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Fuchsbandwurm

Griffin, (vor 8043 Tagen)

Hallo,

das mit dem Fuchsbandwurm hat mich jetzt etwas geschockt.

Sieht wirklich nicht gut aus, wenn man erstmal dran war. :(

Wielange müssen denn Pilze erhitzt werden, um Infektionen auszuschliessen?
Vorallem wie hoch muss die Temperatur sein?

Gibt es ein paar generelle Tipps, von Hygiene mal abgesehen?

Danke!

Gruss

Griffin

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Keine Panik

Boletus ⌂, (vor 8043 Tagen) @ Griffin

Hallo

Die Chance dich bei deinem Hobby den Pilzen mit dem Fuchsbandwurm zu infiszieren ist verschwindend klein. Durch die aufgepauschte panikmacherei der Medien lassen sich viele Leute erschrecken und verunsichern. Nicht dass ich diese Gefahr in Abrede stellen will. Aber Hand aufs Herz, wenn wir uns von allen so kommunizierten Gefahren beeinflussen lassen, mit was dürfen wir uns denn noch ohne Ängste beschäftigen? Interessanterweise beziehen sich diese Meldungen immer auf Waldgebiete. Nun ist es aber so, dass ich die meisten Füchse in bewohnten Gebieten antreffe. In unmittelbarer Nähe meiner Wohnadresse bewirtschaftet ein Landwirt ein Feld mit Erdbeeren zu selber pflücken. Der Verzehr dieser Früchte während dem ernten ist im Kilopreis inbegriffen. Insbesondere Eltern mit Kindern nützen dieses Angebot, dass da einiges direkt vom Feld gegessen wird kann man an den Mäulern der Kinder erkennen. Hier ignoriert man erstaunlicherweise die "Gefahr" oschon ich grad auf diesem und angrenzenden Felder fast allabentlich Füchse beobachte. Ich bin dann aber schon erstaunt wenn die gleichen Eltern die Kindergärtninnen anweisen bei Waldspaziergängen besonders darauf zu achten dass die Kids keine wildgewachsenen Beeren konsumieren. Welch ein Wiederspruch! Das gleiche gilt auch für die angrenzenden Gemüsefelder, selbstverständlich alles biologer Anbau...aber wem kommt denn in den Sinn einen Kopfsalat auf die larvenabtötende Temperatur zu erhitzen?
Hoffe dir deine Beunruhigung etwas gedämpft zu haben.

Beste Grüsse
Sepp

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Re: Keine Panik

Andreas ⌂, (vor 8043 Tagen) @ Boletus

Hallo
Die Chance dich bei deinem Hobby den Pilzen mit dem Fuchsbandwurm zu
infiszieren ist verschwindend klein.

Selbst "verschwindend klein" halte ich noch für maßlos übertrieben ....

Füchse markieren ihr Revier mit ihrem Kot, legen ihn also auf erhöhten Stellen wie Steine oder Baumstümpfe ab. Dass ein Fuchs auf Heidelbeer- oder Erdbeerpflanzen oder auf Pilze kackt, halte ich für ausgeschlossen, bei Him- und Brombeeren schlichtweg für technisch unlösbar. ABER: Es lassen sich auf Beeren und Pilzen immer wieder Fuchsbandwurmeier nachweisen - allerdings tote, die ein fester Bestandteil des Luftplanktons sind und daher überall zu finden sind! Tote Fuchsbandwurmeier sind aber nicht infektiös. Und lebende (= infektiöse) Eier sind zu schwer zum rumfliegen, dazu müssen sie erst austrocknen. Oder man nimmt sie direkt mit dem Fuchskot auf -> Kinder im Krabbelalter wären ein denkbares Opfer.
(Aussagen beruhen auf den Recherchen und Darlegungen von Walter Pätzold)

beste Grüße,
Andreas

Durch die aufgepauschte panikmacherei

der Medien lassen sich viele Leute erschrecken und verunsichern. Nicht
dass ich diese Gefahr in Abrede stellen will. Aber Hand aufs Herz, wenn
wir uns von allen so kommunizierten Gefahren beeinflussen lassen, mit was
dürfen wir uns denn noch ohne Ängste beschäftigen? Interessanterweise
beziehen sich diese Meldungen immer auf Waldgebiete. Nun ist es aber so,
dass ich die meisten Füchse in bewohnten Gebieten antreffe. In
unmittelbarer Nähe meiner Wohnadresse bewirtschaftet ein Landwirt ein Feld
mit Erdbeeren zu selber pflücken. Der Verzehr dieser Früchte während dem
ernten ist im Kilopreis inbegriffen. Insbesondere Eltern mit Kindern
nützen dieses Angebot, dass da einiges direkt vom Feld gegessen wird kann
man an den Mäulern der Kinder erkennen. Hier ignoriert man
erstaunlicherweise die "Gefahr" oschon ich grad auf diesem und
angrenzenden Felder fast allabentlich Füchse beobachte. Ich bin dann aber
schon erstaunt wenn die gleichen Eltern die Kindergärtninnen anweisen bei
Waldspaziergängen besonders darauf zu achten dass die Kids keine
wildgewachsenen Beeren konsumieren. Welch ein Wiederspruch! Das gleiche
gilt auch für die angrenzenden Gemüsefelder, selbstverständlich alles
biologer Anbau...aber wem kommt denn in den Sinn einen Kopfsalat auf die
larvenabtötende Temperatur zu erhitzen?
Hoffe dir deine Beunruhigung etwas gedämpft zu haben.
Beste Grüsse
Sepp

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Re: Keine Panik

Matthias, (vor 8043 Tagen) @ Boletus

Hallo Sepp,
ich sehe das genauso, wer isst auch schon Beeren oder Pilze wo man direkt die Hinterlassenschaft eines Fuchses sieht? Und die Handvoll Fälle die es in Deutschland gibt ist nichts im Vergleich zu 80 Millionen Einwohnern,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Fuchsbandwurm

Thomas Pruß, (vor 8043 Tagen) @ Griffin

Moin Griffin,
keine Panik! Die Sache mit dem Fuchsbandwurm wurde hier schon öfter diskutiert. Die Gefahr, sich einen einzuhandeln ist wirklich gering. Wenn du deine Pilze ganz normal zubereitest, werden die Eier abgetötet, und es besteht keine Gefahr!
Als generellen Tipp solltest du nur beherzigen, dass du nach Möglichkeit keine rohen Wildbeeren aus Bodennähe essen solltest – immer vorausgesetzt du wohnst in einem Fuchsbandwurm-gefährdeten Gebiet!
Ansonsten reicht es, die Früchte gut zu waschen, dann kannst du sie auch roh verzehren.
Ich habe 10 Jahre in einem der Fuchsbandwurm-verseuchtesten Gebiete Deutschland gelebt (Schwäbische Alb) und habe nur die elementarsten Hygieneregeln beachtet. Das Schlimmste, das meiner Leber widerfahren ist in dieser Zeit war Alkoholabstinenz ;-)
Grüsslis
Thomas

Hallo,
das mit dem Fuchsbandwurm hat mich jetzt etwas geschockt.
Sieht wirklich nicht gut aus, wenn man erstmal dran war. :(
Wielange müssen denn Pilze erhitzt werden, um Infektionen auszuschliessen?
Vorallem wie hoch muss die Temperatur sein?
Gibt es ein paar generelle Tipps, von Hygiene mal abgesehen?
Danke!
Gruss
Griffin

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Danke, das beruhigt mich etwas! :) oT.

Griffin, (vor 8043 Tagen) @ Griffin

...

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Re: Fuchsbandwurm

Olaf, (vor 8043 Tagen) @ Griffin

Also, die Wahrscheinlichkeit sich anzustecken ist in der Tat sehr gering.
(obwohl in anderen Ländern es weit weniger Fälle gibt)
Die Gesamtstatistik zwischen 1982-2000 weist 132gemeldete Fälle auf. In den letzten Jahren etwas mehr auf ca. 12Fälle pro Jahr. Bis die Erkrankung auftritt kann 15Jahre+ dauern.
Eine Ansteckung kann auch über die Atemwege durch einatmen erfolgen - wenn auch sehr unwahrscheinlich. Der Wurm kann auch z.b. Haustiere wie Hunde befallen, denen er jedoch nicht sonderlich schadet (wie uns Menschen)

Die Larven werden beim kochen bei Temperaturen um +60Grad abgetötet.
(i.d.R. hat man ja eh mehr Temp. beim Kochen)
15Minuten erhitzen sollten reichen.
Durch Einfrieren gehen sie nicht kaputt.

Irgendwo habe ich auch mal gelesen das selbst wenn man ein Fuchsbandwurmei "mitessen" würde - die Wahrscheinlichkeit selbst dann "nur" bei 1:10 liegen sollte, das es zu einer Späterkrankung kommen kann.

Fazit: Risiko sehr gering,
dennoch sollte man keine Waldfrüchte ungewaschen probieren!

xo Olaf

Hallo,
das mit dem Fuchsbandwurm hat mich jetzt etwas geschockt.
Sieht wirklich nicht gut aus, wenn man erstmal dran war. :(
Wielange müssen denn Pilze erhitzt werden, um Infektionen auszuschliessen?
Vorallem wie hoch muss die Temperatur sein?
Gibt es ein paar generelle Tipps, von Hygiene mal abgesehen?
Danke!
Gruss
Griffin

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Re: Fuchsbandwurm

Parasol-Lover, (vor 8043 Tagen) @ Griffin

Hallo,
das mit dem Fuchsbandwurm hat mich jetzt etwas geschockt.
Sieht wirklich nicht gut aus, wenn man erstmal dran war. :(
Wielange müssen denn Pilze erhitzt werden, um Infektionen auszuschliessen?
Vorallem wie hoch muss die Temperatur sein?
Gibt es ein paar generelle Tipps, von Hygiene mal abgesehen?
Danke!
Gruss
Griffin

Hi Griffin,

mir ist klar, daß nachfolgende Ausführungen etwas polemisch und
vielleicht nicht immer ganz themenbezogen sind aber mich regt die
Widersprüchlichkeit der Menschen (um es einmal vorsichtig zu
formulieren) einfach nur noch auf:

Da trifft man Leute im Wald, die Angst vor einem Doppelgänger des
Parasol haben, aber den Kahlen Krempling und Schwefelköpfe sammeln.
Da treffe ich einem Mann im Holz, der Angst vor Zecken Im Birkenhain
hat und deshalb die schönsten Kapuziner stehen läßt, aber im Unterholz
mit halbhohen Gras nach Steinpilzen sucht. Da unterhält man sich mit
Öko´s im Forst und wundert sich, daß diese mit einem riesigen Gelände
wagen vorgefahren sind (möglichst nahe zur besten Fundstelle natürlich)
Angst vor der Strahlenbelastung der Maronen haben (diese dann im
Labor vorsichtshalber untersuchen lassen) und gleichzeitig während
des Gesprächs, sich eine Zigarette drehen !!!!! So oder so ähnliche
Beispiele liesen sich noch massig aufführen.

Fazit: Fuchsbandwurm, Zecken, Giftpilze, Wildschweine, Luxe und Bären

(in manchen Gebieten des bay. Wald), tollwütige Füchse, Tollkirschen,

Kreuzottern, Sandvipern. Alles potentielle Gefahren.

Also raus aus den Wäldern, damit mehr für mich bleibt. :-)))

Übrigens: Auch nicht mehr ins Auto setzen, denn alle o.g. Gefahren

zusammen stellen nur einen verschwindend kleinen Bruchteil

des Risikos dar, das man beim Autofahren eingeht.