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Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Aurelia, (vor 9585 Tagen)

hier mal wieder neuere (?) Werte:
(sorry, meine Maus kann keine Umlaute, bitte im Geiste selber korrigieren!)

NÏrnberg/MÏnchen (dpa) - Das feuchte Sommerwetter sorgt in diesem Jahr fÏr einen FrÏhstart der Pilz-Saison. Pilzsammler werden in den WÌldern bereits
jetzt fÏndig - und damit rund drei Wochen frÏher als Ïblich, erklÌrte der Pilzexperte der Naturhistorischen Gesellschaft in NÏrnberg, Karl Friedrich Reinwald,
am Montag.
14 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl seien Pilze, WaldfrÏchte und Wild vor allem in SÏdbayern zum Teil noch immer hoch radioaktiv belastet, betonte das private
Umweltinstitut MÏnchen
Vor allem Kinder und Schwangere sollten deshalb WaldfrÏchte aus ihrem Speiseplan streichen und stattdessen auf unbelastete Zuchtpilze zurÏckgreifen, empfahl des Institut in seinem
Informationsbrief ûUmweltnachrichtený. Die Strahlenbelastung kÎnne im MÏnchner Umland bei Maronen oder BirkenrÎhrlingen immer noch 2000 Becquerel CÌsium 137 pro Kilogramm
Frischmasse erreichen. Wildschweine seien nach Angaben der Kulmbacher Bundesanstalt fÏr Fleischforschung teilweise so stark verseucht, dass sie als SondermÏll entsorgt werden mÏssten.
Wegen der langsamen Abbaurate von CÌsium 137 sei auch in den kommenden Jahren keine wesentliche Ønderung der Situation zu erwarten. Ein hÌufiger und Ïppiger Verzehr von stark
belasteten Pilzen und von Wildmahlzeiten kÎnne dazu fÏhren, dass der in der deutschen Strahlenschutzverordnung festgelegte Grenzwert fÏr die maximal zulÌssige Strahlendosis von 0,3
Millisievert voll ausgeschÎpft werde, betonte das Institut.

Das bayerische Sozial- und Umweltministerium bestÌtigte die anhaltende Belastung. ûDeshalb sollte sich aber niemand den Appetit auf eine Schwammerlmahlzeit verderben lassený, erklÌrte
ein Sprecher des Ministeriums. ûBei Wildfleisch und Wildpilzen sind die Verzehrmengen Ïberlicherweise so gering, dass sie nicht nennenswert zur Strahlenbelastung beitragen.ý Denn wer mit
2000 Becquerel belastete Pilze esse, mÏsse davon 20 Kilogramm essen, um den kritischen Wert von 0,3 Millisievert zu erreichen. Schwangere sollten aber in
der Tat zurÏckhaltend sein, hieÞ es.

Wegen des relativ warmen Wetters und der anhaltenden Feuchtigkeit der letzten Wochen seien die Pilze bereits jetzt aus dem Boden geschossen, berichtete Pilzexperte Reinwald. Schon
bereicherten Speisepilze wie MaronenrÎhrlinge, Rotkappen und Steinpilze den Speiseplan. Allerdings seien auch giftige KnollenblÌtterpilze zu finden, warnte der Fachmann. Vor allem RÎhrlinge
und Maronen sind weiterhin strahlenbelastet, erklÌrte der Ministeriumssprecher.

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Re: Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Souler, (vor 9585 Tagen) @ Aurelia

So fällt einem erst richtig auf, wieviel Umlaute in unserer Sprache vorkommen...

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Re: Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Joachim, (vor 9585 Tagen) @ Aurelia

Also ich muss mich nur Wundern. Wer steckt wohl hinter dieser
Meldung? Am besten ist es wenn diese boesartigen:-))) Pilzsammler
zuhause bleiben. Das soll wohl auch der zweck dieses Berichtes
sein. Unsere Pilze im Odenwald sind auf jeden Fall wenn ueberhaupt
nur sehr schwach belastet.

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Re: Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Birgit, (vor 9585 Tagen) @ Joachim

Also ich muss mich nur Wundern. Wer steckt wohl hinter dieser
Meldung? Am besten ist es wenn diese boesartigen:-))) Pilzsammler
zuhause bleiben. Das soll wohl auch der zweck dieses Berichtes
sein. Unsere Pilze im Odenwald sind auf jeden Fall wenn ueberhaupt
nur sehr schwach belastet.

Hallo Joachim,

weißt du das oder glaubst du das? Die Radioaktivität von Tschernobyl verschwindet ja nicht einfachso wieder, die Halbwertszeit von 30 Jahren bei Cs 137 führt eben zu langandauernden Belastungen. So ließ ich letztes Jahr Maronen aus unserer Gegend (südlich AUgsburg) beim Umweltinstitut München messen, hier noch einmal mein damaliges Posting. Mit einer Belastung von 900 bq/kg bei den Maronen kann man nicht mehr von geringer Belastung sprechen.

Posting:

Wie angedroht hier die Radioaktivitätswerte, der von mir am 31.10.99 gesammelten Maronen.

Cäsium 137 900 Bq/kg (1Bq = 1 Zerfall/s)
Cäsium 134 7 Bq/kg

gemessen am 3.11.99, Fundort: Westerholz bei Beuerbach (Landkreis Landsberg a. Lech)

Grenzwerte der EU-Richtlinien liegen momentan bei 600 Bq/kg für Nahrung für Erwachsene. Unabhängige Experten raten zu Grenzwerten von 30-50 Bq/kg Cäsium-Gesamtaktivität (Cs134+Cs137). Bei dieser Empfehlung spielt der angenommene Strontium 90 Gehalt noch eine Rolle, der mit der oben verwendeten Meßmethode nicht bestimmt werden kann. Wers genauer wissen will, bitte nachfragen.

Quelle: Umweltinstitut München

Das Umweltinstitut hat auch noch andere aktuelle Meßwerte von Juli-September veröffentlicht:

nur Cs 137

Pfifferlinge: zwischen 1,5-540(poln. Pfifferlinge) Bq /kg

Steinpilze: 0,6-210 Bq/kg

Maronen : 88-1700 Bq/kg

Blutroter Röhrling (X. rubellus): 3,3 Bq/kg

Espenrotkappe: 22 Bq/kg

Netzstieliger Hexenröhrling: 23 Bq/kg

verschiedene Täublinge: 55 Bq/kg

Rotfußröhrlinge: 130 Bq/kg

Blutreizker (Gardasee): 140 Bq/kg

Birkenpilze (Traunstein): 510 Bq/kg

Bruchreizker(Maggipilz) ( Gardasee): 600 Bq/kg

Blutreizker (?, Gardasee): 730 Bq/kg

strahlende Grüße

Birgit

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Re: Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Leonie, (vor 9584 Tagen) @ Birgit

Ich finde es fehlen auch mal wieder Pressemeldungen vom Fuchsbandwurm...

... oder radioaktive Fuchsbandwürmer...

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Re: strahlungsarme.....

felix, (vor 9584 Tagen) @ Leonie

Ich finde es fehlen auch mal wieder Pressemeldungen vom Fuchsbandwurm...
... oder radioaktive Fuchsbandwürmer...

.....bildschirme sind angezeigt, um die vielen einschlägigen postings zu entschärfen.

felix

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Re: Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Wolfgang F, (vor 9584 Tagen) @ Birgit

Bei dieser Empfehlung spielt der
angenommene Strontium 90 Gehalt noch eine Rolle, der mit der oben
verwendeten Meßmethode nicht bestimmt werden kann. Wers genauer wissen
will, bitte nachfragen.

'Glücklicherweise' ist beim Tschernobyl-Unglück praktisch kein Strontium freigeworden, sonst hätten wir ein echtes Problem. Cäsium wird im Körper schlecht resorbiert und dort mit Kalium verwechselt und gerät so in die Blutbahn. Es wird aber nicht in Organen angereichert (anders als Iod oder Strontium) und mit einer biologischen Halbwertszeit von 3 Tagen wieder im Urin ausgeschieden.

Fazit: Ich esse weiter Pilze, auch aus Bayern.

Unabhängige Experten raten zu Grenzwerten von 30-50 Bq/kg
Cäsium-Gesamtaktivität (Cs134+Cs137).

Man vergleiche dies mit einigen 100 Bq an natürlicher Kalium 40-Belastung pro Tag, plus die C-14-Belastung und so weiter, gar nicht zu sprechen von der Höhenstrahlung bei Flugreisen. Und wer raucht, bekommt seinen Krebs sowieso daher.

Wolfgang

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Re: Pilze weiterhin radioaktiv belastet

Aurelia, (vor 9584 Tagen) @ Joachim

Hi
Also was mich an der Nachricht am meisten interessiert hat ist die Tatsache, dass ich im schlimmsten Fall 20kg essen darf, bis es gefaehrlich wird. Naja, soviel schaff wohl nicht mal ich als Pilz-Vielfrass! Insofern war ja die Intention nicht 'die Leute abhalten vom Sammeln', sondern zu informieren. Wer natuerlich nur die Ueberschrift liest, wird erst mal abgeschreckt, auch gut!
Gruss Aurelia