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Re: Hornberg Teil 3 - Cortinarien und Fundliste

Andreas ⌂, (vor 8053 Tagen) 8.003 Beiträge @ Birgit

Hallo Birgit,

Mit citrinus meinst Du vermutlich daie Art, die früher C. pseudosulphureus hies, also den Grünlings-Klumpfuß, oder? Nachstehend der Text von Band 5 Ba.-Wü.-Flora, allerdings noch ohne Beschreibung und allgemeiner Verbreitung.

Andreas, kannst du mir was zu Cortinarius citrinus sagen? Wie häufig ist der?
Und wie leicht zu verwechseln? Die PIlze standen unter Buche auf Kalk und
hatten den in B&K beschriebenen süßlichen Geruch. Ein Beleg ist vorhanden.

Süßlichen Geruch habe ich bisher noch nicht bemerkt, eher so nach Ovomaltine.

beste Grüße,
Andreas

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1.102 Cortinarius citrinus (Lange 1938) ex Orton 1960
Cortinarius pseudosulphureus Henry 1957 ex Orton 1960
Zitronengelber Klumpfuß

Morphologie:

Ökologie: Vor allem mesophile Buchenwälder (28; Haargersten- 12, Waldmeister- 6, Tannen- 5 und Orchideen-Buchenwald 2), einmal auch in einem Sternmieren-Hainbuchen-Eichenwald. Deutlich basenfordernde Art (27) auf frischen Lehmböden.

Mykorrhiza: Fast ausschließlich mit Rotbuche, ausnahmsweise auch bei Fichte oder Tanne.
· Fagus silvatica (26)
Zwei Funde wurde von Koniferen gemeldet:
Keuper-Lias-Land: 7124/3, Haselbachtal, unter Picea abies im Waldmeister-Buchenwald, 370 m NN, 30.10.1981, AMO-Kartei. - 7716/4, Dunningen, Krottenwäldle, unter Abies alba, Picea abies und Pinus silvestris, Muschelkalk, 680 m NN, 14.08.1993, GMINDER, conf. BOLLMANN.

Phänologie: Herbst, nur sehr selten voreilend ab Ende August.
Jan Feb Mar Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
- - - - - - - 1 19 40 2 1

Verbreitung in Baden-Württemberg: Insgesamt zerstreut. Im Keuper-Lias-Land und auf der Schwäbischen Alb schwach verbreitet, im Schwarzwald, in den Gäulandschaften und im Klettgau-Hochrhein-Gebiet zerstreut, ansonsten selten, im Odenwald bisher nicht aufgefunden.

Vertikale Verbreitung: Kollin bis montan, weitgehend auf den Bereich zwischen 350 und 700 m NN beschränkt.
1000
1 13 51 13 4 -

Tiefster Fundort im Kraichgau am Rand zum Oberrheingebiet auf 180 m NN (6618/4, Mauer, WINTERHOFF). Die höchsten Fundorte liegen im Südschwarzwald am Forsthof auf 970 m NN (8213/4, KRIEGLSTEINER) und am Nonnenmattweiher auf 940 m NN (8212/2, LABER & LABER 1989).

Bestand und Bedrohung: Derzeit noch relativ verbreitet, doch wie nahezu alle Phlegmacien durch die zunehmende Stickstoffbelastung in deutlichem Rückgang begriffen (G3).

Erstnachweis: Schwäbische Alb, 7522/1, Bad Urach, bei der Ruine Hohenurach, 1927, HAAS.

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