Re: ausführlicher Bericht des kulinarischen Hochge
Hi Markus
Vielen Dank für die Blumen! Ich habe Dein Kompliment betr. Pilzpfefferrezept an Rose weitergeleitet. Noch viele kulinarische und oenologische Höhenflüge wünscht
Fridu
Hier wie gewünscht und zum Teil erwartet der Bericht zu unseren
"Trüffel-Experimenten": Zuerst stand das traditionelle
Trüffelgericht „Tagliatelle mit darübergehobeltem weissen Trüffel“ auf dem
Menüplan: Die Tagliatelle haben wir al dente gekocht, anschliessend Butter
und Parmesan daruntergezogen. Zusätzlich haben wir einige Tropfen
Trüffelöl dazugegeben (war als Geschmacksverstärker gedacht, da Öl ein
sehr guter Geschmacksträger ist). Anschliessend die Tagliatelle im
vorgewärmten Teller angerichtet und serviert. Am Tisch habe ich dann die
Trüffel darübergehobelt (natürlich nicht zu geizig, denn wir wollten ja
den Trüffelgeschmack geniessen). Nun ging’s an Degustieren. Und jetzt
kommt’s…. der Trüffelgeschmack kam ganz ehrlich gesagt leider nicht
sonderlich stark zum Vorschein ;-( Wir waren alle der Meinung, dass die
Tagliatelle gut waren, jedoch wäre jetzt niemand mehr von uns bereit, im
Restaurant dafür einen horrenden Preis zu bezahlen, nur weil weisse
Trüffel darübergehobelt sind. Wir fragten uns, ob das ganze nicht einfach
auch ein wenig Kult und Snobismus ist, weil die Trüffel einfach sündhaft
teuer sind.
Als 2. Gang wagten wir uns an die Rühreier: Ich habe eine Trüffel vom
Mittwochabend bis am Sonntagmorgen zu 4 rohen Eiern (ganz mit Schale)
dazugelegt. Ich war sehr erstaunt, wie sehr die Eier den Trüffelgeschmack
übernommen haben. Ich habe am Sonntagmorgen zusätzlich zu den 4
„vorbehandelten“ Eiern noch 2 „unbehandelte“ dazugegeben, 6 EL Milch, mit
etwas Salz und schwarzem Pfeffer abgeschmeckt. Dann ganz normal Rührei
zubereitet. Auf Teller angerichtet und ohne weitere Zugaben die
Delikatesse genossen! Es war überhaupt nicht notwendig, dass noch
zusätzlich Trüffel darübergehobelt werden musste. Der Geschmack war
wunderbar!!!! Wir waren uns einig, dass es sich wirklich lohnt mal
Rühreier mit Trüffel zu probieren, weil der mystische Trüffelgeschmack
(nach alten schweisseligen Socken oder so ähnlich) sehr gut zur Geltung
kommt!
Der anschliessende Pilzpfeffer à la Fridu und Rose L. mit selbst gemachten
Spätzli, Rotkraut und glasierten Marroni hatte dann wieder allen wunderbar
geschmeckt!
Nicht zu vergessen ist der sensationelle Barolo, Jahrgang 1997 den wir dazu
genossen!
Was jetzt noch aussteht, ist das Trüffelrisotto. Ich habe in einem Kilo rohen
ungekochten Risottoreis eine Trüffel „vergraben“. Auch da muss ich sagen,
dass der Reis den Geruch des Trüffels sehr stark übernommen hat. Wir sind
bereits gespannt, ob der Trüffel-Geschmack nach der Zubereitung des
Risottos auch noch so hervorkommt. Das würde uns natürlich sehr freuen.
Werde euch zu gegebener Zeit über das Resultat informieren.
Es grüsst euch
Markus_S (der sein bis jetzt teuerstes Essen sehr genossen hat!)