Re: Lyrisches zum Monat Dezember
Hallo Harald Andres
Schön dass Du Dich wieder im Forum zurückmeldest.
So wie ich Dich bei meinem Kurzbesuch an Eurer letzten Pilzausstellung kennengelernt habe, kann Dich auch ein stärkerer Gegenwind nicht so schnell ins Wanken bringen. Aber manchmal gibt es im Leben halt Situationen welche auch den Stärksten erschüttern. Beispiele dafür halten uns die Medien zur Zeit ja grad genügend vor Augen.
Ich wünsche Dir ( und der ganzen Forumsgemeinschaft ) ein zufriedenes neues Jahr.
Gruss Max
Hallo, zusammen,
Zuerst einmal Entschuldigung.
Für mein mutwilliges Fernbleiben vom Forum.
Eigentlich war es gar nicht mutwillig, sondern schicksalsbedingt (sofern es
sowas gibt).
Ich hatte viele Wochen keine Internetverbindung mehr, war auch sonst von der
Lebenssituation her ziemlich durch den Wind, entwurzelt, auf
Wohnungssuche, in meiner Uebergangs-Notunterkunft (meinem
"Dienstmädchenzimmer") rausgemobbt - kein sehr erfreuliches
Jahr, alles in allem... - Schwamm drüber... - angeblich wächst man ja an
allen Widrigkeiten des Lebens...
Jetzt wohne ich wieder!
Ich habe eine hübsche, kleine Einzimmerwohnung in der Altstadt von Baden.
Untere Halde 15, 5400 Baden.
Mit Blick auf Birken und Eichhörnchen.
Super-highspeed-Angeber-ADSL-Internet habe ich jetzt auch, so dass ihr mir ab
sofort gerne Eure Postings mit sechs Bildern zu je 450 kb zumuten könnt.
Langer Rede kurzer Sinn: Ich verspreche, mich wieder rege hier zu beteiligen.
Eine Schuld möchte ich noch einlösen.
Das versprochene Dezember-Gedicht von Erich Kästner aus dem Zyklus: Die
dreizehn Monate.
Ist seit Anfang Dezember fällig. Das nächste wäre dann schon morgen fällig -
ja, wenn man so lange wegbleibt...
Hier also das wunderschöne, nachdenkliche 12. Gedicht aus dem Zyklus: Der
Dezember
Das Jahr wird alt. Hat dünne Haar.
Ist gar nicht sehr gesund.
Kennt seinen letzten Tag, das Jahr.
Kennt gar die letzte Stund.
Ist viel geschehn. Ward viel versäumt.
Ruht beides unterm Schnee.
Weiss liegt die Welt, wie hingeträumt.
Und Wehmut tut halt weh.
Noch wächst der Mond. Noch schmilzt er hin.
Nichts bleibt. Und nichts vergeht.
Ist alles Wahn. Hat alles Sinn.
Nützt nichts, dass man's versteht.
Und wieder stapft der Nikolaus
durch jeden Kindertraum.
Und wieder blüht in jedem Haus
der goldengrüne Baum.
Warst auch ein Kind. Hast selbst gefühlt,
wie hold Christbäume blühn.
Hast nun den Weihnachtsmann gespielt
und glaubst nicht mehr an ihn.
Bald trifft das Jahr der zwölfte Schlag.
Dann dröhnt das Erz und spricht: "Das Jahr kennt seinen letzten Tag,
und du kennst deinen nicht."
Erich Kästner
Passt alles gut zu meiner Stimmung, wenn ich die letzte Zeit Revue passieren
lasse.
Möchte eigentlich nichts mehr dazu anmerken.
Die bisherigen Monatsgedichte findet ihr mit der Suchefunktion des Forums
unter "Lyrisches".
Fehlt noch das Gedicht: "Der dreizehnte Monat".
Dann folgt schon der Januar...
Werde ich natürlich bald nachliefern.
Rudi hat mir ein Mail geschrieben (sorry, Rudi, Antwort folgt... - eines anch
dem anderen, im Moment...), ich hätte noch ein Rätsel unaufgelöst gelassen
- werde mal nachforschen und nacharbeiten und aufräumen....
Wünsche Euch allen, das, was ihr mir auch wünscht, und noch viel mehr, und
auf bald...
Lieben Gruss, Harald Andres