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Weihnachtsbrauch in Solothurn (11 Bilder) *PIC*

Mäxle, (vor 7978 Tagen)

Hallochen

Solothurn, die kleine Ambassadorenstadt am Aarestrand, hat einiges an Touristenattraktionen zu bieten, u.a. eine Einsiedelei, in der, wie es der Name schon sagt, ein Einsiedlermönch lebt, der sich durch Postkartenverkauf und Verkauf von Eingemachtem sein karges Leben verdient. Ihn direkt zu Gesicht zu bekommen, bedeutet schon grosses Glück, speziell in dieser Jahreszeit. Einzig der rauchende Kamin zeigt an, dass sich dort jemand aufhalten muss. Der Weg zur Einsiedelei führt ca. 1 km durch eine Schlucht, d.h. ein schmaler Weg schlängelt sich, eingekreist von rauschenden Bächen, die sich über kleine Wasserfälle ihren Weg bahnen, durch bewaldetes Felsgestein, wo die sogenannte Verenaschlucht mit der Einsiedelei und der daneben stehenden kleinen Kapelle ihren Abschluss findet. Seit einigen Jahren mehrt sich hier der Brauch, am Heiligen Abend, sobald die Dunkelheit einsetzt, mit der Familie oder Freunden durch die Verenaschlucht zu pilgern und den Weg, die Baumstümpfe, Felsnischen und Bachränder mit Kerzen zu erleuchten und der Einsiedelei mit ihren beiden Kapellen einen Besuch abzustatten, wo inzwischen auch der Kommerz mit dem Verkauf von Punsch und Kerzen seinen Einzug gefunden hat. Ich habe mir das Spektakel gestern Abend angeschaut - es war sehr beeindruckend. Auch ich habe für meine kürzlich verstorbene Mama ein Kerzlein angezündet und bin dann zufrieden nach Hause zurückgekehrt. Das Ganze liess mir dann aber keine Ruhe; ich wollte sehen, wie sich die Schlucht bei Tageslicht präsentiert. Und hier nun ein paar Eindrücke davon:

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Noch immer brennen Kerzlein überall:

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Hier nun die Einsiedelei, die direkt in den Berg hinein gebaut ist

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und die kleine Kapelle daneben, auch direkt am Fels

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Ein Foto durch das Gitterfenster der kleinen Kapelle, da sie wegen Diebstahls der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich ist (traurig aber wahr):

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Die zweite Kapelle, die sich gegenüber der Einsiedelei befindet (auch sie nicht mehr zugänglich):

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Auf dem Rückweg habe ich den wenigen Leuten, die sich für die Beseitigung der Kerzen eingefunden hatten (es waren viel mehr Leute aufgeboten, die aber nicht eingetroffen sind!), eine Wegstrecke lang geholfen, die Unmengen von Kerzen einzusammeln und zu entsorgen. Zufrieden bin ich dann nach Hause zurückgekehrt, gerade als es anfing zu regnen.

Vielleicht bringt diese kleine Weihnachtsgeschichte ein bisschen Freude in Eure warmen Stuben - ich wünsch es mir wenigstens.

Liebe Grüessli vom Mäxle.

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Re: Weihnachtsbrauch in Solothurn (11 Bilder)

interhias ⌂, (vor 7978 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,

merci für die schönen Bilder. Solche Schluchten mit Wasserläüfen strahlen immer eine besondere Kraft aus, finde ich.

Gruß aus München
Hias

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Re: Weihnachtsbrauch in Solothurn (11 Bilder)

Dedimyk, (vor 7977 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,
das ist wirklich ein schönes Stückchen Erde. Ich kann Dir nachempfinden, wie man sich fühlen muß, wenn man den Weg zur Einsiedelei geht, vor allem, wenn man allein ist.
Danke für die Impressionen.

Herzliche Grüße Detlef

Hallochen
Solothurn, die kleine Ambassadorenstadt am Aarestrand, hat einiges an
Touristenattraktionen zu bieten, u.a. eine Einsiedelei, in der, wie es der
Name schon sagt, ein Einsiedlermönch lebt, der sich durch
Postkartenverkauf und Verkauf von Eingemachtem sein karges Leben verdient.
Ihn direkt zu Gesicht zu bekommen, bedeutet schon grosses Glück, speziell
in dieser Jahreszeit. Einzig der rauchende Kamin zeigt an, dass sich dort
jemand aufhalten muss. Der Weg zur Einsiedelei führt ca. 1 km durch eine
Schlucht, d.h. ein schmaler Weg schlängelt sich, eingekreist von
rauschenden Bächen, die sich über kleine Wasserfälle ihren Weg bahnen,
durch bewaldetes Felsgestein, wo die sogenannte Verenaschlucht mit der
Einsiedelei und der daneben stehenden kleinen Kapelle ihren Abschluss
findet. Seit einigen Jahren mehrt sich hier der Brauch, am Heiligen Abend,
sobald die Dunkelheit einsetzt, mit der Familie oder Freunden durch die
Verenaschlucht zu pilgern und den Weg, die Baumstümpfe, Felsnischen und
Bachränder mit Kerzen zu erleuchten und der Einsiedelei mit ihren beiden
Kapellen einen Besuch abzustatten, wo inzwischen auch der Kommerz mit dem
Verkauf von Punsch und Kerzen seinen Einzug gefunden hat. Ich habe mir das
Spektakel gestern Abend angeschaut - es war sehr beeindruckend. Auch ich
habe für meine kürzlich verstorbene Mama ein Kerzlein angezündet und bin
dann zufrieden nach Hause zurückgekehrt. Das Ganze liess mir dann aber
keine Ruhe; ich wollte sehen, wie sich die Schlucht bei Tageslicht
präsentiert. Und hier nun ein paar Eindrücke davon:

Noch immer brennen Kerzlein überall:


Hier nun die Einsiedelei, die direkt in den Berg hinein gebaut ist

und die kleine Kapelle daneben, auch direkt am Fels

Ein Foto durch das Gitterfenster der kleinen Kapelle, da sie wegen Diebstahls
der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich ist (traurig aber wahr):
Die zweite Kapelle, die sich gegenüber der Einsiedelei befindet (auch sie
nicht mehr zugänglich):
Auf dem Rückweg habe ich den wenigen Leuten, die sich für die Beseitigung der
Kerzen eingefunden hatten (es waren viel mehr Leute aufgeboten, die aber
nicht eingetroffen sind!), eine Wegstrecke lang geholfen, die Unmengen von
Kerzen einzusammeln und zu entsorgen. Zufrieden bin ich dann nach Hause
zurückgekehrt, gerade als es anfing zu regnen.
Vielleicht bringt diese kleine Weihnachtsgeschichte ein bisschen Freude in
Eure warmen Stuben - ich wünsch es mir wenigstens.
Liebe Grüessli vom Mäxle.

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Danke, Detlef, Du hast es richtig erkannt! *oT*

Mäxle, (vor 7977 Tagen) @ Dedimyk

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