Re: Unfreiwillig fast in's Visier von Jägern gerat
hallo birgit,
ich habe mir erlaubt deine meiner meinung nach nicht unbedingt sachlichen
einwände zum besseren verständnis nochmal zu interpretieren.
ohne dir was zu wollen, aber die rechte der jäger im wald stehen nun mal vor
den rechten des pilzlers.
Wo soll denn das stehen?
steht nirgends aber was nützt es dir "recht" zu haben mit einer
ladung schrot im allerwertesten?(im idealfall)
Eben es steht nirgends, also warum - nun noch einmal meine Frage - sollten die Rechte von Jägern vor denen anderer Waldnutzer stehen? Weil ich sonst eine Ladung SChrot im Hintern habe - das übersetze ich für mich so: weil der andere ein Gewehr hat und ich nicht - das Recht des Stärkeren also? Ich dachte, wir wären heutzutage schon - in zivilen Situationen jedenfalls - ein bißchen weiter im sozialen Zusammenleben.
Aah ja, deswegen sind ja Truppenübungsplätze während der Übungszeiten voll
zugänglich, kann ja jeder selbst auf sich aufpassen.
keine ahnung wovon du sprichst? jedenfalls muss jeder auf sich selbst
aufpassen. im wald und überall. auf einem truppenübunsplatz hat niemand
etwas zu suchen außer soldaten o. besonders befugte.(schon in eigenem
interesse) ich kenne keinen truppenübungsplatz an dem nicht
hinweisschilder stehen, die das betreten streng verbieten. die stellt der
bund schon aus versicherungstechnischen gründen auf. ob während einer
übung oder danach spielt keine rolle. außerdem: wer einen
truppenübungsplatz betritt, geschweige denn dort pilze sucht, dem ist
nicht mehr zu helfen. was nützen dir die schönsten pilzfunde wenn dir
irgendwann ein blindgänger um die ohren fliegt u. dich womöglich schwer
verletzt? klar kannst du dann vor gericht ziehen und dein glück versuchen.
und wer gibt dir dein augenlicht zurück?es bleibt immer etwas liegen, das
kann ich dir aus meiner eigenen soldatenzeit bestätigen. und ich war nicht
nur in deutschland, holland und texas stationiert, sondern zeitweise sogar
in hammelburg/bayerneine andere sache ist wenn plötzlich ein
schützenpanzer mit einer 20mm kanone losballert den du garnicht gesehn
hast weil getarnt. solltest du da näher als 15-20 mtr. in der nähe sein
erleidest du ein knalltrauma und im schlimmsten fall einen gehörschaden
für´s leben! ich kenne keinen pilz der das wert wäre.
Eben, genau dieses mitsamt Warnschildern - die bei der Treinjagd bei mäxle ja fehlten - meinte ich. Dein Bild mit dem unangekündigten Panzer ist als Vergleich zzwar etwas drastisch und übertrieben, triffts aber schon. Anscheinend ist meine "Ironie" da nicht ganz durchgedrungen, das kann auch mein Fehler gewesen sein.
Hä, warum soll ein Pilzler, Wanderer etc. nur ein geduldeter Gast sein? Das
bayrische Naturschutzgesetz regelt den freien Zugang zur Natur inkl. Wald
für alle (Radfahrer, Reiter, Rollstuhlfahrer, Spaziergänger) auf allen
Wegen, inkl. Waldwegen und für Fußgänger auch im Wald direkt. Ausnahmen
müssen genehmigt und begründet werden. Und wenn der Jäger Geld dafür
ausgibt in einem hier in Bayern frei zugänglichen Wald eine Jagd zu
betreiben, muß er trotzdem auf die anderen ebenfalls Berechtigten
Rücksicht nehmen.
klar muss er rücksicht nehmen. und wenn er dir eine "verpasst" hat
tut ihm das auch sicher sehr leid und er gelobt dem richter besserung. und
was nützt es dir?
Du weichst wieder aus in deiner Argumentation.. Das einzige, was du mir auch hier wieder erwiderst ist, daß ich prinzipiell Recht habe, mir das aber nix nützt, wenn er mir eine verpaßt hat. Du lieferst keinerlei Begründung dafür, warum andere Waldnutzer nur geduldete Gääste sein sollen. Ich hab nicht prinizpiell was gegen Jäger, aber es gab hier einen Fall, in dem mit SChrot hinter einer Reiterin hergeschossen wurde, weil der Weg angeblich fürs Reiten gesperrt war (was definitiv nicht stimmte).
du scheinst eher ein grundsätzliches "problem" mit jägern zu haben,
soll´s ja geben.
Ich schrieb doch schon, daß ich nix gegen die zweimal stattfindende Treibjagd auf den Feldern habe, obwohl es sicherlich nicht jedermanns Sache ist, wenn die 5 m vorm Küchenfenster vorbeigehen.
ich persönlich habe noch niemals eine treibjagd erlebt die nicht durch
schilder oder zeitungsanzeige oder beidem o. sonstwie öffentlich
bekanntgegeben worden ist. womit wir wieder bei der versicherung wären.
im konkreten fall von mäxle denke ich eher das die schilder/zeitung einfach
nicht gesehen worden sind. eine treibjagd ohne entsprechende info gibt es
meines wissens nicht. zumindest nicht in deutschland. wie es in bayern ist
weiß ich net.
mäxle kommt meines Wissens nach aus der SChweiz, wie das dort gehandhabt wird, weiß ich nicht.
verstehe mich bitte nicht falsch. ich selber bin kein jäger. aber ich habe
nur ein leben und dafür bin ich mir gegenüber selber verantwortlich und
zwar in jeglicher hinsicht. egal was irgendwo in irgendeinem gesetz steht.
recht zu haben bringt es einem eben nicht immer. bedachtes handeln schon
eher.
Okay, dann gehst du also nicht in den Wald, weil ja eine Treibjagd sein könnte? Was denkst du, warum wir uns etwas aufgeregt haben? In diesem Falle liegt es eben nicht mehr in meiner Hand für mein Leben selbst veranbtwortlich zu sein, weil ich gar nicht wissen kann, wo ein Jäger auf einem Hochsitz ansitzt oder mäxle eben nicht wissen konnte, daß dort eine Treibjagd stattfindet. Du hast selber keinerlei Einfluß mehr und kannst dich nur darauf verrlassen, daß der Jäger verantwortlich und besonnen handelt. Bei den Vorkommnissen hier in unmittelbarer Umgebung habe ich da aber berechtigte Zweifel, was aber sicherlich eine Ausnahme ist, die ich bisher in keinem meiner anderen Pilzreviere so erlebt habe.
Gruß
Birgit
eine andere sache ist wenn plötzlich ein