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Bitte um Bestimmungshilfe *PIC*

Birgit, (vor 8035 Tagen)

Hallo ihr Lieben,

folgendes UMO fand ich vorgestern auf der Hurlacher Heide neben einer Fichte auf Kalkboden. Daheim angekommen, stellte ich fest, daß die Lamellen bei Verletzung schwärzen. Gestern vormittag habe ich dann die Bilder gemacht und heute abend einen Blick ins Mikroskop geworfen. Die Sporen sind glatt, fast rund und 6,5 * 6 µm groß mit einem großen Tropfen, Sporenpulver ist weiß.

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Ich dachte erstmal andeutungsweise an einen der schwärzenden Raslinge, aber da passen unter anderem die Sporenmaße nicht und die makroskopischen Merkmale auch nicht so recht. Der Hutrand des Pilzes ist gerippt, er riecht etwas nach Mehl und schmeckt recht intensiv nach Mehl. Das Fleisch schwärzte auch nach zwei Stunden nicht, mal sehen wies morgen früh ausschaut. Ich denke jetzt doch, daß es ein Ritterling sein könnte, aber welcher Ritterling schwärzt bei Verletzung an den Lamellen? Vielleicht ists ja was ganz banales,bitte helft mir.

Liebe Grüße

Birgit

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Find ich seeehr interessant...

Christoph G, (vor 8035 Tagen) @ Birgit

... kann dir leider mangels Kompetenz nicht weiterhelfen... aber ich hatte vor zwei Wochen einen kräftigen grauen "Schwärzling" hier gepostet, mit dem auch niemand so richtig etwas zu anfangen wusste, aber Andreas G meinte, der sei an Hand des Eksikats (sicher falsch geschrieben) gut zu bestimmen.Inzwischen hab ich drei Eksikate... vielleicht hat ja jemand Lust sich dem mal anzunehmen, der ein Mikroskop hat :-))

LG Christoph

folgendes UMO fand ich vorgestern auf der Hurlacher Heide neben einer Fichte
auf Kalkboden. Daheim angekommen, stellte ich fest, daß die Lamellen bei
Verletzung schwärzen. Gestern vormittag habe ich dann die Bilder gemacht
und heute abend einen Blick ins Mikroskop geworfen. Die Sporen sind glatt,
fast rund und 6,5 * 6 µm groß mit einem großen Tropfen, Sporenpulver ist
weiß.


Ich dachte erstmal andeutungsweise an einen der schwärzenden Raslinge, aber
da passen unter anderem die Sporenmaße nicht und die makroskopischen
Merkmale auch nicht so recht. Der Hutrand des Pilzes ist gerippt, er
riecht etwas nach Mehl und schmeckt recht intensiv nach Mehl. Das Fleisch
schwärzte auch nach zwei Stunden nicht, mal sehen wies morgen früh
ausschaut. Ich denke jetzt doch, daß es ein Ritterling sein könnte, aber
welcher Ritterling schwärzt bei Verletzung an den Lamellen? Vielleicht
ists ja was ganz banales,bitte helft mir.
Liebe Grüße
Birgit

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Re: Bitte um Bestimmungshilfe

Andreas ⌂, (vor 8034 Tagen) @ Birgit

Hallo ihr Lieben,
folgendes UMO fand ich vorgestern auf der Hurlacher Heide neben einer Fichte
auf Kalkboden. Daheim angekommen, stellte ich fest, daß die Lamellen bei
Verletzung schwärzen. Gestern vormittag habe ich dann die Bilder gemacht
und heute abend einen Blick ins Mikroskop geworfen. Die Sporen sind glatt,
fast rund und 6,5 * 6 µm groß mit einem großen Tropfen, Sporenpulver ist
weiß.
Ich dachte erstmal andeutungsweise an einen der schwärzenden Raslinge, aber
da passen unter anderem die Sporenmaße nicht und die makroskopischen
Merkmale auch nicht so recht. Der Hutrand des Pilzes ist gerippt, er
riecht etwas nach Mehl und schmeckt recht intensiv nach Mehl. Das Fleisch
schwärzte auch nach zwei Stunden nicht, mal sehen wies morgen früh
ausschaut. Ich denke jetzt doch, daß es ein Ritterling sein könnte, aber
welcher Ritterling schwärzt bei Verletzung an den Lamellen? Vielleicht
ists ja was ganz banales,bitte helft mir.

Hallo Birgit,

ich denke, dass Dein Pilz Lyophyllum paelochroum, der Lehmfarbene Rasling, ist. Ich finde nichts was dagegen spricht und wenn Du mal das Bild bei LUDWIG dazu anschaust, das passt perfekt! "Fleisch im Schnitt weiß, allmählich vergrauend. Geruch und Geschmack stark mehl- bis gurkenartig", die Zeichnung wurde gemalt nach einem Fund aus Bayern, Altmühltal, auf Muschelkalkboden ....

beste Grüße,
Andreas

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Danke Andreas

Birgit, (vor 8034 Tagen) @ Andreas

Hallo Andreas,

ich denke, dass Dein Pilz Lyophyllum paelochroum, der Lehmfarbene Rasling,
ist. Ich finde nichts was dagegen spricht und wenn Du mal das Bild bei
LUDWIG dazu anschaust, das passt perfekt! "Fleisch im Schnitt weiß,
allmählich vergrauend. Geruch und Geschmack stark mehl- bis
gurkenartig", die Zeichnung wurde gemalt nach einem Fund aus Bayern,
Altmühltal, auf Muschelkalkboden ....

vielen Dank, ich hab leider den LUDWIG noch nicht und ich hab natürlich wieder nur bei den SChweizern nachgeschaut, da fehlt er jedenfalls und in allen anderen meiner Bücher auch. Ich denke auch, daß du recht hast, noch dazu da meine erste Verrmutung auch in Richtung eines der schwärzenden Raslinge ging, aber da gabs im B&K halt nur drei. Ich verlass mich da jetzt mal auf dich ;-) und erspare mir die Panscherei mit der siderophilen Granulation. Ich hab jetzt mal ein bißchen gegoogelt und der Pilz scheint mir doch recht selten zu sein, hast du ihn schon mal in natura gefunden? In MäcPomm steht er jedenfalls als Rarität mit RL4 in der roten Liste. Ich glaub ich schau da bald nochmal hin, da stand nämlich ne Menge von denen da. Der Standort ist übrigens eine Heide mit Orchideen (Wanzenknabenkraut, Hummelragwurz etc.) Hygrocybe reidii wächst auch dort, ansonsten ist dort aber mykologisch noch nicht so viel gelaufen.

liebe Grüße

Birgit