hallo Thomas,juhui jetzt weiss ich Primitivling
warum ich die Fische und Pilze so liebe und sie mich !Vielleicht habe ich Fisch und Pilzgene in mir?Oder ist es vielleicht doch so, dass meine Intelligenz nur zu Fisch und Pilz reicht???Heul heul, herzliche Grüsse Hans
Irgendwie schon, Detlef
Denn wenn man sich ein „Dogma“ der Genetik anschaut, ist es verwunderlich,
dass man da nicht schon früher drauf gekommen ist. Das „Dogma“ lautet, der
genetische Code ist degeneriert und universell. „Degeneriert“ heißt nicht,
dass er verkümmert im negativen Sinn ist, sondern, dass er in allen
Lebewesen gleich ist und ohne Satzzeichen auskommt: Codiert wird immer mit
den Basen A denin, T hymin, G uanin und C ytosin in sogenannten
„Tripletts“ (ACG-CAG-TTA-usw), egal ob Mikrobe oder Mensch, Pilz oder
Pflanze.
Sowieso kann man die verwandtschaftlichen Beziehungen der Organismen
untereinander ganz gut an den Unterschieden in den Genen festmachen: Je
mehr Gene übereinstimmen zwischen zwei Arten, desto größer ist der
Verwandtschaftsgrad (s. Schimpanse – Mensch).
Nun ist Sex ja eine an sich noch recht junge „Erfindung“, jedenfalls jünger
als die ursprüngliche Methode der Vermehrung von Prokaryonten (Lebewesen
ohne Zellkern) wie Bakterien und Blaualgen durch Knospung oder Spaltung.
Und auch Pilze sind „jünger“ als Bakterien. Pilze wie Tiere gehören zu den
Eukaryonten (Lebewesen mit Zellkern), und so verwundert kaum, dass
geschlechtsbestimmende Regionen verschiedener Arten ähnlich sind. Und da
die geschlechtliche Fortpflanzung so ein evolutionärer Riesenerfolg ist,
gab und gibt es aus dieser Sicht keinen Grund, an den entsprechenden
Regionen auf den Chromosomen großartig herum zu basteln.
Ich denke mal, die Genetiker und Molekularbiologen werden in der nächsten
Zeit noch einige Überraschungen erleben.
Grüsslis bis morgen
Thomas
