Auf die Art kommts an
Nach vielen Jahren Erfahrungen mit guten Pfifferlingsstellen kann ich
zumindest für diese Art zur Schonung der Bestände nur dringend raten, die
Pilze abzuschneiden!
Dreht man sie heraus, kann man an der Basis oft kleine Knospen finden, die
bei günstigen Witterungsbedingungen neue Fruchtkörper bilden.
Im übrigen bleibt das Mycel mit Sicherheit bei allen Arten bei Abschneiden am
unbeschädigsten. Das Argument, "es können Schädlinge über die
Schnittstelle eindringen" oder "Fäulnis eindringen", gilt
in meinen Augen nicht, da Pilze ohnehin immer im Alter verfaulen.
Wer (noch) beim Pilzesammeln immer die Basis sehen muß, sollte lieber die
Finger vom Sammeln lassen. Allenfall bei Neufunden oder anatomischen
Auffälligkeiten entnehme ich ganze Pilze. Ahne ich aber schon vorher, daß
ich etwas Selteneres evtl. in den Fingern habe, lasse ich selbst das
manchmal (z.B. in diesem Jahr Pappelrauhfuß).
Hallo jason,
es kommt ja wohl ziemlich auf die Art an. Bei weißen CHampignons ist es zum Beispiel dringendst anzuraten den gesamten Pilz zu entnehmen samt Stielbasis, denn Karbolchampignons gilben in der Stielbasis am stärksten und dort gerieben ist auch der Karbolgeruch am stärksten. Wenn du dir das Erkennen von Karbolchampignons auch so zutraust fein, aber das kann glaube ich selbst bei etwas geübteren Sammlern ins Auge gehen, weil der Geruch manchmal nicht sehr stark ist. Wiesenchampignons dreh ich aus diesem Grund auch immer raus und es hat dem Bestand seit Jahren nicht geschadet. Pfifferlinge scheinen allerdings eine der wenigen Pilzsorten zu sein, denen das Herausdrehen wirklich schadet.
Gruß
Birgit