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Zur Verständigungshilfe

Jürgen, (vor 8055 Tagen)

in diesem Forum im folgenden eine kleine Übersetzungsliste. Zumindest bei den Röhris (Boletaceae) gibt es sowohl für blutige Anfänger als auch für Fachidioten keine Ausreden mehr - jeder sollte jetzt wissen, was gemeint ist.

Rotfüßi – Xerocomus chrysenteron (Bull.) Quél.
Ziegi – Xerocomus subtomentosus (L.) Quél.
Goldi – Suillus grevillei (Klotzsch) Sing.
Maroni – Xerocomus badius (Fr.) Gilb.
Steini – Boletus edulis Bull.
Sommersteini – Boletus aestivalis (Paulet) Fr.
Birki – Leccinum scabrum (Bull.) Gray
Galli – Tylopilus felleus (Bull.) Karst.
Butti – Suillus luteus (L.) Roussel
Strubbi – Strobilomyces strobilaceus (Scop.) Berk.
Hainbuchi – Leccinum carpini (Schulz) Reid
Pfeffi – Chalciporus piperatus (Bull.) Bat.
Flocki – Boletus erythropus Pers.
Körni – Suillus granulatus (L.) Roussel
Espi – Leccinum aurantiacum (Bull.) Gray
Netzi – Boletus luridus Schaeff.
Kuhli – Suillus bovinus (L.) Roussel
Herbsti – Xerocomus pruinatus (Fr.) Quél.
Falschi – Xerocomus porosporus Imler
Sandi – Suillus variegatus (Swartz) Kuntze
Hohli – Boletinus cavipes (Klotzsch) Kalchbr.
Ringlosi – Suillus collinitus (Fr.) Kuntze
Bluti – Xerocomus rubellus Quél.
Schwarzblaui – Boletus pulverulentus Opat.
Graui – Suillus viscidus (L.) Roussel
Eichenfilzi – Xerocomus communis (Bull.) Bon
Brauni – Xerocomus ferrugineus (Schaeff.) Bon
Heidi – Leccinum versipelle (Fr.) Snell
Hasi – Gyroporus castaneus (Bull.) Quél.
Eichi – Leccinum quercinum Pil.
Wolli - Leccinum brunneogriseolum Lan. & Ést.
Porphyri – Tylopilus porphyrosporus (Fr.) Smith & Thiers
Kiefi – Boletus pinophilus Pil. & Derm.
Kornblumi – Gyroporus cyanescens (Bull.) Quél.
Schöni – Boletus calopus Pers.
Schmarotzi – Xerocomus parasiticus (Bull.) Quél.
Schwarzi – Boletus aereus Bull.
Gelberbronzi – Boletus appendiculatus Schaeff.
Pappi – Leccinum duriusculum (Schulz.) Sing.
Satani – Boletus satanas Lenz
Vielfärbi - Leccinum variicolor Watl.
Elfi – Suillus placidus (Bonord.) Sing.
Glatti – Boletus queletii Schulz.
Rosti – Suillus tridentinus (Bres.) Sing.
Bitterli – Boletus radicans Pers.
Gelbi – Leccinum crocipodium (Let.) Watl.
Sommi – Boletus fechtneri Vel.
Nussi - Leccinum nucatum Lan. & Ést.
Goldpori – Pulveroboletus gentilis (Quél.) Sing.
Nadelholzi – Pulveroboletus lignicola (Kallenb.) Dick & Snell
Depi – Boletus depilatus Red.
Erli – Gyrodon lividus (Bull.) Karst.
Köni – Boletus regius Krombh.
Fahli – Boletus impolitus Fr.
Falscher Köni - Boletus fuscoroseus Smotl.
Fuchsi – Leccinum vulpinum Watl.
Rosi - Boletus rhodoxanthus (Krombh.) Kallenb.
Moori – Suillus flavidus (Fr.) Presl
Zirbi – Suillus plorans (Roll.) Kuntze
Ringizirbi - Suillus sibiricus Sing.
Löwi – Xerocomus moravicus (Vacek) Herink
Falscher Satani - Boletus legaliae Pil.
Weini - Boletus rubrosanguineus Walty ex Cheype
Purpuri - Boletus rhodopurpureus Smotl.
Ochsi – Boletus torosus Fr.
Schwefi - Pulveroboletus hemichrysus (Berk. & Curt.) Sing.
Zwergi - Chalciporus rubinus (Smith) Sing.
Falscher Pfeffi - Chalciporus amarellus (Quél.) Bat.

Die Arten sind in etwa nach abnehmender Häufigkeit geordnet. Das Wörterbuch ist selbstverständlich um andere Pilzfamilien (Knollis, Champis, Morchis etc.) ausbaufähig.

Grüße, Jürgen

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Re: Zur Verständigungshilfe

Stitch, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

Ja, feini! :-)

Nur Merki kann ich mir das nicht...

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Re: Zur Verständigungshilfe

Dedimyk, (vor 8055 Tagen) @ Stitch

Hallo,

Ihr alle habt aber "dolli Problemi"

Detlivio

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Re: Zur Verständigungshilfe

ThomasHofheim, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,
es ist schön, daß erquickende Ergebnis einer Synthese aus Journalist und Röhrlingskenner bestaunen zu können.
Durch diese Lexikalisierung und damit - zumindest bis zu einem gewissen Grade - auch Legalisierung kommen wir einer einvernehmlichen Lösung des Sprachenproblems unter Pilzfreunden im Internet doch erheblich näher. Hoffen wir nur, daß es manch einem italienischen Pilzbuchautor nicht gallig aufstößt, wenn er seinen Namen so gebraucht findet, und natürlich muß man auch beim Gefleckti sehr vorsichtig sein, auf daß auch ja kein zweites "l" mitreinrutsche und den Angesprochenen beleidige. Gegen Pappi und vor allem Ringizirbi (wunderbar die doppelte Verniedlichung!) ist aber nichts zu sagen, nur der "Falsche Köni" ist sprachlich noch nicht sehr überzeugend. Als Ergänzung auch noch eine ganz rezente Bildung, die offenbar unter Freiburger Chemikern üblich ist: Dort bezeichnet man den Netzi als Netzhexe, hier dann also konsequenterweise Netzhexi.
Man kann nur hoffen, daß der Aufbau dieses Wörterbuchs weiter voranschreitet und rechtzeitig der Kultusministerkonferenz (falls sie dann noch existiert) übergeben wird, um von ihr flugs in die erneuerte neue reformierte verbesserte Rechtschreibereform aufgenommen werden zu könnnen.

Mit den besten Grüßen
Thomas (fast hätte ich ja geschrieben: von Hohli an Depi)

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Re: Zur Verständigungshilfe

ThomasHofheim, (vor 8055 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo nochmal,
aus dem Breisgau hört man jetzt auch Dinge wie Douglasi oder Bluthexi oder Böhmiwaldi ... Es gibt also noch viel zu tun!
Viele Grüße
ThomasHofheim

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Re: Zur Verständigungshilfe

Jürgen, (vor 8055 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,

Breisgau? Da erinnere ich mich nur an den verschollenen Wolfi (Boletus lupinus Fr.). Oder meintest du den Kraichgau? Von dort präsentierte uns Georg ja den Bluthexi (Boletus dupainii Boud.).

Der Douglasi (Suillus lakei (Murr.) Smith & Thiers) im Badischen ist mir ganz neu - woher hast du das denn? Gleiches gilt für den Böhmiwaldi (Boletus gabretae Pil.), von dem ich allerdings nicht so recht weiß, was ich von ihm halten soll.

Bin schon auf Details gespannt!

Jürgen

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Re: Zur Verständigungshilfe

ThomasHofheim, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

Ha, Jürgen, da war der Röhrispezialist wieder stärker als der Journali.
Es ging mir doch nur um die Begriffe. Leider also keine supertollen neuen Fundmeldungen.
In Freiburg sitzt nur ein angehender Chemiker, der mich via Chat auf all diese fehlenden Namen (und auch die Netzhexe) hingewiesen hat.
Den Starkriechi hast Du auch vergessen und ich finde, daß man den Löwi eher Mähri nennen sollte, das paßt dann besser zu Böhmiwaldi, und da er so edel ist könnte man auch ein Löwi von Mähri draus machen.
Spannend auch die Frage des Breisgauer Anonymus, was mit Leccinum decipiens passiert? Täuschi oder Verwirri? Aber da die Art als Synonym zu L. duriusculum betrachtet wird, der ja Pappi heißt, müßte man eher an Vati oder Alti denken.
Es gibt noch viel zu tun, lassen wirs sein!
Lauter Grüßi von einem erfreuten
ThomiHofheimii

Hallo Thomas,
Breisgau? Da erinnere ich mich nur an den verschollenen Wolfi ( Boletus
lupinus Fr.). Oder meintest du den Kraichgau? Von dort präsentierte uns
Georg ja den Bluthexi ( Boletus dupainii Boud.).
Der Douglasi ( Suillus lakei (Murr.) Smith & Thiers) im Badischen ist
mir ganz neu - woher hast du das denn? Gleiches gilt für den Böhmiwaldi
( Boletus gabretae Pil.), von dem ich allerdings nicht so recht weiß, was
ich von ihm halten soll.
Bin schon auf Details gespannt!
Jürgen

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Anmerkung zu "moravicus" und deutschen Namen

Jürgen, (vor 8055 Tagen) @ ThomasHofheim

Finde auch, lassen wir's jetzt mal gut sein - ich denke die Message ist rübergekommen...

Eine Anmerkung zu Xerocomus moravicus: Ich halte es für besser, wenn für die Art der deutsche Name "Löwengelber Röhrling" und nicht "Mährischer Filzröhrling" verwendet wird, und zwar aus drei Gründen:

- Die Art kommt nicht nur in Mähren vor. Es reicht, wenn der wissenschaftliche Name hier geographisch in die Irre leitet, es muss nicht auch noch der deutsche Name tun.

- Das Adjektiv "löwengelb" trifft ein wesentliches makroskopisches Merkmal der Art.

- Die Bezeichnung "Löwengelber Röhrling" enthält etymologisch den nützlichen Hinweis auf das verbreitete, nicht prioritätsberechtigte Synonym "leonis".

Anderes Beispiel: Suillus tridentinus ist eben nicht der nichtssagende "Trienter Röhrling", sondern - viel treffender - der Rostrote Lärchenröhrling (heuer übrigens nur 1 altes Ex. gesehen;).

Grüße, Jürgen

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STOP: ich beanspruche den ....

Christoph G, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

... Birki für mich Jürgen. Siehe mein Posting für Hans weiter unten. ICH habe ihn gültig früher, nämlich um 18.50 Uhr beschrieben und abgebildet. Deswegen beanspruche ich folgendes: Birki (GRANER 2004), Birki (Schreiner 2004) ist ungültig und wird bei verbotener Verwendung meinerseits mit allen Härten der geltenden gesetze verfolgt ;-))

mit empörtem Gruß Christoph

Hallo Thomas,
Breisgau? Da erinnere ich mich nur an den verschollenen Wolfi ( Boletus
lupinus Fr.). Oder meintest du den Kraichgau? Von dort präsentierte uns
Georg ja den Bluthexi ( Boletus dupainii Boud.).
Der Douglasi ( Suillus lakei (Murr.) Smith & Thiers) im Badischen ist
mir ganz neu - woher hast du das denn? Gleiches gilt für den Böhmiwaldi
( Boletus gabretae Pil.), von dem ich allerdings nicht so recht weiß, was
ich von ihm halten soll.
Bin schon auf Details gespannt!
Jürgen

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Habe deinen Birki revidiert

Jürgen, (vor 8055 Tagen) @ Christoph G

und für gültig befunden: Echter Birki - kein Wolli, Nussi, Vielfärbi, Pappi etc..

Apropos Prioritätsrechte: Es wäre sehr spannend zu erfahren, wer Erstautor der viel zitierten Steini und Flocki ist. Es gilt nun viele, viele Threads zu sichten... dann mal ran, Nomenklatur-Gurus...

Grüße, Jürgen

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Re: Habe deinen Birki revidiert

Matthias, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,
mache doch aus dem Porphyri – Tylopilus porphyrosporus (Fr.) Smith & Thiers
einen "Tanni", habe den in jungen Jahren von meinem Vater als Tannenröhrling kennen gelernt,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Tanni

Jürgen, (vor 8055 Tagen) @ Matthias

ich hatte auch an Düsti gedacht. Das Problem mit Tanni und Düsti: Die Namen scheinen nur wenig verbreitet, müssten also gegenüber dem geläufigen Porphyri aufwendig konserviert werden.

Aber Tannenröhrling wäre wirklich ein schöner Name für diese Art, und offenbar noch dazu prioritätsberechtigt;)

Grüße, Jürgen

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Re: Tanni

ThomasHofheim, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

Auch wenn ich eigentlich nichts mehr schreiben wollte:
Tanni ist trotz Priorität nicht geeignet, da - wie bei Mähri - gilt, daß der Name nicht sehr treffend ist, da der Pilz doch wesentlich häufiger bei Fichte vorkommt und daher eher Fichti heißen müßte. Da finde ich - wiederum in Anlehnung an die Farbbezeichnung des Löwis - Düsti dann schon wesentlich treffender.
Jetzt ist aber endgültig Schluß - zumindest für heute!
Viele Grüße
ThomasHofheim

ich hatte auch an Düsti gedacht. Das Problem mit Tanni und Düsti : Die
Namen scheinen nur wenig verbreitet, müssten also gegenüber dem geläufigen
Porphyri aufwendig konserviert werden.
Aber Tannenröhrling wäre wirklich ein schöner Name für diese Art, und
offenbar noch dazu prioritätsberechtigt;)
Grüße, Jürgen

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Re: Tanni

Matthias, (vor 8055 Tagen) @ ThomasHofheim

Hallo Thomas,
so falsch ist Tanni dann doch nicht da die Fichte wegen ihrer Rinde den Namen Rottanne trägt was eigentlich ja nicht ganz richtig ist da es ja keine "echte Tanne" ist,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Tanni

Matthias, (vor 8055 Tagen) @ Jürgen

Hallo Jürgen,
ich bin wohl nicht der einzige der den Namen kennt, schaue mal hier: http://www.dgfm-ev.de/phorum/search.php?f=4&search=tannenr%F6hrling&globalsearch=1&match=1&date=0&fldsubject=1&fldbody=1
aber es scheint doch ein eher selten angewendeter Name zu sein,
viele Grüsse
Matthias
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Re: Tanni

Rudi, (vor 8055 Tagen) @ Matthias

Alos ich muss da heftigst protestieren!!
Meine Eltern haben nämlich den Tannenpilz auch gesammelt, zwar zuerst nur sehr vorsichtig und misstrauisch, aber später mit zunehmenden Ehrgeiz.
Er hat zwar deutlich anders ausgeschaut, aber vorzüglich geschmeckt.
Übrigens war er gar nicht so düster wie der dunkle Tann, sondern aufregend bunt und knusprig. Jetzt ist er unter forumsfreunden und kritikern bestens bekannt als DER Pilz des Anstosses.
Also bitte ich, bei den anstehenden Nomenklaturverfahren die Priorität von Tanni gegen Flocki durchaus zu prüfen!

PG Rudi

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Womit "Tanni" als nomen ambiguum hinfällig ist:o) *oT*

Jürgen, (vor 8055 Tagen) @ Rudi

- kein Text -