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Re: Cortinarius spec.? (3 Bilder)

Piwo, (vor 8057 Tagen) 1.253 Beiträge @ Andreas

Aber bald. Und zufällig bin ich gerade bei Phlegmacium und habe eben die
Arten anserinus bis boudieri fertig gemacht, also auch balteatocumatilis.
Hier der Text vorab, wahrscheinlich nicht so schön formatiert wie in
WORD(die Tabs gehen verloren), aber hoffentlich trotzdem lesbar: 1.86
Cortinarius balteatocumatilis Henry 1939 ex Orton 1960
Cortinarius balteatus ss. LANGE
Braunvioletter Schleimkopf
Morphologie: Variabilität: Var. laetus Moser ex Quadracchia unterscheidet
sich durch lebhafter rotbraune Hutmitte und intensiver violetten -rand,
ähnlich C. variecolor. Ein Fund: Schwarzwald: 7716/4, Dunningen-Locherhof,
Fichten-Tannenwald, Lehmboden über Muschelkalk, 680 m NN, 03.10.2001, leg.
I. HUTH, det. BOLLMANN (als cf. balteatocumatilis), rev. GMINDER.
Ökologie: In naturnahen Biotopen in der kollinen Stufe vorrangig im
Hainbuchen-Eichenwald (4), im montanen Bereich in Tannen(-Fichten)wäldern
(3), daneben aber auch des öfteren außerhalb von Wäldern in Friedhof- und
Parkanlagen (4), auf basischen bis neutralen, frischen Lehm-, seltener
Sandböden.
Mykorrhiza: Mit Laub-, seltener Nadelbäumen.
· Fagus sylvatica (1), Quercus (2; Q. rubra 1, Q. spec. 1), indet. Laubbaum
(4)
· indet. Nadelbaum (3: Picea abies oder Abies alba)
Phänologie: September-Oktober.
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
- - - - - - - - 6 5 - -
Verbreitung in Baden-Württemberg: Selten im Oberrheingebiet, im Schwarzwald
und im Keuper-Lias-Land. In den Gäulandschaften nur ein Fundort: 7120/4,
Stuttgart-Weilimdorf, Neuer Friedhof, 04.10.1995, BOLLMANN, det. BRANDRUD.
Vertikale Verbreitung: Planar bis montan.

90-200 201-400 401-600 601-800 801-1000 >1000

1 6 4 4 - -
Tiefster Fundort im Oberrheingebiet nördlich Karlsruhe auf 120 m NN (6916/4,
SCHWÖBEL). Der höchste Fundort liegt im Schwarzwald auf 780 m NN (7516/1,
Freudenstadt, Kienberg, 17.09.1995, HAAS (STU).
Bestand und Bedrohung: Seltene Art, deren autochthone Vorkommen aufgrund der
Umwandlung naturnaher Laubwälder in Fichtenforste langfristig wohl etwas
zurückgegangen sind, die diese Verluste aber aufgrund ihrer Fähigkeit zur
Besiedlung von Sekundärbiotopen etwas ausgleichen kann. Insgesamt kann sie
derzeit noch als nicht gefährdet angesehen werden.
Erstnachweis: Schönbuch, 7321/3, Neuenhaus, Betzenberg, 21.09.1988, BOLLMANN
1990.
Allgemeine Verbreitung: Nordafrika (Marokko). Asien (Russland: Wladiwostok,
Kasachstan: Alma-Ata). Europa. Süd- (Spanien, Italien), West- (Frankreich.
Niederlande, Großbritannien), Mittel- (Schweiz, Deutschland, Österreich,
Tschechien), Ost- (Slowakei: var. laetus, Estland, Russland) und
Nordeuropa (Dänemark, Schweden). In Westdeutschland von je zwei Fundorten
in Rheinland-Pfalz und Südhessen, sowie je einem im Saarland (nach DERBSCH
& SCHMITT verschollen) und in Schleswig-Holstein (LÜDERITZ 2001: RL 1)
bekannt. In Ostdeutschland in der Mark Brandenburg nach SCHÄFFER „nicht
selten“, ferner 2004 in Thüringen (Friedrichsroda) nachgewiesen. KREISEL
(1987) vermutet außerdem einige der als C. variecolor gemeldeten Funde als
zu C. balteatocumatilis gehörig.

hallo Thomas und Andreas,

ich kenne die Art seit Jahren vom Gießener Friedhof (bei Linde). Gießen liegt in Mittelhessen.

Gruß
Piwo

beste Grüße,
Andreas

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