Re: Bestimmung(en)
Hallo Andres,m
vielen Dank für deine schnelle Hilfe, eines ist mir nun nach langer Suche noch unklar: beim Pleurotus dryinus sind sich viele Seiten anscheinend nicht einig, ob er essbar ist, oder nicht, weisst du es vielleicht zuverlässig? Für die beiden Exemplare ist es nun leider zu spät (lagen mir zu lange an der ungekühlten luft), aber für zukünftige Funde (jetzt weiss ich ja, wo ich sie wieder finde) wäre das schon sehr interessant. Seltsamerweise fand ich auch ein paar Internetseiten, die den Leucoagaricus leucothites als essbar definierten, das stimmt aber sicher nicht, oder?
grüße aus wien
alex
Hallo Alex,
Meiner Meinung nach ist das der Berindete Seitling (Pleurotus dryinus).
Wächst an Laub- und Nadelholz und fast das ganze Jahr über. Wir hatten ihn
letzte Woche im Kurs im Fichtenwald gefunden.
Das wäre für mich eigentlich der Pappel-Schüppling (Pholiota destruens), was
aber bedeuten würde, dass das Holz Pappelholz sein muß.
Das sieht mir sehr nach dem Rosablättrigen Egerlingsschirmling (Leucoagaricus
leucothites) aus, der allerdings erst alt und auch dann nicht immer rosa
getönte Lamellen bekommt. Die Arten in dieser Gruppe sind schwierig
auseinanderzuhalten und möglicherweise eh nur eine einzige sehr variable
Art.
Das sind Hallimasch (Armillaria mellea agg.), aber welche Art in diesem
Komplex kann ich Dir nicht sagen. Sieht fast nach dem Dunklen Hallimasch
(A. ostoyae) aus, aber wenn er auf der Wiese wuchs (sprich auf
unterirdischen Wurzelausläufern oder vergrabenem Holz) dann spricht das
eher dagegen und eher für den Fleischfarbenen Hallimasch (A. gallica =
bulbosa). A. ostoyae wächst typisch in dichten Büscheln auf Nadelholz, vor
allem Fichte.
beste Grüße,
Andreas