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Eure Bücher Top 5

Leonie, (vor 9582 Tagen)

Meine Top Five der coolsten Pilzbücher:

1. Hans Haas - Pilze Mitteleuropas (mein erstes Pilzbuch und immer noch mein Liebstes - besonders wegen der fantastischen Aquarelle von Gabi Gossner, ich wünschte mir mal ein Pilzbuch in dieser unerreichten Qualität, bloß mit 500 Arten)

2. Laurent/ Lanceau - Pilze-1000 Fotos (Opulente Bilder, die einfach Lust machen)

3. Rosemarie Dähneke - 200 Pilze (wegen der durchgeknallten kulinarischen Vorschläge der Grand Dame) (ich bin ja gespannt ob das Gisela Lockwald noch toppen kann :-))

4. Eugen Gramberg - Pilze der Heimat (schönes altes Pilzbuch von 1911, habe im Antiquarat erstanden, manches ist lustig, aber ingesamt wußte Eugen schon bescheid)

5. Ewald (ist das unser "Bazi"-Ewald?) Gerhardt - Der große Pilzfüherer für unterwegs (gibt es sonst soviel, so kompakt)

Wie ist Eure Bücher-Top-Five?
Gruß!

Leonie

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Re: Eure Bücher Top 5

Georg, (vor 9582 Tagen) @ Leonie

Wie ist Eure Bücher-Top-Five?

1. M. Bon: Pareys Buch der Pilze - Schön kompakt, hab ich immer im Rucksack,gute Zeichnungen und Texte, auch mit Mikromerkmalen

2. Courtecuisse: Mushrooms and Toadstools of Britain and Europe - Berücksichtigt über 3000 Arten, gute Zeichnungen, makroskopische Schlüssel, in englisch

3. Arora: Mushrooms Demystified - Ein geniales Buch von einem pilzverrückten Kalifornier. Allein lesenswert wegen der tollen Texte zu jedem Pilz. Viele der behandelten Arten kommen auch in Europa vor. Die meisten Bilder sind leider in Schwarz-Weiss. Englisch. Fast 1000 Seiten!!

4. Großpilze Baden-Württembergs - Ausführliche ökologische und taxonomische Diskussionen, Verbreitungskarten für Baden-Württemberg, gute Bilder.

5. Phillips: Kosmos Pilzatlas - Immer noch eines der besten Abbildungswerke, das englische Original hat bessere Texte.

5.1 :-) E. Gerhardt: BLV Pilzführer für unterwegs - Tolle Bilder, gute Texte. Ebenso das BLV Handbuch Pilze vom selben Autor.

Georg

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Re: Eure Bücher Top 5

Morchella, (vor 9582 Tagen) @ Georg

Meine 4 Top Bücher, mehr habe ich (noch) nicht.

1. Bruno Cetto Bänder 1+4 (2+3) kaufe ich mir demnächst

2. Phillips 900 Pilze D-Ausgabe (Die englische Version hat mein Nachbar;-).

3. Dähncke 700 Pilze

4. Dähncke 200 Pilze ( Vorallem für's Kochen )

5. Diverse Pilzkleinbücher für Freunde und Bekannte die ich gelegentlich ausleihe. Das Buch Pilze der Schweiz habe ich noch nicht, obwohl selber Schweizer(in ;-)) Schande über mich :( ,kaufe ich mir aber bei nächster Gelegenheit, nachdem hier so positiv darüber gesprochen wurde, selbst von unseren Allemagnischen Freunden bzw.Cousins. Pilze kannten noch nie Grenzen, vielleicht erkennen auch wir Schweizer, obwohl ich eigentlich aus der West-Schweiz stamme, bald die historischen Wurzeln :-) *Grins*

Für unsere Deutschen Pilzfreunde die es nicht wissen können, die West-Schweizer gelten als besonders aufmüpfig und rebellisch, macht sich immer wieder bemerkbar bei den Volksabstimungen, (Welch eine heilige Kuh!) bei den Swiss-Totos. :-)

Die Deutschweizer verstehen uns nicht immer, wir sie aber immer besser.LoL

Gruss Morchella

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Oberlehrerin Dr. G. Lockwald

Reinhard, (vor 9581 Tagen) @ Leonie

3. Rosemarie Dähneke - 200 Pilze (wegen der durchgeknallten kulinarischen
Vorschläge der Grand Dame) (ich bin ja gespannt ob das Gisela Lockwald
noch toppen kann :-))
Leonie

Das mykophagische Manifest der Oberlehrerin Dr. G. Lockwald

Ich habe ihr Kochbuch letzes Jahr erstanden und finde es ob ihrer schulmeisterlichen
Art, jedem der nicht ihrem Gusto gemein geht, die kochkünstliche Kompetenz abzusprechen,
blöd, intollerant, scheiße.

Einige Zitate aus diesem Buch:

DIE KENNERIN UND PILZKÖCHIN VERWENDET PILZE ALS KLEINE BEILAGE, ALS GESCHMACKSSENSATION,
VIELLEICHT ALS EXTRAVAGANTES ZWISCHENGERICHT - KURZ, ALS HÖHEPUNKT IHRER KOCHKUNST.

Also liebe Männer, kochen ist nach wie vor nicht unsere Sache und an alle: Ihr die ihr
euch den Wanst mit Pilzen vollschlagt und auch noch den Anspruch erhebt davon satt
werden zu wollen --- leider durchgefallen

GEWÜRZE
UNSER HAUPTGEWÜRZ SIND DIE PILZE
ANSONSTEN: SALZ; PFEFFER; SCHALOTTEN; PETERSILIE

Ja liebe Forumler, nehmt ihr nicht auch manchmal die Zwiebel??? oder gar Speck?? oder etwa
sogar Knoblauch?? schon wieder durchgefallen, dies gibts nur in ganz ganz seltenen Ausnahmen.

Zu den Steinpilzen bemerkt Frau Oberlehrin:
EINE SCHMORPFANNE AUS STEINPILZEN ZU BEREITEN, IST NICHT NUR KULINARISCHER UNSINN, SONDERN
AUCH FREVEL IN BEZUG AUF DEN NATURSCHUTZ.

Spätestens jetzt hat sie wohl die hunder Prozent getroffen oder?? Gibts hier im Forum
wirklich jemanden, der sich noch nie den Steinpilz einfach in die Pfanne geschlagen und
dann geschmort hat?? Zwei Seiten weiter "brät" sie dann den Steinpilz in der Pfanne-- aha!

OFT WIRD IHNEN IM ELSASS COQ AU RIESLING VORGESETZT, DER EIN WENIG AN DIE DEUTSCHE KÜCHE
DER NACHKRIEGSZEIT ERINNERT. GESCHMACK NACH SPECK, ZWIEBELN UND MEHL UM EIN MATSCHIGES FLEISCH:

Frau Oberlehrerin schwört auf die französische und italienische Küche - ganz klar, schmeckt ihr
dort etwas nicht ist's in Wirklichkeit die deutsche Nachkriegsküche.

PILZBÜCHER, DIE SCHOPFTINTLINGE NUR ALS "GUT" BEZEICHNEN, KÖNNEN SIE ALS KULINARISCHE RATGEBER
ZUR SEITE LEGEN UND VERGESSEN.

Ja, somit vergesse ich alle meine Pilzbücher, denn nach meinem Geschmack sind Fichtenreizker
sehr gute Speisepilze und die werden immer nur als "essbar" bezeichnet.

Ich will nicht über die einzelnen Rezepte urteilen, da sind sicherlich sehr viele gute und
sehr gute dabei, aber mit ihrer herablassenden Art macht es einfach keinen Spaß in diesem
Buch zu blättern.

Reinhard

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Fichtenreizker

Souler, (vor 9581 Tagen) @ Reinhard

Ja, somit vergesse ich alle meine Pilzbücher, denn nach meinem Geschmack sind
Fichtenreizker
sehr gute Speisepilze und die werden immer nur als "essbar"
bezeichnet.

Hi Reinhard,

ich finde Fichtenreizker auch sehr lecker und mag Sie ganz besonders. Komisch wie verschieden die Geschmäcker sind.

Souler

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Re: Oberlehrerin Dr. G. Lockwald

Andreas ⌂, (vor 9581 Tagen) @ Reinhard

Das mykophagische Manifest der Oberlehrerin Dr. G. Lockwald
Ich will nicht über die einzelnen Rezepte urteilen, da sind sicherlich sehr
viele gute und
sehr gute dabei, aber mit ihrer herablassenden Art macht es einfach keinen
Spaß in diesem
Buch zu blättern.
Reinhard

Hallo Reinhard,

aus deiner Sicht habe ich das Buch bisher nicht betrachtet. Da ich die Dame persönlich kenne, weiss ich ob ihrer Art zu reden und auch zu schreiben. Sei versichert, dass sie eine ausgesprochen witzige und niemals herablassende Art hat.
Dass ebendiese Art nicht überall gut ankommt, hätte ich nicht gedacht, ist aber wohl nicht von der Hand zu weisen. Ich jedenfalls habe ausgesprochen gerne in dem Buch geblättert (allerdings nie danach gekocht), aber ich gebe zu, dass ich vielleicht durch das persönliche Kennen der Autorin vieles anders lese als ein "unbefangener" Leser.

Die Rezepte sind anspruchsvoll, dass habe ich ja auch schon gesagt. Somit ist es mehr eine Ergänzung zu anderen Pilzkochbüchern. als alleiniges Kochbuch ist es wohl nicht geeignet.

Gruß,
Andreas

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Re: Oberlehrerin Dr. G. Lockwald

Leonie, (vor 9580 Tagen) @ Reinhard

Jetzt bin ich aber richtig neugierig! Wußte nicht, daß man ein Pilzkochbuch mit Zynismus und Überheblichkeit "würzen" kann! Aber provokante Thesen helfen einen beim Kochen weiter!

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Re: Oberlehrerin Dr. G. Lockwald

Peter Reil, (vor 9579 Tagen) @ Reinhard

Ich habe ihr Kochbuch letzes Jahr erstanden und finde es ob ihrer
schulmeisterlichen
Art, jedem der nicht ihrem Gusto gemein geht, die kochkünstliche Kompetenz
abzusprechen,
blöd, intollerant, scheiße.

Hallo Reinhard,

wie du schon bemerkt hast, ist Kochen für manche Personen KUNST. Und nicht jeder ist eben in der Lage zu verstehen, was der Künstler mit seinem Werk auszudrücken versucht.

Wer sich aber einmal an einem Lockwald'schen Kunstwerk (sprich Probe-Essen) laben durfte, wird dies als hochinteressantes positives Gaumenerlebnis zu schätzen wissen. Ich spreche aus eigener Erfahrung, die ich keinesfalls missen möchte.

Andersdenken ist durchaus in Ordnung und auch Kritik ist immer erlaubt, aber dabei die Vokabeln "blöd, intolerant, scheiße" zu benutzen finde ich b...i...s.

Peter

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Re: Oberlehrerin Dr. G. Lockwald

Reinhard, (vor 9579 Tagen) @ Peter Reil

Hallo Reinhard,
wie du schon bemerkt hast, ist Kochen für manche Personen KUNST. Und nicht
jeder ist eben in der Lage zu verstehen, was der Künstler mit seinem Werk
auszudrücken versucht.
Wer sich aber einmal an einem Lockwald'schen Kunstwerk (sprich Probe-Essen)
laben durfte, wird dies als hochinteressantes positives Gaumenerlebnis zu
schätzen wissen. Ich spreche aus eigener Erfahrung, die ich keinesfalls
missen möchte.
Andersdenken ist durchaus in Ordnung und auch Kritik ist immer erlaubt, aber
dabei die Vokabeln "blöd, intolerant, scheiße" zu benutzen finde
ich b...i...s.
Peter

Hallo Peter,
ich habe nie behauptet die Rezepte wären schlecht.
Was mich an diesem Buch so wütend macht, ist daß ihre Defenition von guten Pilzgerichten dogmenhaft manifestiert wird und jeder, der damit nicht geschmackskonform geht, vor ihren Gaumengnaden durchgefallen ist. Ihr Verhalten unterscheidet sich in meinen Augen überhaupt nicht von meinem Vokabular.
Nur nebenbei, benutze ich bei meinen Pilzrezepten auch nie Knoblauch (bin damit einmal fürchterlich hereingefallen) und Speck, würde aber nie so weit gehen wie Frau Lockwald.
Ansonsten stellt sich noch die Frage ob Kochen Kunst (im klassischen Sinn) ist?? Darf ein Gaumenerlebnis zu einem Sattgefühl führen?? Bin ich dann einer niederen Triebfeder verfallen, die mir schon selbstredend den (Geschmacks-) Sinn für Kunst aberkennt??
Reinhard

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2 Pilzkochbücher!

Leonie, (vor 9560 Tagen) @ Reinhard

So, endlich habe ich sie erstanden. Das "Dähneke-Kochbuch" und den "Lockwald"! Über die Autorinnen von beiden Büchern kann ich euch nichts erzählen, denn in den Klappentexten steht dazu nichts. Rosemarie Dähneke ist wohl bekannt. Ich nehme an, die Autorin des Kochbuches Sabine Maria, ist Ihre Tochter .(?)

Anfangen will ich mit "Pilzgerichte noch feiner" von Dr. (worin?) Gisela Lockwald. Zuerst einmal, die Frau weiß wovon sie spricht und versteht 'was vom Kochen mit Pilzen. Ich fand das Buch anregend mit vielen netten Geschichten garniert. Aber ich kann Reinhards Kritik auch verstehen. Das wirkt tatsächlich sehr häufig oberlehrerhaft selbstgefällig bis hin zur Intoleranz. Frau Lockwald glaubt wirklich, die allein glücklichmachende Art Pilze zuzubereiten gefunden zu haben. Dabei ist sie von der genialen Orginalität des großen Vaters der österreichischen Pilzküche Luce Hölltalers oder nur der Leichtigkeit von Carluccio weit entfernt.

Mit ihrer Küchenphilosphie kann ich wenig anfangen. Diese Philosphie baut darauf >nur< mit dem Eigengeschmack der Pilze zu arbeiten. Ich selbst sehe zu viele Gewürz auch als echte kulinarische Gefahr. Und warum nicht das Aroma unser geliebten kleine Freunde in den Mittelpunkt stellen? Doch bei Lockwald wird das ganze zum Dogma. Durch diese Selbstkasteiung kommt bei Ihr schnell Langweile auf. Gerade die Kombination Pilz mit völlig verschiedenen Aromen kann nur überraschen und Spannung erzeugen.
Getreu ihrer Philosophie verzichtet Lockwald auch auf Mischgerichte (außer zum "Strecken"...strecken klingt für mich nicht gut!). Ein großer Fehler, denn tatsächlich können sich die Aromen einzelner Pilzgerichte so ergänzen, daß am Ende mehr herauskommt als bei einem EInzelgericht. Das ist wie bei einem guten Eintopf. Je mehr Meerestiere in der Bouabaisse schwimmen je besser!

Zudem trieft das Buch vor Sahne. (Nein... ich gehöre beileibe nicht zur Antisahnefraktion... im Gegenteil...aber im Buch wird wirklich sehr, sehr, sehr viel Sahne verwendet).

Herauskommt dann eine überaus schwierige, anspruchsvolle elsäßer Schmurgelküche. Hochwertig, lecker, aber langweilig. Von asiatischen, orientalischen oder nur der leichten italienischen Küche (nur in Olivenöl eingelegte Reizker a la Mamma als Alibi) keine Spur. Sehr orginel ist tatsächlich noch die Verwendung von getrockneten Sandröhrlingen als Lorchelersatz. Werde das demnächst ausprobieren.

Ich habe dann noch einige Streitpunkte, wo ich entschieden andere Thesen vertrete:

* Nach Lockwald hat die "Pilzsammlerin" während der Saison keine Zeit zum Kochen, daher müssen die Pilze konserviert werden. Für mich gehören sammeln und kochen untrennbar zusammen. Es tut halt auch ein schneller Pilzsalat und muß keine gefüllte Taube sein. Wer kocht überhaupt so etwas zu Hause. Die beste Küche ist eine Küche der Jahreszeiten. Die Qualität von Tiefkühlpilzen interessiert mich gar nicht. Ich will im WInter gar keine "frischen" Steinpilze. Im Winter gibt es entweder Samtfußrüblinge oder Trockenpilze oder halt gar nichts. So ist die saisonale Küche.

* Bei ihr werden die Röhrenfutter teilweise mitverwendet. Für mich gehören sie auf dem Komposthaufen.

* Zuchtausternpilze sind kulinarisch nicht sonderlich wertvoll.

* Ich hatte mit Hallimasch (wahrlich nicht mein Lieblingspilz) noch nie Probleme, ohne sie auch nur zu überbrühen. Wenn ich einen Pilz 20 Minuten kochen müßte, um dann das Kochwasser wegzukippen, dann laß ich das ganz.

Genau das Gegenteil zum überkandidelten "Lockwald" ist das Buch "Dähnekes praktisches Pilzkochbuch" von Sabine Maria Dähneke. Hier ist echte Hausmannskost angesagt. Da wird noch mit Mehlschwitze gebunden, mit Eigelb legiert (zu Unrecht ist diese Technik heute verpönt) und deftig darfs auch sein.

Leider ist das Buch sehr nüchtern und schlicht. Viele Erfahriungen werden nicht weitergegeben. Auf die Besonderheiten einzelner Arten wird kaum eingegangen. Eine Erläuterung zum "Roten Salat mit Samtfußkremplingen" wäre schon angebracht. Für die Mischpilzgerichte gibt es ein Liste der verwendbaren Arten. Da die Liste auch vieles, was kaum in den Kochtopf gehört (das ist wohl die Dähnekesche Philosophie!) enthalten ist, ist es ein Wahnsinn so etwas ohne Kommentar abzudrucken. Die Rezepte sind ansonsten so bieder, wie die Fotos im Stil der sechziger Jahre... haben sicher einen Orwofilm benutzt... alles mit Tomatenachteln, Zwiebelringen, gekochtem Ei, Dosenananas, Essiggürkchendeko. Fehlen eigentlich noch Salzstangen und Käsesticker!
Aber wer Rezepte für Pilzhausmannskost sucht wird gut bedient. Ist auch einiges bestimmt Leckeres dabei. Aber moderne, engagierte Küche ist das beileibe nicht und einiges ist schlichtweg fragwürdig.
Zum Beispiel werden die Pilze mit Wasser gewaschen. "Die Röhrlinge, die beim Waschen viel Wasser auf saugen, können Sie wie ein Schwamm ausdrücken, damit sie beim Verarbeiten nicht soviel Flüssigkeit absondern." Für einen derartigen Pilzfrevel wäre sogar mal ein Bleemscher Killerschlag an der Reihe!
Fazit: Aus den "200 Pilzen" von Rosemarie Dähneke bekomme ich mehr kulinarische Informationen (über die man sicher diskutieren kann!) als aus dem Kochbuch. Ungeschlagener Meister bleibt aber "Onkel Lüzchen", auch wenn seine Küche konservativ und amateurhaft ist, sein Buch bleibt das Nonplusultra!

Gruß!

Leonie

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Re: 2 Pilzkochbücher!

Frank Adam, (vor 9559 Tagen) @ Leonie

Hallöchen Leonie, Wer oder was ist Onkel Lüzchen? Bin auf der Suche nach Kochbüchern. Verrate mir den Titel. Bittteeee!

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Re: 2 Pilzkochbücher!

Peter Reil, (vor 9559 Tagen) @ Frank Adam

Hallo Frank,

mit größter Wahrscheinlichkeit ist das Buch "Pilzdelikatessen" (o.ähnlich) von Luce Höllthaler gemeint. Evtl. ist es noch im Handel. Falls nicht, melde dich bitte nochmal bei mir.
Das Buch finde ich, zusammen mit dem Lockwald'schen das beste, was es so im deutschsprachigen Raum an Pilzkochbüchern gibt.

Liebe Grüße
Peter

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Re: 2 Pilzkochbücher!

.bleem, (vor 9559 Tagen) @ Peter Reil

Hi!

Das Buch gibt es noch, schau mal auf diese Seite!

Hier lang

Ciao bleem

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Re: 2 Pilzkochbücher!

Heide, (vor 9559 Tagen) @ Leonie

Einen wunderschönen Sonntag Leonie !!

Vielen Dank ,dass du dir als Profi die Arbeit gemacht hast die Bücher durchzuarbeiten und auch, uns deine Einschätzung dazu weiterzugeben .Ich denke, das ist für viele von uns sehr hilfreich, bei dem Wust an Kochbüchern den es so gibt etwas Orientierung zu bekommen ob es sich für einen selbst lohnt .Ich hab diese beiden Bücher leider auch noch nicht aus der Nähe gesehen.
Ich hoffe aber ganz besonders ,dass du weiterhin viele "deiner eigenen Rezepte " ins Forum postest ,da ich deine Art der Zubereitung von Pilzen als genial-praktisch und schmackhaft empfinde.

einen schönen Tag noch

wünscht Heide

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Re: Röhren nicht immer kompostieren

Holger, (vor 9558 Tagen) @ Leonie

Feste Röhren von jungen Maronen und Steinpilzen können gut (in dünnen Scheiben) getrocknet und im Mörser zerstoßen werden. Das Pulver paßt dann gut in dunkle Soßen...

* Bei ihr werden die Röhrenfutter teilweise mitverwendet. Für mich gehören
sie auf dem Komposthaufen.

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keinen andernen Bücher Top 5s? *oT*

Leonie, (vor 9580 Tagen) @ Leonie

- kein Text -

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Re: keinen andernen Bücher Top 5s?

Andreas ⌂, (vor 9580 Tagen) @ Leonie

Naja, ich benütze eigentlich für jede Gattung oder Pilzgruppe andere Bücher, meist Monographien. Oft auch Zeitschriften, weil die aktueller sind als Bücher.

Aber so ziemlich das Beste an allumfassender Literatur finde ich ebenfalls die "Pilze der Schweiz"-Bände 1-4.

Gruß,
Andreas