Re: Nelkenschwindlinge auf Bild 1, 2 und 3
Moin Andreas,
Dankeschön für Deine Ausführungen! Vor allem der Hinweis, dass sich die Stiele nicht zerreißen lassen, hat mir sehr geholfen. Freue mich schon auf den Herbst bzw. Spätsommer im nächsten Jahr!
Aber zuvor kommen ja noch die Morcheln, die ich bislang ebenfalls noch nie gesammelt habe. Die Welt der Pilze kann ganz schön faszinieren... :)
Viele Grüße
Andreas
Hallo Andreas,
Naja, also dieses dünne Pilzchen mit nem Ziegelroten Risspilz verwechseln
wollen, da gehört schon ne gehörige Portion Blindheit dazu. Andere
Schwindlinge auf der Wiese kenne ich nicht. Rötlinge wäre vielleicht
möglich, aber die sind immer ziemlich zerbrechlich, auch im Stiel, was der
Nelkenschwindling überhaupt nicht ist. Der hat nämlich einen steifen, fast
nicht zerreißbaren Stiel. Deshalb heißt es bei Pätzold auch Nagelschwamm,
wie die Zapfenrüblinge. Ein weiteres wichtiges Merkmal sind die sehr
entfernten, fast freien Lamellen. Damit sollte man ihn auch von
Trichterlingen und vor allem auch Rüblingen aus der
Waldfreundverwandtschaft (z.B. Gymnopus ocior) unterscheiden können.
Durchweg ocker-beige Färbung, sehr entfernte Lamellen, steifer,
unzerreissbarer Stiel. Nach manchen Büchern auch charakteristischer Geruch
(etwas bittermandelartig) den ich aber nicht gut wahrnehme. Vorkommen in
Hexenringen kann auch ein gutes Merkmal sein, aber wenn er nicht in der
freien Wiese wächst sondern am Wegrand oder so, dann gibts auch keine
Ringe.
Viele Grüße
Andreas