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Re: Top 5 Speisepilze

Alpenhans, (vor 9587 Tagen) 636 Beiträge @ Andreas

Hallo Hans,
doch, die gibt's, aber nur in Süddeutschland. Vor zwei Jahren wurde einer im
Harz gefunden, was man als verbreitungsgeografische Sensation bezeichnen
kann. In meiner Gegend (Stuttgart und Umgebung) finden wir ihn
alljährlich, aber nicht jedes jahr an allen Stellen. Entweder unter
Weisstannen auf Kalk, zusammen mit den Spitzmorcheln und Inocybe queletii.
Genauso oft aber auch im Buchen-Kiefern-Mischwald auf Keuperboden
(neutraler Lehmboden). Die Literaturangaben "stets unter
Weisstanne" sind falsch, er kommt wie gesagt auch unter Kiefer und
Buche vor.
Insgesamt auch in Süddeutschland eher selten. Aber schwer zu entdecken, weil
er fast im Boden bleibt und sich farblich ja auch kaum abhebt.
So toll schmeckt er übrigens gar nicht, aber wenn man nach dem
frischpilzelosen Winter zum ersten Mal wieder einen richtigen Pilz findet,
so ist das alleine ja schon Garantie für besonderen Genuss ;-)
Gruß,
Andreas

Hallo Andreas!
Ich wohne und sammle südlich von Wien (Wiener Neustadt). Bei uns wächst er auch im Mischwald und auch reiner Föhrenwald, soweit ich das beurteilen kann auf Kalk.
Er tritt in guten Jahren (das ist fast jedes Jahr) massenweise auf - heuriges Sammelergebnis ca 20 kg - mein Freund mindestens genauso viel. Das einmalige an der ganzen Angelegenheit ist, daß ihn fast niemand kennt und er daher auch nicht gesucht wird, obwohl alle übrigen Pilze von ganzen "Heerscharen" gesucht werden.
Der M.E. ist allerdings auch sehr schwer zu finden, weil er -wie Du geschrieben hast-meistens unterirdisch wächst und man "Hügeln" suchen muß.
Beim Geschmack bin ich anderer Meinung (wahrscheinlich subjektiv)- mir schmeckt er besser als Pfifferlinge......
Gruß Hans

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