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Weißer Birkenröhrling, Gerbereischwärzling und... *PIC*

Christoph G, (vor 8043 Tagen)

Hallo zusammen,

Ich war heute im Pfälzerwald unterwegs: Wunderschöner alter Eichen/Buchenbestand und jüngere Kiefern/Birkenwälder um eine idyllischen Waldsee 350 m ü.M. auf sauerem trockenen Buntsandstein. Und jede Menge tolle Pilze:

Zwischen blassbraunen Birkenrauhfüssen (scabrum??? Stielschuppen recht blass) stand dieser kräftige weisse Bursche, der nun so gar nichts mit den "nucati" zu tun hat, die ich aus den Schwarzwälder Mooren kenne: Kein wolliger Stiel, Stielschuppen oben weiß unten bräunlich, sehr kräftig und festfleischig, Poren auf druck erst Rosa, dann bräunlich. Fleisch leicht rosabräunlich verfärbend in der Stielbasis blaugrün verfärbend...Wie gesagt nicht annähernd mooriger Standort sonder trockenes Kiefern/Birkengebüsch mit Nebelkappe, Erdritterling und Lactarius deliciosus (s.u.) als Begleitpilzen. Was ist das???

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Und die hielt ich erst flüchtig von oben für Tigerritterlinge, aber die verfärben im Fleisch und sonst auch schwärzlich.. Ist das der Gerbereischwärzling (L. leucophaetum)?

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Dieser scharfe Täubling wuchs im Rasen unter Kiefer, war mittelgroß aber sehr brüchig. Hat da jemand ne Idee? Eine einzelne R. sanguinaria stand direkt daneben...

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Dann dieser sehr bittere Ritterling... T.ustaloides kenn ich unter Eiche auf Kalk aus Konstanz und T. ustale aus den Buchenwäldern....aber auf Buntsandstein?? Ist ein schlechtes Bild, aber vielleicht hat ja jemand ne Idee.

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Dann noch schöne Exemplare vom Edelreizker (L. deliciosus)

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und vom feinschuppigen ritterling (T. imbricatum)

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und auch die Sandröhrlinge passen super in diese Gesellschaft

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Werd nächste woche noch mal schauen was der Pfälzerwald noch so bietet.
Und bin dankbar für Euere hilfe :-))

LG Christoph

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Re: Weißer Birkenröhrling, Gerbereischwärzling und

Matthias, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,
deinen Birkenpilz würde ich trotz der hellen Hutfarbe als Wolligstieligen Birkenpilz Leccinum brunneogrisoleum ansprechen, Klarheit wird es aber nur per Mikroskop geben,
viele Grüsse
Matthias

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Hab ich auch schon überlegt, aber...

Christoph G, (vor 8043 Tagen) @ Matthias

ist das nicht ne Art aus den Mooren? Hab nicht aufgepasst als Jürgen das mal erklärt hat :-((
Danke für den tip Matthias :-))

Gruß Christoph

Hallo Christoph,
deinen Birkenpilz würde ich trotz der hellen Hutfarbe als Wolligstieligen
Birkenpilz Leccinum brunneogrisoleum ansprechen, Klarheit wird es aber nur
per Mikroskop geben,
viele Grüsse
Matthias

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Fehlendes Ritterlingsbild... *PIC*

Christoph G, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Dann dieser sehr bittere Ritterling... T.ustaloides kenn ich unter Eiche auf Kalk aus Konstanz und T. ustale aus den Buchenwäldern....aber auf Buntsandstein?? Ist ein schlechtes Bild, aber vielleicht hat ja jemand ne Idee.

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Re: Hab ich auch schon überlegt, aber...

Matthias, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,
ich finde den recht häufig an feuchteren Stellen im Wald, ich glaube es muss nicht immer Moor sein,
viele Grüsse
Matthias

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Re: Weißer Birkenröhrling, Gerbereischwärzling und

Jürgen, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,

ich würde wie Matthias auch zu L. brunneogriseolum neigen. Darum wird es sich vermutlich auch bei deinen anderen, mehr braunhütigen Funden gehandelt haben.

Die Art kommt gar nicht selten auch an trockeneren, nährstoffarmen Standorten außerhalb von Mooren vor, oft zusammen mit L. versipelle. Die Merkmale blasse Hutfarbe und robuster Habitus sind gelegentlich zu beobachten, wenn auch selten miteinander kombiniert (Blässlinge sind i.d.R. schmächtiger im Habitus als dunkle Exemplare).

Von L. nucatum und L. variicolor (helle Form: cf. L. alboroseolum) kann man L. brunneogriseolum v. a. anhand der Sporenmaße (Q>3) gut trennen. Ein Blässling von L. scabrum kommt wegen der blaugrünen Stielbasis kaum in Frage.

Es wäre günstig, wenn du den Beleg selber nachprüfst oder für mikroskopische Nachprüfungen aufhebst.

Grüße, Jürgen

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Hab ihn im Kühlschrank, aber keine

Christoph G, (vor 8043 Tagen) @ Jürgen

... Trockenmöglichkeit bis morgen abend... Wärst du an einem Exikat interessiert? und wie soll ich das trocknen? Reichen Scheiben vom hut und wie dick sollten die sein?

Gruß Christoph

Hallo Christoph,
ich würde wie Matthias auch zu L. brunneogriseolum neigen. Darum wird es
sich vermutlich auch bei deinen anderen, mehr braunhütigen Funden
gehandelt haben.
Die Art kommt gar nicht selten auch an trockeneren, nährstoffarmen Standorten
außerhalb von Mooren vor, oft zusammen mit L. versipelle . Die Merkmale
blasse Hutfarbe und robuster Habitus sind gelegentlich zu beobachten, wenn
auch selten miteinander kombiniert (Blässlinge sind i.d.R. schmächtiger im
Habitus als dunkle Exemplare).
Von L. nucatum und L. variicolor (helle Form: cf. L. alboroseolum ) kann
man L. brunneogriseolum v. a. anhand der Sporenmaße (Q>3) gut
trennen. Ein Blässling von L. scabrum kommt wegen der blaugrünen
Stielbasis kaum in Frage.
Es wäre günstig, wenn du den Beleg selber nachprüfst oder für mikroskopische
Nachprüfungen aufhebst.
Grüße, Jürgen

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Re: Hab ihn im Kühlschrank, aber keine

Jürgen, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,

ich bestimme dir den Fund gerne nach. Dazu reichen eine oder besser zwei frisch ca. 0,5 cm dicke Scheiben des halben Hutes (mit Hutdeck- und reifer Röhrenschicht).

Falls du keinen Dörrex zur Hand hast, tut`s auch eine Schreibtischlampe. Einfach Pilzscheiben auf einen Gitterrost, Metallsieb o. ä. legen und darunter in ca. 10 cm Abstand eine nach oben abstrahlende Glühbirne in Stellung bringen. Wenn möglich so aufbauen, dass nicht zuviel Wärme seitlich abstrahlt.

Die Belege müssen nicht vollständig durchgetrocknet sein (dauert in diesem Fall ca. 8-10 Stunden). Es reicht, wenn sie gut angetrocknet sind, so dass sie auf dem Postweg nicht vergammeln.

Grüße Jürgen

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Ok mach ich und...

Christoph G, (vor 8043 Tagen) @ Jürgen

.. ich schick dir die Bilder von Boletus torosus mit die German Krieglsteiner auch gesehen hat und als die Art bestätigt hat. ich bin da heute nicht mehr davon überzeugt mangels gelben Röhrenmündungen. Mail mir doch mal deine Adresse, dann geht das ganze am samstag zur post.

LG Christoph

Hallo Christoph,
ich bestimme dir den Fund gerne nach. Dazu reichen eine oder besser zwei
frisch ca. 0,5 cm dicke Scheiben des halben Hutes (mit Hutdeck- und reifer
Röhrenschicht).
Falls du keinen Dörrex zur Hand hast, tut`s auch eine Schreibtischlampe.
Einfach Pilzscheiben auf einen Gitterrost, Metallsieb o. ä. legen und
darunter in ca. 10 cm Abstand eine nach oben abstrahlende Glühbirne in
Stellung bringen. Wenn möglich so aufbauen, dass nicht zuviel Wärme
seitlich abstrahlt.
Die Belege müssen nicht vollständig durchgetrocknet sein (dauert in diesem
Fall ca. 8-10 Stunden). Es reicht, wenn sie gut angetrocknet sind, so dass
sie auf dem Postweg nicht vergammeln.
Grüße Jürgen

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Re: Weißer Birkenröhrling, Gerbereischwärzling und

Christoph ⌂, (vor 8043 Tagen) @ Jürgen

Hallo Christoph, hallo Jürgen,

ich würde auch zu beiden Birkenpilzen Lecc. brunneogriseolum sagen. Für Lecc. nucatum passen mir die Stielschuppen nicht (nicht grob genug und sparrig genug). Lecc. scabrum kann man bei dem braunen wirklich ausschließen - hat Jürgen ja auch schon erläutert.

Grüße
Christoph

Hallo Christoph,
ich würde wie Matthias auch zu L. brunneogriseolum neigen. Darum wird es
sich vermutlich auch bei deinen anderen, mehr braunhütigen Funden
gehandelt haben.
Die Art kommt gar nicht selten auch an trockeneren, nährstoffarmen Standorten
außerhalb von Mooren vor, oft zusammen mit L. versipelle . Die Merkmale
blasse Hutfarbe und robuster Habitus sind gelegentlich zu beobachten, wenn
auch selten miteinander kombiniert (Blässlinge sind i.d.R. schmächtiger im
Habitus als dunkle Exemplare).
Von L. nucatum und L. variicolor (helle Form: cf. L. alboroseolum ) kann
man L. brunneogriseolum v. a. anhand der Sporenmaße (Q>3) gut
trennen. Ein Blässling von L. scabrum kommt wegen der blaugrünen
Stielbasis kaum in Frage.
Es wäre günstig, wenn du den Beleg selber nachprüfst oder für mikroskopische
Nachprüfungen aufhebst.
Grüße, Jürgen

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Und wie stehts mir dem Schwärzling - richtig? *oT*

Christoph G, (vor 8043 Tagen) @ Christoph

- kein Text -

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Re: Und wie stehts mir dem Schwärzling - richtig?

Andreas ⌂, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,

den gerbereischwärzling mag ich nicht so recht glauben, den kenne ich nicht so stämmig. Und auch nicht so hell im Hut und außerdem soll der (glaube ich) erst mal blau werdend bevor er schwärzt. Am besten bitte Trocknen, den kann man auch noch problemlos nachmikroskopieren.

Den Täubling würde ich mal auf den ersten Blick als Russula cessans ansprechen wollen.

beste Grüße,
Andreas

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Re: Fehlendes Ritterlingsbild...

Andreas ⌂, (vor 8043 Tagen) @ Christoph G

Dann dieser sehr bittere Ritterling... T.ustaloides kenn ich unter Eiche auf
Kalk aus Konstanz und T. ustale aus den Buchenwäldern....aber auf
Buntsandstein?? Ist ein schlechtes Bild, aber vielleicht hat ja jemand ne
Idee.

Mir fällt auch nur T. ustale dazu ein (beim liegenden meine ich eine abgesetzte Stielspitze zu erkennen). Ich habe z.B. ustaloides auch schon auf der Geutsche bei Triberg im angrenzenden Wald gefunden und in meinem Bannwald auf Buntsandstein gab's beide Arten (früher). Das ist ebenfalls Buntsandstein, etwas gemildert durch viel Buchenlaub.

beste grüße,
Andreas

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Re: Und wie stehts mir dem Schwärzling - richtig?

Christoph ⌂, (vor 8043 Tagen) @ Andreas

Hallo Andraes, hallo Christoph,

ich glaube auch nicht an den gerbereischwärzling. Der hat ne andere Huthautstruktur und ist wirklich a weng zu stämmig. Ich habe aber keine Alternative zu bieten. Wie schwärzt er denn? Erst rötend, dann schwärzend, erst blauend (schmutzig metallic) und dann schwärzend, oder sofort schwärzend?

Grüße
Christoph

Hallo Christoph,
den gerbereischwärzling mag ich nicht so recht glauben, den kenne ich nicht
so stämmig. Und auch nicht so hell im Hut und außerdem soll der (glaube
ich) erst mal blau werdend bevor er schwärzt. Am besten bitte Trocknen,
den kann man auch noch problemlos nachmikroskopieren.
Den Täubling würde ich mal auf den ersten Blick als Russula cessans
ansprechen wollen.
beste Grüße,
Andreas

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Schwärzt sodort ohne andere Farben! *oT*

Christoph G, (vor 8042 Tagen) @ Christoph

- kein Text -

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Re: Ok mach ich und...

Matthias, (vor 8042 Tagen) @ Christoph G

Hallo Christoph,
kannst du die Bilder vom Boletus torosus hier zeigen, ich würde sie auch gern mal sehen,
viele Grüsse
Matthias

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Hab nur einen ganz schlechten scanner...

Christoph G, (vor 8042 Tagen) @ Matthias

... das sieht nix ähnlich :-(( Aber ich schau mal ob ich noch ein paar Abzüge machen kann, dann schick ich dirs auch.

LG Christoph

Hallo Christoph,
kannst du die Bilder vom Boletus torosus hier zeigen, ich würde sie auch gern
mal sehen,
viele Grüsse
Matthias