Re: Steinpilze "züchten"
Hallo,
nach unserem Umzug liegen meine besten Steipilzgebiete fast 100 km entfernt.
Hier gibt es auch Wälder, die so aussehen, als könnten hier Szeinpilze
wachsen. Tun sie aber nicht.
Wenn ich nun aus dem fernen Wald ein paar große Steinpilzhüte hole und in den
nahen Wald lege, damit sie ihre Sporen hier verteilen können, würde das
helfen, die Steinpilze hier anzusiedeln?
Oder wäre es besser, ein paar Eimer Waldboden mit Pilzmyzel aus dem fernen
Wald zu holen und im nahen Wald zu verteilen?
Oder ist das alles eine ganz dumme Idee und sollte man sowas gar nicht
machen, so nach dem Motto: "Wenn hier keine Steinpilze wachsen dann
gehören hier auch keine hin"?
Gruß
Iris
Hallo Iris
Verwende doch einfach die Abfälle Deiner Steinis und streue sie anstatt in Deinen Garten an einer Dir geeignet scheinenden Stelle auf den Waldboden. Nützt nichts, so schadet's nichts, die Chanche ist gering, dass Du Erfolg hast, aber nicht null. Das könnte z.B. an einer lichten Stelle im Wald mit grossen alten Buchen und Fichten sein - oder schau Dich nach Fliegenpilzen um, welche jetzt mancherorts wachsen - Steinis kommen gern in deren unmittelbarer Nähe...
Erfolg hatte ich, soweit ich mich erinnern kann, mit diesem Verfahren vorallem mit Mochelbecherlingen im eigenen Garten.
Teile eines Pilzmycels, welches Bestandteil eines komplexen Organismus ist, umzupflanzen, bringt nichts. Entscheidend ist die Bodenchemie, und die kann für Steinis eben auch mal ungünstig sein.
Und zu guter Letzt: Wie oft warst Du denn schon in "Deinem" neuen Wald? Geh doch einfach öfters mal hin, auch die Steinis haben ihren Rythmus, vielleicht ist jetzt einfach gerade Ebbe wie z.B. im Südschwarzwald, oder rede mal mit den dortigen "Aboriginees" über das Pilzesammeln in der Region...
Viel Glück bei der Suche
Manfred