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Ist Fencheltramete Gloephyllum odoratum, Detlef

Dedimyk, (vor 7976 Tagen) 1.693 Beiträge @ AK_CCM

Hallo Andreas,

Dein Wurzelschwamm ist die Fencheltramete Gloephyllum odoratum.Wenn Du das nächste Mal hingehst schnuppere daran.Sie duftet angenehm nach Anis/Fenchel.
Typisches Wachstum auf Nadelholz, überwiegend Fichte.

Gruß Detlef

Hallo zusammen,
nachdem die graue Wolkendecke gestern Nachmittag aufriss, zog es mich hinaus
ins Freie, genauer gesagt an den Lech. Auf dem Weg dorthin durchquerte ich
zuerst ein Buchenwäldchen. Darin habe ich auf einigen Stubben bereits die
ersten Samtfussrüblinge gefunden:
Bisher hatte ich F. velutipes immer nur auf Weide und auf Pappel angetroffen.
Doch wie ich bereits mehreren Beiträgen hier im Forum entnehmen konnte,
sind die Samtfussrüblinge gar nicht so wählerisch, was das Substrat
anbelangt.
Auf einem liegenden Buchenstamm stieß ich auf die Fruchtkörper eines
Porlings, vermutlich des Rotrandigen Baumschwamms. Interessant finde ich
die Fruchtkörper an der unteren Hälfte des Stammes, sie bestanden fast nur
aus Poren:

An das Buchenwäldchen grenzte ein Streifen Fichte. Hier habe ich auf einem
nahezu vollständig bemoosten Baumstumpf diesen Porling entdeckt. Könnte
das ein Wurzelschwamm sein?


Dann traf ich auf eine Gruppe Birken. Auch hier "wütete" ein
Porling. Richtig bizarr mutet der Wuchs des Fruchtkörpers an, der auf
einem der liegenden Stammabschnitte thronte. Daneben stand noch der Rest
einer Birke mit weiteren Fruchtkörpern. Vermutlich ebenfalls der
Rotrandige Baumschwamm?

Am Ufer des Lechs bot sich dann ein anderes Bild: viele Eschen (extrem
Speisemorchel-verdächtig), Birken und Weiden. Auch knorrige und bemooste
Holunderbäume standen dazwischen, von denen ich etliche frische Judasohren
gebrockt habe:
Das Highlight war ein großer umgestürzter Baum, an dem massenhaft
Fruchtkörper des Samtfussrüblings hingen. Vor lauter Euphorie habe ich
glatt vergessen, den Baum zu bestimmen - hole ich aber nach. Werde dort in
2 Wochen nochmals vorbeischauen, denn es wuchsen noch etliche Baby-Pilze
an dem Baum:

Auf dem Rückweg bin ich dann noch ein paar Birkenporlingen begegnet. Die
Fruchtkörper wuchsen korrekt ausgerichtet auf einem abgebrochenen,
vertikal am Boden aufstehenden Ast:
Am Ende meiner Tour wurde ich noch mit einem tollen Farbenspiel am Himmel
belohnt: Die untergegangene Sonne hat die Wölkchen am Himmel noch einmal
richtig zum Glühen gebracht:
Insgesamt konnte sich meine Beute durchaus sehen lassen. Schade nur, dass ich
erneut keine Austernseitlinge zu Gesicht bekam.

Für Kommentare und Berichtigungen bin ich immer offen!
Auf ein gutes Pilzjahr
Andreas

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