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Pilze trocknen, wie?

Rainer, (vor 9579 Tagen)

Hallöchen,

vielleicht kann mir jemand Rat geben zum Pilze trocknen.

Ich möchte ungern Mega-Watt-technisch den Backofen nutzen sondern irgendwie umweltschonender Rötelritterlinge trocknen.

Geht das vielleicht auch in der Mikrowelle (das dürfte ja schneller sein und nocht gaanz so viel Energie verbrutzeln). An der Sonne trocknen ist ja im Moment bei dem wechselhaften Wetter ja auch ziemlich bescheiden.

Würde mich über Tipps freuen!

Gruß aus dem bergischen Land
Rainer

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Re: Pilze trocknen, wie?

Birgit, (vor 9579 Tagen) @ Rainer

Hallöchen,
vielleicht kann mir jemand Rat geben zum Pilze trocknen.
Ich möchte ungern Mega-Watt-technisch den Backofen nutzen sondern irgendwie
umweltschonender Rötelritterlinge trocknen.
Geht das vielleicht auch in der Mikrowelle (das dürfte ja schneller sein und
nocht gaanz so viel Energie verbrutzeln). An der Sonne trocknen ist ja im
Moment bei dem wechselhaften Wetter ja auch ziemlich bescheiden.
Würde mich über Tipps freuen!
Gruß aus dem bergischen Land
Rainer

Hallo Rainer,

über Mikrowelle weiß ich nix, aber ein Dörrgerät könntest du dir zulegen. Mein Stöckli-gerät hat ne maximale leistungsaufnahme von 600 Watt, das müßte bei der hhöchsten Stufe von 70°C sein. Da du Pilze bei max. 40-50°C trocknest, ist der Verbrauch dann etwas geringer, allemal vermutlich energiegünstiger wie der Backofen mit ca. 2 kW.

Gruß

Birgit

P.S:Wenns dich interesssiert, welches Dörrgerät etc., geh mal im Archiv gucken. Das Sigggerät gibts aber anscheinend nicht mehr.

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Re: Pilze trocknen, wie?

interhias ⌂, (vor 9578 Tagen) @ Rainer

Hallöchen,
vielleicht kann mir jemand Rat geben zum Pilze trocknen.

Servus Rainer!

Bei mir werden die Schwammerln schlicht und einfach luftgetrocknet, ohne Ofen, ohne Dörrgerät, ohne alles. Auf ein großes Holzbrett lege ich Küchenpapier aus und darauf die in ca. 2 - 3 mm dicke Scheiben geschnittenen Schwammerln. Das funktioniert bei 20°C in der Wohnung genauso wie bie 25°C im Freien draußen, - aber hier in Südbayern kommt schon lang keiner mehr auf die Idee, im Freien irgendwas trocknen zu wollen, das klingt geradezu lächerlich.

Das Lufttrocknen dauert halt länger und du mußt penibel drauf bedacht sein, daß keine Schimmelansätze oder fette Maden mit aufs Brett geraten.

Ciao

Interhias

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Re: Pilze trocknen, wie?

david.ge, (vor 9578 Tagen) @ Rainer

Hello alle Feinschmecker
Ich werde eine teuere aber supere Methode fuer beste Pilze, die bei trivialen troknen Qualitaet verlieren vorbieten- das ist Lyophilisation. Das eignet fuer Steinpilze oder Morchel nicht(kein Sinn) aber Keiserlinge oder andere Pilze die hubsch am besten schmaeken, oder Schopftintlinge (Walter fuer dich), fuer diese gibt wegen Autolyse ja keine andere Konservierung-in diese Faelle kann Troknenkosten bedeckt werden. Betrefend Qualitaet habe selbst geprueft- geschmaeck, geruch,farbe bleiben ohne veraenderung.
Gruss
David

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Re: Pilze trocknen, wie?

Heide, (vor 9578 Tagen) @ interhias

Hallo Rainer !!

Ich mach das ähnlich wie Interhias -nur, dass in meiner Küche über dem Arbeitsmittelblock ein Gitter gehängt ist mit einem rundumlaufenden Rand,etwas über Kopfhöhe.Auf das kommt alles was getrocknet wird- auf Rosten gelegt z.b Hundekuchen selbstgemacht,Nudeln,Sonnenbrot,Oblatenplätzchen,Pfefferkuchenteige und eben auch dünn geschnittenen Pilze ..... .Ist wärmer da oben ,steht nicht dumm rum und funktioniert perfekt .

Gruss Heide

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Lyophilisation ...????

Heide, (vor 9578 Tagen) @ david.ge

Hallo David !!
Klingt interessant und wie geht das praktisch vor sich ??

Liebe Grüsse

Heide

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Re: Pilze trocknen, wie?

hansuwe, (vor 9578 Tagen) @ Rainer

Hallöchen,
vielleicht kann mir jemand Rat geben zum Pilze trocknen.
Ich möchte ungern Mega-Watt-technisch den Backofen nutzen sondern irgendwie
umweltschonender Rötelritterlinge trocknen.
Geht das vielleicht auch in der Mikrowelle (das dürfte ja schneller sein und
nocht gaanz so viel Energie verbrutzeln). An der Sonne trocknen ist ja im
Moment bei dem wechselhaften Wetter ja auch ziemlich bescheiden.
Würde mich über Tipps freuen!
Gruß aus dem bergischen Land
Rainer

Hallo Pilzedörrer,
da das Thema immer wieder aufblüht, hier mein etwas altmodischer, von Vorfahren übernommener und extrem bewährter und umweltfreundlicher Tipp:
Pilze in akkurat und möglichst gleichmässig dick geschnittene Scheiben shneiden
und auf zweilagigem Zeitungspapier auslegen. Möglichst luftig, wenn möglich auf Holzunterlage (Balkon oder Backbretter, auch andere Holztafeln tun es)legen.
Im Gegensatz zu mancher anderer Empfehlung schadet direkte Sonneneinstrahlung nicht, die Pilze erhalten einen frischen, hellen Farbton.
Sobald sich die Pilze nach oben wölben, das erste Mal wenden.
Wenn sie sich dann wieder zurückgewölbt haben ist die nächste Wende fällig.
Diese beiden ersten Wenden macht man zweckmässigerweise scheibchenweise, danach kann man sie mit weniger Zeitaufwand Massen- oder Schüttelwenden durchführen.
Das Ganze solange, bis die Pilze staubtrocken sind.
Wenn man nach den beiden ersten Wenden von schlechtem Wetter überrascht wird oder der Trockenplatz anderweitig benötigt wird, dann hinein in die Kilowatte des Backofens, aber nur bei 50 - 60 Grad, später bei max 100 Grad staubtrocknen und ab in luftdichte Gläser oder andere luftdichte Behälter.
Jahrgang und Lage drauf, damit man später die Qualität vergleichen und ggf. Rückschlüsse über den Urprung möglicher Verstrahlung ermitteln kann.
Mikrowelle ist nix, die Pilze werden sofort matschig, es sei denn die Mikro hat ein Heissluftgebläse.
Mit Rötel- oder anderen Ritterlingen habe ich keine Erfahrung.
Trockene Pizgrüsse
hansuwe

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Affädeln

Birgit, (vor 9578 Tagen) @ Rainer

Hallo Rainer,

mir ist noch was eingefallen. Früher hat man die Pilze in Scheiben geschnitten und mit der Nadel auf Fäden aufgefädelt und die Schnüre dann zum Trocknen aufgehängt, macht die lästige Umdreherei unnötig, ist aber wohl ziemlich arbeitsaufwendig. Ich habs noch nie ausprobiert. Leider kann ich die sonstigen Trocknungsmethoden, die hier aufgezählt wurden auch nicht benutzen, da es hier in der Wohnung so feucht ist, daß mir sogar die frisch getrockneten Pilze aus dem Dörrgerät wieder schlabbrig werden, wenn ich sie nicht gleich in Gläser verpacke.

Birgit

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Re: Affädeln

hansuwe, (vor 9578 Tagen) @ Birgit

Hallo Rainer,
mir ist noch was eingefallen. Früher hat man die Pilze in Scheiben
geschnitten und mit der Nadel auf Fäden aufgefädelt und die Schnüre dann
zum Trocknen aufgehängt, macht die lästige Umdreherei unnötig, ist aber
wohl ziemlich arbeitsaufwendig. Ich habs noch nie ausprobiert. Leider kann
ich die sonstigen Trocknungsmethoden, die hier aufgezählt wurden auch
nicht benutzen, da es hier in der Wohnung so feucht ist, daß mir sogar die
frisch getrockneten Pilze aus dem Dörrgerät wieder schlabbrig werden, wenn
ich sie nicht gleich in Gläser verpacke.
Birgit

Hallo Pilzdörrer, liebe Birgit,
meine Eltern haben Pilze aufgefädelt, geht übrigens auch mit Obst.
Ist vrecht platzsparend, ich hab es aufgegeben, weil die Pilze zusammenpappen wenn nicht optimales Trockenklima herrscht, d.h. geringe Luftfeuchte, hohe Temperaturen.
Ausserdem werden die Pilse, wenn in Scheiben, unansehnlich "vergrumpelt" (hessisch).
Ich möchte in einer Pilzsuppe erkennen können, was drinschwimmt!
Dürre Pilzgrüsse
hansuwe

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Anspruchsvoll

Birgit, (vor 9578 Tagen) @ hansuwe

Lieber hansuwe,

Ich möchte in einer Pilzsuppe erkennen können, was drinschwimmt!

du hast vielleicht Ansprüche...;-)

Dürre Pilzgrüsse

Und überhaupt, am besten schicken wir dir die Pilze zum Trocknen ins Emirat, da herrscht wenigstens das richtige Trockenklima. ;-)

Wir ersaufen hier langsam in Bayern, die Pilze lernen schon schwimmen, gell das kannst du dir im AUgenblick gar nicht vorstellen ;-).

blubbblubb (tss, tss, drei bs, das widerspricht doch der neuen Rechtschreibung)

Birgit

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Re: Anspruchsvoll

hansuwe, (vor 9578 Tagen) @ Birgit

Lieber hansuwe,
du hast vielleicht Ansprüche...;-)
Und überhaupt, am besten schicken wir dir die Pilze zum Trocknen ins Emirat,
da herrscht wenigstens das richtige Trockenklima. ;-)
Wir ersaufen hier langsam in Bayern, die Pilze lernen schon schwimmen, gell
das kannst du dir im AUgenblick gar nicht vorstellen ;-).
blubbblubb (tss, tss, drei bs, das widerspricht doch der neuen
Rechtschreibung)
Birgit

Hallo,pilz- und nachtaktive Birgit,
Schon davon gehört und gesehen, dass im Alpenraum Touristen wegschwimmen sollen, hoffentlich erwischt es unsere Pilze und Pilzfreunde nicht.
Wie man liest leben aber auch Angler am Pilznordpol sehr gefährlich.
Ich schwitze und darre derweil ein wenig pilzlos weiter.
Vielleicht trifft man Dich mal in Chat, Nachteule!
hansuwe

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Re: Lyophilisation ...????

david.ge, (vor 9577 Tagen) @ Heide

Hallo David !!
Klingt interessant und wie geht das praktisch vor sich ??
Liebe Grüsse
Heide

Hello Heide
es gibt specielle Geraete dafuer. In heimbedingungen ist das schwer zu Verfahren
Lyophilisation bedeutet Pilze tieffrieren (-20 rgad moeglich mit fluessigen Stickstoff) dann in kammer Vakuum schaffen-Wasser sublimiert ohne heizung geht keine Infection und Fermentation. Ich selbst habe Freiheit in unserem Institut alle Geraete verwenden-wenn nur Strom gibt und habe einmal Champignons getrocknet. Wenn ich Schopftintling(will sehr diese haltbar zu machen) finde dann fersuche ich nochmals.
gruss
David

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Re: Lyophilisation ...????

bea, (vor 9577 Tagen) @ david.ge

hallo david!

Lyophilisation = GEFRIERTROCKNEN!

wow! ich kenne gefriergetrocknetes gemüse... es ist fartblich und geschmacklich WIE FRISCHES!

bitte berichte über deine tests mit den tintlingen!

*winke*
bea

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Re: Pilze trocknen, wie?

jason, (vor 9577 Tagen) @ Rainer

Hallöchen,
vielleicht kann mir jemand Rat geben zum Pilze trocknen.

Hallo Rainer,

habe jahrelang bei "Steinpilzflut" Pilze in Scheiben geschnitten an Fäden aufgehangen und im Heizungskeller getrocknet. Hat den Nachteil, daß es ein paar Tage bestialisch nach Schweißfüßen riecht (kein Scherz), bevor der würzige Steinpilzduft hervortritt. Pilzsuppe mit getrockneten Steinpilzen ist eine Delikatesse und verschafft mir in der kalten Jahreszeit bei allen guten und weniger guten Freunden, die einmal von meiner Steinpilzsuppe gehört haben, sofort Zutritt.

Meine ersten Versuche waren aber deshalb eine Pleite, weil ich die Pilze versucht habe auf Zwirn aufzufädeln. Bis ich dann im Keller war, hatte ich den Faden ohne Pilze in der Hand! Der Faden schneidet sich nämlich durch. Die geniale Lösung: Stopfwolle!! Diese ist nämlich flexibel und zieht sich sozusagen in die Löcher, so daß die Pilze auf dem Faden "klemmen".

Wie gesagt, so habe ich erfolgreich auch große Mengen jahrelang getrocknet. Mit einer neuen energiesparenden Heizungsanlage war damit Schluß, denn der Heizungskeller ist jetzt genauso warm oder kalt wie jeder andere Raum auch.

Seither benutze ich ein Dörrgerät, ich glaube baugleich mit dem Stöckli-Gerät, das ich damals von der Firma "Starmix" (Name: Vitasafe) erwarb. Heute wird das Gerät von dieser Firma nicht mehr hergestellt, jedenfalls konnte ich keine Trockensiebe mehr nachbestellen. Dies ist nämlich der einzige Nachteil (neben dem auch hier, aber kürzere Zeit vorhandenen Schweißgeruch): Die Zahl der Siebe begrenzt die trockenbare Menge.

mfg,
jason

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Re: Lyophilisation ...????

Walter, (vor 9577 Tagen) @ david.ge

Hallo David ,

die Lyophilisation ist mir aus meiner Zeit in der Pharmazie noch gut in Erinnerung ! Dort wurden Gerinnungsreagenzien lyophilisiert , funktionsweise etwa so , das Produkt (flüssig , Ausgangsstoff menschliches Plasma) wurde zu 1ml in kleine Glasbehälter abgefüllt u. Gummistopfen lose aufgesetzt , danach die Lyo-Kammer damit bestückt. Bei leichtem Vakuum wandert die Feuchtigkeit aus dem Produkt in den sogenannten "Eiskondensator" u. lagert sich dort ab .
Der verbleibende Rest in den Glasbehältern hat sich in eine leichte, flockige , trockene Masse verwandelt u. kann so gut gelagert werden , zur Verwendung setzt man einfach wieder einen ml Wasser zu .
Dieses Phänomen ist wohl jeden Autofahrer(in) in der kalten Jahreszeit bekannt wenn sich im Fahrzeuginneren die Scheiben beschlagen , die Feuchtigkeit kondensiert immer am kältesten Punkt !
Wie die Verfahrensweise in der Lebensmittelindustrie gehandhabt wird , keine Ahnung ! Ein gefundenes Prachtexemplar von Boletus satanas wurde von der Österr. Mykologischen Gesellschaft derart präpariert u. zeigt sich so dem Publikum . Leider sind diese Anlagen relativ klein u. so werden eine größere Menge Schopftintlinge wohl Zukunftsmusik sein . Fall`s Du da andere Infos hast , gerne mehr !!!
Aber auf Grund der gesteigerten Autolyse von Copr. comatus , dürfte bereits der Transport zu so einer Anlage ein Problem darstellen , außer man hat eine Vor-Ort !

Grüße Walter

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Re: Lyophilisation ...????

david.ge, (vor 9575 Tagen) @ Walter

Hello Walter
Grund der Lyophilisation ist sublimation aus Eis-sofort Dampf.Fuer Dampfentfernung ist besser Vakuumkompressor zu verwenden-je tiefer Vakuum ist, je schneller sublimiert Eis.
mit Geraet in meinem Institut (Stormverbrauch 4KW/Stunde) kann mann etwa 400 ml Wassr in 10 Stunden austrocknen und dieser ist wirklich nicht im Wald mitzunehmen aber zusammen mit meinem Freund wollen wir einen neuen Geraet schaffen- resultat werde ich hier melden.
Hast du wahrscheinlich mein Antwort auf deinen TOP 5 nicht gelesen?
Gruss
David