Hallo Peter,
auch wenn ich Dir im Fazit zustimme, kann ich Deiner "wissenschaftlichen" Betrachtung so nicht folgen.
Strahlung von außen kann keineswegs in der Wirkung auf den Organismus mit Strahlung von innen gleichgesetzt werden. Zudem muss man jedes Radioisotop einzeln betrachten, da es bei einigen Elementen starke Anreicherung im Körper gibt.
Die gute Nachricht: die radioaktive Belastung von Tschernobyl ist im wesentlichen durch Cäsium-137, das im Körper nur eine mittlere Verweildauer von 3 Tagen hat und danach über den Urin wieder ausgeschieden wird. In Norddeutschland war der Fallout ohnehin gering, so dass das Essen von einigen Maronen nur einen Bruchteil der natürlichen "inneren" Strahlung durch Kalium-40 ausmacht (das ist kein anthropogenes Umweltgift, sondern radioaktiver "Abfall" des Urknalls).
Weit gefährlicher und meist unterschätzt ist z.B. die Strahlenbelastung auf Flugreisen durch die kosmische Höhenstrahlung.
Grüße,
Wolfgang
Hallo Sabine,
erst mal Glückwunsch.
Hier der Versuch einer Antwort: In Bremen wird der durchschnittliche Wert der
Belastungen nicht höher sein als der statistisch gesicherte für Sachsen -
Anhalt von 326 Bq/kg Maronen für die Jahre 1993 - 2001 (mit fallender
Tendenz).
Die Belastung durch Radioaktivität wird für uns mit der mittleren effektiven
Äuquivalentdosis in Milli - Sievert (mSv) angegeben.
Durch unsere Umwelt und die unvermeidliche Strahlung aus dem Kosmos rechnet
man ohnehin mit einer obligaten Belastung von etwa 2mSv/Jahr (sogenannte
Gesamtstrahlungsexposition), der wir uns nicht entziehen können. Durch
Verzehr von 1 kg frische Maronen (das sind etwa 3 - 4 Mahlzeiten) erhöhst
Du nun diesen Wert um 0,005mSv, also um 0,25 %. Um Dich also einem Wert
der doppelten (geschätzten) obligaten, unvermeidlichen
Geamtstrahlungsexposition auszusetzen müßtest du innerhalb des Jahres 400
kg oder 1200 - 1600 mal Mahlzeiten mit frischen Maronen essen. Ich denke
soviel schmecken Dir eh nicht.
Aber insbesondere in der Schwangerschaft gilt natürlich, dass Pilze eine
"schwere" eiweißreiche, in der Regel schwerverdauliche Nahrung
sind - also gut garen und wie bei allem im Leben - nicht übertreiben.
Alles Gute für dich und Deinen Nachwuchs
Peter