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Fragen zur Täublingregel

xander32, (vor 8079 Tagen)

In einem meiner Pilzbücher steht etwas über die Täublingsregel in sehr kurzer Sinnform:

schmeckt gut = ist gut (ungiftig) ´Handschriftliche Ergänzung´

Hat das Überhaupt noch Gültigkeit und ab welchem Entwicklungsstadium nimmt man diesen Pilz zum Verzehr mit?

Danke für die Infos.

www.wikipedia.de suchbegriff pilze ----------- Mach mit!

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Re: Fragen zur Täublingregel

Harald Andres Schmid, (vor 8079 Tagen) @ xander32

In einem meiner Pilzbücher steht etwas über die Täublingsregel in sehr kurzer
Sinnform: schmeckt gut = ist gut (ungiftig) ´Handschriftliche Ergänzung´
Hat das Überhaupt noch Gültigkeit und ab welchem Entwicklungsstadium nimmt
man diesen Pilz zum Verzehr mit?
Danke für die Infos.
www.wikipedia.de suchbegriff pilze ----------- Mach mit!

hallo
die Regel stimmt.
Milde Täublinge sind essbar, scharfe oder Bittere (immer ein bischen Lamelle mit probieren!) sind ungeniessbar oder leicht giftig.
Du solltest ein klein wenig probieren, ein Weilchen kauen und wieder ausspucken.
Falls du nicht jeden Tag Chilisauce isst, solltest du die Schärfe rausschmecken.
Wichtig:
Du musst absolut (!) sicher sein, dass du Täublinge als solche erkennen kannst!!!
Andere Pilze sollte man so nicht probieren, das ist zu gefährlich.
Gruss, Harald Andres

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Re: Fragen zur Täublingregel

xander32, (vor 8079 Tagen) @ Harald Andres Schmid

hallo
die Regel stimmt.
Milde Täublinge sind essbar, scharfe oder Bittere (immer ein bischen Lamelle
mit probieren!) sind ungeniessbar oder leicht giftig.
Du solltest ein klein wenig probieren, ein Weilchen kauen und wieder
ausspucken.
Falls du nicht jeden Tag Chilisauce isst, solltest du die Schärfe
rausschmecken.
Wichtig: Du musst absolut (!) sicher sein, dass du Täublinge als solche
erkennen kannst!!!
Andere Pilze sollte man so nicht probieren, das ist zu gefährlich.
Gruss, Harald Andres

Aller Anfang ist schwer, so richtig sicher bin ich mir nicht bei allen.
Frauentäubling finde kann ich recht sicher erkennen.(violette Einfärbung)
Bei den roten/zinober/dunklen/gelben wollte ich jetzt mal so anfangen.
Einige sollen ja nach Bleistiftholz schmecken, nur was das bedeutet hat mir noch keiner verraten(eßbar oder giftig).
Und Zitronenblättrige und Stachelbeertäublinge hab ich bis jetzt nur im Pilzbuch gesehen (GU Naturführer /Garnweiner, ist ganz gut gibt nur keine Sicherheit bei den kompakten Beschreibungen)

Es gab mal eine Publikation was sich mit Täublingen in Kassel und Umgebung beschäftigt hat aus:

Zeitschrift für Mykologie (vormals Zeitschrift für Pilzkunde)

1990 Band 56 Heft 1 (216 Seiten): +++ R.Agerer: Gibt es eine Korrelation
zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Haeufigkeit ihrer Fruchtkoerper? +++
U.Bock: Taeublinge im Schlosspark Wilhelmshoehe Kassel

Wenn mir diesen Teil mal jemand in Kopie zur Verfügung stellen könnte wäre das ganz Prima

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Re: Fragen zur Täublingregel

Marco, (vor 8079 Tagen) @ xander32

Hallo Alexander,

Da ich in der Nähe von Kassel zuhause bin, würde mich dieses Heft sicher auch interessieren. Ich hab mal in meiner Sammlung nachgeschaut, habe aber leider nur Heft 56/2.

Beste Grüße,
Marco

Aller Anfang ist schwer, so richtig sicher bin ich mir nicht bei allen.
Frauentäubling finde kann ich recht sicher erkennen.(violette Einfärbung)
Bei den roten/zinober/dunklen/gelben wollte ich jetzt mal so anfangen.
Einige sollen ja nach Bleistiftholz schmecken, nur was das bedeutet hat mir
noch keiner verraten(eßbar oder giftig).
Und Zitronenblättrige und Stachelbeertäublinge hab ich bis jetzt nur im
Pilzbuch gesehen (GU Naturführer /Garnweiner, ist ganz gut gibt nur keine
Sicherheit bei den kompakten Beschreibungen)
Es gab mal eine Publikation was sich mit Täublingen in Kassel und Umgebung
beschäftigt hat aus: Zeitschrift für Mykologie (vormals Zeitschrift für
Pilzkunde)
1990 Band 56 Heft 1 (216 Seiten): +++ R.Agerer: Gibt es eine Korrelation
zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Haeufigkeit ihrer Fruchtkoerper? +++
U.Bock: Taeublinge im Schlosspark Wilhelmshoehe Kassel
Wenn mir diesen Teil mal jemand in Kopie zur Verfügung stellen könnte wäre
das ganz Prima

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Re: Fragen zur Täublingregel

Gerd-A, (vor 8079 Tagen) @ xander32

Hallo Xanter,

Es gab mal eine Publikation was sich mit Täublingen in Kassel und Umgebung
beschäftigt hat aus: Zeitschrift für Mykologie (vormals Zeitschrift für
Pilzkunde)
1990 Band 56 Heft 1 (216 Seiten): +++ R.Agerer: Gibt es eine Korrelation
zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Haeufigkeit ihrer Fruchtkoerper? +++
U.Bock: Taeublinge im Schlosspark Wilhelmshoehe Kassel

----------
Der Artikel "Agerer, R (1990): Gibt es eine Korrelation zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Häufigkeit ihrer Fruchtkörper ?, Zmykol, Band 56(1), Seite. 155 - 158" ist 4 Seiten lang, nicht einfach zu lesen und kommt zusammenfasend zu folgendem Schluss:

- Es wird gezeigt, dass die Zahlen der Ektomykorrhizen von Russula ochroleuca unter den Fruchtkörpern statistisch signifikant höher sind als anderswo im Boden.

- Untersucht wurden Bodenproben (5 cm Durchmesser, 10 cm Tiefe) unter 3 nahe beieinander stehende Fruchtkörper und insgesamt 19 weitere Bodenproben, die kreisförmig in Abständen von 20 cm, 60 cm und 120 cm von diesen Fruchtkörpern entfernt entnommen wurden.

- Die Untersuchungen wurden in einem Fichten-Reinbestand bei Wiedeshausen (Deutschland, Bayern, Lkr. Dachau) durchgeführt. Der Boden war eine schwach podsolige Parabraunerde mit Moderauflage.

- Und in der diskussion wird noch festgestellt: Ähnliche Schlüsse zog bereits Laiho (1970) für Paxillus involutus. Er stellte fest, daß die Anzahl der Ektomykorrhizen von Paxillus involutus direkt korreliert mit der Anzahl der Fruchtkörper.

Grüße
Gerd

PS.:

Und bei der Geschmacksprobe von Täublingen kann ich nur empfehlen, zuerst mal vorsichtig mit der Zunge über die Lamellen zu streichen. Denn, wenn Du einer der wirklich "scharfen" erwischst und reinbeißt, dann stellst Du fest, warum "Speitäublinge" so genannt werden.

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Re: Fragen zur Täublingregel

Ufo, (vor 8079 Tagen) @ xander32

Hallo Xander32,

den Frauentäubling eindeutig an der Farbe zu erkennen ist schwierig.
Ein besseres und sicheres Merkmal sind die nicht brüchigen Lamellen.
Streiche mit dem Fingenagel über die Lamellen, wenn sie nicht brechen, eher verschmieren, sind es mit hoher Wahrscheinlichkeit Frauentäublinge.

Gruss vom Bodensee
Uwe

Aller Anfang ist schwer, so richtig sicher bin ich mir nicht bei allen.
Frauentäubling finde kann ich recht sicher erkennen.(violette Einfärbung)
Bei den roten/zinober/dunklen/gelben wollte ich jetzt mal so anfangen.
Einige sollen ja nach Bleistiftholz schmecken, nur was das bedeutet hat mir
noch keiner verraten(eßbar oder giftig).
Und Zitronenblättrige und Stachelbeertäublinge hab ich bis jetzt nur im
Pilzbuch gesehen (GU Naturführer /Garnweiner, ist ganz gut gibt nur keine
Sicherheit bei den kompakten Beschreibungen)
Es gab mal eine Publikation was sich mit Täublingen in Kassel und Umgebung
beschäftigt hat aus: Zeitschrift für Mykologie (vormals Zeitschrift für
Pilzkunde)
1990 Band 56 Heft 1 (216 Seiten): +++ R.Agerer: Gibt es eine Korrelation
zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Haeufigkeit ihrer Fruchtkoerper? +++
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Wenn mir diesen Teil mal jemand in Kopie zur Verfügung stellen könnte wäre
das ganz Prima

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Re: Fragen zur Täublingregel

martin, (vor 8079 Tagen) @ xander32

hallo,

die sog. "täublinsregel" lautet: milde arten sind eßbar, scharfe sind nicht eßbar.
dies gilt mit ausnahmen.
so gibt es eine mild schmeckende art, die nicht zum verzehr geeignet ist, der rotstielige ledertäubling.
weiterhin kann das schärfeempfinden sehr individuell sein, bzw. der schärfegrad variieren.
bevor du dich also durch alle täublinge knabberst, solltest du doch die art, oder zumindest die untergattung bestimmen können. ist bei den täublingen aber nicht immer so leicht, da gibt es viele doppelgänger.
am besten nur die essen, die du eindeutig bestimmen kannst, was auch bedeutet, nur solche täublinge zu sammeln, deren entwicklungsgrad eine bestimmung zulässt.

viele grüße
martin

In einem meiner Pilzbücher steht etwas über die Täublingsregel in sehr kurzer
Sinnform: schmeckt gut = ist gut (ungiftig) ´Handschriftliche Ergänzung´
Hat das Überhaupt noch Gültigkeit und ab welchem Entwicklungsstadium nimmt
man diesen Pilz zum Verzehr mit?
Danke für die Infos.
www.wikipedia.de suchbegriff pilze ----------- Mach mit!

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Wiederspruch für Schweizer-Mägen

Boletus ⌂, (vor 8079 Tagen) @ martin

hallo,

dies gilt mit ausnahmen.
so gibt es eine mild schmeckende art, die nicht zum verzehr geeignet ist, der
rotstielige ledertäubling.

Der Rotstielige Ledertäubling, Russula olivacea wird in der Schweiz von den Pilzkontrollstellen freigegeben. Er figuriert in der eidg. Verordnung über Speisepilze in der Kategorie B2, d.h. Speisepilze die im Handel frisch abgegeben werden dürfen. Siehe da:
http://www.admin.ch/ch/d/as/2004/1099.pdf
Inwiefern der Verzehr dieser Art ein kulinarisches Erlebnis sein soll kann ich nicht beurteilen weil ich sehr selten Pilzgerichte konsumiere. Und wenns dann unbedingt schon mal sein muss, achte ich darauf dass solch eine Mahlzeit nur vorzügliche Arten enthält.

Viele Grüsse
Sepp

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Giftigkeit Russula olivacea?

42, (vor 8078 Tagen) @ martin

Hallo Martin,

es eine mild schmeckende art, die nicht zum verzehr geeignet ist, der
rotstielige ledertäubling.

Hast Du nähere Infos, warum Russula olivacea nicht zum Verzehr geeignet
sein soll? Ich kenne nur den Artikel von W. Pätzold zu diesem Thema:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_genusswertangaben.php3
aber in dem ist eigentlich nicht davon die Rede, dass dieser Täubling
nicht eßbar sei.

Gruß
Thomas

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Re: Giftigkeit Russula olivacea?

1001, (vor 8078 Tagen) @ 42

Hallo Pilzler
Den Rotstieligen Ledertäubling esse ich selten, er schmeckt mir nicht, aber Probleme hatte ich noch nie.
Grüsse
1001

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Giftigkeit betrifft wohl südliche Pilzesser

Malou Vogt, (vor 8078 Tagen) @ 1001

Hallo Pilzler
Den Rotstieligen Ledertäubling esse ich selten, er schmeckt mir nicht, aber
Probleme hatte ich noch nie.
Grüsse
1001

hallo
Der Rotstielige Ledertäublinge ist einer der besseren Täublinge.
Er ist jedoch extrem festfleischig und dürfte schwerer verdaulich sein.
Klein Schneiden und gut Erhitzen ist da wichtig.
Vor allem in südlichen Ländern steht in den Büchern ein Totenkopfsymbol vor dem Pilz.
Das heisst nicht, dass er tödlich ist.
Es kommt daher, dass z.B. Italiener sehr viel mehr als wir Pilze roh verzehren.
Z.B. feinst gehobelte Scheiben von jungen Steinpilzen mit Zitronensaft und Salz und Pfeffer mariniert.
(ist lecker, ich darf es aber nicht empfehlen, da bei uns sicherheitshalber die Regel gilt, Pilze generell nicht roh zu verzehren.)
Eine weitere Angewohnheit der Italiener:
Festfleischige Täublinge über's Essen zu hobeln als Würze.
(ist lecker, ich darf es aber nicht empfehlen, da bei uns die....)
Da könnte ich mir vorstellen, dass der Rotstielige, so gehobelt, schon Probleme bereitet hat.
Normal zubereitet, bekommt man keine Probleme mit ihm, wie gesagt, ich rechne ihn zu den empfehlenswerten Täublingen...
Gruss, Harald Andres

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sorry, das Posting war von Harald Andres

Harald Andres Schmid, (vor 8078 Tagen) @ Malou Vogt

hallo
das letzte Posting "südliche Pilzesser" war von mir, Harald Andres.
Ich habe wieder mal auf dem Compi von Malou geschrieben.
Sorry...
Harald Andres

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Re: Giftigkeit betrifft wohl südliche Pilzesser

1001, (vor 8078 Tagen) @ Malou Vogt

hallo
Der Rotstielige Ledertäublinge ist einer der besseren Täublinge.
Er ist jedoch extrem festfleischig und dürfte schwerer verdaulich sein.
Klein Schneiden und gut Erhitzen ist da wichtig.
Vor allem in südlichen Ländern steht in den Büchern ein Totenkopfsymbol vor
dem Pilz.
Das heisst nicht, dass er tödlich ist.
Es kommt daher, dass z.B. Italiener sehr viel mehr als wir Pilze roh
verzehren.
Z.B. feinst gehobelte Scheiben von jungen Steinpilzen mit Zitronensaft und
Salz und Pfeffer mariniert.
(ist lecker, ich darf es aber nicht empfehlen, da bei uns sicherheitshalber
die Regel gilt, Pilze generell nicht roh zu verzehren.)
Eine weitere Angewohnheit der Italiener: Festfleischige Täublinge über's
Essen zu hobeln als Würze.
(ist lecker, ich darf es aber nicht empfehlen, da bei uns die....)
Da könnte ich mir vorstellen, dass der Rotstielige, so gehobelt, schon
Probleme bereitet hat.
Normal zubereitet, bekommt man keine Probleme mit ihm, wie gesagt, ich rechne
ihn zu den empfehlenswerten Täublingen...
Gruss, Harald Andres

Hallo Harald Andres
Ist wohl Geschmackssache. Ich mag Pfirsich-, Speise- und Wieseltäublinge wesentlich mehr.
Grüsse
1001

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Disclaimer

42, (vor 8078 Tagen) @ Malou Vogt

Hallo Harald,

erstmal Danke für die Aufklärung über den rotstieligen Ledertäubling.

(ist lecker, ich darf es aber nicht empfehlen, da bei uns sicherheitshalber
die Regel gilt, Pilze generell nicht roh zu verzehren.)

Wieder mal so eine Formulierung hier im Forum ... ehrlich gesagt, kann ich
so was bald nicht mehr hören bzw. lesen. Klar, als Pilzberater/-sachverständige
haben wir eine große Verantwortung. Aber heißt das auch, daß man immer und
in jedem Fall die größtmöglich anzunehmende Dummheit des Lesers annehmen
muß? Ist jedes Wörtchen auf die Goldwaage zu legen und immer eine 100%ige
Absicherung notwendig?

Wenn ich hier (und auch anderswo) lesen muß, daß beispielsweise der GERUCH
als zusätzliches (!) Unterscheidungsmerkmal Stockschwämmchen/Gifthäubling
nicht gültig sei, dreht sich mir der Magen um (bitte jetzt keine neue
Diskussion darüber, da die Pro- und Contraargumente bekannt sind). Oder
wenn man sich hier dazu gezwungen zu sehen scheint, unter jede noch so
offensichtliche Bestimmung eines Pilzes aufgrund eines geposteten Bildes
schreiben zu müssen, daß diese Bestimmung natürlich nur unter dem absoluten
Vorbehalt geschieht, dass der Poster diese Pilze auch ja nicht verspeist,
weil eine solche Bestimmung eben nicht statthaft (=sicher?) ist, so ist
diese sich ewig wiederholende Prozedur für mich nur noch lästig und nicht
lustig.

Wäre es nicht möglich, hier im Forum einen auffälligen 'Standarddisclaimer'
unterzubringen, der besagt, dass alle hier veröffentlichen Postings
selbstverständlich keine Empfehlung/Versicherung für die Genießbarkeit
der 'besprochenen' Pilze darstellen, dass der Leser zur Absicherung eine
örtliche Pilzberaterstelle aufsuchen soll, dass ... usw.? Einen solchen
Disclaimer könnte man evtl. auch automatisch in jedes Posting einblenden
bzw. auf Mausklick in einem Fenster darstellen. Oder muss ich mir selbst
einen geeigneten 'korrekten' Disclaimer ausdenken und diesen unter jedes
meiner Postings mittels Copy&Paste einfügen (und damit JEDES Posting um
viele langweilige und immer wiederkehrende Zeilen verlängern)?

Ich bin mir bewußt, dass ich mit diesem Posting in ein Wespennest gestochen
haben könnte und hoffe sehr, nicht nur Widerspruch ('sowas von
verantwortungslos' 'nehmt ihm seinen Pilzberaterausweis ab' '...') zu ernten.

So, nachdem ich meine (provokante?) Meinung hier mutig widergegeben
habe, seid ihr jetzt dran ...

Gruß
Thomas

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Re: Fragen zur Täublingregel

Nina S., (vor 8078 Tagen) @ xander32

Hoi,

habe gerade heute nachmittag eine kelinen Täubling zum KOntrolleur gebracht: ein Stachelbeertäubling. Der hat so einen bordeauxfarbenen hut, einen rosa Steil und riecht wirklich nach Stachelbeern. Laut dem Kontrolleur ist er richtig scharf und daher ungeniessbar.

Gruss, Martina

Aller Anfang ist schwer, so richtig sicher bin ich mir nicht bei allen.

Frauentäubling finde kann ich recht sicher erkennen.(violette Einfärbung)
Bei den roten/zinober/dunklen/gelben wollte ich jetzt mal so anfangen.
Einige sollen ja nach Bleistiftholz schmecken, nur was das bedeutet hat mir
noch keiner verraten(eßbar oder giftig).
Und Zitronenblättrige und Stachelbeertäublinge hab ich bis jetzt nur im
Pilzbuch gesehen (GU Naturführer /Garnweiner, ist ganz gut gibt nur keine
Sicherheit bei den kompakten Beschreibungen)
Es gab mal eine Publikation was sich mit Täublingen in Kassel und Umgebung
beschäftigt hat aus: Zeitschrift für Mykologie (vormals Zeitschrift für
Pilzkunde)
1990 Band 56 Heft 1 (216 Seiten): +++ R.Agerer: Gibt es eine Korrelation
zwischen Anzahl der Ektomykorrhizen und Haeufigkeit ihrer Fruchtkoerper? +++
U.Bock: Taeublinge im Schlosspark Wilhelmshoehe Kassel
Wenn mir diesen Teil mal jemand in Kopie zur Verfügung stellen könnte wäre
das ganz Prima

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Re: Wiederspruch für Schweizer-Mägen

Nina S., (vor 8078 Tagen) @ Boletus

Hoi, also in meinem Buch, "200 PIlze, RMD", ein deutsches, wird der rotstieleige Ledertäublig (S119)als mässig gut beschrieben und es werden Küchentips erwähnt.

Martina

hallo,

Der Rotstielige Ledertäubling, Russula olivacea wird in der Schweiz von den
Pilzkontrollstellen freigegeben. Er figuriert in der eidg. Verordnung über
Speisepilze in der Kategorie B2, d.h. Speisepilze die im Handel frisch
abgegeben werden dürfen. Siehe da:
http://www.admin.ch/ch/d/as/2004/1099.pdf
Inwiefern der Verzehr dieser Art ein kulinarisches Erlebnis sein soll kann
ich nicht beurteilen weil ich sehr selten Pilzgerichte konsumiere. Und
wenns dann unbedingt schon mal sein muss, achte ich darauf dass solch eine
Mahlzeit nur vorzügliche Arten enthält.
Viele Grüsse
Sepp

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Re: Disclaimer

Nina S., (vor 8078 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,
ich finde du hast vollkommen recht! Diese Webseite, und wenn sie noch so klasse ist, ersetzt natürlich nicht den Gang zum Kontolleur, denn ein Photo kann man nicht entzweischeneiden und daran riecen oder es anfassen kann man auch nicht! Auch ist bekannt, dass man allergisch auf Steinpilze reagieren kann - soll er daher nicht mehr zum Verzehr freigegeben werden? Klar soll man nicht alles nachmachen, die Italiener schiessen und essen ja auch Spatzen, nur so als Beispiel. Andere Länder, andere Sitten. Eine Freundin hat Katzenallergie - und nun?
Aber lieder gibt es immer wieder genug dumme Menschen. Daher steht in den USA ja auch in der Gebrauchsanweisung einer Mikrowelle dass man Hunde nicht hineintun darf. Aber die USA haben ein anderes Rechtssystem.
Vielleicht wäre so ein automatischer Hinweis nicht schlecht, denn der nächste Dumme ist näher als man denkt.....
Gruss aus dem Berner Oberland,

Martina

Hallo Harald,

erstmal Danke für die Aufklärung über den rotstieligen Ledertäubling.
Wieder mal so eine Formulierung hier im Forum ... ehrlich gesagt, kann ich
so was bald nicht mehr hören bzw. lesen. Klar, als
Pilzberater/-sachverständige
haben wir eine große Verantwortung. Aber heißt das auch, daß man immer und
in jedem Fall die größtmöglich anzunehmende Dummheit des Lesers annehmen
muß? Ist jedes Wörtchen auf die Goldwaage zu legen und immer eine 100%ige
Absicherung notwendig?
Wenn ich hier (und auch anderswo) lesen muß, daß beispielsweise der GERUCH
als zusätzliches (!) Unterscheidungsmerkmal Stockschwämmchen/Gifthäubling
nicht gültig sei, dreht sich mir der Magen um (bitte jetzt keine neue
Diskussion darüber, da die Pro- und Contraargumente bekannt sind). Oder
wenn man sich hier dazu gezwungen zu sehen scheint, unter jede noch so
offensichtliche Bestimmung eines Pilzes aufgrund eines geposteten Bildes
schreiben zu müssen, daß diese Bestimmung natürlich nur unter dem absoluten
Vorbehalt geschieht, dass der Poster diese Pilze auch ja nicht verspeist,
weil eine solche Bestimmung eben nicht statthaft (=sicher?) ist, so ist
diese sich ewig wiederholende Prozedur für mich nur noch lästig und nicht
lustig.
Wäre es nicht möglich, hier im Forum einen auffälligen 'Standarddisclaimer'
unterzubringen, der besagt, dass alle hier veröffentlichen Postings
selbstverständlich keine Empfehlung/Versicherung für die Genießbarkeit
der 'besprochenen' Pilze darstellen, dass der Leser zur Absicherung eine
örtliche Pilzberaterstelle aufsuchen soll, dass ... usw.? Einen solchen
Disclaimer könnte man evtl. auch automatisch in jedes Posting einblenden
bzw. auf Mausklick in einem Fenster darstellen. Oder muss ich mir selbst
einen geeigneten 'korrekten' Disclaimer ausdenken und diesen unter jedes
meiner Postings mittels Copy&Paste einfügen (und damit JEDES Posting um
viele langweilige und immer wiederkehrende Zeilen verlängern)?
Ich bin mir bewußt, dass ich mit diesem Posting in ein Wespennest gestochen
haben könnte und hoffe sehr, nicht nur Widerspruch ('sowas von
verantwortungslos' 'nehmt ihm seinen Pilzberaterausweis ab' '...') zu ernten.
So, nachdem ich meine (provokante?) Meinung hier mutig widergegeben
habe, seid ihr jetzt dran ...
Gruß
Thomas

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Re: Disclaimer

Werner, (vor 8078 Tagen) @ Nina S.

Hallo Thomas,

Vielleicht wäre so ein automatischer Hinweis nicht schlecht, denn der nächste
Dumme ist näher als man denkt.....
Gruss aus dem Berner Oberland,

Genau da liegt der Hund begraben. Es lesen immer wieder neue Leute die Postings und man kann sehr gut erkennen, daß die meisten Forumsanfänger sich nicht die Mühe machen, die essentiellen Hilfeseiten oder auch nur die Postings der letzten paar Tage zu lesen. Deshalb halte ich es schon für unerläßlich, in irgendeiner Form einen Disclaimer einzubauen, wenn man Rat zu Speisepilzen abgibt, insbesondere zu Arten, die man im ungünstigsten Fall auf dem Foto doch falsch bestimmt haben könnte.

Auch wenn es 90% der Regulars nervt, aber der Leichtsinn mancher ist grenzenlos - siehe z.B. auch die meisten Psilofreaks. Und wenn dann aufgrund der hier abgegebenen Feststellung, daß das Bild z.B. ein Stockschwämmchen oder einen Grauen Wulstling darstellt, der leichtsinnige Mitleser alles, was ähnlich aussieht, mampft, ist das nicht gerade im Sinn des Erfinders. Es muß ja nicht der Fragesteller selbst sein, der damit leichtsinnig umgeht. Es gibt ja auch Gelegenheitsleser.

Gruß,

Werner

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VIELENDANK FUER ALLE ANTWORT

xander32, (vor 8078 Tagen) @ martin

hat mir sehr geholfen.

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Re: Giftigkeit Russula olivacea?

Gerd-A, (vor 8078 Tagen) @ 42

Hallo Thomas,

Hast Du nähere Infos, warum Russula olivacea nicht zum Verzehr geeignet
sein soll? Ich kenne nur den Artikel von W. Pätzold zu diesem Thema:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_genusswertangaben.php3
aber in dem ist eigentlich nicht davon die Rede, dass dieser Täubling
nicht eßbar sei.

- Russula olivacea wird in der Giftpilz-Literatur - BRESINSKY - BESL und FLAMMER - HORAK (auch neueste Ausgabe 2003)- ziemlich einheitlich behandelt:

---> Flammer (2003) führt diese Art unter "Indigestions-Syndrom" (Verdauungsstörungen nach Genuss atoxischer oder (nur) roh toxischer Arten) und schreibt "Rohgenuss ist nicht zu empfehlen (z. B. Russula cyanoxantha (Anmerkung: Frauentäubling !!!), R. integra, R. olivacea) ..."

---> "Pätzhold (2004): 1 x 1 des Pilze sammelns" schreibt "Giftigkeitsangaben beziehen sich auf Rohgenuss oder individuelle Unverträglichkeiten. Giftstoffe sind keine bekannt".

Mein Fazit:
(1) Wenn ich R. olivacea zu den Giftpilzen zähle, dann muss ich konsequent sein und alle anderen Pilzarten wohl auch dazu zählen: Denn, es gibt (fast) keine Pilzarten, die roh "keine gastrointestinale oder blutzersetzende Giftstoffe" enthalten oder bei dennen noch nie eine individuelle Unverträglichkeit festgestellt wurde.

(2) Und, ich kenne keine Ausnahme von der Täublingsregel: Gekocht "eßbar", sofern mild und nicht "stinkend". Na klar, diese Regel schränkt etwas ein und schließt den essbaren Roten Heringstäubling (mit unangenehmen Heringsgeruch, der sich bei der Zubereitung völlig verliert) aus.

Grüße
Gerd

PS.:

Im Indigestions-Syndrom wird als Ursache so ziemlich alles untergebracht:
Rohgenuss, Übermässiger Genuss, Verdorbene Pilze, Bakterien, Fungizide, Pestizide, Allergie und Intoleranz, falsche Zubereitung, schwerverdaulichkeit, Individuelle Faktoren, Kontamination mit Pflanze/Insekten, Schimmelpilze, Herbizide

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russula olivacea

martin, (vor 8078 Tagen) @ martin

der rotstielige ledertäubling gilt nicht als im eigentlichen sinne giftig, sondern es sind unverträglichkeitsreaktionen aus italien bekannt (siehe m. bon). deshalb wird er in der pilzberatung nicht freigegeben.
näheres kann ich leider nicht dazu erwähnen.

viele grüße
martin

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oh, je.... ! Ein paar grundsätzliche Gedanken

Harald Andres Schmid, (vor 8078 Tagen) @ 42

hallo,
jetzt machst mich wirklich ratlos.
Nicht, dass ich dich nicht verstehe, hast ja eigentlich alles, was man antworten könnte, schon vorweggenommen.
(pikanterweise solltest du auch mein Augenzwinkern bei meinen Formulierungen, die dich zu diesem Posting veranlasst haben, gemerkt haben - oder nicht? - wirklich nicht? - lies es noch mal nach...).

Dein Posting ist auch ein wenig eine Essenz vieler Diskussionen hier.
Was mich ratlos macht...
So einfach ist es nicht auf einen Nenner zu bringen...
ich überlege gerade...
Ich glaube, es gibt ein paar Grundprobleme:
(ich versuche es mal...)

- Pilze sind anders.
Sie sind bei den Menschen mit uralten, unbewussten Aengsten behaftet.
Gutes Beispiel: Unterschiedliche Wertung der Reaktionen auf Allergien bei Erdbeeren oder Pilzen.
Entsprechend kannst du viele andere Reaktionen (auch hier im Forum!) werten, vor allem solche, die emotionsgeladen und vorwurfsvoll an Verantwortungsbewusstsein anderer appellieren, etc.
Ich glaube, diesen Aspekt der Mykologie sollten wir nicht unterschätzen.

-Die unterschiedliche Auffassung, wie man den "pädagogischen" Aspekt handhaben sollte.
Tönt harmlos. Ist es aber nicht! Es ist wahrlich nicht zu unterschätzen!
Ich kann es am ehesten an einem Beispiel erläutern:

Die VAPKO in der Schweiz empfiehlt mittlerweile, Pilze generell nicht roh zu essen.
Wir geben diese Empfehlung natürlich weiter.
Nur: woher kommt sie?
Sie soll generalisieren, ein Problem an der Wurzel beseitigen.
Nicht mehr aufzuklären suchen, welche Pilze evtl. bei wem in welcher Situation evtl. roh Probleme bereiten könnten, sondern - im Sinne eines "Polizeilichen" Verbots, das Problem von Grund auf beseitigen:
"man isst halt keine rohen Pilze!"
Ich gebe zu, das ist eigentlich nicht mein "Stil".
Ich wäre eher geneigt, den Leuten (das ist kompliziert und schwierig!) klarzumachen suchen, dass sie vielleicht rohe Champignons auf dem Salat vertragen, dass das aber nicht heisst... etc. etc.
Ich sehe nämlich ein Problem in dem "polizeihaften", das Problem auf eine simple Lösung reduzierenden Verbot:
Wir sagen den Leuten: Pilze generell nicht roh essen, das verträgt man nicht!
Dann erinnert sich jemand daran, dass er Zuchtchampis auf dem Salat immer vertragen hat, oder manirierte Steinpilze, und schliesst daraus:
Quatsch! Ich vertage rohe Pilze! - und - isst einen rohen Perlpilz!
Da verkehrt sich das gutgemeinte Verbot in einen Rohrkrepierer!!!

Versteht ihr, dass mich das Beispiel ratlos macht?
Dass es für mich die Essenz vieler Diskussionen in unserem Fach darstellt?
Da prallen wirklich Weltbilder, wie man kaum vereinen kann, "pädagogische" Auffassungen, die wohl kaum miteinander kommunizieren können (hab ich leider in der Praxis schon festgestellt) aufeinander....

Ich glaube, das Beispiel illustriert viele Diskussionen in diesem Forum, was ihre Struktur betrifft.. (wie soll man Pilze "schonend" pflücken - wie soll man mit "geschützten" Pilzen umgehen - etc. etc.) - erstaunlich, wie emotional da die Auffassungen aufeinanderprallen - ist es nicht ein grundsätzliches Denk- und Auffassungsproblem, wie man sich diese Welt zurechtlegt, dass all dem zugrunde liegt?

Natürlich läuft das alles nicht einfach "negativ" ab.
Ich bin froh, wenn ich Gegenargumente für meine Auffassungen höre, wenn ich hinterfragt werde, mich neu orienterieren kann..
Gerade dieses Formun ist darin sehr lebendig, durchbricht für mich oft in den Diskussionen die festen "abgesteckten Grenzen".
wir lernen ja dauernd dazu...

Was will ich sagen... ?
Ah ja, das "pädagogische"...
Noch ein Beispiel:
Ich verhalte mich so, Sammlern, die z.B. ein paar Mohrenkopfmilchlinge freudenstrahlend in die Kontrolle bringen, zu sagen, das Teil sei eigentlich schützenswert, sie sollten doch darauf achten, vielleicht die Pilze eher stehen lassen, oder sich zumindest bewusst sein - o.k. - wenn sie gerade massenhaft herumgestanden sind, sei es wohl kein Problem, wenn sie in diesem Fall... etc.
Also: ich versuche sie für ihre eigene Verantwortung zu sensibilisieren.
Theoretisch sollte ich ihnen einfach verbieten, die Dinger zu sammeln.
Wenn ich dann aber sehe, wie unsere "Waldpfleger" die Forste mit ihren Maschinen gleich hektarweise umpflügen, dann finde ich es schlicht peinlich, einem glücklichen Sammler seinen Mohrenkopf wegzunehmen... ein blödes, para-polizistoides Verhalten... finde ich...
Kann man auch anders auffassen. Eben! ich akzeptiere andere Auffassungen!
Aber muss ich sie übernehmen? Muss ich mich anfahren lassen, wenn ich sie nicht übernehme?
Das meine ich ja...!
Nur, kann man diese Auffassungen irgendwo vereinen?
Ich habe manchmal schon - ich gebe es zu - ein wenig die Hoffnung verloren....

Ich glaube das Beispiel illustriert wieder eine ganze Reihe anderer Diskussionen in diesem Forum...

konnte ich mich verständlich machen?

Das gleiche gilt für die ganze Diskussion, ob man den Leuten im Forum noch bestätigen darf, dass sie einen Steinpilz gefunden haben, wenn das Bild eindeutig ist, oder ob man sich schon fast kriminell verhält, zu grobfahrlässigem Verhalten anstiftet, etc....
Da prallen wieder grundsätzlich-regulatorisch-kontrollierende, versus situationsbedingt-vernunftmässige Auffassungen aufeinander (die natürlich niemals beide grundsätzlich "falsch" sind!!!).
Nur: eine Morchel bleibt eine Morchel, bleibt eine Morchel - wenn es eine ist!
Soll ich mich zum Idioten machen, zu sagen:
Es hat Aehnlichkeit mit einer Morchel, nur kann ich dass in diesem Forum nicht als absolute Wahrheit sagen, weil grundsätzlich...
igitt!!!

Was wollte ich sagen?
... habe es wohl gesagt... was meint ihr?

lieben Gruss, Harald Andres

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Re: oh, je.... ! Ein paar grundsätzliche Gedanken

Nina S., (vor 8078 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Guete morge Harald,

du hast vollkommen recht. wenn man alles so genau nimmt und immer vorsichtig ist, denn es könne ja was passieren, dann dürften wir menschen ja gar nix mehr. Und vor allem nicht mehr im Bett schlafen, da dort ja bekannterweise die meisten sterben! Oder wie ist es mit Auto fahren, fliegen,....Fernsehen un Natels mit Elektrostrahlen....
Wie du schon sagst, Pilzgeschichten sind seit Ewigkeiten bekannt, vor allem die "schönen". Uns alles was den Menschen heute wichtig ist ist natürlcih völlig unbedenklich - wieso werden sonst die Autos immer schneller? und Warum wird weiter Bungee gesprungen? Oder andere irre Dinge gemacht?
Man sollte wirklich an die Vernunft der Menschen appellieren und an ihr eigenes Verantwortungsgefühl. Gestern habe ich eine Koralle gefunden und mit all den anderen zum KOntrolleur gebracht. Er sagt, er persönlich gebe sie nicht 100% frei, da die div. Arten schwer zu unterscheiden seien. Die Bacuhwehkoralle würde halt Bauchweh hervorrufen, aber geringe Mengen in Mischgerichten evtl gar keine Beschwerden. Er würde es mir überlassen. Ich habe gestern genug andere gute gefunden und habe es also gelassen und werde die Koralle in Zukunft stehen lassen. Dagegen, ein Arbeitskollege aus Sardinien - womit wir mal wieder bei den Italeiners wären (nicht rassistisch gemeint!bin selbst dort aufgewachsen) - ist sich seiner Sache bei den Korallen sehr sicher und legt sie in Olivenöl ein.
Idioten wird es immer geben,egal wieviele Hinweise überall veröffentlicht werden. Und je mehr Warnungen und Hinweise es gibt, desto weniger werden sie gelesen weil jeder meint dass sowieso überall das gleiche drin steht.
Ich arbeite in der Hotellerie. Wenn die Gäste anreisen, werden sie auf das Zimmer begleitet. Auf dem Weg dorthin, wird Ihnen vom Hotel erzählt, u.a. auch, dass Frühstück im 1. Stock serviert wird. Dies steht zudem im kleinen Infobüchlein, das sie bei Anreise bekommen und in der Guestdirectory im Zimmer. Was passiert? Am nächsten Morgen stehen viele von ihnen im Erdgeschoss an der Rezeption und fragen. Wenn bei uns eine Konferenz stattfindet, dann erhalten die Teilnehmer alle Infos im Programm, das der Veranstalter auf die Zimmer legen lässt, teilweise haben die Firmen einen Welcome Desk wo ein MA der Firma sitzt und alles weiss. Und es gibt eine Tafel direkt an der REzeption, wo nochmal der Saal und Meetingbeginn angezeigt wird - oder andere Infos. Die Leute fragen trotzdem.
Ich möchte nicht sagen, dass die Sache hoffnungslos ist, denn ein paar vernünftige gibt es, aber zu viele Gedanken für andere sollten man sich nciht machen. Nicht umsonst gibt es das Sprichwort "wer nicht hören will, muss fühlen".
Einen sonnigen Tag aus dem Berner Oberland,

Martina

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Re: oh, je.... ! Ein paar grundsätzliche Gedanken

42, (vor 8078 Tagen) @ Harald Andres Schmid

Hallo Harald,

(pikanterweise solltest du auch mein Augenzwinkern bei meinen Formulierungen,
die dich zu diesem Posting veranlasst haben, gemerkt haben - oder nicht? -
wirklich nicht? - lies es noch mal nach...).

Na, jetzt unterschätzt Du mich aber gewaltig. Gerade Deine 'augenzwinkernden'
Formulierungen haben mich mal wieder daran erinnert, wie oft ich mich
schon über die zwanghaften Disclaimer geärgert habe, ohne den Mut
aufzubringen, dieses Thema mal anzusprechen.

- Pilze sind anders.

Schön gesagt!

Entsprechend kannst du viele andere Reaktionen (auch hier im Forum!) werten,
vor allem solche, die emotionsgeladen und vorwurfsvoll an
Verantwortungsbewusstsein anderer appellieren, etc.

Nun, ich denke, das liegt nicht nur an den Pilzen, sondern auch an der
Mentalität des 'typischen' Forumsposters (besonders wenn es sich dabei
um einen absolut korrekten [deutschen?] Teilnehmer handelt, der bei ihm
unliebsamen Beiträgen (= andere Meinung als seine) am liebsten die
'Internetpolizei' auf den bösen Andersgläubigen loslassen möchte).
Ach ja ... ich selbst bin eigentlich auch nicht viel besser. Auch ich
ärgere mich des öfteren über 'intelligente' Beiträge. Allerdings meist
weniger über die Inhalte, als vielmehr über den Stil (komplettes
zitieren des Vorredners und am Ende (oder noch schlimmer: am Anfang)
ein: 'Finde ich auch'). Aber das ist jetzt ein anderes Thema ...

Ich kann es am ehesten an einem Beispiel erläutern: Die VAPKO in der Schweiz
empfiehlt mittlerweile, Pilze generell nicht roh zu essen.
Wir geben diese Empfehlung natürlich weiter.
Nur: woher kommt sie?

Genau: EINER verdirbt sich den Magen an Butterpilzen (oder erleidet einen
Eiweißschock) und künftig muß ich ALLEN die Butterpilze aus den Körben
klau(b)en.

[...]

Nur, kann man diese Auffassungen irgendwo vereinen?
Ich habe manchmal schon - ich gebe es zu - ein wenig die Hoffnung
verloren....

Dito

Das gleiche gilt für die ganze Diskussion, ob man den Leuten im Forum noch
bestätigen darf, dass sie einen Steinpilz gefunden haben, wenn das Bild
eindeutig ist, oder ob man sich schon fast kriminell verhält, zu
grobfahrlässigem Verhalten anstiftet, etc....
Da prallen wieder grundsätzlich-regulatorisch-kontrollierende, versus
situationsbedingt-vernunftmässige Auffassungen aufeinander (die natürlich
niemals beide grundsätzlich "falsch" sind!!!).
Nur: eine Morchel bleibt eine Morchel, bleibt eine Morchel - wenn es eine
ist!
Soll ich mich zum Idioten machen, zu sagen: Es hat Aehnlichkeit mit einer
Morchel, nur kann ich dass in diesem Forum nicht als absolute Wahrheit
sagen, weil grundsätzlich...
igitt!!!

DAS ist ganz genau das, was ich mit meinem Ursprungsposting sagen wollte!

Was wollte ich sagen?
... habe es wohl gesagt... was meint ihr?

Ja, und ich sage Dir danke für Deine ausführliche Erwiderung

lieben Gruss, Harald Andres

Gruß zurück und vielleicht sieht man sich ja mal irgendwo - wäre schön
Thomas

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Freigabe?

Birgit, (vor 8077 Tagen) @ martin

Hallo martin,

sondern es sind unverträglichkeitsreaktionen aus italien bekannt (siehe m.
bon). deshalb wird er in der pilzberatung nicht freigegeben.
näheres kann ich leider nicht dazu erwähnen.

Meine Infos sind ähnlich und der Pilz ist roh scheints mindestens unverträglich. Neu ist mir allerdings, daß er hier in D nicht mehr freigegeben werden darf. Gibts da inzwischen so etwas wie eine "Anweisung" der DGFM? Dann dürfte/sollte man Hallimasch eigentlich auch nicht mehr freigeben. Daß man in der Beratung auf das erhöhte Risiko bei Genuß von R. olivacea und Hallimasch hinweist, ist klar. Dann wollen wohl die meisten Ratsuchenden den Pilz eh nicht mehr essen.

Liebe Grüße

Birgit

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Re: Freigabe?

Gerd-A, (vor 8077 Tagen) @ Birgit

Hallo Birgit,

Meine Infos sind ähnlich und der Pilz ist roh scheints mindestens
unverträglich. Neu ist mir allerdings, daß er hier in D nicht mehr
freigegeben werden darf. Gibts da inzwischen so etwas wie eine
"Anweisung" der DGFM?

Ich halte es als ein Gerücht, dass R. olivacea in D nicht mehr freigegeben werden darf. Vergleiche "Pätzold - immerhin Präsidiumsmitglied der DGfM -(2004): 1x 1 des Pilzesammeln"; dort wird der Pilz als "Speisepilz" bezeichnet und unter Tipp bringt er die von Dir genannten Hinweise "Giftigkeitsangaben beziehen sich auf Rohgenuss und individuelle Unverträglichkeit".

Liebe Grüße
Gerd

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Re: Freigabe?

martin, (vor 8077 Tagen) @ Birgit

hallo birgit,
bei dem rotstieligen ledertäubling gab es eben auch nach abkochen unverträglichkeitsreaktionen, und so äußerte z.b. christoph hahn, das er bei der pilzberatung nicht freigegeben werden soll, bzw. entsprechende aufklärung erfolgen muß.

ähnliches habe ich auf der dgfm-page von herrn pätzold gelesen:

http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_genusswertangaben.php3

"...Aber auch bei normal zubereiteten Pilzmahlzeiten treten gelegentlich erhebliche Störungen auf. Diese mit Indigestion sicher oberflächlich aber ausreichend umschriebenen Fälle dürfen nicht dazu führen, daß an sich eßbare Pilze dem Begriff "giftig" unterworfen werden, müssen aber solche ernst genommen und vor allem dokumentiert werden. In diesen Bereich gehören die Berichte über die "Giftigkeit" von Suillus luteus u.a., Armillaria mellea s.l. und Russula olivacea."

ich denke, das es auf jeden fall wichtig ist, so wie du schreibst, ratsuchende auf mögliche unverträglichkeiten hinzuweisen. letztlich trägt man als berater die verantwortung, und nicht der dgfm.
mit christoph haben wir beispielsweise diskussionen über den netzstieligen hexenröhrling, der laut dgfm als giftpilz läuft, aber im süden duchaus als speisepilz gilt. auch hier ist auf aufklärung über mögliche gefahren nicht zu verzichten.

viele liebe grüße
martin

Hallo martin,
Meine Infos sind ähnlich und der Pilz ist roh scheints mindestens
unverträglich. Neu ist mir allerdings, daß er hier in D nicht mehr
freigegeben werden darf. Gibts da inzwischen so etwas wie eine
"Anweisung" der DGFM? Dann dürfte/sollte man Hallimasch
eigentlich auch nicht mehr freigeben. Daß man in der Beratung auf das
erhöhte Risiko bei Genuß von R. olivacea und Hallimasch hinweist, ist
klar. Dann wollen wohl die meisten Ratsuchenden den Pilz eh nicht mehr
essen.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Freigabe!

42, (vor 8077 Tagen) @ martin

[...] und so äußerte z.b. christoph hahn, das er [rotstieliger Ledertäubling]
bei der pilzberatung nicht freigegeben werden soll, bzw. entsprechende
aufklärung erfolgen muß. [...]
In diesen Bereich gehören die Berichte über die "Giftigkeit" von Suillus
luteus u.a., Armillaria mellea s.l. und Russula olivacea."

Selbstverständlich gebe ich Butterpilze, Hallimasch und - nach dem Lesen
dieses Threads - auch den angesprochen Täubling frei. Ich kläre den
Ratsuchenden natürlich über Zubereitung und mögliche Unverträglichkeiten
auf, werde mich aber hüten, ihm die genannten Pilze abzunehmen. Oder
meint ihr, ich solle mich über dessen freie Entscheidung/Wahl hinwegsetzen und
versuchen, seine Pilze zu konfiszieren? Pilze, die nicht WIRKLICH giftig sind
(richtige Zubereitung/Menge etc. vorausgesetzt und auf mögliche Unver-
träglichkeiten hingewiesen)? Wenn das jemand ernsthaft will, dann sollte
überlegt werden, ob wir Pilzsachverständige nicht - einfach, nur um
GANZ sicher zu gehen und Vergiftungen definitiv zu vermeiden - zukünftig
ALLE Pilze einbehalten. Am besten noch mit dem Hinweis, daß das Entnehmen
von Fruchtkörpern dem Pilz/Wald/Natur schadet und der Ratsuchende zukünftig
keine Pilze mehr bringen soll.

Nichts für ungut, aber man kann alles übertreiben! In diesem Fall heißt
das für mich:
Aufklärung: ja, unbedingt
Abnehmen der Pilze: nein

Gruß
Thomas

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Re: Freigabe!

Patty, (vor 8077 Tagen) @ 42

Nichts für ungut, aber man kann alles übertreiben! In diesem Fall heißt
das für mich: Aufklärung: ja, unbedingt
Abnehmen der Pilze: nein

Da muss ich als unbedarfter Anfänger doch auch mal meinen Senf dazu geben, vielleicht mal von der anderen Sicht her:
Aufklärung finde ich gut und vor allem wichtig! Ich persönlich war immer froh wenn ich hier auf eventuelle Unsicherheiten der Bestimmung hingewiesen wurde (z.B. Stockschwämmchen-Gifthäubling). Hat mich dazu veranlasst noch mal genauer nachzulesen/nachzufragen um wirklich sicher zu sein.
Ich könnte mit meinem derzeitigen Wissen auch nicht ausschließen, dass ich mal 'nen geschützten Pilz mitnehme und würde dann gerne drauf hingewiesen werden, damit ich die das nächste mal stehen lassen kann (aber es hilft dem Pilz bestimmt nicht wenn man ihn mir wegnimmt und auf den Müll wirft!).
Es würde mich allerdings extrem verärgern, wenn man mir z.B. Hallimasch wegnehmen würde wg. eventuell auftretenden Unverträglichkeiten. Darauf hinweisen auf jeden Fall, aber so unmündig lässt sich doch keiner gern behandeln. Ich denke dass solches Verhalten viele davon abhalten könnte die Beratung überhaupt aufzusuchen. Die würden es dann vielleicht doch lieber selber probieren, eh sie die Hälfte wieder weggenommen bekommen mit doch eher fadenscheinigen Begründungen.

Insofern kann ich Dir nur zustimmen: Aufklären und auf mögliche Verwechslungs- und Unverträglichkeitsgefahren Hinweisen - UNBEDINGT.
Pauschalisiertes "verteufeln" oder gar wegnehmen - AUF KEINEN FALL.

Gruß
Thomas

Gruß Patty

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Re: Freigabe!

Birgit, (vor 8077 Tagen) @ martin

Hallo martin,

bei dem rotstieligen ledertäubling gab es eben auch nach abkochen
unverträglichkeitsreaktionen, und so äußerte z.b. christoph hahn, das er
bei der pilzberatung nicht freigegeben werden soll, bzw. entsprechende
aufklärung erfolgen muß.

das sind aber zwei paar Stiefel: Aufklärung muß selbstverständlich erfolgen, das hatte ich ja auch betont. Das hat prinzipiell aber erstmal nix mit Freigabe ja/nein zu tun. Aufklärung beinhaltet auch z.B., daß Reizker besser gebraten gehören und Kuhröhrlinge/kupferrote Gelbfüße lila werden beim Kochen

ähnliches habe ich auf der dgfm-page von herrn pätzold gelesen:
http://www.dgfm-ev.de/www/de/publikationen/gs_952_genusswertangaben.php3
"...Aber auch bei normal zubereiteten Pilzmahlzeiten treten gelegentlich
erhebliche Störungen auf. Diese mit Indigestion sicher oberflächlich aber
ausreichend umschriebenen Fälle dürfen nicht dazu führen, daß an sich
eßbare Pilze dem Begriff "giftig" unterworfen werden, müssen
aber solche ernst genommen und vor allem dokumentiert werden. In diesen
Bereich gehören die Berichte über die "Giftigkeit" von Suillus
luteus u.a., Armillaria mellea s.l. und Russula olivacea."

Das ist der gleiche Artikel, den Thomas schon zitiert hatte. Da oben steht aber doch gerade schon, daß man R. olivacea nicht einfach als giftig einstufen soll, genausowenig wie den Butterpilz.

ich denke, das es auf jeden fall wichtig ist, so wie du schreibst,
ratsuchende auf mögliche unverträglichkeiten hinzuweisen. letztlich trägt
man als berater die verantwortung, und nicht der dgfm.
mit christoph haben wir beispielsweise diskussionen über den netzstieligen
hexenröhrling, der laut dgfm als giftpilz läuft, aber im süden duchaus als
speisepilz gilt. auch hier ist auf aufklärung über mögliche gefahren nicht
zu verzichten.

Ja nun die Einstufung des netztstieligen Hexenröhrlings als Giftpilz halte ich auch für diskutierenswert. Ich selber würde ihn nach wie vor essen, allerdings ist der so häufig total verwurmt, so daß ich hoffe, daß ich niemals in die Lage komme, einen Genußfähigen in die Beratung zu bekommen ;-).

Ansonsten halte ichs wie Thomas und werde selbstverständlich auch nach entsprechender Aufklärung die Pilzarten freigeben.

Liebe Grüße

Birgit