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Statt Austernseitlingen Natur pur gefunden *PIC*

Mäxle, (vor 7965 Tagen)

Hallochen

Max hat mich gestern mit seinem Tipp auf eine mir bisher unbekannte Fährte gelockt, die ich in Anbetracht der sonnigen Wetterprognose heute Morgen unter die Füsse genommen habe (bei dickem Nebel, aber der sollte sich ja auflösen!). Start war bei einem Wasserkraftwerk, von wo aus ein Weg entlang der Aare führt, wo ich mir einige Funde von Austernseitlingen erhoffte. Die steile, mit üppigem Buschwerk und Bäumen bewachsene Böschung und die glitschigen bzw. matschigen Verhältnisse (ohne einen Abseilpartner) liessen es aber nicht zu, bis zum Ufer des Flusses vorzudringen, obwohl es dort vielleicht einiges zu entdecken gegeben hätte. Was auffiel, war einmal die starke Bemoosung der Bäume sowie der grünspanartige Belag auf fast allen Sträuchern, wie ich es zuvor in unseren Breitengraden in dieser Intensität noch nie gesehen hatte:

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Endlich konnte ich den matschigen Weg entlang der teilweise überfluteten Felder hinter mir lassen und gelangte in ein Waldgebiet, wo mir dieser leuchtende Porling entgegen lachte:

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Aber das war es ja nicht, wonach ich suchte. Ab und zu entdeckte ich mit Samtfussrüblingen bewachsene Bäume, die sich im nun mit Schilfgras bewachsenen Ufer farblich hervorhoben. Plötzlich eine Entdeckung, mit der ich nicht gerechnet hatte - sollte es hier etwa Biber geben? Die Spuren waren ja eindeutig:

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Ein Stückchen weiter dies:

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Der Fall war klar - eine mächtige Biberburg:

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Angeknabberte, bereits gefällte oder kurz vor dem Fall stehende Bäume begleiteten mich von nun an bis zu diesem kleinen See, wo die Biber ihre Spuren bereits hinterlassen hatten:

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Wenn mir auf dieser 3 1/2-stündigen Wanderung auch keine Austernseitlinge begegnet sind, die Sonne nie zum Vorschein kam, ich mittlerweile vom feuchten Wetter zu frösteln begann und die Nase nun schneller läuft als ich sie putzen kann, danke ich Max für seinen Tipp, dieses wahrlich ursprüngliche Stückchen Natur näher kennen zu lernen, wobei ich mich verwundert fragen muss, warum sich die Biber der ständigen Geräusch- kulisse der nahen Autobahn ausgesetzt haben.

Verschnupfte Grüessli vom Mäxle.

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Re: Statt Austernseitlingen Natur pur gefunden *PIC*

AK_CCM, (vor 7964 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle,

gute Besserung erstmal. Vor einigen Wochen hatte ich hier im Forum ja schon einmal über Biberspuren an der Schmutter - genauer gesagt am Ostufer der Schmutter oberhalb des Zott-Werkes (MTB 9212-1) - berichtet. Hierzu möchte ich nun ein paar Bilder nachreichen:

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Bild 1: Abgenagte Rinden- und Bastschicht von gefällten Bäumen

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Bild 2: Angenagter Baum mit stolzen 80 cm Durchmesser

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Bild 3: Deutliche Nagespuren im Dezember 2004

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Bild 4: Selbe Stelle - "verjüngter Baumbestand" im Januar 2005

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Bild 5: Angenagter und abgestorbener Baum als Substrat für F. velutipes

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Bild 6: Detail A - Samtfussrüblinge

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Bild 7: Detail B - Samtfussrüblinge

Inwiefern es Sinn macht/machte, den Biber wieder bei uns anzusiedeln, darüber lässt sich streiten. Ohne seine natürlichen Feinde, wie z.B. Luchse, sehe ich das jedenfalls sehr skeptisch. Und da das Tier unter Artenschutz steht, kann man es auch nicht einfach schießen. Das einzige, was in Betracht kommt, ist das Einfangen der Tiere und die anschließende Auswilderung in Polen.

Was meint ihr bzw. welche Erfahrungen habt ihr bereits mit Bibern gemacht?

Viele Grüße

Andreas

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Es gibt also noch anderes als nur Austernseitlinge *oT*

Dedimyk, (vor 7964 Tagen) @ Mäxle

- kein Text -

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Re: Statt Austernseitlingen Natur pur gefunden

Max, (vor 7964 Tagen) @ Mäxle

Hallo Mäxle

Die Biber haben sich vor drei, vier Jahren hier angesiedelt.
Schade dass sich die Samtfussrüblinge bislang noch nicht gross blicken liessen.
Letztes Jahr habe ich zumindest am Nordufer der Aare viele davon gesehen.
Mir selber sind heute aber auch fast keine Pilze begegnet.

Ich absolviere Deinen heutigen Rundgang meistens einmal in der Woche im Jogginganzug. Sobald sich die Rüblinge und Seitlinge blicken lassen, melde ich mich wieder.

Liebe Grüsse
Max

Hallochen
Max hat mich gestern mit seinem Tipp auf eine mir bisher unbekannte Fährte
gelockt, die ich in Anbetracht der sonnigen Wetterprognose heute Morgen
unter die Füsse genommen habe (bei dickem Nebel, aber der sollte sich ja
auflösen!). Start war bei einem Wasserkraftwerk, von wo aus ein Weg
entlang der Aare führt, wo ich mir einige Funde von Austernseitlingen
erhoffte. Die steile, mit üppigem Buschwerk und Bäumen bewachsene Böschung
und die glitschigen bzw. matschigen Verhältnisse (ohne einen
Abseilpartner) liessen es aber nicht zu, bis zum Ufer des Flusses
vorzudringen, obwohl es dort vielleicht einiges zu entdecken gegeben
hätte. Was auffiel, war einmal die starke Bemoosung der Bäume sowie der
grünspanartige Belag auf fast allen Sträuchern, wie ich es zuvor in
unseren Breitengraden in dieser Intensität noch nie gesehen hatte:


Endlich konnte ich den matschigen Weg entlang der teilweise überfluteten
Felder hinter mir lassen und gelangte in ein Waldgebiet, wo mir dieser
leuchtende Porling entgegen lachte:
Aber das war es ja nicht, wonach ich suchte. Ab und zu entdeckte ich mit
Samtfussrüblingen bewachsene Bäume, die sich im nun mit Schilfgras
bewachsenen Ufer farblich hervorhoben. Plötzlich eine Entdeckung, mit der
ich nicht gerechnet hatte - sollte es hier etwa Biber geben? Die Spuren
waren ja eindeutig:
Ein Stückchen weiter dies:
Der Fall war klar - eine mächtige Biberburg:
Angeknabberte, bereits gefällte oder kurz vor dem Fall stehende Bäume
begleiteten mich von nun an bis zu diesem kleinen See, wo die Biber ihre
Spuren bereits hinterlassen hatten:
Wenn mir auf dieser 3 1/2-stündigen Wanderung auch keine Austernseitlinge
begegnet sind, die Sonne nie zum Vorschein kam, ich mittlerweile vom
feuchten Wetter zu frösteln begann und die Nase nun schneller läuft als
ich sie putzen kann, danke ich Max für seinen Tipp, dieses wahrlich
ursprüngliche Stückchen Natur näher kennen zu lernen, wobei ich mich
verwundert fragen muss, warum sich die Biber der ständigen Geräusch-
kulisse der nahen Autobahn ausgesetzt haben.
Verschnupfte Grüessli vom Mäxle.

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Wie sich die Bilder gleichen!

Mäxle, (vor 7963 Tagen) @ AK_CCM

Hallo Andreas

Danke erstmal für Dein Mitgefühl - die Schneuzmaschine hat sich inzwischen etwas beruhigt und ich werds überleben!

Genauso habe ich es auch erlebt - dicke Bäume einfach durchgenagt, das müssen recht kapitale Tiere sein! Die Schmutter kommt mir irgendwie vertraut vor. Habe ich sie auf der Autobahn Karsruhe - Stuttgart - München jeweils überquert? Meine Eltern wohnten damals noch in München und ich bin die Strecke recht oft gefahren.

Ich war gestern - bei strahlendem Sonnenschein - wieder unterwegs an meinen "alten" Austernseitlings- plätzchen und habe zwei riesige Exemplare gefunden. Hartnäckigkeit zahlt sich halt manchmal aus.

Ich wünsch Dir noch einen recht schönen Sonntag. Grüessli vom Mäxle.

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Re: Wie sich die Bilder gleichen!

AK_CCM, (vor 7962 Tagen) @ Mäxle

Hallo Andreas
Danke erstmal für Dein Mitgefühl - die Schneuzmaschine hat sich inzwischen
etwas beruhigt und ich werds überleben!
Genauso habe ich es auch erlebt - dicke Bäume einfach durchgenagt, das müssen
recht kapitale Tiere sein! Die Schmutter kommt mir irgendwie vertraut vor.
Habe ich sie auf der Autobahn Karsruhe - Stuttgart - München jeweils
überquert? Meine Eltern wohnten damals noch in München und ich bin die
Strecke recht oft gefahren.
Ich war gestern - bei strahlendem Sonnenschein - wieder unterwegs an meinen
"alten" Austernseitlings- plätzchen und habe zwei riesige
Exemplare gefunden. Hartnäckigkeit zahlt sich halt manchmal aus.
Ich wünsch Dir noch einen recht schönen Sonntag. Grüessli vom Mäxle.

Hallo Karin,

hatte die Frage leider überlesen, daher erst jetzt die Antwort. Du hast Recht: Auf der A8 von Stuttgart in Richtung München überfährt (hört sich grausam an) man die Schmutter kurz vor Augsburg.
Die Tage werde ich die Schmutter bei Mertingen Mal flussaufwärts ablaufen, bislang war ich dort immer nur flussabwärts unterwegs. Mal sehen, welche Pilze mir dort über den Weg laufen...

Viele Grüße

Andreas