilzarten.
===> In der Normal-Literatur wird er m. E. zu Recht und fast
ausschließlich als ,,ungenießbar, Speisewert unbekannt oder kein
Speisepilz" bezeichnet. Dies ist verständlich, da diese Pilzart sehr
dünnfleischig ist und kaum jemand (Kleinkinder und ,,Monstergeier"
ausgenommen) auf die Idee kommen dürfte, diese Art roh zu essen oder in
die Pfanne zu hauen.
Nun ja, das bezieht sich auf den Menschen und wenn man dann die Masse dieses Pilzes und die Masse eines kleinen oder großen Menschen gegenrechnet, kann man in diesem Fall wohl davon ausgehen, daß die Gefährdung nicht sehr groß ist. Bei Tieren liegt der Fall vollkommen anders: Zum Einen ist bei vielen Dingen überhaupt nichts über die Toxizität bei Tieren bekannt, die meisten Daten erhält man da wohl noch für Nutztiere. Außerdem wirken manche Giftstoffe bei manchen Tieren erheblich heftiger bezogen aufs Körpergewicht als bei Menschen, z.B. Eibe bei Pferden. Bei Vögeln kommt das geringe Körpergewicht dazu, meine beiden Sittiche wiegen noch nicht mal 100g pro Schnabel, da sollte man noch nicht mal stark gedüngten Salat aus dem Treibhaus verfüttern.... Wenn meine beiden Geier freilaufen würden, würde ich auch ein Netz über die Pilze spannen. Sollten hingegen die beiden Ponies mal dran naschen wollen, nur zu. Die beiden Pferde fressen aber auch die Wiesenstäublinge auf ihrer Koppel nicht.
SChöne Grüße
Birgit