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Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

Nonnenfuerzli, (vor 8045 Tagen)

Liebe Pilzgemeinde,

nachdem in diesem Pilzforum die Bestimmungsfragen meist mit wunderschönen Pilzphotos angereichert sind, habe ich direkt ein schlechtes Gewissen, eine Anfrage zu starten, die nur aus dem geschriebenen Wort besteht. Habe heute reichlich Pilze einsammeln können (u.a. gingen Hexenringe von Anischampignons und Rötelritterlingen direkt ineinander über).

Bei mehreren Röhrlingen, die unter Kiefern im Farndickicht vorkamen, bin ich mir jedoch unsicher. Die Hüte waren ocker-farbig, ein bißchen an den Semmelstoppelpilz erinnernd. Die Röhren großporig, olivgelb. Etwa gleiche Färbung wie der Hut auch am Stiel. Kein Ring.

Nach meinem Pilzbuch könnte es der Kuhröhrling sein. Was mich etwas irritiert ist, daß ich den Kuhröhrling bislang nur in Süddeutschland wähnte. Die mir bislang unbekannten Röhrlinge entdeckte ich hingegen im südlichen Ruhrgebiet. Im Pilzbuch steht zu lesen, daß der Kuhröhrling häufig in Mooren und Heiden zu finden ist. Davon trifft bei meinem Fund nichts zu: Es war eine Anhöhe, wie gesagt noch Kiefernwald, 5m weiter Fichtenbestand.

Wäre schön, wenn jemand sich eine Ferndiagnose zutraut (Die Pfanne ist schon warm).

Herzlichst
Nonnenfuerzli

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

1001, (vor 8045 Tagen) @ Nonnenfuerzli

Liebe Pilzgemeinde,
nachdem in diesem Pilzforum die Bestimmungsfragen meist mit wunderschönen
Pilzphotos angereichert sind, habe ich direkt ein schlechtes Gewissen,
eine Anfrage zu starten, die nur aus dem geschriebenen Wort besteht. Habe
heute reichlich Pilze einsammeln können (u.a. gingen Hexenringe von
Anischampignons und Rötelritterlingen direkt ineinander über).
Bei mehreren Röhrlingen, die unter Kiefern im Farndickicht vorkamen, bin ich
mir jedoch unsicher. Die Hüte waren ocker-farbig, ein bißchen an den
Semmelstoppelpilz erinnernd. Die Röhren großporig, olivgelb. Etwa gleiche
Färbung wie der Hut auch am Stiel. Kein Ring.
Nach meinem Pilzbuch könnte es der Kuhröhrling sein. Was mich etwas irritiert
ist, daß ich den Kuhröhrling bislang nur in Süddeutschland wähnte. Die mir
bislang unbekannten Röhrlinge entdeckte ich hingegen im südlichen
Ruhrgebiet. Im Pilzbuch steht zu lesen, daß der Kuhröhrling häufig in
Mooren und Heiden zu finden ist. Davon trifft bei meinem Fund nichts zu:
Es war eine Anhöhe, wie gesagt noch Kiefernwald, 5m weiter Fichtenbestand.
Wäre schön, wenn jemand sich eine Ferndiagnose zutraut (Die Pfanne ist schon
warm).
Herzlichst

Hallo Nonnenfuerzli
Anhand deiner Beschreibung denke ich sehr an den Kuhröhrling (Suillus bovinus).
Ist aber ohne Bild schwer zu sagen.
Liebe Grüsse
1001

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

Nonnenfuerzli, (vor 8045 Tagen) @ 1001

Hallo Nonnenfuerzli
Anhand deiner Beschreibung denke ich sehr an den Kuhröhrling (Suillus
bovinus).
Ist aber ohne Bild schwer zu sagen.
Liebe Grüsse
1001

Hallo 1001,

Danke für den Bestimmungsversuch.

Hatte noch ein paar Details unterschlagen. Die größten Hüte hatten (geschätzte) 15-20 cm Durchmesser und waren schmierig. Die Stiele dagegen sehr dünn, gingen kaum über 1 cm Durchmesser hinaus.

Gruß
Nonnenfuerzli

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

Christoph ⌂, (vor 8044 Tagen) @ Nonnenfuerzli

Hm, bei dem Hutdurchmesser und so nem kleinen Stiel wäre auch der Erlengrübling denkbar. Dann sollte die eine oder andere Erle da gestanden sein.
Das ist quasi ein Krempling mit Röhren. Nächst verwandt zu dne Kremplingen und mit den selben Inhaltsstoffen versehen!
Wenn der Pilz in der Pfanne weinrot wird, ists doch ein Kuhröhrling, wie schon andersweitig geschrieben wurde.

Was nie schaden kann, ist, in einem Pilzbuch nachzuschlagen. Es gibt viele guet Bücher, in denen Röhrlinge beschrieben wurden.

Welche Farbe hat denn das Fleisch, verfärbt es sich, reagieren die Poren auf Druck? Ohne Bild ist einfach eine genaue und ausführliche Beschreibung notwendig. Denn hellbrauner hut und Röhren drunter - da gibt es einige...

Grüße
Christoph

Hallo 1001,
Danke für den Bestimmungsversuch.
Hatte noch ein paar Details unterschlagen. Die größten Hüte hatten
(geschätzte) 15-20 cm Durchmesser und waren schmierig. Die Stiele dagegen
sehr dünn, gingen kaum über 1 cm Durchmesser hinaus.
Gruß
Nonnenfuerzli

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Hier nochmal das Vergleichsbild *PIC*

Jürgen, (vor 8044 Tagen) @ Christoph

[image]

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

Micha-Giessen, (vor 8045 Tagen) @ Nonnenfuerzli

Servus,
habe den Kuhröhrling vor 2 Wochen in Moornähe, aber auch massig in einem erhöht liegenden Nadelwald gefunden - zumeist Kiefern. Somit könnte Dein Fund sicherlich ein Kuhröhrling sein :-) - auf jeden Fall was Essbares (bei der Beschreibung gibts ja eigentlich keine Verwechslungsgefahr).

Micha

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Schau mal, ob sie sich beim dünsten....

Christoph G, (vor 8045 Tagen) @ Nonnenfuerzli

... violett verfärben, das hat der Kuhröhrlingso an sich.

LG Christoph

- : Liebe Pilzgemeinde,

nachdem in diesem Pilzforum die Bestimmungsfragen meist mit wunderschönen
Pilzphotos angereichert sind, habe ich direkt ein schlechtes Gewissen,
eine Anfrage zu starten, die nur aus dem geschriebenen Wort besteht. Habe
heute reichlich Pilze einsammeln können (u.a. gingen Hexenringe von
Anischampignons und Rötelritterlingen direkt ineinander über).
Bei mehreren Röhrlingen, die unter Kiefern im Farndickicht vorkamen, bin ich
mir jedoch unsicher. Die Hüte waren ocker-farbig, ein bißchen an den
Semmelstoppelpilz erinnernd. Die Röhren großporig, olivgelb. Etwa gleiche
Färbung wie der Hut auch am Stiel. Kein Ring.
Nach meinem Pilzbuch könnte es der Kuhröhrling sein. Was mich etwas irritiert
ist, daß ich den Kuhröhrling bislang nur in Süddeutschland wähnte. Die mir
bislang unbekannten Röhrlinge entdeckte ich hingegen im südlichen
Ruhrgebiet. Im Pilzbuch steht zu lesen, daß der Kuhröhrling häufig in
Mooren und Heiden zu finden ist. Davon trifft bei meinem Fund nichts zu:
Es war eine Anhöhe, wie gesagt noch Kiefernwald, 5m weiter Fichtenbestand.
Wäre schön, wenn jemand sich eine Ferndiagnose zutraut (Die Pfanne ist schon
warm).
Herzlichst
Nonnenfuerzli

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

Marcell Rost, (vor 8045 Tagen) @ Nonnenfuerzli

Hallo,

Ruhrgebiet und Umgebung kann ich als Fundort für den Kuhröhrling bestätigen. Ich habe ihn einmal in Wesel und einmal in Schalksmühle gefunden. Von Moor weit und breit nichts zu sehen. Bei beiden Fundorten wuchs der Kuhröhrling immer in Nestern zu 50-60 Exemplaren. Wobei ich immer nur junge Pilze mitgenommen habe, da die größeren Fruchtkörper sehr schnell matschig und unansehnlich werden. Aber das ist sicherlich geschmackssache.

Viele Grüße,

Marcell

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

ajuga, (vor 8045 Tagen) @ Nonnenfuerzli

Also ich habe noch nie Kuhröhrlinge gefunden, deren Hutdurchmesser mehr als 10 und schon gar nicht 15 bis 20 cm betrug. Allgemein ist der Kuhröhrling typisch für sehr karge nährstoffarme Böden. Habe ihn schon im Norddeutschen Tiefland und auf Kalk in Thüringen auf ca. 300 m Höhe jeweils in Kiefernwäldern gefunden.

Was uns hier nur weiterhelfen würde, ist der Hinweis von Christoph G: verfärbt sich der Pilz beim Erhitzen violett??

ajuga

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Re: Röhringsanfrage (leider ohne Bild)

Nonnenfuerzli, (vor 8043 Tagen) @ ajuga

Hallo, liebe Bestimmungshelfer,

wunderbar wie Ihr meine letzten Zweifel bezüglich der vermeintlichen Kuhröhrlinge (Standort) ausgeräumt habt! Auch das finale Geheimnis konnte ich den Röhrlingen entlocken: Die Pilze verfärbten sich in der Pfanne in der Tat rötlich-violett. Auf letztere Erkenntnis mußten wir lange warten, da ich die Kuhröhrlinge von den übrigen Pilzen separiert hatte und an allem anderen 2 Tage lang gegessen habe. Pilze hatte ich mir nach dieser Kost leidgegessen, so daß ich es am 3. Tag Mitternacht werden ließ, bis ich bei den Kuhröhrlingen zuschlug. Letztere lagen über 2 Tage geputzt in einer Schüssel und verfärbten sich dort trotz ihrer Zurücksetzung nicht vor Ärger. Wie erwähnt, mußte ihnen kräftig Feuer unterm Po gemacht werden, ehe sie dunkel erröteten. Sie waren durchaus ein kulinarischer Genuß!

Also ich habe noch nie Kuhröhrlinge gefunden, deren Hutdurchmesser mehr als
10 und schon gar nicht 15 bis 20 cm betrug.

Es waren beachtliche Geschütze darunter. Die größten hatten weit über 10 cm Durchmesser, kamen vielleicht nicht ganz an 20 cm heran. Aber na ja, ist alles halt Ellenbogenmaß.

Grüße
Nonnenfuerzli